Alexandra Eichenauer-Knoll - Yoga und soziale Verantwortung

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Ereignisse wie Umweltkrisen, Pandemien und Krisen der Asylpolitik machen deutlich, dass wir eine gemeinsame moralische Basis brauchen, um Probleme in gegenseitigem Respekt und auf demokratische Weise zu diskutieren und zu bewältigen.
Mit diesem Buch schlägt Alexandra Eichenauer-Knoll eine Brücke zwischen dem eigenen Yoga-Übungsweg und der Einbindung der Yama- und Nyama-Prinzipien in den gesellschaftspolitischen Diskurs. Die Autorin befähigt Leser:innen dazu, durch Yoga politisch wirksam zu werden, und ermutigt zur Übernahme von sozialer Verantwortung. Das Buch ist eine Aufforderung zum Tieferdenken auf das Verbindende zwischen Spiritualität und Politik, zwischen moralischen Grundwerten und hinspürender Selbsterfahrung.

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Jonas referenziert auf Kants kategorischen Imperativ und schreibt ihn zu einem ökologischen Imperativ um:

»›Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden‹; oder negativ ausgedrückt: ›Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung nicht zerstörerisch sind für die künftige Möglichkeit solchen Lebens‹; oder einfach: ›Gefährde nicht die Bedingungen für den indefiniten Fortbestand der Menschheit auf Erden‹; oder, wieder positiv gewendet: ›Schließe in deine gegenwärtige Wahl die zukünftige Integrität des Menschen als Mit-Gegenstand deines Wollens ein‹«. 10

Hardy Fürch, in Köln lebender Yogalehrer und lange im BDY-Vorstand aktiv, verwendet in seinem Buch »Yoga for Future« den Begriff »enkeltauglich«. 11So könnte man das auch gut auf den Punkt bringen.

»Was geht mich das an?«, könnten Sie jetzt sagen.»Mir doch wurscht«, sagt man in Österreich.

Für Jonas ist diese Verantwortung für die Natur vergleichbar mit der Verantwortung von Eltern für ihre Kinder. Er sieht sie als eine natürliche Verantwortung, denn die Natur ist in weiten Teilen abhängig von uns, wie ein kleines Kind. Wir sind also so etwas wie ein weltweites Elternkollektiv. Der Pferdefuß der kollektiven Verantwortung ist nur leider die Freiwilligkeit. Nicht alle nehmen die Natur als von ihnen abhängig wahr und sorgen sich um sie. Viele empfinden vielleicht diese Verantwortung sogar als Zumutung und Belastung. Elternschaft für die Natur, ist das das Kuckucksei des 21. Jahrhunderts? Wozu haben wir gewählte Regierungen und hochbezahlte Expert:innen?

Dabei ist diese gegenseitige Abhängigkeit eigentlich nicht so schwer zu verstehen. Die Art und Weise, wie wir die Natur behandeln, sie schützen oder schädigen, wirkt direkt auf uns zurück. Wir interagieren mit der Natur ja mit jeder Ein- und jeder Ausatmung. Wir nehmen Sauerstoff aus der Natur auf und geben Kohlendioxid ab. Die Natur ist also eine existenzielle Partnerin von uns. Und umgekehrt ist es auch so. Unser Verhalten ist existenziell für die Natur. Ob wir Fleisch essen oder Gemüse, ins Auto steigen oder aufs Fahrrad, mit Öl oder mit Sonne heizen, jede Handlung provoziert eine Antwort der Natur.

Wenn ich also in diesem Buch über Verbundenheit schreibe, dann denke ich die Natur immer mit. Ich definiere Verbundenheit nicht nur als einen Prozess des Ankommens im eigenen Körper, im Du, im Wir, sondern auch als ein Ankommen in der Natur – im Miteinander-Sein von allem. Wir können von Hans Jonas lernen, das Prinzip Verantwortung in seiner ethischen Dimension zu erfassen und die Natur dabei immer mitzudenken.

Soziale Verantwortung in postdemokratischen Zeiten

Auf die alleinige Lösungskompetenz von Regierungen zu hoffen selbst wenn sie - фото 13

Auf die alleinige Lösungskompetenz von Regierungen zu hoffen, selbst wenn sie demokratisch gewählt sind, scheint naiv. Dies zeigen die Ausführungen des Politikwissenschaftlers Colin Crouch eindrücklich, der bereits 2003 den Begriff »Postdemokratie« prägte. Das gleichnamige Buch liest sich leicht und erklärt mir heutige Schlagzeilen eingängig: von spingetriebenen politischen Marketingkampagnen, dem Rechtsruck von Parteien der Mitte über Bestechungsskandale, Absprachen mit Lobbyist:innen, elitäre Netzwerke und Wahlkampfsponsor:innen bis hin zum Phänomen der politischen Inszenierung. Politische Parteien sind mehr denn je abhängig von stark neoliberal gesonnenen Interessengruppen. Für die Demokratie ist das nicht förderlich, sie verkommt zu einer Postdemokratie, die zwar Wahlen abhält, aber eine zunehmend apathische und politikverdrossene Wählerschaft mit Marketing und Inszenierungen möglichst auf Abstand hält. 12

Crouch erkennt dabei durchaus positiv an, dass unabhängig davon zahlreiche soziale Bewegungen existieren und auch neue entstehen, folgert daraus aber nicht per se, dass diese »Indizien für die Gesundheit der Demokratie« 13sind.

Für mich sind folgende Schlussfolgerungen für die Übernahme von sozialer Verantwortung zentral:

1 Soziale Bewegungen und Initiativen dürfen nicht nur Lückenbüßer für fehlende staatliche oder kommunale Maßnahmen bzw. Einrichtungen sein. Als solche werden sie sicher gerne geduldet, sofern sie sich nicht politisch äußern. Das macht sie aber zu Mitspielern eines Systems, das sie eigentlich kritisieren. 14

2 Es braucht mehr zivilgesellschaftlichen Mut, um Kampagnen zu starten, die die Unzufriedenheit und auch die Unzufriedenen als Zielgruppe genau benennen. 15Gerade die Mobilisierung gegen Corona-Maßnahmen macht uns deutlich, wie schwierig dieses Terrain ist und wie gefährlich es ist, wenn differenzierungswürdige, komplexe Themen von rechten Gruppierungen mit einfachen Lösungen erfolgreich kampagnisiert werden.

3 Soziale Bewegungen sollten ähnlich wie große Unternehmen auch als Lobby versuchen, Einfluss über die Politik zu gewinnen. 16Es scheint ihnen auf den ersten Blick das offensichtlich alternativlose Druckmittel »Arbeitsplätze« zu fehlen, zwingend ist das aber auch nicht. Denn auch Kampagnen für intelligente Integrationsmaßnahmen von Zugewanderten können mit Arbeitsplätzen argumentieren, ebenso wie ökologische Innovationen.

4 Über das Lobbying entsteht auch eine Annäherung an die eigentliche politische Arbeit, von deren Notwendigkeit Crouch trotz allem überzeugt ist, »da keine ihrer postdemokratischen Alternativen ein vergleichbar großes Potenzial bietet, das Ziel der politischen und sozialen Gleichheit durchzusetzen.« 17

5 Wer politisch Selbstwirksamkeit erfahren möchte, der ist auf der lokalen Ebene (erst mal) sicher besser aufgehoben. Crouch plädiert überhaupt für eine Stärkung der kommunalen und regionalen Politik und eine Ausweitung ihrer Agenden. 18Denn auf dieser Ebene ist die Umsetzung leichter, man ist weiter weg von den engsten politischen Zirkeln der Parteien und ihrer abgehobenen Logik. Auf lokaler Ebene sind vielleicht sogar Entscheidungen möglich, die auf nationaler Ebene unerwünscht sind. Ich denke da nur an die Diskussion darüber, die Vergabe des humanitären Bleiberechts für Asylsuchende auf die Kommunen zu übertragen, da diese besser über individuelle Integrationsfortschritte Bescheid geben könnten.

Verantwortung für strukturelle soziale Ungerechtigkeit im Kollektiv mittragen

Das »Social Connection Model« nach Iris Marion Young 19

Wir sind heute mit vielen moralischen Dilemmata konfrontiert Einerseits leiden - фото 14

Wir sind heute mit vielen moralischen Dilemmata konfrontiert. Einerseits leiden wir unter den Folgen ökologischer und sozialer Krisen, erkennen auch irgendwie unsere Mitverantwortung daran, andererseits sehen wir uns außerstande, diese Probleme zu lösen. Daher verdrängen wir diese uns überfordernden Belange oder überlassen es bewusst der Politik, der Wissenschaft oder NGOs, für uns Lösungen zu finden.

Die amerikanische Philosophin Iris Marion Young beschreibt einen Denkansatz, der uns nicht aus unserer Mitverantwortung entlässt, gleichzeitig aber nach individuellen Möglichkeiten differenziert. Dabei setzt sie nicht auf Einzelkämpfertum, sondern auf die Effektivität eines Kollektivs. Ich möchte dieses Modell nun zum weiteren Durchdenken einführen, denn es appelliert an unsere Eigenverantwortung, an unsere Ratio und an unseren Gemeinwohlsinn. Gleichzeitig räumt es uns die Freiheit ein, nach eigenem Ermessen zu handeln. Und hier sind wir auch wieder beim Spüren: Was kann ich mir zumuten, und wo verläuft die Grenze zwischen moralischer Über- und Unterforderung?

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