Josef Rohrer - Geschichte Südtirols erleben

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Auf den Spuren der einzigartigen Geschichte Südtirols.
Sie begegnen uns in Südtirol auf Schritt und Tritt, die Zeugen einer mächtigen Vergangenheit: ob als versteinerte Schnecke oder als vielbestaunter Ötzi, als mehrsprachige Ortsschilder oder martialische Betonbunker, als verstörende Denkmäler oder atemberaubende Felsmassive. Rohrer erzählt 25 Episoden der Südtiroler Geschichte, die bis heute nachhallen: von der Faltung der Alpen über die Römer und die Tiroler Aufstände von 1809 mit Andreas Hofer bis zum Anschluss an Italien, Mussolinis Italianisierungspolitik und die schwer erkämpfte politische Autonomie der Gegenwart. Für alle – Einheimische und Gäste –, die sich stringent und unterhaltsam über Südtirols Vergangenheit informieren und der Geschichte in der Gegenwart und vor Ort begegnen wollen.

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Der italienische Nationalismus des 20. Jahrhunderts hatte für das Ladinische trotz seiner romanischen Wurzeln wenig übrig. Erst die für Südtirol erkämpfte Autonomie von 1972 sah Minderheitenrechte auch für die hier lebenden Ladiner vor. In ihren beiden Tälern besuchen sie ladinische Schulen, Ladinisch ist als Amtssprache anerkannt, RAI Ladinia sendet täglich in Radio und Fernsehen, und wenn die öffentliche Verwaltung Arbeitskräfte einstellt, ist nach dem Proporzsystem ein Kontingent der ladinischen Sprachgruppe vorbehalten. Sie hat auch ein eigenes Museum картинка 45 . Während viele andere Minderheiten in der Welt verschwinden, können sich die Ladiner Südtirols gut behaupten. 1981 gaben 4,2 Prozent der Bevölkerung Südtirols an, ladinisch zu sein, inzwischen sind es 4,5 Prozent. In Venetien und im Friaul hingegen, wo die Ladinerinnen und Ladiner diesen Schutz nicht genießen, sinken die Zahlen.

Die regionalen Unterschiede aus der Römerzeit haben sich über die Jahrhunderte noch verstärkt. Je kleiner die Sprachinseln und je loser der Kontakt untereinander, umso eigenständiger entwickelten sich Wortschatz und Aussprache. Heute klingen für die Engadiner andere Varianten des nahen Bündner-Rumantsch ähnlich fremd wie das fernere Dolomiten-Ladinisch. Und selbst Grödner und Gadertaler sprechen ein unterschiedliches Ladin und verstehen einander oft schwer, obwohl nur ein Pass, das Grödner Joch, sie trennt.

In den 1980ern hat ein Professor in Zürich zwar das Ladin dolomitan entwickelt, eine gemeinsame Schriftsprache für alle Dolomiten-Ladiner. Aber durchsetzen konnte sie sich noch nicht, auch weil es sie im Mündlichen nicht gibt. So bleibt jedes Tal bei seinem Idiom. Auch RAI Ladinia sendet mal auf Grödnerisch, mal auf Gadertalerisch – wer eben gerade am Mikrofon ist.

Desparé ist übrigens Gadertalerisch und bedeutet Schnee schaufeln. Auf Grödnerisch heißt es palé . Aber wenn es schneit, wissen sie in Ladinien eh, was zu tun ist.

Stadtmuseum Bozen Außer dem römischen Meilenstein h - фото 46 Stadtmuseum Bozen Außer dem römischen Meilenstein hätte das Museum viel zu - фото 47

картинка 48 Stadtmuseum Bozen . Außer dem römischen Meilenstein hätte das Museum viel zu bieten. Etwa das verzierte Hauensteiner Schwert aus Bronze (vgl. S. 13). Aber das Museum wartet seit vielen Jahren auf eine immer wieder verschobene Neukonzeption und nur ein Teil ist geöffnet. www.gemeinde.bozen.it>Kultur >Museen >Stadtmuseum

картинка 49 Ritten(ca. 800–1300 m)

картинка 50 Mansio Sebatum , St. Lorenzen. Das Museum erzählt lebendig die Siedlungsgeschichte der römischen Straßenstation und gibt einen Überblick über die Römerzeit im heutigen Südtirol. www.mansio-sebatum.it

картинка 51 Drusus-Stadion Bozen . Nach einem 2018 begonnenen Umbau stieg die Zahl der Sitzplätze von 3100 auf über 5000. Sportliche Erfolge des FC Südtirol vorausgesetzt, soll das Stadion irgendwann auf 10.000 Besucher erweitert werden. Teile der Außenfassade mit Halbsäulen und Architrav stehen als Beispiel für den monumentalen Baustil der 1930er unter Denkmalschutz.

Drusus, Augustus und der Fußball

картинка 52

Was ist uns im heutigen Südtirol von den Römern geblieben – außer dem Rätoromanischen, ein paar Legenden und sicher einigen Genen?

Da wäre das Bruchstück einer 70 Zentimeter dicken Marmorsäule mit eingravierter Schrift, ein Meilenstein. Dieses seltene Exemplar gibt allerdings keine Entfernung an, sondern erzählt von einem gewaltigen Projekt. Kaiser Claudius Augustus habe „die Via Claudia Augusta, die sein Vater Drusus nach Öffnung der Alpen durch Krieg hatte trassieren lassen, ausgebaut vom Fluss Po bis zum Fluss Donau auf einer Länge von 350 Meilen“.

Die Via Claudia Augusta führte von Trient, wo sich die Straßen aus der Lagune von Venedig und aus Ostiglia bei Mantua trafen, durch das Etschtal über Meran, den Reschen- und Fernpass bis nach Augsburg. An der Talenge bei Töll westlich von Meran, wo der Vinschgau beginnt, befand sich wohl eine Zollstation, ein teloneum , daher der Name Töll. Dort dürfte der Meilenstein картинка 53 gestanden und nach dem Zusammenbruch des Imperium Romanum verschüttet worden sein. Um 1550 legte ihn ein Hochwasser frei.

Wo sich heute Meran ausbreitet, haben die Römer wohl einen Stützpunkt unterhalten. Das Castrum Majense war, je nach Überlieferung, ein kleines Fort oder eine ganze Garnisonsstadt. Letzteres wäre durchaus plausibel, mussten doch das eroberte Gebiet der Räter und die wichtige Straße zum Reschenpass gesichert werden. Nur: Reste dieses Castrums wurden nie gefunden, und so ist manche Geschichte davon nur Legende.

Die Via Claudia Augusta dürfte eine der wichtigsten Römerstraßen überhaupt gewesen sein. Dem Meilenstein zufolge hat Drusus, der junge Kommandant des bei Verona stationierten Nordheers, die Straße anlegen lassen, als er um 15 v. Chr. das Gebiet der Räter überrannte und die Grenzen des Römischen Reichs bis an die Donau verschob. Sein Sohn Claudius Augustus hat sie dann, als er Kaiser war, zur „Schnellstraße“ ausbauen lassen, auf der sogar vierrädrige Karren über die Alpen fahren konnten. Erstaunlich, waren doch die Alpen später im Mittelalter und noch lange danach ein nur schwer zu überwindendes Hindernis.

Im 2. Jahrhundert bauten die Römer mit der Via Raetia noch eine zweite Straße in den Norden. Sie zweigte bei Bozen von der Via Claudia Augusta ab. Da die Eisack-Schlucht noch als unpassierbar galt, nahm sie den Umweg über den 900 Meter höher gelegenen Bergrücken des Ritten картинка 54 , führte 20 Kilometer weiter nördlich wieder hinunter an den Eisack und weiter über den Brenner nach Partenkirchen. Trotz des Umwegs über den Ritten verkürzte die Via Raetia die Reisezeit zwischen Augsburg und Verona um ein bis zwei Tage. Eine Abzweigung bei Brixen führte durch das Pustertal nach Osten in die römische Provinz Noricum.

Ausgrabungen bei Bruneck legten Reste einer Raststation namens Sebatum картинка 55 frei, die müde Reisende mit einigem Komfort erwartete. Es gab eine Gaststätte, Ställe und auch wohltemperierte Bäder – dank einer Fußbodenheizung, auf deren Bau sich die Römer bekanntlich verstanden. Eine solche Mansio dürfte es etwa alle 40 Kilometer gegeben haben, aus vielen entwickelte sich mit der Zeit ein Dorf. Im Fall von Sebatum das heutige St. Lorenzen.

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