Hans-Jürgen Andresen - Altona

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans-Jürgen Andresen - Altona» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Altona: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Altona»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Merkwürdiges und Einfaches aus dem Leben der Menschen in Hamburg-Altona.
Christiane Handke-Schuller (Elbe-Wochenblatt) sagt:
"Sein subjektiver Blick auf die Welt ist scharf aber niemals bösartig, seine Texte haben einen ganz eigenen Ton. Er beobachtet, hört hin und schreibt; schräge, sprachlich bezaubernde Texte über die Lage der Menschen in Altona-Altstadt."

Altona — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Altona», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

A.: „Ist es denn akut?“

K.: „Natürlich ist es akut, sonst wäre ich ja nicht hier!“

A.: „Ich meine das im strengeren Sinn.“

K.: „Dass ich etwa im Begriff bin, mich am nächsten Baum aufzubaumeln, oder was?“

A.: „Aber nein nein. Nun, ich gucke mal, wann wir da einen Termin für Sie hätten. Ja .also, das wird leider erst im nächsten Jahr etwas.“

K.: „Im nächsten Jahr? Wir haben den 12. Dezember, Fräulein!“

A.: „Ja, leider leider. Am 30. Januar, wäre Ihnen das recht, hätten Sie dann Zeit?“

K.: „Soll ich so lange mit einer tauben Hand herum laufen? Und vielleicht doch noch auf die Idee kommen, mich beiseite zu schaffen? In die tiefe Elbe hinein?“

A.: „Nein nein, warten Sie doch bitte im Wartezimmer, ich frage die Frau Ärztin noch einmal, ja, ob sich da nicht etwas machen ließe.“

Herr K. wartete folglich im Wartezimmer, seinen Angaben gemäß eine halbe Stunde. Zeit genug, das Muster der Tapete eingehend zu betrachten und auf sich wirken zu lassen. Es milderte seine zornige Stimmung nicht wirklich. Schließlich wurde er aufgerufen und sah sich wieder mit der, nicht unfreundlichen, Arzthelferin konfrontiert.

A.: „Leider leider, Herr K., es bleibt beim 30. Januar nächsten Jahres, Wir könnten Sie eventuell auf die Warteliste setzen, falls jemand seinen Termin platzen lässt, hm?“

K.: „Nein, dürfte ich wieder um meinen Überweisungsschein bitten? Du kannst mich von Eurer Patientenliste streichen, Kleines, das ist mir hier unsympathisch. Ich suche mir einen anderen Psychiater/Neurologen!“

(Das mit dem „Kleines“ glaub ich ihm übrigens nicht.)

Und wie er mir diese Geschichte erzählte, sprach er weiter von den zahlreichen Telefonaten, die er anschließend mit sämtlich in Frage kommenden Ärzten/Ärztinnen führte.

Und hast du schließlich jemanden gefunden?, fragte ich ihn.

Ja, stöhnte er.

Und für wann?

Für den 12. Februar. Immerhin, oder?

Klar, meinte ich, und drückte ihm zum Abschied seine taube Hand.

Über die Hellhörigkeit alter Bauten

Dieser Text nimmt stellenweise unappetitliche Beispiele auf, die aber notwendig zu schildern sind, weil sie schlicht der Wahrheit entsprechen und eine Vogel-Strauß-Taktik in solchen Fällen auch nicht weiter hilft.

Sie weilte bei unserem Herrn K., wohnhaft in Altonas Altstadt, zu Besuch. Er rechnete sich alle Chancen aus, lange genug hatte die vorhergehende Balzzeit schließlich gedauert. Er wurde allmählich müde davon, immer diese Restaurant-Besuche, diese Blumen-Mitbring-Geschichten, er wollte es jetzt wissen.

Ah, so zart und so schön, dachte er, wie sie sich beim Kaffeetrinken gegenüber saßen. Ja, und solch eine verständige Frau, da geht was!, dachte dieser Mensch mit seinen eingeölten, dunklen Haaren, streng nach hinten gekämmt. Auf der Nase die im dunklen Rahmen gefasste Brille, weil er ja schon längst nichts mehr sieht.

Dieser arme Mensch.

Es „ging“ überhaupt nichts.

Und schuld waren die Nachbarn, das heißt, die Hellhörigkeit dieses scheints aus Pappe zusammen gezimmerten Nachkriegsbaues. Man hört in der Behausung Herrn K.'s alles.

ALLES.

Diese liebreizende Frau fragte: „Ist da jemand bei dir im Bad?“

„Nein, hier ist niemand, wir sind ganz alleine. Seufz, ganz allein wir zwei.“

So so, davon konnte aber schlicht nicht die Rede sein, in einem Mehrfamilienhaus, Baujahr 1948, ist man nie ganz alleine für sich, die Nachbarn sind stets gegenwärtig.

Dann hörte er es auch, wie sich dieser unselige Nachbar von oben drüber Erleichterung in seinem Bad verschaffte. „Er pinkelt im Stehen, diese Unsitte besitzt er leider“, entschied sich Herr K. für brutale Offenheit. „Das hört man hier unten.“

Sie wirkte nachdenklich, ja, das tat sie. „Hört sich ein wenig nach Pissoir an“, stellte sie fest.

Schnell sprang er auf und wollte Musik auflegen, Gegenlärm erzeugen, aber davon wollte sie nun auch wieder nichts wissen. Sein musikalischer Geschmack ist berüchtigt.

Inzwischen hämmerte es von oben, Nägel wurden irgendwo hinein gedroschen. Um ihrer mutmaßlichen Frage zuvor zu kommen, teilte er ihr mit, dass sein Nachbar einer aus der Gilde der Hobbyhandwerker sei. Ja, er besäße diese tragische Veranlagung, tragisch für uns Nachbarn, sagte er. Und versuchte sich an einem Witz: „Dafür spielt er kein Schlagzeug!“

Wenn Herr K. schon mal mit Späßen ankommt, dann ist er der Verzweiflung nahe.

Nach Witzen war ihr aber nicht zumute, denn mittlerweile stellte sein Nachbar neue Geräusche zur Verfügung, die es zu beurteilen galt.

„Das sind doch Fürze!“, sagte sie in aller Deutlichkeit.

„Nun, das stimmt wohl, bedauerlicherweise leidet er unter Blähungen. Flatulenz, nennt sich das in Fachkreisen.“

Oh Mann Herr K., schlechte schlechte Karten.

Nebenan in der Nachbarwohnung, ihm zur Linken, hatte sich das dort lebende Paar entschlossen, heute sei ein guter Tag, um die Sprungfedern ihrer Matratze mal wieder zu testen. Das machen sie nur höchst selten, aber an manchen Tagen kommt eben alles zusammen.

Sein Damenbesuch zuckte zusammen, wo war sie da hinein geraten?

„Wawawas?“, stammelte sie, als diese rothaarige Furie aus der Nachbarwohnung auch noch zu schreien begann, dass seine Wohnzimmerlampe, aufgrund der Schallwellen, hin und her pendelte.

(Das halte ich, der Berichterstatter, wiederum für übertrieben, aber sei es wie es sei.)

Herr K. resignierte, dieser arme Mensch mit seinen eingeölten, dunklen Haaren. Er ruckelte seine Brille zurecht und sagte: „Geh'n wir spazieren?“

Wenn man geschlagen ist, ist man geschlagen, so viel Weisheit muss sein.

Sie nickte und rasch waren sie draußen. Es regnete.

Dies also zur Hellhörigkeit alter Bauten, die, zusammengesetzt aus Trümmersteinen auch unser jetziges Leben mitunter in Trümmer versetzt.

Beziehungsstress

Ich saß mal wieder an einem Buch von Max Frisch, „Stiller“, und fragte mich, wie es möglich ist so gut zu schreiben, als aus der Küche der Ruf erklang: „SCHATZI?“

Schatzi, damit war ich gemeint. So heiße ich gar nicht.

Ich knurrte etwas und las weiter.

Sie wiederholte diesen Ruf noch zwei Mal, dann stand sie mir gegenüber. Eine Kochschürze um ihren schönen Leib gebunden.

Damit haben sie uns, Männer, damit haben sie uns.

„Schatzi, tu mir doch bitte einen Gefallen. Und hören kannst du anscheinend auch nicht mehr!“

Ich legte das Buch weg, mit Wehmut und der Ahnung, dieses Buch niemals zu Ende lesen zu können, so lange sich meine Freundin bei mir einquartiert hat.

„Was'n los?“, fragte ich der Höflichkeit halber.

„Ich habe den Lauch vergessen, kann jetzt aber vom Herd nicht weg; gehst du zum Netto in die Große Bergstraße und holst welchen?“

Frauen und Männer passen unmöglich zusammen, da hat die Schöpfung etwas falsch gemacht.

„Ich weiß noch nicht einmal, wie Lauch überhaupt aussieht. Grün irgendwie, oder? Geh doch selbst rüber, sind doch nur zwei Minuten!“

„Ich kann vom Herd nicht weg, du willst doch später auch etwas Anständiges essen, oder?“

Frauen! Es geht nicht ohne sie, es geht nicht mit ihnen. Der Volksmund weiß Bescheid.

„Und bring noch einen Kopfsalat mit!“, setzte sie nach.

Frauen sagen einen Satz, dann machen sie ein wenig Pause und sagen den nächsten Satz, und jedes Mal sind es Aufforderungen etwas zu tun, das einem selbst als völlig abwegig erscheint.

Kein Lauch da? Dann wird die Mahlzeit eben ohne Lauch eingenommen, oder?

„Du weißt ja, dass ich dich lieb habe, aber ...“, fing ich mit Erklärungen an.

„Das weiß ich überhaupt nicht, ich weiß nur, dass du vorgibst, mich lieb zu haben. Aber wenn du dich weigerst mir ein bisschen Lauch kaufen zu gehen, dann kann es mit deiner Liebe nicht weit her sein!“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Altona»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Altona» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Hans Jürgen Tscheulin - Das Ende der Zukunft
Hans Jürgen Tscheulin
Hans Jürgen Borgmann - 1001 Münchhausen Abenteuer
Hans Jürgen Borgmann
Hans-Jürgen Andresen - Der Mösenlecker
Hans-Jürgen Andresen
Hans-Jürgen Kampe - Vatter - es passt schon
Hans-Jürgen Kampe
Hans-Jürgen Hennig - Zwei gegen Ragnarøk
Hans-Jürgen Hennig
Hans Jürgen Kugler - VON ZEIT ZU ZEIT
Hans Jürgen Kugler
Hans-Jürgen Ferdinand - Anschläge auf den Frankenkönig
Hans-Jürgen Ferdinand
Hans-Jürgen Ferdinand - Baumeister Karl der Große
Hans-Jürgen Ferdinand
Отзывы о книге «Altona»

Обсуждение, отзывы о книге «Altona» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x