Sibylle Stillhart - Schluss mit gratis!

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Eigentlich ist es grotesk: Die Mutter von zwei kleinen Kindern sitzt im Büro einer Behörde, hat in ihrem Fünfzigprozentjob kaum etwas zu tun und verdient damit Geld. Vor und nach der «Arbeit» hat sie Stress in einem hoch getakteten Alltag mit den Kindern und dem Haushalt. Mit dieser intensiven Tätigkeit verdient sie nichts.
Warum ist die eine Arbeit bezahlt und die andere nicht? Warum ist die Erwerbsarbeit «rich­tige» Arbeit und Hausarbeit wie Kinder­erziehung nicht? Weil sie vor allem von Frauen übernommen wird?
Nach «Müde Mütter – fitte Väter» geht ­Sibylle Stillhart dem Widerspruch nach, dass von den Müttern heute gefordert wird, mög­lichst kurz nach einer Geburt möglichst in Voll­­­­zeit einer Erwerbsarbeit nachzugehen, Kinder hin oder her. Will die Wirtschaft bloss den Fachkräftemangel ausgleichen oder gar den Lohn drücken? Unter die Räder kommen neben den erschöpften Müttern auch die Bedürfnisse der Kinder.
"Schluss mit gratis!" plädiert dafür, die ­unbezahlte Arbeit auf die politische Agenda zu setzen – denn es ginge, wenn man nur wollte.

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«Nachtruhe»

Eine halbe Stunde später sitzt das grosse Kind im Bett – in meinem, damit er seinen Bruder im Kinderzimmer nicht weckt –, dort guckt er Bilderbücher an und hört eine alte Kassette vom «Doppelten Lottchen». Zum Glück wird er eine halbe Stunde später vom Schlaf übermannt, derweil ich wie eine Kartoffel auf dem Sofa hänge, das Notebook auf meinem Bauch, und hirnlos im Internet surfe. Das soll nun also diese Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein, denke ich. Das ist doch kein emanzipiertes Leben. Heisst Gleichberechtigung für Mann und Frau, dass eine Frau heute trotz Kinder weiterarbeitet und gleichzeitig Hauptverantwortliche für Kinderbetreuung und Haushalt ist? Alleine die Doppelbelastung trägt und energie- und kraftlos ist, während die Männer leichtfüssig in ihrem Beruf vorankommen?

Um halb zehn Uhr schleppe ich mich ins Bett. Ich quetsche mich neben meinen Erstgeborenen, der schlafend Arme und Beine weit von sich streckt. Fünf Minuten später höre ich den Schlüssel im Schloss drehen. Mein Mann kommt heim. Um halb elf Uhr erwacht das Baby, es schreit, ich hole es auch zu mir ins Bett. Wir schlafen nun zu dritt im Doppelbett, während mein Mann auf dem Sofa übernachtet.

Manchmal kann ich aber nicht einschlafen und denke über mein Leben nach: Kinder zu haben, bedeutet – klar! – ganz viel Freude und Sinn, aber ebenso viel Arbeit. Natürlich liebe ich meine Kinder über alles. Für sie lohnt es sich, mitten in der Nacht aufzustehen oder – herrje! – täglich am Morgen in aller Herrgottsfrüh. Erst seit meine Kinder auf der Welt sind, weiss ich, wofür ich lebe, wozu mein Leben überhaupt Sinn macht. Doch – und das ist die Kehrseite der Medaille – ist es auch ungeheuer anstrengend, sich um seinen Nachwuchs zu kümmern. Weil Kinder 24 Stunden am Tag ihre Aufmerksamkeit einfordern, weil sie manchmal frech sind und einen mit ihren Trotzphasen an den Rand der Verzweiflung bringen können. Ich bin mir sicher, dass eine Person allein – in der Regel ist das nach wie vor die Mutter – zu wenig für ein einziges Kind ist. Auch zwei reichen nicht. Mindestens drei Menschen, damit sich die an­deren inzwischen ausruhen könnten, würde es benötigen, um ein Kind optimal zu versorgen. Statt mich auszuruhen, eile ich ins Büro, sobald die Kinder in der Kita sind.

Warum eigentlich, denke ich, wird die Zeit, die ich mit meinen Kindern verbringe – sie anziehe, für sie koche, für sie wasche, für sie einkaufe, sie tröste, mit ihnen spiele – nicht als «Arbeit» betrachtet? Warum denkt man, dass man (oder eher: frau) die Kinderbetreuung locker neben einem Job bewältigen kann? Warum kriege ich Geld fürs Nichtstun im Büro, statt dafür, dass ich mich um meine Kinder kümmere und der Gesellschaft doch damit einen ausserordentlichen Dienst erweise?

Denn was mir am meisten fehlt, ist Zeit. Zeit, die ich benötigen würde, um mich einerseits von diesem unseligen Hin und Her zwischen Kita und Büro zu erholen, aber andererseits auch, um das tun zu können, was ich sonst auch gerne wieder einmal machen würde: Schlafen beispielsweise. Ausschlafen! Oder in Ruhe Kaffee trinken, mit einer Freundin reden. Vielleicht sogar wieder einmal tanzen. Wandern. Yoga. Oder schreiben. Für all diese Dinge fehlt mir – seit mein erstes Kind geboren ist – die Zeit. Ein «gutes Leben» führe ich derzeit nicht. Und ich fürchte, dass dies genauso wenig bei meinem Mann und meinen Kindern der Fall ist. Zu getaktet ist unser Tagesablauf, zu ge­stresst bin ich, den Beruf, die Kinder und die Hausarbeit unter diesen Hut zu bringen. Warum tun alle so, als ob diese Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Beste sei, das ihnen je in ihrem Leben passiert ist?

Ich gelte als «fortschrittlich», weil ich ins Büro gehe, obwohl ich zu Hause ausgelastet wäre. Und weshalb übernehmen Frauen nach wie vor den Grossteil der unbezahlten Arbeiten? Überhaupt: Wer entscheidet eigentlich darüber, was bezahlte und was unbezahlte Arbeit ist? Meine Gedanken wirbeln durcheinander, ich wälze mich hin und her. An erholsamen Schlaf, den ich so sehr bräuchte, ist in vielen Nächten nicht zu denken. Auch diese Nacht nicht. Um ein Uhr will das Baby Milch, um vier schreit es nochmals und um sechs ist es der Grosse, der erwacht. Ein neuer Tag beginnt. Guten Morgen!

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