Der Bauch ist ein Meister aller Künste
(Persius Flaccus, römischer Satiriker, 34–62 n. Chr.)
24 Stunden am Tag stehen wir im Leben. Mit Augen, Ohren, Nasen und Mund begreifen und verstehen wir unsere Umwelt. Einige dieser Erfahrungen sammeln sich in unserem Kopf, andere finden den Weg in unser Herz.
Und wir erkennen: Vieles liegt im Gegensätzlichen. Der Erfolgreiche weiß, dass er sich jeden Tag wieder anders orientieren und neu dazulernen muss. Das kann spannend und herausfordernd sein. Jede Situation birgt eine weitere Chance, vorausgesetzt, wir können und wollen sie auch wirklich sehen.
Was gestern noch Gültigkeit hatte, wird heute von neuem definiert. Und dies oft ohne unser persönliches Mitwirken.
Diese Tatsache fordert und fördert unseren Verstand und unsere Bereitschaft als offene Menschen die Zukunft zu erleben und zu gestalten.
Unsere Erfahrungen und Erkenntnisse sind unter anderem auch die Grundlage für eine gereifte Lebensgestaltung. Nur mit dem Wissen, das wir mit dem Kopf erkannt und dem Herzen erfahren und begriffen haben, handeln wir, mehr als wir uns bewusst werden, aus dem „Bauch“ heraus. Das ist gut so und es macht uns manchmal sogar sicherer in unseren Handlungen und Aktivitäten.
Im Buch „Vom Kopf ins Herz“ lesen Sie Erfahrungen, Erkenntnisse und Erfolge von Mitmenschen – oft auch kleine Weisheiten – die Sie für sich, ganz persönlich und für Ihre Lebensgestaltung nutzen können. Damit Sie öfters auch die Möglichkeit sehen, Ihr Leben anders, möglicherweise sogar neu und erfolgreicher, aus dem „Bauch“ heraus zu gestalten. Dies liebe Leserin, lieber Leser wünsche ich Ihnen aus ganzem „Bauch“ – pardon – von ganzem Herzen!
Peter Suter, Frick
Wie du dieses Buch lesen kannst
Also, eine Variante ist:
Verschlinge es von vorne bis hinten. Nimm die wirkungsvollen Ideen, Erfahrungen, Tipps, ja, zum Teil Jahrtausende alten Erkenntnisse, auf. Lasse sie tief einsinken und beobachte kritisch deren Wirkung und Tauglichkeit im Alltag. Oder lies es ganz einfach von vorne bis hinten durch, so wie du es meistens mit anderen Büchern tust.
Die zweite Möglichkeit:
Wann immer du hoffnungsvoll nach einem griffigen Tagesmotto suchst, schlägst du einfach eine Seite auf, denn: »Auch Zufälle können oft überraschend weiterhelfen.«
Die dritte Form:
Lies jeden Tag nur ein einziges Kapitel, sei offen und gespannt, was du entdeckst und freue dich erwartungsvoll auf den nächsten Tag – gerade so, als ob du heute Lotto gespielt und aufgeregt und nervös endlich deinen sicheren 6er erwartest. Nach den ersten paar Monaten kannst du es ein zweites und ein drittes Mal lesen. Wetten, dass du immer wieder Dinge entdeckst, welche dir vorher noch verborgen blieben?
Die vierte Version…
…ist die bibliomantische. Sie hat fast etwas Magisches an sich und ist wirklich nur für experimentierfreudige Menschen gedacht. Trotzdem interessiert?
So funktioniert es:
»Schließe deine Augen und stelle eine klare Frage, auf die du brennend eine Antwort suchst. Behalte diese Frage immer im Kopf, während du nun, immer noch mit geschlossenen Augen, das Buch zur Hand nimmst und erwartungsvoll darin zu blättern beginnst. Schlage es irgendwo auf, zeige mit deinem Finger auf einen x-beliebigen Punkt und öffne danach deine Augen. Welche Stelle hast du getroffen? Worauf zeigt dein Finger?«
Es kann sein, dass dir gerade diese besondere Stelle im Buch wertvolle Hinweise gibt, wie du in deiner Sache weiterkommst. Manchmal ist es der ganze Abschnitt, oft die ganze Seite.
Sei offen, neugierig, experimentierfreudig und lass dich überraschen! Außergewöhnliche Ideen können eine sprudelnde Quelle, einen Turbo in der Entwicklung eines Menschen bedeuten. Wer glaubt, schon alles zu wissen und dass es nichts Neues mehr zu entdecken gäbe, bleibt gefangen in seiner einschränkenden Sichtweise. Er steht ganz einfach still.
Man nennt ihn Rohstein, den Diamanten, der frisch aus dem Schoß der Erde gehoben wurde. Klar in seiner Form, trübe in der Ansicht. Verborgen sein Charakter. Entdecke den Diamanten in dir!
I.
Einstellungen, die dich weiterbringen
Gewinner und Verlierer - der Unterschied
Der Verlierer ist immer Teil eines Problems.
Der Gewinner ist immer Teil der Antwort.
Der Verlierer hat immer eine Entschuldigung.
Der Gewinner hat immer ein Programm.
Der Verlierer sagt:
»Das ist nicht mein Job.«
Der Gewinner sagt:
»Lass mich es für dich tun.«
Der Gewinner sieht eine Antwort in jedem Problem.
Der Verlierer sieht ein Problem in jeder Antwort.
Der Verlierer sieht ein Problem in jedem Sandloch.
Der Gewinner sieht das Grün neben dem Sandloch.
Der Verlierer sagt:
»Es könnte möglich sein, aber es ist zu schwierig.«
Der Gewinner sagt:
»Es könnte schwierig sein, aber es ist möglich.«
Welches sind deine Antworten?
Es gibt keine Zufälle
Achtung: Der heutige Tag könnte als einer der spannendsten und interessantesten Tage in deine Lebensgeschichte eingehen. Du sollst dich nämlich entscheiden: »Gibt es wirklich Zufälle oder gibt es sie nicht?« Du brauchst nicht sofort mit JA oder NEIN zu antworten. Vielleicht hilft dir folgende Erkenntnis weiter:
Dank intensiven Forschungen auf dem Gebiet der Quantenphysik können Wissenschaftler heute beweisen: »Es gibt keine Zufälle. Was es gibt, sind Ereignisse, deren Zusammenhang wir, mit einer irgendwann gesetzten Ursache im Moment des Eintreffens, nicht bewusst nachvollziehen können!« Das ist verblüffend! Wenn es definitiv keine Zufälle gäbe, könntest du aus deinen Erlebnissen und Erfahrungen rückschließen, dass es irgendwo in deinem Leben und damit in deinem Supercomputer namens Gehirn bestimmte Speicherinhalte geben muss. Diese ziehen Dinge an, die du vielleicht nicht magst, die du anders haben möchtest. Fange jetzt an und beobachte gespannt die „Zufälle“ in deinem Leben. Lasse dir Zeit. Auch ich brauchte über 50 „Zufälle“ bis ich als rationaler Elektroniker endlich widerwillig eingestehen musste: »Es gibt keine Zufälle!« Frage: »Was ist dir in letzter Zeit zufällig passiert?«
Die Geschichte vom Adler
Es war einmal ein wundervolles, farbig gesprenkeltes Adlerei, das fiel in ein fremdes, weiches Nest. Obwohl es ganz anders aussah als die anderen, beschlossen die Hühner nach langem Hin und Her, es doch auszubrüten.
Die Zeit verging und es schlüpfte ein sonderbares Küken. Die Monate verflossen, die Küken wuchsen heran und lernten, was ein „richtiges Huhn“ ist. Eines Tages sah der kleine Adler weit oben einen großen Vogel majestätisch kreisen. »Ohh, wenn ich doch auch nur so fliegen könnte«, war sein größter Wunsch. Die Hühner gackerten aufgeregt: »Das ist nichts für „Unsereins“. Das ist viel zu gefährlich, so hoch fliegen können wir nicht!«
Ob der kleine Adler je so majestätisch fliegen lernt, hängt einzig und allein davon ab, ob er glaubt, „Unsereins“ zu sein oder es einfach einmal versucht und seine kraftvollen Flügel ausbreitet.
Von welchen schönen und großen Dingen glaubst du, dass sie nichts für dich – nichts für „Unsereins“ sind? Wann packst du es einfach an und tust es?
Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt
Als ich die Idee zu diesem Buch hatte, dachte ich: »Wann willst du das in deinem vollgestopften Kalender noch unterbringen?« Doch dann kam mir ein faszinierender Gedanke: »Wenn ich jeden Tag nur eine einzige Seite schreibe ist das Buch spätestens nach 168 Tagen fertig!« Der Gedanke daran lies meinen Puls nach oben schnellen und ein warmes, ungewöhnlich kraftvolles und anspornendes Gefühl begann sich im Bauch auszubreiten. Schlussendlich wurden es oft mehrere Seiten pro Tag und das Buch war viel schneller fertig als geplant!
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