Dee Joy Coulter - Original Mind - Anfängergeist und Bildung

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Wie verändert sich unser Bewusstsein von unserer Geburt bis zu unserem Erwachsenenalter? Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung der Naturvölker von der des modernen gebildeten Menschen? Die Neurowissenschaftlerin und Sonderpädagogin Dee Joy Coulter zeigt anhand faszinierender wissenschaftlicher Erkenntnisse, welch enorme Schätze der individuelle und kollektive «Anfängergeist» birgt. Sie führt ihre Leser unterhaltsam und leicht verständlich zu einer neuen Sicht auf die Entwicklung des menschlichen Geistes und fächert gleichzeitig eine Fülle von Anregungen für die pädagogische Begleitung von Kindern und für die Erweiterung des Lern- und Wahrnehmungsvermögens von Erwachsenen auf.

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Manche Wissenschaftler vermuten, diese impulsive Ablehnung des Bitteren diene den Neugeborenen als Schutz vor Giften, da Gifte häufig bitter sind. Auch Kinder mögen in der Regel nichts Bitteres, erst als Erwachsene entwickeln wir uns darüber hinaus und genießen Dinge wie Kaffee, bittere Schokolade oder grüne Salate. Doch selbst kleine Dosen bitterer Nahrungsmittel können heranwachsenden Föten schaden, weshalb viele Schwangere eine natürliche Abneigung gegen alles Bittere entwickeln.

Wenn wir wissen, wie sich bestimmte Geschmäcker auf dem Gesicht eines Babys widerspiegeln, sagt das jedoch noch wenig über ihre tatsächliche Geschmackserfahrung aus. Ich habe vielleicht einen Hinweis auf eine Antwort entdeckt. Während der 1970er-Jahre nahm ich an einer Gruppentherapie teil, in der es unter anderem um sogenanntes »Reparenting« ging, einen Therapieprozess, der dazu dient, den Teilnehmern in einem kindlichen Zustand gesunde elterliche Botschaften zu übermitteln. Die Gruppe traf sich jede Woche, um zunächst eine Stunde lang unter der Obhut der beiden Therapeuten zu spielen und dann in der zweiten Stunde das Erlebte zu besprechen. Die Teilnehmer begaben sich während der ersten Stunde in eine Art halbhypnotischen Wachzustand, in dem sie sich wie Kinder fühlten und verhielten, mit Spielzeug spielten und den Therapeuten kindliche Fragen stellten. Zu Beginn der Spielstunde fragten die Therapeuten jeweils, wer denn vielleicht ein Fläschchen haben wolle, und bereiteten dann warme Milchflaschen vor. Und tatsächlich fing die entsprechende Person dann im Laufe der Stunde häufig an, zu weinen und wie ein Kind nach der Flasche zu verlangen. Ich war mir sicher, dass mir das nie passieren würde. Ich verabscheue den Geschmack warmer Milch und konnte mir nicht vorstellen, bei diesem Geschmack im regredierten Zustand eines kleinen Kindes bleiben zu können. Doch nach sechs Monate wagte ich einen Versuch, und es hatte großen Einfluss auf mein Verständnis von frühkindlicher Erfahrung.

Ich kam bewusst hungrig zu der Veranstaltung. Dann rollte ich mich in einer Ecke zusammen und ließ mich in eine ganz frühe Zeit zurücktreiben. Plötzlich spürte ich, wie mein ganzer Körper aus meinem Bauch heraus von einem Schmerz erfasst wurde. Als Nächstes drang ein durchdringendes Schreien an mein Ohr. Ein kurzer Blick aus der Erwachsenen-Perspektive zeigte mir, dass das tatsächlich meine Stimme war! Ich ließ mich wieder in den kindlichen Zustand zurückfallen. Jemand kam, hielt mich und gab mir die Flasche. Ein erneuter kurzer Blick aus der Erwachsenen-Perspektive ließ mich erkennen, dass ich keinen besonderen Geschmack im Mund wahrnahm, dann überließ ich mich wieder dem Genuss der Wärme, die sich in mir ausbreitete und sich besonders in meinen Händen und Füßen zu sammeln schien. Die Zehen- und Fingerbewegungen der Babys, die gestillt werden, scheinen offenbar Teil der noch im ganzen Körper und nicht nur im Mund verankerten Geschmacks-Erfahrung zu sein. Es lässt sich vielleicht am ehesten mit dem sich ausbreitenden Wärmegefühl vergleichen, welches sich nach einem langen Aufenthalt in der Kälte mit einer Tasse heißem Tee oder Kakao einstellt.

Der letzte unserer fünf Sinne, der Tastsinn, ist wieder leichter als reiner Sinneseindruck zu erfahren. Wenn wir über samtenen Stoff streichen, die Temperatur des Wassers aus dem Hahn prüfen, eine schwere Tasche probeweise hochheben oder einem kranken Kind die Hand auf die Stirn legen, verwenden wir unseren Tastsinn, um Informationen zu erlangen. Doch wenn wir unsere Suche auf Ganzkörper-Erfahrungen ausdehnen, können wir eine Fülle von unverknüpften Körpereindrücken entdecken. Die ganze Spielplatzgeräte- und Vergnügungspark-Industrie lebt von unserer Freude an solchen unverbundenen Empfindungen. Springen, Drehen, Fallen, Schaukeln und Wiegen sind alle für sich allein erfahrbar. Sie brauchen keinen Kontext, und selbst kleinste Kinder lieben diese Bewegungen.

Manchmal entstehen solche Bewegungen ganz unvermittelt. Wenn ein Vogelschwarm aufsteigt, ein Fischschwarm losschießt, oder ein Hornissenschwarm entsteht, geschieht dies aus einem sogenannten Aktionsimpuls heraus. Im menschlichen Verhalten zeigt sich dieser Aktionsimpuls vielleicht in randalierenden Menschenmengen, in Begeisterungsstürmen eines Publikums oder in heroischen Akten. Lebensretter, die ins Wasser gesprungen, in ein brennendes Haus gerannt oder mit übermenschlichen Kräften ein Auto von einem Verletzten hoben, können hinterher oft nicht erklären, warum sie sich so verhielten, und können sich nicht erinnern, darüber nachgedacht zu haben.

Eine weitere wichtige, wenn auch unangenehme Funktion des Tastsinns ist, Schmerz wahrzunehmen. Die meisten Schmerzempfindungen werden auf irgendeine Weise zugeordnet und analysiert und fallen damit in die Kategorie der verknüpften Sinneseindrücke. Doch wie ist es mit Wohlbefinden? Kann es vielleicht zu einer Art Hintergrundqualität werden, die mitschwingt, ohne dass wir es bemerken? Wenn wir nach einer schmerzhaften Krankheit wieder unsere Gesundheit schätzen, ist das eindeutig eine verknüpfte Erfahrung, die unser Gehirn bewusst und zufrieden abspeichert. Doch wenn wir unsere Gesundheit als selbstverständlich nehmen, rückt die Abwesenheit von Schmerz in den Hintergrund. Auch hier empfinden wir die reinen Sinneseindrücke eines Babys nach: Wenn es schmerzfrei ist, ruht es, schläft es und widmet sich den jeweils auftretenden Sinnesreizen. Auch kleine Kinder halten körperliches Wohlgefühl so lange für selbstverständlich, bis es unterbrochen wird.

WEITERE GENÜSSLICHE SINNESEINDRÜCKE

So beginnt ein kleines Kind damit, die Welt als reine Sinneseindrücke zu erfahren und sich allmählich ein Inventar an verknüpften Informationen zuzulegen, und wir haben hier damit begonnen zu versuchen, uns wieder dem reinen Sinneseindruck anzunähern. Vermutlich haben Sie dabei bemerkt, wie ein unverknüpfter Sinneseindruck durch Benennen zu einem verknüpften wurde. Im nächsten Kapitel werden wir anfangen, uns diesen verknüpften Informationen als Wahrnehmungen zuzuwenden, und erforschen, wie Sprache dazu dient, diese Wahrnehmungen zu festigen. Je stärker wir in die Welt der Sprache hineinwachsen, desto unzugänglicher werden die unmittelbaren Sinneseindrücke.

Doch jeder unserer Sinne erlebt besondere Momente, in denen wir wortlos werden und uns wieder dem reinen Sinneseindruck hingeben. Die folgenden Beispiele können Sie vielleicht zu solchen Erfahrungen inspirieren.

In Bezug auf Geschmack versuchen gute Köche immer wieder, Geschmackserlebnisse zu kreieren, die den Gästen vor Genuss die Sprache verschlägt. Es gibt wunderbare Filmszenen dieses Moments, zum Beispiel in Tom Jones oder in Babettes Fest .

Die Natur kann uns auch über den Geruchssinn in diesen erweiterten Zustand versetzen. Der Duft eines blühenden Lavendelfelds oder der frische Geruch des Waldes nach einem Regenschauer können uns so tief berühren, dass wir in Schweigen verfallen.

Ähnliches geschieht manchmal angesichts überwältigender Schönheit, sei es wenn uns ein Kunstwerk gefangen nimmt oder wenn sich das ganze Panorama eines farbenprächtigen Sonnenuntergangs vor uns entfaltet.

Auch Musik kann Zuhörer und Ausführende in diese sprachlose Welt versetzen, ja sie tut es so oft, dass wir es beinahe erwarten. Solche Art der Musikerfahrung gehört zu den zutiefst erfüllenden Erlebnissen des Lebens.

Zu guter Letzt können der Tastsinn und das Spüren sowohl Liebende in ekstatische Zustände versetzen als auch einen Zugang zu subtilen Energiefeldern vermitteln. Die Energie einer Gedenkstätte oder eines spirituellen Ortes kann so ergreifend sein, dass wir spontan in ehrfürchtiges Schweigen verfallen.

Wir haben uns bislang darum bemüht, die Fähigkeit zu reinen, unverknüpften Sinneseindrücken zurückzugewinnen. Jetzt wird es darum gehen, daraus bewusst Wahrnehmungen zu bilden. Dazu bedarf einer gewissen fokussierten Aufmerksamkeit und Analyse, und es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Qualitäten zu verstärken. Es geht darum, den frontalen Cortex zu aktivieren. Sie werden mit diesem Bereich des Gehirns im Laufe unserer Reise noch sehr vertraut werden und ihn gut zu nutzen wissen. In den ersten Übungen dazu möchte ich Sie anregen, Ihre Aufmerksamkeit und Ihren Fokus mit Hilfe von fünf wirksamen sensorischen Auslösern spielerisch zu stärken.

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