Andreas Mayer - Lese-Rechtschreibstörungen (LRS)

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Grundlagen zum Schriftspracherwerb und Kenntnisse über Ursachen einer Lese-Rechtschreibstörung (LRS) bilden die Basis, um LRS zu verstehen.
Dieses Buch bietet verständliche und ausführliche Information zu Früherkennung, Diagnose, Förderung und Therapie bei einer Lese-Rechtschreibstörung (LRS). Es gibt einen Überblick über Aufbau, Inhalte und Ziele gängiger Förderprogramme.
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Explizitform

Unter der Explizitform eines Worts versteht man die zweisilbige flektierte Form (Plural, Genitiv, Komparativ), wenn das Wort in seiner Grundform einsilbig ist. Die Explizitform des Wortes „Hund“ ist bspw. der Plural „Hunde“ oder der Genitiv „des Hundes“ (Eisenberg 2006). Die phonologische Explizitform eines Wortes ist linguistisch betrachtet die Grundlage der Graphematik.

Aufbau der Silbe

Betrachtet man nun den Aufbau der Silbe, so lässt sich diese in drei Elemente segmentieren, wobei nicht alle Elemente obligatorisch besetzt sein müssen. Jede Silbe verfügt über einen Silbenkern (= Nukleus N), das vokalische Element der Silbe. Die fakultativen konsonantischen Bestandteile links vom Nukleus werden als linker konsonantischer Anfangsrand (= Onset O), die Konsonanten rechts vom Nukleus als rechter Endrand (= Coda C) bezeichnet. Nukleus und Coda gemeinsam bilden den sogenannten Silbenreim (Abb. 13, s. S. 83).

Silbenstrukturen

Auf der Grundlage dieser Ausführungen lässt sich die Standardstruktur der Explizitformen zahlreicher deutscher Wörter formal folgendermaßen darstellen ( Tab. 2).

Die Beispielwörter in Tab. 2machen bereits einige typische Merkmale des Aufbaus deutscher Wörter ersichtlich.

картинка 18Aufgrund der trochäischen Struktur liegt die Hauptbetonung des Wortes auf dem Nukleus der ersten Silbe.

картинка 19In der ersten betonten Silbe muss lediglich der Nukleus besetzt sein, Onset und Coda sind fakultativ (Bsp.: A-bend, I-gel, E-sel, O-fen), während der Onset der Reduktionssilbe fast immer besetzt ist (gegebenenfalls durch ein silbentrennendes , s. u.).

картинка 20Ist der Onset der betonten Hauptsilbe besetzt, kann er durch einen (= einfacher Anfangsrand) oder mehrere Konsonanten (= komplexer Anfangsrand) besetzt sein. Mit Ausnahme der Kombination von / ʃ / mit / t / oder / p / , die schriftsprachlich als und wiedergegeben wird, werden die Onsets ausschließlich auf der Grundlage des phonologischen Prinzips verschriftet (, , , ).

картинка 21Der vokalische Kern der zweiten Silbe (Reduktionssilbe) ist orthographisch immer durch ein besetzt. Wie dieses Graphem lautsprachlich umgesetzt wird, hängt von der Besetzung der Coda ab: Befindet sich im rechten Endrand ein oder , wird das nur als sehr schwach oder gar nicht wahrnehmbares [ǝ] artikuliert (z. B. → [bez(ǝ)n]). Ist der Endrand der zweiten Silbe unbesetzt, wird das als Schwa-Laut [ǝ] (z. B. → [rozǝ]) realisiert, während es als „vokalisiertes r“ ([ɐ] ausgesprochen wird, wenn im rechten Silbenrand der zweiten Silbe ein steht, (z. B. → [vʊndɐ]) (Bredel 2009).

Tab. 2: Die trochäische Struktur deutscher Wörter

Trochäus
σ Silbe 1 (betonte Hauptsilbe) σ Silbe 2 (unbetonte Reduktionssilbe)
Silbenreim Silbenreim
Onset Nukleus Coda Onset Nukleus Coda
E s e l
A b e nd
O f e n
I g e l
R e g e n
R o s e
B e s e n
E n t e
I n s e l
L e n d e
s e l t e n
H u n d e
h u n d e rt
W u n d e r

Auf Silbenebene lassen sich nun einige orthographische Besonderheiten und Zusammenhänge zwischen der Orthographie und der Phonologie veranschaulichen. Es lässt sich v. a. deutlich machen, wie die unterschiedlichen Vokalqualitäten der betonten Hauptsilbe (lang / gespannt vs. kurz / ungespannt) auf Silbenebene berücksichtigt werden, die auf der Ebene des Einzelbuchstaben (mit Ausnahme des ) nicht unterschieden werden.

offene und geschlossene Silben

Handelt es sich bei der ersten betonten Silbe um eine offene Silbe, also um eine Silbe ohne konsonantischen Endrand ( Tab. 3), wird der Vokal lang und gespannt realisiert (z. B. Ro – se, Lu – pe, Re – gen). Ist die erste Silbe dagegen geschlossen, ist der Endrand also durch einen oder mehrere Konsonanten besetzt ( Tab. 4), so ist der Vokal kurz und ungespannt zu lesen (z. B. Hun – de, In – sel, kos – ten) (vgl. Eisenberg 2009). Eine anderweitige orthographische Markierung der Länge bzw. der Kürze des Vokals ist hier üblicherweise nicht vorgesehen.

Konsonantenverdoppelung

Befindet sich zwischen den Nuklei der ersten und der zweiten Silbe nur ein Konsonant (z. B. ), wird dieser als ambisilbischer Konsonant (= Silbengelenk) bezeichnet, der aufgrund des Prinzips der Onsetmaximierung der zweiten Silbe zugeordnet (We-sen) wird. Da es sich bei der ersten Silbe dann um eine offene Silbe handelt, wird der Vokal der ersten Silbe lang gesprochen. Soll der Vokal des Wortes aber kurz und ungespannt realisiert werden, muss die Coda der ersten Silbe besetzt sein (s. o.), weshalb der ambisilbische Konsonant verdoppelt wird. Da es sich bei der ersten Silbe dann wieder um eine geschlossene Silbe handelt, wird der Vokal der ersten Silbe kurz und ungespannt realisiert (z. B. ; Tab. 5).

Schärfung und Dehnung

Die Kennzeichnung des kurzen und ungespannten Vokals durch die Verdoppelung des ambisilbischen Konsonanten („Schärfung“) geschieht im Deutschen sehr regelhaft. Zentrale Ausnahmen sind, dass Bi- und Trigraphe (, , ) sowie nicht verdoppelt werden (z. B. , ) und statt der Verdoppelung des und des bzw. geschrieben wird.

Tab. 3: zweisilbige Wörter mit offener betonter erster Silbe

Trochäus
σ Silbe 1 (betonte Hauptsilbe) σ Silbe 2 (unbetonte Reduktionssilbe)
Onset Nukleus Coda Onset Nukleus Coda
R o s e
W a g e n
R a s e n
W e s e n

Tab. 4: zweisilbige Wörter mit geschlossener betonter erster Silbe

Trochäus
σ Silbe 1 (betonte Hauptsilbe) σ Silbe 2 (unbetonte Reduktionssilbe)
Onset Nukleus Coda Onset Nukleus Coda
H u n d e
k o s t e n
I n s e l

Tab. 5: Beispiele für die Konsonantenverdoppelung nach kurzen ungespannten Vokalen in der ersten Silbe

Trochäus
σ Silbe 1 (betonte Hauptsilbe) σ Silbe 2 (unbetonte Reduktionssilbe)
Onset Nukleus Coda Onset Nukleus Coda
L ö f f e l
r e n n e n
S u p p e
w e s s e n

Weniger regelmäßig ist die Dehnungsmarkierung durch die Verdoppelung des Vokals der ersten Silbe () oder das Einfügen eines Dehnungs- vor Sonoranten wie , , oder (, , ). Das Dehnungs-h lässt sich insgesamt als wenig regelhaft charakterisieren, da es nicht vor Plosiven und selten in Wörtern mit komplexen Onsets der ersten Silbe eingefügt wird. Da diese Dehnungsmarkierung aber nur im Fall einer Nichtbesetzung der Coda der ersten Silbe eingefügt wird und dies eigentlich ausreichend ist, um den Vokal als lang und gespannt zu identifizieren (s. o.), handelt es sich dabei letztendlich um eine zweifache Markierung der Vokallänge, die als nicht zwingende visuelle Stütze beim Lesen betrachtet werden kann (Eisenberg 2006).

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