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Behrends, O./Knütel, R./Kupisch, B./Lohsse, S./Rüfner, T. , Corpus Iuris Civilis. Die Institutionen. Text und Übersetzung, 4. Auflage 2013. |
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Behrends, O./Knütel, R./Kupisch, B./Rüfner, T./Seiler, H.H. , Corpus Iuris Civilis, Text und Übersetzung auf der Grundlage der von Theodor Mommsen und Paul Krüger besorgten Textausgaben, 5 Bände, 1./2. Auflage 1995-2012. (Weitere Bände in Vorbereitung). |
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Düll, R. , Das Zwölftafelgesetz, 7. Auflage 1995 (mit Text und Kommentar). |
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Flach, D./Flach, A. , Die Zwölftafeln, 2004. |
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Lammeyer, J. , Die Institutionen des Gaius, 2. Auflage 1929. |
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Manthe, U. , Gaius Institutiones/Institutionen, 2004/2010. |
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Otto, C.E./Schilling, B./Sintenis, C.F.F. , Das Corpus Iuris Civilis (Romani) ins Deutsche übersetzt, 7 Bände, 1831/33, 1839, Nachdruck 1984/85. |
4. Weiterleben des römischen Rechts
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Koschaker, P. , Europa und das Römische Recht, 4. Auflage 1966. |
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Lange, H. , Römisches Recht im Mittelalter Bd 1: Die Glossatoren, 1997; Bd. 2: Die Kommentatoren, 2007. |
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s. auch die Literatur unter I.2. |
III. Deutsche Rechtsgeschichte
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Coing, H. , Epochen der Rechtsgeschichte in Deutschland, 4. Auflage 1981. |
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Conrad, H. , Deutsche Rechtsgeschichte, 2 Bände, 1./2. Auflage, 1962/1966; Band 2 Nachdruck 2011. |
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Eisenhardt, U. , Deutsche Rechtsgeschichte, 7. Auflage 2019. |
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Gmür, R./Roth, A. , Grundriss der deutschen Rechtsgeschichte, 15. Auflage 2018. |
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Hofer, S. , Leitfaden der Rechtsgeschichte. Quellen und Grundzüge der Rechtsordnung, 2019. |
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Kaufmann, E. , Deutsches Recht, 1984. |
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Köbler, G. , Deutsche Rechtsgeschichte. Ein systematischer Grundriss, 6. Auflage 2005. |
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Kroeschell, K. , Deutsche Rechtsgeschichte, 3 Bände, 13./9./5. Auflage 2008. |
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Kroeschell, K. , Rechtsgeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, 1992. |
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Laufs, A. , Rechtsentwicklungen in Deutschland, 6. Auflage 2006. |
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Mitteis, H./Lieberich, H. , Deutsche Rechtsgeschichte, 19. Auflage 1992. |
2. Privat- und Prozessrecht
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Hübner, R. , Grundzüge des deutschen Privatrechts, 5. Auflage 1930, Nachdruck 1982. |
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Nörr, K. W. , Ein geschichtlicher Abriss des kontinentaleuropäischen Zivilprozesses, 2016. |
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Mitteis, H./Lieberich, H. , Deutsches Privatrecht, 8. Auflage 1981. |
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Oestmann, P. , Wege zur Rechtsgeschichte: Gerichtsbarkeit und Verfahren, 2015. |
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Schlinker, S./Ludyga, H./Bergmann, A. , Privatrechtsgeschichte, 2019. |
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Planck, J.W. , Das deutsche Gerichtsverfahren im Mittelalter, 1878/79, Nachdruck 1973. |
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Wesenberg, G./Wesener, G. , Neuere deutsche Privatrechtsgeschichte, 4. Auflage 1985. |
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Frotscher, W./Pieroth, B. , Verfassungsgeschichte, 19. Auflage 2021. |
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Hartung, F. , Deutsche Verfassungsgeschichte vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart, 2011. |
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Huber, E.R. , Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789, 8 Bände, 1./2. Auflage 1969-1995. |
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Kotulla, M. , Deutsche Verfassungsgeschichte. Vom Alten Reich bis Weimar (1495-1934), 2008. |
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Menger, C.F. , Deutsche Verfassungsgeschichte der Neuzeit, 9. Auflage 2003. |
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Willoweit, D./Schlinker, S. , Deutsche Verfassungsgeschichte, 8. Auflage 2019. |
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Stolleis, M. , Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland, 4 Bände, 1988-2012. |
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ders. , Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte, Materialien, Methodik, Fragestellungen, 2017. |
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Thiele, A. , Der konstituierte Staat. Eine Verfassungsgeschichte der Neuzeit, 2021. |
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Zippelius, R. , Kleine deutsche Verfassungsgeschichte: Vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart, 7. Auflage 2006. |
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Zippelius, R. , Geschichte der Staatsideen. 10. Auflage 2003. |
4. Übersetzungen der Quellen
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Derschka, R. (Hrsg.), Der Schwabenspiegel übertragen in heutiges Deutsch mit Illustrationen aus alten Handschriften, 2002. |
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Hattenhauer, H./Buschmann, A. , Textbuch zur Privatrechtsgeschichte der Neuzeit mit Übersetzungen, 2. Auflage 2008. |
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Kaller, P. (Hrsg.), Der Sachsenspiegel. In Hochdeutscher Übersetzung, 2002. |
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Schott, C./Schmidt-Wiegand, R. (Hrsg.), Der Sachsenspiegel. Übersetzung, 1984, Nachdruck 2006. |
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Willoweit, D./Seif, U. , Europäische Verfassungsgeschichte, 2003. |
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Ziegler, K.-H. , Völkerrechtsgeschichte. Ein Studienbuch, 2. Auflage 2007. |
§ 1 Einleitung und Grundbegriffe
I. Vom Sinn und Gegenstand der Rechtsgeschichte
1
In Deutschland nahm die Bedeutung der Rechtsgeschichte im akademischen Unterricht seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, also mit der zunehmenden Kodifikation des Rechts, kontinuierlich ab. Das Recht stand nun systematischer als jemals zuvor in den Gesetzestexten, wozu noch seine Geschichte bemühen? (Rn. 739) Rechtshistoriker engagieren sich seither für ihre Verteidigung. Das geschieht nicht nur, weil die Einheit von Lehre und Forschung dem Humboldt'schen Bildungsideal entspricht, sondern auch weil es um die Existenzberechtigung einer ganzen Disziplin angesichts begrenzter ökonomischer Ressourcen geht.
Es stellt sich aber ein klassisches Henne-Ei-Problem: Wer mit der Rechtsgeschichte vertraut ist, der weiß, dass sie für die Rechtswissenschaft genauso existentiell ist, wie die Geschichte und generell eine humanistische Bildung für das Leben in einer Gesellschaft, und das Recht ist ein wichtiger Teil jeder Gesellschaft. Wer als (angehender) Jurist hingegen auch allgemein kein solches Interesse hat, für den wird es schwierig, in der Rechtsgeschichte einen Sinn zu erkennen. Die Rechtfertigung der Rechtsgeschichte als wissenschaftliche Disziplin der Gegenwart ergibt sich letztlich aus der Geschichtlichkeit des Rechts selbst.
Um längere Ausführungen zu vermeiden: Wer sich bemüht, dieses Lehrbuch zu durchdringen, der kann dadurch sehr viel vom geltenden Recht verstehen. Dieses Verständnis reduziert das mühevolle Auswendiglernen des heutigen Prüfungsstoffes, weil es hilft, die Sinnhaftigkeit des Rechtsstudiums zu erkennen. Hinter rechtlichen Problemen, Normen und Streitigkeiten stehen verschiedene individuelle Interessen oder gesellschaftliche Konflikte, deren Lösung bzw. Ausgleich die wichtigste Aufgabe des Rechts ist. Das übersieht man leicht, wenn man sich nur mit den einzelnen dogmatischen Problemen beschäftigt.
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Rechtsgeschichte hat heute eine andere Fragestellung als die Dogmatik, welche sich um die geltenden rechtlichen Regelungen und ihre Anwendung bemüht. Die Rechtsgeschichte ist – wie die Rechtssoziologie und die Rechtsphilosophie (Rechtstheorie) – Grundlage der Dogmatik. Alles zusammen genommen ergibt die Rechtswissenschaft (Jurisprudenz).
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