Ralph-Miklas Dobler - Mensch und Künstliche Intelligenz

Здесь есть возможность читать онлайн «Ralph-Miklas Dobler - Mensch und Künstliche Intelligenz» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Mensch und Künstliche Intelligenz: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mensch und Künstliche Intelligenz»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Künstliche Intelligenz ist eines der großen Gegenwarts- und Zukunftsthemen unserer Zeit. Die Technologie hat bereits Einzug in unsere Gesellschaft gehalten und wird diese noch weiter verändern. Weltweit werden derzeit Mittel bereitgestellt und Wege eröffnet, um Künstliche Intelligenz und ihre Potenziale zu erforschen. Welche Chancen bietet KI? Welche Risiken sind damit verbunden?
Dieser Band wirft einen umfassenden Blick auf das Phänomen. Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen Disziplinen befassen sich u. a. mit dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Diskriminierung und Rassismus, Wissenschaft und Werbung. Dabei stehen medien-, gesellschafts- und kulturwissenschaftliche, narratologische, wissenschaftstheoretische sowie wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven auf KI im Vordergrund.
Mit Beiträgen von Nicole Brandstetter, Josephine D'Ippolito, Ralph-Miklas Dobler, Philip Hauser, Martin Hennig, Daniel Jan Ittstein, Gudrun Schiedermeier, Jens Schröter und Alicia Sommerfeld.

Mensch und Künstliche Intelligenz — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mensch und Künstliche Intelligenz», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

The Stepford Wives ist der Titel eines 1972 erschienen satirischen Romans des amerikanischen Schriftstellers Ira Levin. In den Filmadaptionen von 1975 und 2004 folgt die Geschichte größtenteils der literarischen Vorlage. In der Geschichte werden die Frauen der eponymen Stadt Stepford von ihren Ehemännern durch Roboterkopien ersetzt. Die Hybris der Männer resultiert letztlich in dem Austausch der Frauen durch die Personifikation des konservativen Frauenideals in Form einer Maschine. Im Gegensatz zu Metropolis sind die Roboter in Stepford Wives jedoch kaum mehr als solche zu erkennen. Die künstlichen Maschinenfrauen sind äußerlich nicht vom Menschen zu unterscheiden. Diese Darstellung der Androidinnen ist ein entscheidender Faktor für den filmischen Effekt. Das Doppelgängermotiv wird häufig in Literatur und Film verwendet und geht meist mit der Angst um Identitätsverlust einher. Die Protagonistin Joanna erkennt das Muster, welche Funktion und Bedeutung die Frauen in Stepford haben und wie sich ihre Interessen verschieben, wenn sie durch eine künstliche Doppelgängerin ausgetauscht werden. Joanna offenbart in der Filmadaption von 2004 ihre Furcht einer Psychiaterin mit den passenden Worten: „There will be somebody with my name. She'll cook and clean like crazy, but she won't take pictures and she won't be me. […] She will be like one of those robots in Disneyland“ (01:31:17). Die autonomen Androidinnen ermöglichen es den Ehemännern, ihren Traum des patriarchalen Frauenbilds zu realisieren, indem sie es auf künstliche Stellvertreter projizieren, welche aus den bunten Fantasiewelten Disneys entstammen könnten. Die Darstellung der Stepford-Frauen persifliert das Simulacrum der perfekten Ehefrau. Sie sind extrem unterwürfig und bemerkenswert attraktiv. Sowohl im Roman als auch im Film werden emanzipierte und komplexe Frauen ihrer Würde und Individualität beraubt. Die satirische Verarbeitung des possenhaften Frauenbilds der 1950er überspitzt die gesellschaftlichen Anforderungen an die Hausfrau und Mutter dieser Zeit. Emanzipation wird als Gefahr bewertet und kann mithilfe von intelligenten Maschinen beseitigt werden. In der Adaption von Frank Oz wird diese Fantasie noch erweitert, indem nicht nur Frauen durch vermeintliche Idealbilder ersetzt werden, sondern auch Männer.

Levins Roman beeinflusste die Populärkultur so stark, dass der Begriff „ Stepford Wife“ sogar Einzug in den alltäglichen Sprachgebrauch erhielt. Seitdem werden äußerst devote Hausfrauen, die genau wie Maschinen nach festgelegten Abläufen und Mustern handeln, oftmals als Stepford Wives bezeichnet. KI werden im Film genutzt, um den Menschen zu perfektionieren. Vermeintlich fehlerhafte Menschen, die nicht der gesetzten Norm entsprechen, werden durch Maschinen ersetzt. Dies greift die noch immer vorherrschende Angst vieler Menschen auf, aufgrund ihrer eigenen Fehlbarkeit in der Zukunft durch Maschinen ersetzt zu werden.

2.2.3Die Nexus 6 Replikanten in Scotts Blade Runner (1982)

Die Filmadaption Blade Runner von Ridley Scott basiert auf der Romanvorlage des US-amerikanischen Science-Fiction-Autors Philip K. Dick Do Androids Dream of Electric Sheep? (1968) und gilt heutzutage als Kultfilm und knüpfte vor allem in Aspekten, wie bspw. Szenenbild und Zukunftsinszenierung, an Metropolis an. In Blade Runner stehen dem Menschen ebenfalls Androide als Widersacher gegenüber. Während in Dicks Originaltext noch von Androiden bzw. Andys die Rede ist, wird im Film von ihnen als Replikanten gesprochen. Die Replikanten werden von unter der Leitung von Mister Tyrell von der Tyrell Corporation produziert, um als Sklavenarbeiter*innen in den extraterrestrischen Kolonien zu dienen. Sie sind lediglich zum Vergnügen oder zur Verrichtung schwerer körperlichen Arbeit gedacht. Anders als in den bisherigen Filmbeispielen wehren sich die KI gegen ihre auferlegten Rollen. Blade Runner stellt deshalb einen Meilenstein in der filmischen Verarbeitung der philosophischen Frage dar, welche Rechte KI erhalten sollten, wenn sie doch kaum noch vom Menschen hinsichtlich ihres Aussehens, ihrer Emotionen und Bedürfnisse zu unterscheiden sind. Vor allem, wenn sie sich ihrer künstlichen Existenz nicht einmal bewusst sind (vgl. Dyck, 2018). Die Grenzen zwischen Menschen und KI verschwimmen in Blade Runner vollkommen, da sie äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden sind. Einzig mit Hilfe des Voight-Kampf-Tests können die Blade Runner, eine Spezialpolizei, die Replikanten durch eine provozierte emotionale Reaktion von Menschen unterscheiden.

Die sechste Generation der Replikanten ist sogar imstande eigene Gefühle zu entwickeln. Die Subjektwerdung der KI wird auch in diesem Film als Auslöser für Katastrophen betrachtet. Um dies zu verhindern wird ihre Lebensdauer auf vier Jahre verkürzt und ihnen wird es unter Todesstrafe untersagt zur Erde zu reisen. Ihr Aussehen pointiert zudem die mediale Repräsentation von Hypermaskulinität und Hyperfeminität. Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Replikanten verkörpern die jeweiligen gesellschaftlich konstruierten und unrealistischen genderspezifischen Schönheitsideale. Sie fungieren somit als filmtheoretische Paradebeispiel der Objektifizierung der Charaktere durch die Kamera und dem damit verbundenen Blickwinkel der Zuschauer*innen (vgl. Mulvey, 1999). Ihr Aussehen dient dem Spektakel. Der Blick ist jedoch nur eine Form der Machtdemonstration des Menschen gegenüber der KI. Der Mensch erschafft die Replikanten nach eigenen Wunschvorstellungen, degradiert sie zu Sklaven der Zukunft und bestimmt über deren Leben und Tod. Die Hoffnungen und Wünsche der Künstlichen Intelligenzen werden grundsätzlich missachtet.

Die Geschichte erreicht ihre thematische Klimax, wenn der Replikant Roy Batty seinen Schöpfer Mister Tyrell in dessen Privatdomizil überrascht, um von ihm sein Leben verlängern zu lassen. Nach einer kurzen Diskussion erfolgt die bittere Erkenntnis, dass Battys Wunsch nach einem längeren Leben unerfüllbar bleibt. Die Katastrophe ist demnach keine Katastrophe im engeren Sinn, sondern nur das Erkennen des natürlichen (menschlichen) Ablaufs des Lebens. In seiner Trauer um die Erkenntnis der Endlichkeit ähnelt er den Menschen am meisten, denn die Angst vor dem Sterben ist auch in der Menschheit tief verankert. Das Gefühl, welches Roy während dieser tieferen Einsicht übermannt, führt zu Aggression und Panik, welche ebenfalls Eigenschaften von Lebewesen sind. Aus Verzweiflung tötet er seinen Schöpfer Tyrell, der ihm diese unausweichliche Existenz einprogrammiert hat. Selbst dieser Racheakt lässt ihn menschlich wirken. Eine weitere emotionsgeladene Komponente zeigt Batty während des kämpferischen Höhepunktes des Films. In einem actionreichen Endkampf zwischen Deckard und Batty droht der Blade Runner von einem Dach zu fallen, wird aber von seinem Gegner, dem Replikanten, gerettet. Der Mensch überlebt nur durch das Erbarmen der Maschine. Ein neuer Blickwinkel, dass auch in der Realität Maschinen die Rettung der Menschheit sein können und die Angst vor Technischem ungerechtfertigt ist.

Dabei liegt in diesem Film das Hauptaugenmerk auf der Unterscheidung zwischen Mensch und Replikant und wie viele Rechte Letzterem aufgrund der Ähnlichkeit zum Menschen zustehen sollten. Die Fiktion verarbeitet dabei philosophische Fragen nach der eigenen menschlichen Identität und dem Umgang mit dem Fremden (vgl. Dyck, 2018). Blade Runner zeigt aber auch auf, wie schwierig die Trennung zwischen künstlich und natürlich ist. Einerseits findet durch die Humanisierung der Maschine eine Annäherung an den Menschen statt und andererseits ist durch die Technisierung des Menschen ebenfalls die Grenze zwischen beiden schwimmend. So stellt Donna Haraway in ihrem Essay A Cyborg Manifest (1984) die provokante These auf, dass Menschen sich seit dem 20. Jahrhundert zu Chimären aus Maschine und Organismus verwandelt haben und dadurch alle Cyborgs sind. In dem Film Blade Runner ist zudem nicht einmal sicher, ob der menschliche Protagonist tatsächlich ein Mensch ist, da sich die Replikanten, wie eingangs beschrieben, ihrer Künstlichkeit nicht immer bewusst sind.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Mensch und Künstliche Intelligenz»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mensch und Künstliche Intelligenz» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Mensch und Künstliche Intelligenz»

Обсуждение, отзывы о книге «Mensch und Künstliche Intelligenz» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x