Grundsätzlich sollte jeder Mensch frei entscheiden können, was er/sie mit dem Körper anstellen will. Selbst auf die Gefahr hin, dass falsche oder schädliche Entschlüsse getroffen werden.
Also, wo sind die Grenzen? Höher, weiter, besser – wir akzeptieren kaum noch Grenzen, auch nicht bei unserem „Selbst“.
Und dann stellt sich auch die Frage, wie Selbstoptimierung zu einem buddhistischen Weltbild passt?
Wenn sich die der Selbstoptimierung zugrunde liegenden Wertmaßstäbe und Ideale mit der Lehre Buddhas in Einklang bringen lassen, dann sicherlich JA.
Nach der Lehre des Lehrers aller Lehrer kommt alles genau so, wie es kommen soll. Daraus folgt, dass wir auch die Grenzen der Selbstoptimierung finden, wenn wir aufmerksam sind, auf unsere Gesundheit und unseren Geist achten. Anhängern der buddhistischen Lehre wird sogar ein erhöhtes Maß an Selbstdisziplin abverlangt, Alkohol und Drogen sind auch keine Lösung.
Unsere unglücklichen, selbst verschuldeten Zweifel dürfen nicht zu krankhaftem Wahn und einer Anpassung an künstliche Ideale werden.
Den eigenen Weg zu finden ist eine sehr komplexe Aufgabe. Nur die Art von Selbstoptimierung, die wir selbst als positiv bewerten, die wir mit gesunden (buddhistischen) Werten verbinden, die ist akzeptabel.
Wenn Ihnen jemand erzählt, dass Erfolg und Glück nur eine Frage der inneren Einstellung sei, dann werden Sie angelogen.
Entfalten Sie ihre Talente, machen Sie ausreichend Sport, entwickeln Sie ihre Fähigkeiten, aber bleiben Sie auf dem Pfad des historischen Buddhas. Sein Weg war der der Mitte!
Achtsamkeit ist auch ein bewusstes Verzichtshandeln, eine gängige Entschleunigung. Dieser Trend hat bereits in viele Lebensbereiche Einzug gehalten, etwa als Digital Detox, als Fasten, beim Verzicht auf Genussmittel, im entschleunigten Urlaub, beim Abschied vom Auto, beim Loslassen von unnützen Konsumgütern.
Aber der Selbstoptimierungswahn ist eine Sucht!
Sie müssen auch hier achtsam eine gesunde Mitte finden!
Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende
– Demokrit von Abdera –
Was ist Glück?
Zuerst einmal ist Glück eine innere Einstellung, nichts anderes!
Wenn ich wirklich einem jeden Umstand, der mir begegnet, etwas „Positives“ abgewinnen kann, dann bin ich meist glücklich.
Wenn ich aber jede Fügung in meinem Leben „negativ“ bewerte, dann bin ich sicherlich häufig unglücklich.
Denke ich bei mir, dass sich selbst das schlimmste Erlebnis für mich vielleicht vorteilhaft auswirken könnte (oder wird), dann bin ich eben ein Glückspilz.
Zu denken, dass es eine „höhere Instanz“ gibt, das Glück und Unglück uns Menschen zuteilt, erscheint mir als unrealistisch.
Eher kommt mir die Philosophie Buddhas entgegen, der sagte, dass unser Schicksal schon geschrieben steht, dabei das Karma eines jeden Menschen als unumstößliche Größe erkennend. Nach seiner Weltanschauung steht es also schon im Vorfeld fest, ob der Einzelne glücklich oder unglücklich leben wird, ob er „glückliche Gedanken“ hat, oder eben nicht.
Was bedeutet das für uns?
Es bedeutet, egal wie sehr wir uns bemühen, „glückliche Gedanken“ zu haben oder zu bekommen, ob wir Erfolg damit haben werden steht bereits fest. Dies wissend bleibt uns eine wirklich „gelassene Position“, wenn wir nichts ändern können, dann müssen wir dies auch nicht anstreben, oder gar versuchen zu erzwingen.
Wir können uns gemütlich „zurücklehnen“ und auf die Dinge warten, die in unserem Leben da so „kommen“ werden.
Aus dieser „entspannten Position“ heraus kommen wir endlich zur Ruhe, und in der Folge werden wir aus dieser Gewissheit auch ein Glücksgefühl ziehen können; wie gesagt, wenn es unser Schicksal ist, dann wird es auch so kommen.
Glück liegt also in uns selbst, wenn es unser Schicksal ist, ob wir den Entschluss zum „ab-jetzt-glücklich-sein“ fassen, entsprechend unserem Karma, wird es auch so sein. Entschließen wir uns dazu, Dinge und Sachen zu tun, die glücklich machen, dann werden Sorgen und Unbehagen aus dem Leben weichen, dem Schicksal folgend.
Diese unabänderliche Gewissheit bringt uns die Lehre Buddhas, der vor vielen Jahrhunderten seine „Erleuchtung“ fand. Seinen Anhängern vermittelte er immer wieder, dass ein jeder Mensch „erwachen“ kann, dass die persönliche „Erleuchtung“ für jeden Einzelnen wirklich auch machbar ist. Aus dieser Konstanz können wir die Kraft ziehen, unser Schicksal glücklich anzunehmen.
Welch ein glücklicher Gedanke!
Die Katze von Schrödinger
Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten
– Daniel Defoe –
Schrödingers Katze ist ein physikalisches Paradoxum.
Wir sperren eine Katze in eine Box, darin ist ein Gift.
Nun wissen wir nicht, ob die Katze das Gift gefressen hat, oder eben nicht (solange die Box geschlossen ist).
Bei Schrödingers Katze handelt es sich um ein Experiment aus der Physik, dass 1935 von Erwin Schrödinger vorgeschlagen wurde. Ich als Autor verehre Schrödinger bis zur Unendlichkeit, Erwin Schrödinger ist für mich einer der Vordenker der Welt (nach Buddha).
Wenn ein Physiker etwas aussagt, dann geht es um Physik.
Aber, aber, aber, (wie Penny sagen würde), geht es um einen Zustand, in dem die Katze gleichzeitig „lebendig“ und „tot“ ist. Ist sie tot, oder nicht?
Also, sind wir tot, oder eben nicht?
Solange wir die Box nicht öffnen, solange wissen wir nichts, lebt die Katze, oder ist sie tot?
Und können wir unsere Box öffnen, oder eben nicht?
Leben wir, oder eben nicht?
Schrödingers Katze zeigt uns das gesamte Paradox des Lebens, die Endlichkeit der menschlichen Existenz.
Zwei verschiedenen Zustände sind möglich, die Katze ist im Katzenzustand, solange wir die Box nicht öffnen, wissen wir nichts über die Katze.
Hat die Katze das Gift gefressen?
Oder nicht?
Das Leben aus buddhistischer Sicht entspricht der vermaledeiten Katze.
Solange ich die Box nicht öffne, solange bin ich „wer immer ich sein mag“!
Erst wenn ich die Box öffne, dann weiß ich, wer ich bin!
Solange ich den Zustand der Katze nicht überprüfe, solange weiß NIEMAND etwas.
Ihr Leben entspricht der KATZE DES SCHRÖDINGERS, wollen Sie die Box öffnen?
Ihre Box, ihr ganz persönliches Leben erfahren?
Wenn Schrödingers Katze in naiver Weise die Dummheit unsers Lebens zeigt, wo ist dann die Wirklichkeit?
Werden Sie, geschätzte Leser, die Wirklichkeit gegen die Unwirklichkeit austauschen? Besser wie bei Schrödinger kann Buddhismus nicht werden!
In der Quantenoptik wird ein Katzenzustand als kohärente Überlagerung von zwei bestimmten kohärenten Zuständen mit entgegengesetzten Phasen definiert (siehe hier).
Katze tot, oder nicht!
Also, Buddhist, oder nicht?
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