Christine Zilinski - Mord im Zoo
Здесь есть возможность читать онлайн «Christine Zilinski - Mord im Zoo» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Mord im Zoo
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Mord im Zoo: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mord im Zoo»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Charlotte ist gerade auf dem Weg zur Arbeit, als ein panischer Anruf ihrer Schwester sie erreicht: Sanne hat eine Leiche gefunden. Erhängt, in der Futterküche des Zoos. Und bei der Leiche liegt ein Abschiedsbrief an Sanne. Klar, dass Charlotte sich sofort auf den Weg macht, um ihrer Schwester zu helfen. Ob das dem ermittelnden Kommissar Jankovich auch recht ist?
Mord im Zoo — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mord im Zoo», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Im Vorraum zur Futterküche stand ein junger, pickeliger Zivi in roter Hose und weißem Polo-Shirt. Er sah ähnlich blass aus wie die beiden Tierwärter draußen vor der Tür. Der junge Mann hatte die Hände in den Hosentaschen verstaut und schien darauf zu warten, dass ihn endlich ein neuer Notruf von hier wegbrachte. Er sah erschrocken zu den beiden Frauen, die sich ihm näherten, doch Sanne ignorierte ihn. Sie schritt zielstrebig auf die metallene Tür der Futterküche zu, hinter der der Tote und der Notarzt sich aufhielten. Charlotte zog sie einfach mit sich. Schwach wandte der Zivi ein: „Ähm, hallo, Sie können da nicht rein“, doch schon hatte Sanne die Tür aufgestoßen. Mit einem Mal standen die zwei Schwestern in dem kühlen, gekachelten Raum, in dem eine Neonröhre an der Decke flackerte. Unter anderen Umständen wäre die Kühle im Zimmer angenehm gewesen. Doch die Anwesenheit einer Leiche machte jedes positive Gefühl zunichte. Charlotte registrierte, dass der Notarzt mit dem Rücken zur Tür stand und über ein Klemmbrett gebeugt war. Darauf machte er sich wahrscheinlich Notizen zum Leichenfund. Noch hatte der Mann die beiden Frauen nicht entdeckt, und Charlotte beeilte sich mit rasendem Puls, so viel wie möglich vom Raum aufzunehmen, bevor der Arzt sich umdrehte. Ein schwacher Geruch nach Obst und Gemüse, gemischt mit Heu und einem leichten Chlorgeruch hing in der Luft. An den Wänden nahe der Tür waren verschiedengroße Kartons und Kisten gestapelt, die entweder leer oder mit Lebensmitteln gefüllt waren. Auch eine leere Schubkarre stand in der Ecke. Am gegenüberliegenden Raumende befand sich eine riesige Küchenspüle aus Edelstahl neben einer hölzernen Arbeitsplatte. Oberhalb der Spüle war ein Desinfektionsbehälter mit Pump-Hebel angebracht. Neben der Arbeitsplatte stand ein Kühlschrank und surrte laut, doch er fiel Charlotte schon nicht mehr auf. Sie starrte unausweichlich auf den jungen Mann, der von der Decke hing. Charlotte konnte den Blick nicht von seinem Gesicht abwenden: Sie fühlte sich von dem Anblick gleichzeitig erschüttert und magisch angezogen. Das Gesicht des Toten sah rot und geschwollen aus, die Augen waren geschlossen, der Mund dagegen geöffnet. Die Zunge war angeschwollen und ragte aus dem Mund. Der Tote hing mit einem Strick um den Hals von der Decke. Dort war das Seil durch einen Haken gezogen und verknotet worden. Um endlich nicht mehr das Gesicht des Toten sehen zu müssen, schloss Charlotte kurz die Augen. Nach wenigen Sekundenbruchteilen riss sie die Augen aber wieder auf und zwang sich dazu, den Rest der Leiche genauer zu begutachten. Der junge Mann trug Arbeitskleidung. Auf der linken Brustseite des Pullovers prangte der obligate Wilhelma -Elefant. Nur an seinen Füßen trug er lediglich Socken, aber keine Schuhe. Die Arme hingen schlaff am leblosen Körper herunter. Unter der Leiche lag ein Schemel, der umgestoßen worden war. Wortlos stieß Sanne jetzt Charlotte an und deutete mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf den Schemel, der umgekippt unter der Leiche auf dem Boden lag. Charlotte blickte ihre Schwester entgeistert an und zog die Schultern hoch, wie um zu fragen: ‚Was soll mir denn auffallen?‘ Sanne deutete unbeirrt auf den Schemel und flüsterte: „Das Teil ist maximal 30 Zentimeter hoch. Schau‘ mal, wie hoch Konstantin hängt.“ In diesem Moment bemerkte sie der Notarzt. Er drehte sich abrupt um und fuhr die beiden an: „Was haben Sie denn hier zu suchen? Raus hier, aber sofort!“ Charlotte nickte und tat so, als würde sie sich abwenden, doch eine Sekunde nahm sie sich noch Zeit, um den Abstand zwischen den Fußspitzen des Toten und dem Fußboden abzuschätzen. Dann begriff sie. Und ihr stellten sich die Härchen auf den Armen auf: Die Leiche hing viel zu hoch für den Schemel. „Raus hier!“, bellte der Notarzt jetzt noch wütender, und Charlotte und Sanne setzten sich in Bewegung. Aber bevor sie nach der Türklinke greifen konnte, wurde die Tür von der anderen Seite aufgestoßen und Charlotte konnte grade noch ausweichen, um nicht die Türkante ins Gesicht zu bekommen. „Frau Bienert! Ich glaube es nicht, was machen Sie denn hier!“ Laut und wütend fuhr Kriminalhauptkommissar Paul Jankovich Charlotte an. Er stieß die Tür noch weiter auf und funkelte Charlotte feindselig an. Im ersten Moment war Charlotte vollkommen überrumpelt. Sie hatte zwar damit gerechnet, dass die Polizei sehr bald nach dem Notarzt am Tatort ankommen würde. Aber mit Paul Jankovich hatte sie nicht gerechnet.
Jankovich und Charlotte hatten sich seit ihrer Begegnung im Krankenhaus letzten Mai nicht wiedergesehen. Dort hatte sie gelegen, nachdem Jankovich sie davor bewahrt hatte, ebenfalls zum Mordopfer zu werden. Er war derjenige gewesen, der sie in letzter Sekunde gerettet hatte. Charlotte hatte sich, zunächst gegen seinen Willen, in die damaligen Ermittlungen eingemischt. Und gemeinsam waren sie so dem Mörder auf die Schliche gekommen. Der Kommissar sah immer noch genauso aus, wie Charlotte ihn in Erinnerung hatte: Er war etwa 35 Jahre alt, groß, schlank, trug eine Lederjacke, die das Waffenholster an der Hüfte verdeckte, und hatte blonde Haare. Seine Augen waren blau, und, wie Charlotte wusste, von langen Wimpern gesäumt. Doch im Moment waren seine Augen im dunklen Flur nicht so deutlich zu erkennen. Außerdem funkelten sie gerade wenig freundlich in Charlottes Richtung. Jetzt, bei ihrem ersten Wiedersehen seit Wochen, überwand Charlotte ihren Schock und versuchte ein zaghaftes Lächeln. Doch der Kommissar ging nicht darauf ein. Er stellte sich seitlich in die Tür und hielt sie mit seinem Rücken offen. Gleichzeitig machte er eine eilige Bewegung mit dem linken Arm und bedeutete den beiden Schwestern damit energisch, die Futterküche zu verlassen. Als Charlotte wie ein begossener Pudel an ihm vorbeiging, nahm sie wieder seinen vertrauten Aftershave-Geruch wahr, gemeinsam mit dem schwachen Duft seiner Lederjacke. ‚Dass er damit bei den Temperaturen nicht eingeht‘, schoss es Charlotte durch den Kopf. Während sie beklommen und stumm neben Sanne im Vorraum ausharrte, konnte sie hören, wie Jankovich sich in der Küche kurz mit dem Notarzt austauschte. Dann zog der Kommissar die Tür wieder hinter sich zu und baute sich vor den beiden Frauen auf. Der pickelige Zivi hatte sich unterdessen in die hinterste Ecke des Vorraums verzogen. Der Kommissar verschränkte die Arme und zog die Augenbrauen hoch. „Also?“, fragte er forsch. Charlotte sah ihn aus unschuldig aufgerissenen Augen an. „Ehrlich, ich kann nichts dafür, meine Schwester hat mich angerufen!“ Jankovich fixierte daraufhin Sanne. Diese begann zu stottern. „Ja... also... naja... ich brauch‘ halt seelische Unterstützung, schließlich hab’ ich grad ‘ne Leiche gefunden!“ Trotzig verschränkte Sanne nun ebenfalls die Arme vor der Brust und hob das Kinn. Der Kommissar sah wieder Charlotte an und zeigte mit dem Zeigefinger auf sie, während er sprach. „Sie gehen jetzt bitte mit Ihrer Schwester zu meinem Kollegen nach draußen und verschmutzen nicht weiter den Tatort.“ Drohend fügte er hinzu: „Wir sprechen uns gleich noch.“
Kapitel 5
Charlotte und Sanne standen unruhig im Freien vor der Futterküche. Sie trauten sich nicht, über das, was sie in dem Raum gesehen hatten, zu sprechen, da ein uniformierter Beamter in Hörweite war. Zwar unterhielt er sich grade mit den beiden Kollegen von Sanne, Leo und Tanja, doch vielleicht hörte er ja mit halbem Ohr auch bei ihnen mit. Zudem warfen bereits einige vorbeilaufende Besucher neugierige Blicke zu ihnen. Die Anwesenheit eines Polizisten ließ offenbar Spannendes erahnen. Der Beamte machte sich Notizen zu den Angaben von Leo und Tanja, und bat sie anschließend, an ihre Arbeitsplätze zurück zu kehren. Nachdem die beiden Tierpfleger gegangen waren, näherten sich dem Gorillahaus zwei Männer mit Koffern, die ein paar Worte mit dem Beamten wechselten. Nun trat auch Jankovich gemeinsam mit dem Notarzt und dem Zivi aus dem Gebäude ins Freie. Leise, aber für Charlotte immer noch hörbar, sagte Jankovich zu den Neuankömmlingen: „Ist gut, wir haben uns nicht zu nah am Körper aufgehalten. Wir sind uns ziemlich sicher, dass es kein Selbstmord ist.“ Sofort begannen die Kollegen, aus den Koffern weiße Schutzanzüge zu ziehen und hineinzusteigen. Der Notarzt und sein Hiwi verabschiedeten sich dagegen und zogen mitsamt Notarztkoffer von dannen. Viele Zoobesucher warfen den beiden neugierige Blicke hinterher. Als Jankovich das sah, schüttelte er den Kopf. Dann wandte er sich an die Schwestern. „Gut Sie beiden, ich würde mich gerne in Ruhe mit Ihnen unterhalten. Wo geht das am besten?“ Diese Frage richtete er an Sanne. Sie wies mit dem Kopf nach rechts und sagte: „Drüben bei den Zebras sind Betriebsgebäude, da sollten wir unsere Ruhe haben.“ Jankovich nickte knapp und bat den Beamten mitzukommen. Gemeinsam passierten sie ein Schild, auf dem „Zutritt nur für Mitarbeiter“ stand und liefen zu drei beieinander stehenden grauen Häusern. Sanne betrat das am nächsten liegende Gebäude und die anderen folgten ihr hinein. Sanne sah sich um und zeigte dann auf einen Raum gleich links von ihnen. „Hier ist es meistens ruhig, gehen wir da rein.“ Sie betraten ein kleines Zimmer, in dem einige Tische zusammengestellt in der Raummitte standen. Charlotte und Sanne setzten sich nebeneinander an ein Ende des Pulkes. Jankovich und sein Kollege nahmen ihnen gegenüber Platz. Der uniformierte Polizist schlug seinen Notizblock auf und machte sich bereit, das nun Folgende zu protokollieren. Jankovich sah Sanne an: „Gut, dann starten wir mal mit dem Standardprozedere: Name und Wohnhaft.“ Nachdem Jankovich Sannes Personalien abgefragt hatte, sagte er: „Sie haben also die Leiche entdeckt? Gegen wie viel Uhr war das?“ „Hm... so gegen kurz nach sieben, denke ich.“ „Und das ist normalerweise die Zeit, in der Sie das erste Mal morgens die Küche dort betreten?“ „Hm... ja, schon. In der Regel.“ „Wer kennt Ihre Gewohnheiten, beziehungsweise Ihren Arbeitsrhythmus?“ Sanne blies sich eine Locke aus der Stirn: „Keine Ahnung, alle... wir haben hier seit Jahren unsere Zuständigkeiten, die kennt hier jeder.“ Sie lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Jankovich kniff die Augen zusammen und fragte dann: „Wieso haben Sie Ihre Schwester angerufen? Sie müssen doch wissen, dass man keine Zivilpersonen zu einem Leichenfund dazu ruft?“ Charlottes Kiefer klappte empört nach unten. ‚Ich bin ja wohl keine Zivilperson‘, dachte sie wütend. Jankovich bedachte sie mit einem kurzen Seitenblick, fixierte aber weiter Sanne. Diese griff in ihre aufgenähte Hosentasche und zog einen zerknitterten Brief hervor. Sie knallte ihn vor sich auf den Tisch, so dass alle Anwesenden gut die auf dem Umschlag stehenden Worte lesen konnten: „Für Sanne – meine große und einzige Liebe.“ Wütend fuhr Sanne Jankovich an. „Weil ich nie und nimmer was mit Konstantin hatte. Und das hier lag unter seiner Leiche auf dem Boden. Wenn Sie mich fragen, will mich irgendwer in Schwierigkeiten bringen. Und ich bin mir nicht sicher, wie sehr Sie mir glauben, dass ich nichts mit ihm hatte. Meine Schwester jedenfalls weiß, dass ich nichts mit ihm hatte.“ Charlotte lief rot an. Zwar konnte sie ihre Schwester verstehen, angesichts der Extremsituation so gereizt zu reagieren. Dennoch war es ihr unangenehm, in welchem Ton Sanne den Kommissar anfuhr. Sie hoffte, dass Sanne sich damit keine Probleme einhandelte. Jankovich ging jedoch regungslos darüber hinweg und steckte eine Hand in seine Lederjacke. Er zog ein Paar weißer Latexhandschuhe hervor, die er sich über seine langen Finger zog. Dann griff er nach dem Brief und öffnete vorsichtig den Umschlag. „Sie haben ihn gelesen, nehme ich an?“, fragte er Sanne. Diese nickte und sagte: „ Natürlich, schließlich steht mein Name drauf.“ Jankovich sah jetzt Charlotte an. „Sie auch?“ Charlotte schüttelte stumm den Kopf. Jankovich räusperte sich einmal und zog dann vorsichtig den Brief aus dem Umschlag. Er las den Inhalt erst im Stillen durch, bevor er ihn laut vorlas: „Meine Liebe, nachdem ich von deiner Verlobung mit Christoph erfahren habe, ergibt mein Leben keinen Sinn mehr. Du warst der Grund für mein Herz, zu schlagen, doch jetzt bin ich verloren. Ich beende mein Leben, doch ich werde es in deiner Nähe tun, damit ich dich in meinem Tod noch einmal sehen kann. Dein dich immer liebender Konstantin.“ Langsam faltete er den Brief zusammen und sah Sanne an. „Stimmt das? Sie sind verlobt?“ Irritiert sah Sanne den Kommissar an und gab dann zögernd Antwort. „Ja, das schon. Seit kurzem.“ Sie verschränkte wieder die Arme. Das Thema Hochzeit passte nicht hierher, nicht in diesen Raum und nicht zu diesen Umständen. Jankovich nickte vorsichtig und sagte: „Dann... Glückwunsch zu der Verlobung. Aber... angesichts der Umstände nochmal zu dem Brief. Stimmt der Rest daraus auch?“ Sanne schüttelte heftig den Kopf. „Nein, natürlich nicht! Sehen Sie, das macht überhaupt keinen Sinn! Der Konstantin hat mich kaum gekannt und ich ihn ebenso wenig. Und ich frage mich ehrlich gesagt, wie er so schnell von der Verlobung erfahren haben soll, wir haben doch erst gestern Abend mit Freunden und engen Kollegen gefeiert. Und zu meinen Freunden zählt er nicht. Hat er nicht gezählt“, korrigierte sie sich. Der Kommissar schwieg jetzt und sah dann Charlotte in die Augen. Verschämt wich sie seinem Blick aus und ließ ihren Blick von seinen Augen auf seine Haare gleiten. Sie waren etwas länger als bei ihrer letzten Begegnung und begannen sich hinter seinen Ohren zu kräuseln. Jankovich atmete tief durch und sagte dann: „In Ordnung, wir müssen jetzt ohnehin warten, was der Erkennungsdienst dort drüben findet. Ich würde vorschlagen, Sie“, er deutete auf Sanne, „gehen an Ihre Arbeit zurück, wenn Sie sich dazu in der Lage fühlen. Oder Sie lassen sich krankschreiben. Aber reden Sie bitte nicht mit Ihren Kollegen über das, was Sie gesehen haben. Oder das hier“, er tippte mit den immer noch behandschuhten Fingern auf den Brief. Sanne nickte und sagte: „Kein Problem, ich geh‘ zurück an die Arbeit. Die Tiere brauchen mich.“ Sie umarmte Charlotte mit einem traurigen Ausdruck auf ihrem Gesicht. Dann stand sie auf, lief hinaus und schloss die Tür hinter sich. Charlotte sah ihr nach und rieb sich dabei mit den Fingerspitzen über die Stirn, als wollte sie ihre Augen mit den Handflächen verdecken. Sie schämte sich, weil sie Sanne überhaupt keine Hilfe gewesen war. Jankovich betrachtete sie. „Ganz schön tough, Ihre Schwester. Sind Sie sicher, dass sie das packt?“ Langsam zuckte Charlotte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Ja. Doch. Ich denke schon. Mit dem Tod kommt sie eigentlich ganz gut klar. Schließlich sterben auch die Tiere hier dann und wann.“ In seiner Stimme schwang jetzt ein sanfterer Ton. „Und Sie, packen Sie das? Schon wieder?“ Sie mied weiter seinen Blick und zuckte die Schultern. „Ja, klar, sicher. Muss ja.“ Beinahe so, als wollte er das Gespräch zwischen Ihnen beiden noch nicht beenden, fragte er: „Ich nehme an, Ihnen ist auch aufgefallen, dass der Schemel ein bisschen zu klein für diesen Selbstmord ist?“ Charlotte nickte. „Ja. Und mir gefällt nicht, wie das zusammen mit diesem Brief hier aussieht. Als würde jemand Sanne belasten wollen. Oder zumindest ordentlich in Schwierigkeiten bringen.“ Sie rang sich zu einem knappen Lächeln durch und stand dann auf. Dabei sah sie ihn doch an. „Also, ich schätze das war’s mit unserem Wiedersehen? Oder meinen Sie...“ Jankovich schüttelte den Kopf und sagte sanft: „Nein Frau Bienert, ich denke nicht, dass wir noch ein zweites Mal zusammen arbeiten werden.“ Charlotte nickte wieder und lief langsam zur Tür. Sie spürte, wie ein Gefühl der Schuld schwer wie ein Stein auf ihre Brust drückte. Sanne hatte sie angerufen. Obwohl sie Polizei und Notarzt verständigt hatte, hatte sie trotzdem ihre Schwester angerufen. Weil sie Charlotte brauchte, nicht die Polizei. Und sie hatte vorhin so traurig ausgesehen, als sie sich von ihr verabschiedet hatte. ‚Ich darf sie nicht enttäuschen‘, dachte Charlotte. ‚Ich muss ihr helfen.‘ Als sie schon die Klinke in der Hand hatte, sagte sie, an Jankovich gewandt: „Sie haben ja gehört, was Sanne gesagt hat. Ich weiß, dass sie nichts mit Konstantin hatte. Aber Sie wissen es nicht. Vielleicht sollte ich Ihnen das immer wieder in Erinnerung rufen.“ Dann trat sie durch die Tür.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Mord im Zoo»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mord im Zoo» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Mord im Zoo» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.