Urs Schaub - Das Gesetz des Wassers

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Aberwitzige Verbrechen in atemberaubender Landschaft – erneut lässt Urs Schaub den charismatischen Tanner auf Spurensuche gehen: Simon Tanner, der vor Jahren den Polizeidienst quittiert hat, stolpert unerwartet in einen komplizierten Mordfall. Ein Japaner stirbt in einem zwielichtigen Etablissement, seine Leiche verschwindet auf rätselhafte Weise. Eine zweite Leiche, eine junge Japanerin, wird nackt in einem Brunnen gefunden. Zeuge dieses Verbrechens ist ein Mann, der in einem dornigen Gebüsch lebt und den Untergang der Stadt prophezeit. Und ehe Tanner sich versieht, ist er in ein Netz von Geschäften und Verbrechen internationalen Ausmaßes verstrickt.

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Tut mir Leid, dann muss ich halt doch!

Er gibt Odette eine kräftige Ohrfeige. Einen Moment lang geschieht gar nichts. Nur Michiko in seinem Rücken, stellvertretend für Odette, stöhnt kurz auf. Odette fixiert ihn erstaunt mit ihren grünen Augen, dann zuckt sie zusammen, lange nach dem Schlag, holt endlich tief Atem und die Tränen schießen aus ihren Augen. Tanner nimmt sie in seine Arme und bittet Michiko um ein Glas Wasser für Odette.

Er ist tot … plötzlich ist er zusammengezuckt … hat geröchelt, um sich geschlagen … und ist zusammengebrochen. Er ist tot … ich habe nichts gemacht, das heißt … er hat mich gerade ge… und kurz vor seinem Höhepunkt … ist es passiert …

Nicht sprechen, ruhig atmen, hören Sie, Odette, ganz ruhig atmen. Sie können nachher erzählen. Dass er sie mit ihrem Vornamen anspricht, wundert sie gar nicht. Sie nickt eifrig, japst nach Luft und spricht sofort weiter.

Er war schon … ein paar Mal hier … er war ein angenehmer Gast … hat immer ein großzügiges Trinkgeld gegeben … er ist in meinen Armen gestorben …

Michiko kommt endlich mit dem Wasser. Ihr ganzer Körper zittert wie Espenlaub. Tanner gibt Odette das Wasser. Michiko ist immer noch nackt, bedeckt jetzt aber schamvoll Schoß und Brüste mit den Armen. Tanner bedeutet ihr, sie solle sich um Odette kümmern. Sie rührt sich nicht. Tanner nimmt ihre Hände, schüttelt sie energisch, bis sie ihn anschaut. Ihre Augen sind voll ungläubigem Abscheu.

Michiko, hören Sie mir zu! Kümmern Sie sich bitte um Odette!

Sie nickt.

Es wird gegen ihre Panik helfen, wenn sie eine Aufgabe hat.

Er geht zur Tür und öffnet sie. Ein muskulöser Mann liegt auf dem Bett. Das Zimmer ist genau gleich eingerichtet wie Michikos Raum, nur dass in der Vase ein Strauß gelber Tulpen steht. Der Mann ist Japaner. Körperbau und Haare verraten es sofort. Tanner fasst vorsichtig mit zwei Fingern an die Halsschlagader. Kein Zweifel, der Mann ist tot. Der Körper ist noch warm. Klar, es ist ja eben erst passiert. Aus seinem Mund rinnt gelber Schleim.

Als sich Tanner wieder aufrichtet, stürmt eine große Frau mit kurzen, blonden Haaren in das Zimmer. In breitestem Schwäbisch erkundigt sie sich, erstaunlich beherrscht, nach dem Geschehen.

Aha, Claudia, denkt Tanner bei sich.

Der Mann ist tot. Soeben gestorben. Ich habe nichts angerührt, bloß seine Halsschlagader angefasst. Überzeugen Sie sich selbst.

Für einen Augenblick fixiert die Blonde ihn scharf. Ihr Gesicht und alles, was man von ihrem Körper sieht – und es ist nicht gerade wenig –, ist übersät mit Sommersprossen.

Mir genügt es, wenn Sie es sagen. Sie sehen aus, als ob Sie etwas davon verstünden. Ich bin die Claudia. Sind Sie Arzt?

Tanner schüttelt den Kopf und nimmt die Hand, die sie ihm entgegenstreckt. Eine äußerst angenehme, kräftige Hand. Claudia ist eine erfrischend natürliche Person mit offenem Blick.

Wenn Sie kein Arzt sind, dann sind Sie Polizist, oder?

Nein, nein. Das heißt, so was Ähnliches. Übrigens, ich heiße Tanner.

Schade, dass wir uns unter solchen Umständen kennen lernen.

Ich gebe Ihnen meine Nummer. Falls die Polizei Fragen hat. Obwohl ich natürlich bis zum Schrei nichts mitbekommen habe. Und jetzt rufen Sie die Polizei, je schneller, desto besser.

Sofort nestelt sie aus ihrem dünnen Kleidchen ein drahtloses Haustelefon und drückt eine Zahl. Offensichtlich hat sie die Nummer der Polizei einprogrammiert. Das ist bei dem Job wahrscheinlich auch sinnvoll. Nach einer Weile hat sie die Verbindung. Claudia, die Beherrschte, gibt in kurzen Worten eine Zusammenfassung von dem, was im Schlaraffenländleee passiert ist.

Okay, die Polizei kommt sofort. Ich schlage vor, Sie verschwinden jetzt besser. Ich nehme nicht an, dass Sie warten wollen, bis die Typen hier sind. Und vielen Dank. Vielleicht ein andermal.

Sie verlassen das Zimmer. Claudia verschließt die Tür und steckt den Schlüssel ein. Draußen im Flur stehen Odette und Michiko. Sie haben sich mittlerweile etwas übergeworfen und sehen wie zwei verschüchterte Schülerinnen aus, die auf ihre Bestrafung warten. Tanner verabschiedet sich von beiden. Michiko presst sich einen Moment an ihn, flüstert etwas in sein Ohr, was er aber nicht versteht. War das japanisch? Er küsst sie auf beide Wangen. Sie riecht nach Pfirsich. Klischees sind manchmal doch ganz schön, denkt Tanner, und drückt Odette die Hand, die sich bei ihm überschwänglich für die Ohrfeige bedankt.

Wenigstens lächelt sie wieder. Es ist sicher nicht gerade angenehm, einen wildfremden Mann in den Armen zu haben, der plötzlich stirbt. Dieses Erlebnis wird sie ohne professionelle Hilfe nicht so schnell wieder los. So etwas bleibt haften. Hoffentlich kümmert sich die Polizei darum.

Draußen auf der Straße holt er zunächst einmal tief Luft. Es ist immer noch heiß. Will es denn heute nicht abkühlen? Er überlegt, ob er nicht trotzdem auf die Polizei warten soll.

Ach, die werden sich sicher melden, wenn sie etwas von mir wissen wollen. Er geht in Richtung Innenstadt.

Also, das ist jetzt sein Ausflug in die Welt der Lust gewesen. Lächelnd schüttelt Tanner den Kopf. Verwundert bleibt er plötzlich stehen. Eigentlich hätte man schon lange die Polizeisirene hören sollen. Sie lieben es doch, in solchen Situationen mit Donner und Gloria einzufahren. Na ja, ist ja eigentlich nicht sein Problem. Wahrscheinlich ist der Mann ein Viagraopfer. Wieso sollte sonst ein kräftiger Mann, kaum älter als fünfundvierzig, während er Sex mit einer Frau hat, plötzlich sterben? Allerdings, der gelbe Schleim. Was hat der wohl zu bedeuten? Waren das Magensäfte?

Tanner beschließt, den Rückweg trotz der Hitze zu Fuß zu machen. Die Luft fühlt sich schwer an. Es erinnert ihn an Marokko. Da waren solche Temperaturen an der Tagesordnung. Jetzt hätte ihn seine damalige Köchin mit ihrer herrlich kalten Suppe erwartet. In diesem Moment realisiert Tanner, dass er furchtbaren Hunger hat. Er winkt sich jetzt doch das Taxi heran, das gerade wie gerufen um die Ecke biegt. Im Taxi ist es erdrückend heiß, zudem pafft der Fahrer ungeniert eine Ekel erregende Villinger. Zum Glück ist die Fahrt nur kurz. Mürrisch bedankt sich der Fahrer für das Trinkgeld und versteht nicht, warum Tanner sich seinerseits für die sehr angenehme Atmosphäre in seinem Taxi bedankt. Einer aus den Bergtälern, der sich in die Stadt verirrt hat und noch immer nicht begriffen hat, dass er im Dienstleistungssektor arbeitet.

In der Innenstadt sucht er sich ein angenehm gekühltes Restaurant und bestellt eine Portion spaghetti alle vongole .

Nachdem er gegessen hat, wandert er gemächlich zu seinem Hotel. Der Portier händigt ihm merkwürdig verschmitzt seine Zimmerschlüssel aus. Die Hotelbar ist zu. Also keine Gewissensentscheidung mehr wegen Alkohol und anderer Sachen …

Merkwürdigerweise ist sein Zimmer nicht abgeschlossen. Hat er es vergessen? Ist eigentlich nicht seine Art. Er verharrt einen Moment vor der Tür. Dann reißt er sie mit einem Schlag auf. Eine kleine Tischlampe brennt. Auf dem Tisch steht, in einem Kühler, eine Flasche Champagner, daneben zwei schlanke Gläser. Im aufgeschlagenen Bett räkelt sich die Blonde von der Bar und schaut ihn verdutzt an. Keiner rührt sich, beide starren sich an. Nach einer Weile lächelt sie und dann kommt der Ton zum Bild. Ihre Wahnsinnsstimme.

Das hat aber lang gedauert, ich bin schon eingeschlafen. Willst du nicht die Tür zumachen?

DREI

Pünktlich um sieben Uhr steht der bestellte Mietwagen vor dem Hotel. Tanner unterschreibt die notwendigen Dokumente. Auch dass er mit dem Auto unter gar keinen Umständen nach Polen fahren werde. Der kleine BMW hat tatsächlich eine Klimaanlage. Das war gestern eigentlich seine einzige Forderung an das Auto gewesen. Es sieht nämlich nicht aus, als würde der neue Tag kühler werden.

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