• Abwechslung = Stoff in relativ kleine Portionen unterteilen, nicht zu lange das gleiche Thema bearbeiten.
• Überraschung und Staunen = etwas Unerwartetes einbringen.
An dieser Stelle entscheidet die Lehrperson, ob es sinnvoll ist, den Unterricht fächerübergreifend zu organisieren. Dabei sind Methoden wichtig, die Schülerinnen und Schüler in den Unterricht einbeziehen. Die Gestaltung eines fächerübergreifenden und interdisziplinären Unterrichts lässt sich ganz unterschiedlich angehen (Caduff et al., 2009):
•Das intradisziplinäre Lernen findet innerhalb eines bestimmten Faches oder Lernbereichs statt. Die Lehrperson öffnet die eigenen Fachgrenzen und regt dazu an, einen Gegenstand oder ein Phänomen mit dem Wissen aus anderen Bereichen genauer zu untersuchen. Eine fächerübergreifende Kooperation ist hier nicht unbedingt notwendig.
•Beim multidisziplinären Ansatz wird der gleiche Gegenstand aus verschiedenen Blickwinkeln angegangen. Die Schülerinnen und Schüler erfahren dabei, wie ein Problem mit unterschiedlichen Methoden bearbeitet werden kann. Der methodische oder inhaltliche Zugang kann fächerübergreifend, verknüpfend oder ergänzend sein. Alle beteiligten Lehrpersonen koordinieren ihre Aktivitäten. Der Stundenplan muss nicht notwendigerweise geändert werden. Wichtig ist, dass Kollegen aus verschiedenen Fachrichtungen gemeinsam ein Thema auswählen und es gleichzeitig oder nacheinander behandeln. Teamarbeit ist vor allem bei der Vorbereitung notwendig. Es ist durchaus möglich und sinnvoll, dass ein gemeinsames Produkt entsteht.
•Beim interdisziplinären Ansatz wird ein Thema oder eine Problemstellung von den Schülerinnen oder Schülern ausgewählt oder von der Lehrperson in den Unterricht eingebracht. Dieser Ansatz erlaubt es, eine Frage ins Zentrum zu rücken und die entsprechenden Disziplinen in ihren Dienst zu stellen. Bei diesem Ansatz wird meistens projektorientiert gearbeitet (
Instrument 4.5). Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Lernen. Die Lehrpersonen begleiten und beraten die einzelnen Gruppen und bieten gezielt Hilfe an. Beim interdisziplinären Lernen stellen die Lehrpersonen ein Zeitfenster von mehreren Wochen zur Verfügung, es sei denn, das Problem wird im Rahmen einer Projektwoche bearbeitet.
Instrumente und Anregungen
3.1 Inhaltliche Struktur zum Thema »Freizeit«
Die Lehrperson hat verschiedene Möglichkeiten, ihren Unterricht zu strukturieren. Eine inhaltliche Struktur – hier am Thema »Freizeit« exemplarisch aufgezeigt – verschafft ihr einen Überblick, der es erlaubt, in der Unterrichtsplanung auf alle Lernbereiche einzugehen. Nicht nur die inhaltliche Struktur wird abgebildet, der Inhalt wird auch mit dem Handeln in Beziehung gesetzt. Die Lehrperson schafft dadurch die Voraussetzungen, im Unterricht gezielt Kompetenzen zu fördern.
3.2 Funktionen der Schule klären
Vielleicht haben Sie auch schon erlebt, dass Schüler und Schülerinnen fragen, warum sie eigentlich die Schule besuchen müssen. Wir haben dazu einen Fragebogen entwickelt, den Sie den Schülerinnen und Schülern vorlegen können. Die Auswertung wird zeigen, welche Schwerpunkte die Schülerinnen und Schüler im Unterricht setzen.
3.3 Zusammenarbeit mit Kollegen und Kolleginnen
Viele Lehrpersonen schrecken vor der Zusammenarbeit im Team zurück, weil sie Mehraufwand befürchten. In der Tat sollte die Teamarbeit gut vorbereitet werden, damit sie möglichst effizient ist. Wir zeigen in wenigen Schritten auf, wie Zusammenarbeit im Kollegium angegangen werden kann.
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