Friedrich Gerstäcker - Blau Wasser

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Friedrich Gerstäcker lernte auf zahlreichen Reisen, was ein Seemann an Bord eines Segelschiffes tat. Seemännische Ausdrücke, Segelmanöver, die Beschreibung des Alltages – das alles wurde auf vielen Fahrten für ihn harter Alltag, denn sehr häufig half er den Matrosen bei ihrer Arbeit. Viele seiner spannenden Erzählungen spielen deshalb an Bord von Segelschiffen. In diesem Band findet sich eine Sammlung der besten Erzählungen, angefangen von Walfängern über das Schicksal fortgelaufener Seeleute, die in der Südsee leben, bis hin zu Geschichten vom Klabautermann und untergegangenen Städten. Spannend und abenteuerlich ist es bei ihm allemal.

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Und wie sieht so ein Auswanderer-Schiff in der Zeit von außen aus! - Was müssen die Fische denken, wenn sie vorüberschwimmen! - denn von der Schiffsmannschaft schaut gewiß Keiner über Bord. Doch genug von den Leuten; wir wollen an Bord selber zurückkehren.

Es war Abend - eigentlich der erste warme, freundliche und stille Abend, den die Auswanderer gehabt, seit sie in der Schelde ihren Anker gelichtet, und die Passagiere versäumten nicht, ihn zu genießen. Der kleine dicke Schuster besonders /65/ war unter ihnen thätig, einen Ball zu arrangiren, holte aus den Tiefen seiner Kiste eine alte Violine - eine „Schwester von Paganini's Instrument", wie er behauptete -, setzte sich damit auf den Windlaß, der hinter dem Hauptmast stand, und dessen blank gescheuerter Messingknopf mit einer ledernen Ueberkappe bedeckt war, und begann eine wahrhaft nichtswürdige Polonaise zu spielen.

Wo sich aber, bei wirklich guter Musik, Mancher nach der so kurzen Trennung von der Heimath gescheut haben würde zu tanzen, überwand das Komische dieser kreischenden, ohrzerreißenden Melodie, die kein anderes Verdienst hatte, als ihre Mißtöne wenigstens im richtigen Tact herauszustoßen, bald jede weitere Bedenklichkeit. Selbst die sonst Ernstesten lachten erst über die wirklich entsetzlichen Passagen, die der Schuster mit einer unzerstörbaren Ruhe und endlich, als er mehr in Hitze kam, selbst im Schweiße seines Angesichts herausarbeitete, und traten dann langsam selber mit zu der endlosen Polonaise an, die sich um den Windlaß herum am Larbordgangweg hin, vorn vor dem Logis vorüber, und dann auf dem Starbordgangweg zurück wieder zu dem Platze bewegte, von dem sie ausgegangen war. Selbst einige hannöversche Bauern in Holzschuhen nahmen an dem Tanze Theil, und wie der Schuster erst einmal sah, daß er sie Alle in Bewegung hatte, sprang er mit seinen Dissonanzen plötzlich in einen muntern Rutscher über, dessen Erfolg über sein Erwarten gut ausfiel.

Eine Masse junger Leute, Burschen und Mädchen, waren an Bord, bei denen es eben keiner besondern Einladung bedurft hätte, sie zum Tanz zu bringen, und die fingen natürlich rasch an, sich lustig im Kreise zu drehen. Die Uebrigen folgten, wenn auch etwas langsamer, dem gegebenen Beispiel, und selbst von den Matrosen mischten sich einige zwischen die wie von der Tarantel Gestochenen, griffen sich die hübschesten Mädchen heraus und flogen im Tact herum, den jetzt die Holzschuhe der Hannoveraner, selbst ohne die dazwischen quietschende Violine, auf dem Deck der Captaube schlugen und stampften.

Der Capitain hatte nichts gegen das fröhliche Treiben an Bord; bis acht Uhr, wo doch sämmtliche Mannschaft an /66/ Deck versammelt war, konnten sie toben, die Bewegung war ihnen überdies gesund, dann freilich, mit dem Ton der Glocke, war Feierabend - die Schiffs-Polizeistunde - und die Nacht begann. Die Zeit bis dahin mußte also nach besten Kräften benutzt werden.

Rasch und schäumend, über die nur leise wogende See, verfolgte indessen das wackere Schiff seine Bahn; der Wind hatte sich nach Nordosten gedreht, und mit allen Segeln gesetzt, bis in die obersten Stengen hinauf, durchschnitt der scharfe Bug lustig die zischend und spritzend zur Seite schlagende Fluth. Vorn im Westen erhob sich zwar eine dunkle Wolkenschicht, hinter der die Sonne jetzt gluthroth niedersank, aber die obere Luftströmung ist der untern, über das Wasser streichenden, oft ganz entgegengesetzt, und keinesfalls bekümmerten sich die Passagiere um den grauen Saum, der ihren Horizont umzog.

Hell und klar funkelten die Sterne schon vom sonst wolkenreinen Himmel nieder, und zu ihrer Rechten wurde ein rothschimmernder Punkt dicht über dem Wasserspiegel sichtbar - ein Leuchtfeuer der englischen Küste, unter der sie hinsegelten. - Wie das so still und freundlich zu ihnen herüberglühte von dem fernen Strand, der sichere Führer nach dem Hafen dort. Aber ihr Ziel lag weiter; kein gastliches Ufer konnte sie ablocken von der bestimmten Bahn, und weiter und weiter zurück blieb das Nachtlicht, dort drüben, bis andere vor ihnen auftauchten, die Bahn bezeichnend, die sie nahmen.

Der Tanz hatte jetzt aufgehört; die Tänzer waren allerdings so wenig müde geworden wie der Geiger, aber die Saiten des Instruments - wenn der violinartig geformte Kasten wirklich einen solchen Namen verdiente - weigerten längeren Dienst, mußten, da sie in der feuchten Abendluft mehr und mehr nachgaben, höher und höher hinauf geschraubt werden und platzten endlich. Nur die Holzschuhe waren einmal in Gang und Tact gekommen und klapperten fort, bis endlich des Capitains lauter Ruf auch ihre Fröhlichkeit unterbrach und den mißhandelten Schiffsplanken Ruhe gönnte.

Es wurden Leute nach oben geschickt, die leichteren Segel einzunehmen und ein paar gegen Abend ausgesetzte Leesegel /67/ wieder einzuholen; die Wolkenwand im Westen hob sich höher und drohender, und der vorsichtige Seemann wollte sein Segelwerk bei doch etwa eintretendem andern Wind besser in der Gewalt haben.

Die Oberbramsegel flatterten und schlugen im nächsten Augenblick an ihren Raaen, die „leichten Matrosen" sprangen nach oben, um sie an ihren Hölzern festzuschnüren; die Leesegel kamen ebenfalls blähend an Deck und wurden dort geborgen, und die nächste Wache, die von Acht bis Zwölf zu stehen hatte, lag, ihre Antrittszeit erwartend, vorn auf der Back, den Erzählungen des Segelmachers lauschend, der einst an Bord eines englischen Kriegsschiffes gedient hatte, und die nöthige Gabe besaß, ein „Garn zu spinnen", d. h. seine Erzählungen mit der fabelhaftesten Phantasie auszuschmücken und zu würzen.

Die Auswanderer hatten sich indessen ebenfalls in kleinen Gruppen gesammelt. In Lee 5stand eine Anzahl von ihnen zusammen und sang ihre heimischen Weisen; Andere lehnten über Bord und schauten still und schweigend nach den einzelnen Leuchtfeuern hinüber, die jetzt auch von der französischen Küste her sichtbar wurden und untergehenden Sternen glichen, und wieder Andere lagen über die an Deck festgeschnürten Wasserfässer zerstreut, oder im großen, zwischen dem Haupt- und Fockmast befestigten Boot, bliesen den Rauch ihrer Pfeifen oder Cigarren in die stille Nachtluft hinein, und schauten zu den Sternen und den schwankenden Masten hinauf.

Ein eigenthümlich schriller Laut pfiff da über die See, und das Schiff neigte sich plötzlich und scharf nach Lee hinüber, daß, wer nicht fest stand, zur Seite rutschte und rollte und alles an Deck stehende lockere Geschirr und Geräth polternd nach Larbord über kollerte.

„Steht bei den Fallen! Los mit den Bramfallen, um Euer Leben, los mit den Marsen!" schrie in diesem Augenblick die Stimme des Capitains gellend über Deck. Die Matrosen sprangen erschreckt herbei, aber sie selber hatten /67/ Noth, sich im ersten Augenblick der Ueberraschung festzuklammern und nicht ebenfalls nach Lee zugeworfen zu werden, und ehe sie nur die Falle, an denen die oberen Raaen befestigt waren, erreichen und, wie der Befehl lautete, abwerfen konnten, brach es und knatterte es oben in den Stengen und kam, unter dem Heulen der plötzlich aufgesprungenen Bö, rasselnd an Deck nieder, zwischen die ängstlich aufschreienden Passagiere hinein.

Noch standen die unteren Masten, und durch die niedergeschmetterten Stengen hatte der so plötzlich herangebrauste Sturm wenigstens seine größte Macht auf das Schiff verloren, das sich langsam wieder aufrichtete. Aber die Captaube trieb auch, ein halbes Wrack, auf den Wellen, und unter dem Flattern der Segel, da der Mann am Steuer in plötzlichem Schreck das Schiff gerade in den Wind hineingedreht hatte, daß es nicht den mindesten Fortgang mehr durch's Wasser machte, sprangen die Matrosen jetzt an ihre Plätze, lösten die Schoten des großen Segels und den Fock, ließen die Clüver nieder - der Clüverbaum war ebenfalls abgebrochen - und warfen das Besansegel los.

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