Es fällt schwer, hier nicht die Beschreibung eines Kontaktes mit Außerirdischen in vorbiblischer Sprache zu erkennen. Zwei himmlische Boten holen Henoch ab, bringen ihn in ein gelandetes Raumschiff, das von den Flammen eines nachtleuchtenden Kraftfeldes umgeben ist. Er tritt in die >Kristallglocke< ein und sieht, wie sie sich in den Himmel erhebt, dann erreicht sie das riesige Mutterschiff.
Henoch erkennt geöffneten Hangars und wieder das leuchtende Kraftfeld. Sie zeigen ihm die Erde aus dem Weltall. Dann bringen sie ihn zum Kommandanten des Schiffes:
„ Die große Majestät. Ihr Gewand war glänzender als die Sonne und weißer als lauter Schnee."
Der Kommandant informiert Henoch über seine kommenden Vorhaben:
"Es wird Strafe über die Erde kommen! Eine große Flut wird über all jene kommen, die auf der Erde leben, weil sie die Geheimnisse bekommen haben von den gefallenen Engeln. Selbst die geheimsten, und all die Kräfte jener, die Zauberei praktizieren und die Kraft der Hexerei und die Kraft jener, die geschmolzene Bilder für die ganze Erde anfertigen und ihnen zeigten, wie Silber aus dem Staub der Erde geschaffen wird und woher das Metall kommt…“
Es scheint mir fast so, als hätten diese >gefallenen Engel< so etwas wie Geheimnisverrat betrieben und an die unwissenden Erdlinge weitergegeben? Dinge, die sie gar nicht erfahren hätten dürfen. Wurden diese Verräter deswegen so drakonisch bestraft (Luzifer, Prometheus, Loki und andere).
Whistleblower der Urzeit?
Hatte man etwa vor, die harmlosen und primitiven Erdlinge für immer auf einer unteren Entwicklungsstufe zu halten und sie vielleicht bloß als Arbeitssklaven einzusetzen und auszubeuten?
Es ist ja nicht gesagt, dass die möglichen Verlierer eines interstellaren Krieges unbedingt die Guten waren. Das haben sie uns vielleicht nur eingeredet. Wäre da unter Umständen auch der Ursprung der Religion zu finden? Aber lassen wir das. Das würde zu weit vom Thema dieses Buches führen.
Eine weitere genaue Beschreibung außerirdischer Kontakte finden wir auch beim Propheten Ezechiel: er beschreibt mit aller zur Verfügung stehenden Metaphorik das Aussehen der fremden Besucher und ihres Schiffes. Lesen Sie mehr davon in einem der nächsten Kapitel.
Aber nicht nur bei den Israeliten gibt es Hinweise auf außerirdische Kontakte in der Vergangenheit. Ebenso in den schriftlichen Traditionen und heiligen Büchern vieler Völker.
Die Göttersöhne, die in ihren fliegenden Palästen (Vimanas) fliegen und beizeiten landen, und die Erdenmenschen in die göttlichen Geheimnisse einzuweihen, sind ein ständiges Motiv in den Puranas 2Indiens.
Gilgamesch, der Held des ältesten Epos der Menschheit aus dem Zweistromland, traf die Himmelssöhne und wurde von ihnen in den Orbit der Erde erhoben. Die Herrscher Chinas und Japans verfolgen ihre Abstammung zurück bis zu den Himmelssöhnen. Ebenso wie die Pharaonen Ägyptens.
Im Popul-Vuh, dem heiligen Buch der Maya Yukatans, ist die Rede von >weißen Männern, die von den Sternen kamen<. Das Buch Chilam Balam, des Hohepriesters von Cozumel 3ist da noch genauer. Es spricht von Wesen:
„ Die auf fliegenden Schiffen vom Himmel herabgekommen sind. Weißen Göttern, die auf Kreisen fliegen und bis in die Sterne reichen".
Im gesamten rothäutigen Amerika wimmelt es von ähnlichen Geschichten. Das Indianervolk mit der wahrscheinlich lebendigsten Tradition von Kontakten mit Außerirdischen sind die Hopi, deren Reservat an den vier Ecken der US-Staaten Utah, Colorado, Arizona und New Mexico liegt.
"Das sind Kräfte, die zu unserer Erde, zu unserem Planetensystem gehören und uns schon immer beobachteten - das war schon immer so",
erklärte der Hopi-Älteste Thomas Banyacya dem österreichischen Menschenrechtler Alexander Buschenreiter. Schon auf der großen Wanderung in ihr heutiges Land wurden die Hopi von einem Großen Stern geführt, der über ihren Köpfen anhielt. 4
"In den Tagen vor der großen Reinigung werden seltsame Lichter am Himmel gesehen werden, die das Volk der Hopi beobachten und sehen, ob sie noch immer dem Gesetz des Großen Geistes folgen",
heißt es in einer der berühmten Hopi-Prophezeiungen.
"Diese Lichter werden dem Großen Weißen Bruder im Osten Bericht erstatten. Wenn dann der Wahre Weiße Bruder wiederkehrt, wird alles, was sich bewegt, angehalten und der Mensch wird nicht in der Lage sein, sich über das Land zu bewegen. Waffen werden nutzlos. Ein friedliches Volk wird vom Himmel herabkommen in das Land der Hopi."
Die Überlieferungen, die sämtlich aus der Zeit vor der Sintflut stammen, beinhalten Geheimnisse, die die Menschheit heute allmählich wieder entdeckt.
Wer es entdecken will, der entdecke es.
Irgendwann in grauer Vorzeit muss sich etwas Fürchterliches in unserer Milchstraße abgespielt haben. Eine kriegerische Auseinandersetzung in einer Wucht und Gewalt, wie es sie vorher und - Gottseidank - auch nachher noch nie gegeben hat. Und hoffentlich auch nie wieder geben wird!
Irgendwelche intelligenten Wesen aus dem interstellaren Raum, vielleicht Raumpiraten, bekämpften sich mit Waffen und Geräten, die unseren Ahnen auf der Erde als unbegreiflich >göttlich< erscheinen mussten.
Blitze am und im Himmel, Feuer, Donner, andere unerklärliche Geräusche, zu Boden stürzende Trümmer, brennende Büsche, hell lodernde Bäume, versengte Körper und noch viel mehr erschreckten die Erdlinge und waren für ihre Begriffswelt unvorstellbar.
Was ging da vor sich?
Hirnrissige bewaffnete Auseinandersetzungen produzieren immer Sieger und Besiegte. In unserer nachvollziehbaren Geschichte war das genauso.
Noch vor einigen Jahren waren die damaligen Supermächte darauf stolz, über den hundert- und noch mehrfachen Overkill zu verfügen. Mit ihren Raketen und Bomben konnten sie die Erde samt ihrer Benützer hundertfach und mehrfach vernichten.
Welche Idioten!
Waren rabiate, aggressive Idioten dieser Art auch schon früher am Werk?
In Sanskrit, der uralten, heiligen Sprache Indiens, verfasste Texte geben in den Veden 5, den Jahrtausende alten Überlieferungen, sehr detaillierte Beschreibungen von kriegerischen Auseinandersetzungen zuerst im Himmel und dann auch auf unserer Erde. Von den ersten europäischen Übersetzern in der Mitte des 19. Jahrhunderts als nur religiöse Fantasien bewertet – wer konnte sich schon im 19. Jahrhundert selbstständig fliegende Maschinen >Vimanas< vorstellen? – betrachtet man die Veden in unserer Zeit als durchaus nachvollziehbare historische Berichte, die im Verlauf der Jahrtausende durch die mündliche Weitergabe natürlich auch ergänzt oder ausgeschmückt wurden.
Aber ihr Kern bleibt wahr.
In den Veden wimmelt es nur so von Flugobjekten unterschiedlichster Art. Sowohl irdischer und als auch nicht irdischer Herkunft. Das Sanskrit-Wort >Vimana vidya< bedeutet wortwörtlich: „Die Wissenschaft des Baues und des Steuerns von Luftschiffen“.
Das Spektrum des Wortes Vimana beinhaltet unter anderem auch noch folgende Bedeutungen: ein Fahrzeug eines göttlichen Wesens, das sich von selbst bewegen kann, ein Luftwagen und auch eine Person, die zum Himmel aufsteigt.
Wir alle kennen die Geschichte, wie der sogenannte Liebe Gott, seinen Erzengel Luzifer zuerst degradiert, dann aus dem Himmel verbannt und ein anderer Erzengel, ein gewisser Michael darüber wacht, dass der 6> ja nicht mehr zurückkommen kann.
Da fällt mir wieder ein, dass ein gewisser Herr Prometheus (griechischer Mythos) die Affen auch den Gebrauch von Feuer und die Nützlichkeit von Licht lehrte. Auch er wurde dafür von den Göttern bestraft. Die >Lichtbringer< waren den damaligen Herrschern, wer immer sie auch waren und wo immer sie auch herrschten, schon immer suspekt gewesen.
Читать дальше