Christian Hafenecker - So sind wir

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Die Ibiza-Affäre hat die österreichische Innenpolitik im Jahr 2019 nachhaltig aufgewirbelt. Alexander Van der Bellens Aussage «So sind wir nicht» galt bald nach Beginn des Untersuchungsausschusses und den Ermittlungen der WKStA gegen die ÖVP als überholt. Es offenbarte sich ein tiefer Staat, errichtet von der türkisen ÖVP, der nur Eines zum Ziel hatte: Sebastian Kurz und seine Prätorianer ins Bundeskanzleramt zu bringen und auch dort zu halten. Letzteres ist bekanntermaßen vorerst gescheitert, die türkise Familie ist in Auflösung begriffen.
Welchen Beitrag der Untersuchungsausschuss dazu leisten konnte, beschreibt dieses Buch.

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„Es war von Anfang an auch ihr Anspruch, sie würde gerne Heinz-Christian Strache kennenlernen. Für mich ist das nichts Ungewöhnliches, weil oftmals Leute aus dem In- oder Ausland kommen oder an uns herantreten und dann natürlich auch den Parteichef kennenlernen wollen. Das ist für mich weiter nichts Ungewöhnliches. Ich habe ihm das damals auch berichtet – wenn nicht im März, dann im April –, dass es eine wohlhabende Dame gibt, die in Österreich investieren will, die hier eben auch ein Umfeld haben will, die wegen mancher ideologischer Ansätze auch gut auf die FPÖ zu sprechen ist, die will, dass ihre Kinder in Wien sicher in die Schule gehen können und vieles mehr.“ 25

„Jedenfalls wurde schon beim ersten Treffen seitens der Dame und ihres Begleiters Julian Hessenthaler angeführt, dass die beiden oft nach Ibiza fahren und dass sie das so gerne haben, es eine gute Mischung aus Entspannung und Party ist und so weiter. Das hat dann in weiterer Folge ergeben, dass man sich gedacht hat – H.-C. Strache hatte unter dem Semester bis zum Sommer keine Zeit, sich zu treffen, sie war auch nicht in Wien –, man trifft sich auf Ibiza; und das ist dann zustande gekommen“. 26

Viel wichtiger im Zusammenhang mit der Video-Falle war allerdings, dass die vermeintliche Oligarchin bei einem dieser Treffen Pläne äußerte, wonach sie nicht nur am Kauf des Jagdgrundstückes interessiert sei, sondern rund 300 bis 350 Millionen Euro in Österreich investieren wolle. Auch zu diesem Zweck wollte sie bessere Kontakte zur österreichischen Politik knüpfen. Als vertrauensbildende Maßnahme zeigte Anwalt M. Gudenus auch einen Überweisungsbeleg über mehrere Millionen Euro auf ein Treuhandkonto seiner Kanzlei und eine Reisepass-Kopie der vermeintlichen Oligarchin. Gudenus‘ Zweifel waren damit ausgeräumt, wie er selbst sagte. 27

Russischer Oligarch hatte gar keine Nichte

Ein Bekannter von Gudenus gab jedoch an, ihn als langjährigen Freund im Frühjahr 2017 vor der falschen Nichte gewarnt zu haben. Er kenne Igor Makarov, den angeblichen Onkel, und wisse, dass dieser als Waisenkind keine Geschwister habe und daher auch keine Nichte haben könne. An diese Warnung konnte sich Gudenus allerdings nicht mehr erinnern. Sehr wohl aber hat sich Gudenus bei einem befreundeten ukrainischen Oligarchen über die Dame informiert. Auch dort wurde ihm gesagt, dass Makarov keine Nichte habe. 28 Die vorgelegten Unterlagen von M. und ihr Vorhaben, sein Jagdgrundstück zu einem über dem Marktpreis liegenden Preis zu kaufen, dürften ihn dennoch von ihrer Vertrauenswürdigkeit überzeugt haben.

Tatsächlich sagte der russische Milliardär und Oligarch Igor Makarow später der „Berliner Tageszeitung“, dass er die Frau, welche sich unter Vortäuschung einer falschen Identität gegenüber Strache und Gudenus als seine Nichte ausgegeben hatte, nicht kenne und mit ihr auch nicht verwandt sei. 29

Sämtliche Warnungen werden also in den Wind geschlagen: Gudenus plant einen gemeinsamen Abend auf Ibiza. Ziel ist es, die vermeintliche Oligarchin und Strache zusammenzubringen. Strache selbst erfährt erst auf Ibiza von der Dame und ihrem Wunsch, ihn kennenzulernen. Während er aufgrund von Zeitmangel zuerst noch den Termin verschieben lässt, willigt er letztlich ein, an dem Abend teilzunehmen. Strache sagte im U-Ausschuss:

„Ich wusste nicht, wann dieses Treffen von ihm geplant und zugesagt worden ist, erst auf Ibiza“. 30

Am 23. Juli 2017, dem Vorabend der Video-Erstellung, treffen sich Hessenthaler und Gudenus in einem Strandlokal auf Ibiza, um das Setting für den nächsten Abend zu besprechen. Ironischerweise erzählt Gudenus noch an diesem Tag, dass er und Strache besonders aufpassen müssten, da aktuell versucht werde, sie mit einer Videofalle hereinzulegen. Diesbezügliche Warnungen aus dem Kurz-ÖVP-Umfeld habe er erst kürzlich bekommen. 31

Der Abend findet nun tatsächlich in dem von den Drahtziehern geplanten Rahmen statt. Die Video-Falle wird trotz zwischenzeitlicher Skepsis Straches ungestört ausgeführt und erfüllt vermutlich vorerst den gewünschten Zweck.

Allerdings macht sich bei Julian Hessenthaler im Laufe des Abends allmählich das Gefühl von Misserfolg breit; Strache geht auf keinen Vorschlag der falschen Oligarchin ein, im Gegenteil. Trotz reichlichem und offensichtlichem Alkoholgenuss macht er mehrmals darauf aufmerksam, dass jedes Geschäft im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen erfolgen müsse.

„Wer zahlt, schafft an“

Nach der Zusammenkunft auf Ibiza kommt es zu einem weiteren Treffen zwischen Gudenus und Hessenthaler. Im Spätsommer 2017 besprechen sie den Abend auf Ibiza nach und Hessenthaler erklärt, dass die Oligarchin ob der fehlenden Zusagen sehr verärgert sei. Sie verlange, als vertrauensbildende Maßnahme, eine Botschaft in einer Presseaussendung der FPÖ mit dem Hinweis: „Wer zahlt schafft an“. Eine solche Aussendung gab es zwar, jedoch bezogen auf die NEOS und ihren Gönner Hans-Peter Haselsteiner. 32

Abbildung 1 Damals war die Welt für Gudenus und Strache noch in Ordnung - фото 2

Abbildung 1: Damals war die Welt für Gudenus und Strache noch in Ordnung – Pressekonferenz 2017.

Immer wieder wurde betont, dass das Video nicht aus finanziellen Gründen angefertigt worden sei, sondern als „zivilgesellschaftliches Projekt“ gedacht gewesen sei, um „rechtspopulistische“ Parteien zu stoppen. Ersteller und Eigentümer des Videos und somit auch verfügungsberechtigt waren, laut eigenen Angaben, Hessenthaler und der Anwalt M. Stets behaupteten sie, es gebe keine Auftraggeber und Hintermänner. Eine etwaige finanzielle Verwertung des Videos würde somit in ihren Händen liegen.

Diverse Chat-Nachrichten Hessenthalers deuteten darauf hin, dass seine Aussage, er habe kein finanzielles Interesse gehabt, maximal eine öffentliche Behauptung ist. Am 17. November 2017, also anderthalb Jahre vor der Veröffentlichung, schrieb er in einer SMS-Nachricht:

„Die roten Idioten kommen mit dem Geld nicht mehr weiter“.

Vermutungen legen nahe, dass damit die SPÖ gemeint war, welche bei der Nationalratswahl 2017, wenige Wochen zuvor, erst den Kanzlersessel verlor.

Im Zuge des Untersuchungsausschusses stellte sich heraus, dass es auch vonseiten des Anwalts M. durchaus Interesse und auch konkrete Versuche gab, das Video zu verkaufen. Erste diesbezügliche Gespräche fanden bereits wenige Wochen nach dem Dreh statt.

Mitte August 2017 trifft M. seinen Volksschulfreund Johannes Vetter, damals gerade Wahlkampfmanager der SPÖ unter Bundeskanzler Christian Kern, in der Zigarrenlounge im Park Hyatt in der Wiener Innenstadt. Dort erzählt der „Ibiza“-Anwalt Vetter von brisantem Bildmaterial über Strache und Gudenus. Er erwähnt auch, dass es sich dabei um Bewegtbildmaterial handle und Geld benötigt werde, wobei kein genauer Betrag genannt worden sei. 33

Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem der zeitliche Aspekt im Wahlkampf 2017, in dem das „Dirty Campaigning“ seine Hochphase erreichte.

Das „Ibiza“-Video wird am 24. Juli gedreht. Wenige Tage später wird Vetter Wahlkampfmanager der Bundes-SPÖ. Mitte August werden die Machenschaften des SPÖ-Beraters Tal Silberstein bekannt. Wenige Wochen später trifft der in dieser Zeit sicherlich schwer beschäftigte SPÖ-Wahlkampfchef Vetter seinen Volksschulfreund M. auf einen gemütlichen Kaffee, angeblich ohne zu wissen, worum es dabei gehen soll. Bei diesem Treffen erfährt er von belastendem Bildmaterial über Strache und Gudenus, Politiker jener Partei, welche die SPÖ laut Umfragen bei der kommenden Wahl überholen könnte. Erzählt möchte er davon niemandem haben, da er die „vagen Andeutungen“ für ein Gerücht hielt. 34

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