»So, ich bin fertig, wir können loslegen. Was möchtest du denn spielen?«
»Verstecken, auf jeden Fall Verstecken«, rief das Turmgespenst lauthals, »ich will schon seit Ewigkeiten endlich mal wieder Verstecken spielen.«
»Na schön, ganz wie du willst, ich bin einverstanden.« Der kleine Prinz von Lallepo rechnete sich zwar nicht allzu große Chancen aus, das Turmgespenst jemals finden zu können, da es recht klein und fast durchsichtig war, aber er ließ es auf einen Versuch ankommen. Und wenn er es wirklich nicht fand? Nun ja, dann musste er eben nach dem Gespenst rufen. Moment mal, wie sollte er es denn überhaupt rufen? Hatten Gespenster Namen?
»Hast du einen Namen, mit dem ich dich rufen kann, falls ich dich nicht finde?«, fragte der kleine Prinz von Lallepo.
»Natürlich habe ich einen Namen«, antwortete das Gespenst und zögernd fügte es hinzu: »Nenn mich Poldi. Aber ich möchte zuerst suchen, ja?«
»Wenn du möchtest, meinetwegen. Dann verstecke ich mich zuerst. Am besten zählst du bis dreißig und dann kannst du mich suchen«, schlug der kleine Prinz vor.
»Gut, dann verschwinde schon. Versteck dich!« Das Gespenst scheuchte den kleinen Prinzen von Lallepo, wild mit den Armen wedelnd, vor sich her aus der Küche.
»Wetten, dass ich dich in Nullkommanix gefunden habe«, prahlte Poldi voller Vorfreude. Dann schwebte das Gespenst zum Kühlschrank und begann zu zählen.
»Das wollen wir doch mal sehen«, rief der kleine Prinz von Lallepo und rannte den Flur entlang. »So schnell findest du mich bestimmt nicht.«
Ein Versteck, er brauchte ein gutes Versteck. Ein Versteck, das selbst ein Gespenst nicht so schnell finden würde.
»Sieben, acht ...«, hörte er das Gespenst in der Küche zählen. Er musste sich beeilen. Die Stube? Die Bibliothek? Nein, erst mal die Treppe hoch.
»Fünfzehn, sechszehn ...«
Er rannte an der Tür zum Turm vorbei und weiter in Richtung Schlafzimmer. Er riss die Tür auf und schaute sich hektisch um, dabei murmelte er vor sich hin: »Ich brauche ein gutes Versteck.«
»Dreiundzwanzig, vierundzwanzig ...«
Unter dem Bett? Quatsch. Die Zeit war gleich um, gleich würde Poldi kommen. Na, dann eben der Kleiderschrank. Schnell schlüpfte der kleine Prinz von Lallepo zwischen seine Hemden und Jacken, die auf Bügeln an der Stange hingen. Lautlos zog er die Tür vom Kleiderschrank zu. Geschafft, er hockte in seinem Versteck.
»Dreißig, ich komme«, rief das Turmgespenst und sofort huschte es los, um den kleinen Prinzen von Lallepo in seinem Versteck aufzustöbern.
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