Mathilde Hennig - Nominalstil

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Das Studienbuch bietet die erste umfassende Überblicksdarstellung zum weit verbreiteten Phänomen des Nominalstils. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der grammatischen Seite des Phänomens. Da 'Nominalstil' als Komplementärbegriff zu 'Verbalstil' begriffen wird, wird ein systematischer Vergleich der verbalstilistischen und nominalstilistischen Realisierung von Satzinhalten vorgenommen. Zentrale Theoriebausteine sind die Satzsemantik von von Polenz (2008), die Betrachtung von Satz und Nominalgruppe als strukturelle Domänen (Czicza 2015) sowie die Überlegungen zur Valenzvererbung von Welke (2011). Den Phänomenen Nominalisierung und Attribution widmet das Studienbuch besondere Aufmerksamkeit, weil sie zentral für die Überführung von Satzinhalten von verbalen in nominale Strukturen sind. Auf der Basis von Überlegungen zu nominaler Komplexität werden auch die Grenzen des nominal Sagbaren (Stichwort 'Komplikation') diskutiert. Das Buch bemüht sich auf diese Weise um eine kohärente Begriffsbestimmung und bietet gleichzeitig mit detaillierten Beispielanalysen Anschauungsmaterial für die akademische Lehre.

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Schauenburg-Hoof, September 2019

Grundbegriffe

Überblick

Das Kapitel verfolgt das Ziel, das dem Studienbuch zugrunde liegende Verständnis zentraler grammatischer Termini zu erarbeiten. Elementar für eine Auseinandersetzung mit Fragen des Nominalstils sind die Grundbegriffe rund um Nomen/Substantivund Nominalgruppe. Um die Möglichkeit eines Vergleichs von Nominalstil und Verbalstil zu schaffen, wird aber auch ein Verständnis von ‚ Satz‘ benötigt sowie Grundbegriffe zur Beschreibung von Satzinhalten.

Die vorliegende Darstellung folgt nicht einer bestimmten Grammatiktheorie. Das bedeutet nicht, dass keine grammatiktheoretischen Vorannahmen getroffen werden (müssen). Einen zentralen Theoriebaustein bilden die Überlegungen zum Zusammenspiel syntaktischer Kategorien, Strukturen und Relationen bei Peter Eisenberg (also das Kapitel „Grundbegriffe“ im Teil „Satz“ seines zweibändigen „Grundriss der deutschen Grammatik“ 2013b). Aber auch die Dependenzsyntax von Hans Werner Eroms (2000) und die Valenzgrammatik von Klaus Welke (2011) bilden einen wichtigen theoretischen Hintergrund für die Modellierung nominaler Strukturen. Schließlich wird auch auf andere wichtige Grammatiken des Gegenwartsdeutschen – insbesondere die IdS-Grammatik (1997), Dudengrammatik (2016) sowie Ágels „Grammatische Textanalyse“ (2017) – regelmäßig zurückgegriffen. Für die satzsemantische Perspektive ist die Satzsemantik von von Polenz (2008 [1985]) zentral.

Nomen Nomen/ SubstantivSubstantiv

In einem Buch zum Nominalstil ist der Begriff des Nomens bzw. Substantivsnatürlich ein Zentralbegriff. „Nomen bzw. Substantiv“ suggeriert einen gewissen Grad an Synonymität. So spricht man in der Dudengrammatik auch einfach von „Substantiven oder Nomen“ (2016: 149) und verwendet dann weiterhin den Terminus ‚Substantiv‘. Andere Autoren und Grammatiken hingegen verwenden die Termini ‚Nomen‘ und ‚Substantiv‘ für begriffliche Unterscheidungen.

Diskurs: Nomen oder Substantiv?

Eisenberg bezeichnet als Nomen „in Anlehnung an eine traditionelle Redeweise die Wörter des Deutschen, die in Hinsicht auf Kasus Kasusflektieren“ (2013b: 14f). ‚Nomen‘ werden dadurch „kategorial von den Flexionstypen ohne Kasusmarkierung Kasusmarkierungab[gegrenzt]“ (Eisenberg 2013b: 17). Eisenberg unterscheidet auf diese Weise zwischen ‚Nomen‘ und ‚Substantiv‘: „Wir werden uns ebenfalls dieses weiten Begriffs von Nomen bedienen und ihn nicht, wie es häufig auch geschieht, synonym mit Substantiv verwenden (s.u.).“ (Eisenberg 2013b: ebd.) Eine völlig andere begriffliche Differenzierung nimmt die IdS-Grammatik vor:

„Die prototypische PrototypFunktion des SUBSTANTIVS besteht in seinem zentralen Beitrag zum Ausdruck von Argumenten, während die prototypische Funktion von VerbVerben der Ausdruck des Prädikats Prädikatist. […] Hingegen nennen wir ‚Nomen‘ (N) den Kopf Kopfeiner ‚NominalphraseNominalphrase‘ (NP), sei er durch ein Substantiv oder Adjektiv ( die Kleinen ) gebildet oder die Nominalisierung Nominalisierungeines Elements einer anderen Klasse, insbesondere eines Verbs ( das Singen ), aber auch eines Adverbs ( das Heute ), eines Subjunktors Subjunktorbzw. Konjunktors ( kein Wenn und kein Aber ) oder einer Interjektion ( das Ach und Weh ) usw.“ (IdS-Grammatik 1997: 28)

In der IdS-Grammatik wird folglich ein syntaktischer Begriff ‚Nomen‘ von einem lexikalisch-funktionalen Begriff ‚Substantiv‘ abgegrenzt. Auf diese Weise kann unterschieden werden zwischen solchen Sprachzeichen, die als Substantive Bestandteil des Lexikons sind und solchen, die erst im syntaktischen Kontext nominale Eigenschaften annehmen. Als ein Unterscheidungsmerkmal kann das feste Genus Genusdes Substantivs angesehen werden (IdS-Grammatik ebd.; Dudengrammatik 2016: 149). Eisenberg verwendet dafür den Begriff der WortkategorieWortkategorie:

„Jedes substantivische Paradigma Paradigmaund damit jedes substantivische lexikalische Wort gehört also einem grammatischen Geschlecht an und umgekehrt kann man sagen, dass die Genera eine Klassifizierung der Substantive als lexikalische Wörter abgeben.“ (Eisenberg 2013b: 19)

Wortkategorien Wortkategoriesind keine Flexionskategorien Flexionskategorieund so ist das Genus Genusam Substantiv – als lexikalischem Wort – fest. Natürlich ist auch bei Nomen (im syntaktischen Sinne) das Genus nicht beliebig. Die Genuszuweisung folgt aber den allgemeinen Regeln der Derivation Derivationund Konversion Konversion(siehe Fleischer/Barz 2007: 146ff.): Bspw. sind Verbalabstrakta Verbalabstraktumauf -ung und Adjektivabstrakta Adjektivabstraktumauf -keit feminin ( die Wanderung, die Besichtigung, die Enteignung, die Heiterkeit, die Tätigkeit ), die morphologische Konversion Konversionmorphologischaus einem Verb Verbmaskulin ( der Lauf, der Schlaf ) und die syntaktische Konversion Konversionsyntaktischneutral ( das Laufen, das Schlafen, das Wandern ). Das Genus ist hier also morphosyntaktisch indiziert und nicht – wie es bei lexikalischen Substantiven häufig der Fall ist – arbiträr ( das Pferd, die Katze, der Hund ).

Die Entscheidung für ein Begriffsverständnis sollte immer in Abhängigkeit davon getroffen werden, was der Kontext und der Zweck der Verwendung des Begriffs ist. Für unsere Überlegungen zum Nominalstil erscheint es mir sinnvoll, eine begriffliche Unterscheidung zwischen ‚Nomen‘ und ‚Substantiv‘ vorzunehmen, mit der wir den Unterschied erfassen können zwischen solchen Lexemen, die im Wörterbuch bzw. in unserem mentalen Lexikon Lexikonals Substantive gespeichert sind, und solchen, die eigentlich einer anderen Lexemklasse Lexemklasseangehören und erst durch die Verwendung als Kern Kerneiner Nominalgruppe Nominalgruppenominale Eigenschaften annehmen.

SubstantivSubstantiv

Ein SUBSTANTIV ist eine LexemklasseLexemklasse(WortartWortart). Die Zuordnung eines Lexems zur Klasse der Substantive ist nicht abhängig von der syntaktischen Umgebung. Es handelt sich um die Wortartzuordnung, die dem jeweiligen Lexem Lexemin einem Wörterbuch zugeordnet wird. Substantive haben ein festes GenusGenus, das in vielen Fällen (außer bei einigen Personenbezeichnungen) arbiträr ist ( das Pferd, die Katze, der Hund ).

Nomen Nomen

Ein NOMEN ist ein KernKern einer NominalgruppeNominalgruppe. Als Nomen können sowohl Substantive Substantiv( das alte Auto , die Hochzeitsfeier ) und Pronomen Pronomen( wir beide, manches davon ) fungieren als auch Nominalisierungen von Lexemen anderer Lexemklassen ( das Ich , das Wenn und Aber , die Durchführung der Untersuchung ). Das Genus Genuseines nominalisierten Nomens hängt vom Wortbildungstyp ab (bspw. Infinitivkonversion Infinitivkonversion= neutrum: das Zittern und Bangen ; deverbale Derivation Derivationmit - ung = femininum: die Wanderung ).

Wichtig erscheint an dieser Stelle noch der Hinweis darauf, dass ‚Substantiv‘ und ‚Nomen‘ ja auch Bestandteile von fachwissenschaftlichen Komposita bzw. Ableitungen sein können: Nominalstil, Nominalgruppe und Nominalisierung vs. Substantivstil, Substantivgruppe Substantivgruppeund SubstantivierungSubstantivierung. Auf der Basis der soeben eingeführten begrifflichen Unterscheidung zwischen Substantiv und Nomen legen wir uns hier auf die Termini Nominalstil, Nominalgruppeund Nominalisierungfest. Mit von Polenz lässt sich diese Entscheidung darüber hinaus wie folgt begründen: „Der sog. ‚Substantivstil‘ ist eigentlich ein Nominalisierungsstil oder Nominalgruppenstil als hauptsächliche Ausprägung des komprimiertenkomprimiert/verdichteten/kondensierten Ausdrucks.“ (von Polenz 2008: 42) Wenn Autoren zitiert werden, die die Termini Substantivstil, Substantivgruppe und/oder Substantivierung verwenden, wird ihre jeweilige Redeweise beibehalten. Die Verwendungen der genannten Termini werden dann mit einem Hinweis auf die jeweilige Quelle versehen.

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