Gerda M. Neumann - Der Neujahrsabend

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Neujahrsabend in der ehrwürdigen Dulwich Gallery: Jahrhunderte europäischer Malerei blicken auf den Schriftsteller Keith Aulton herab, als er im Kreis seiner Freunde und Verehrer die Erhebung in den Adelsstand feiert. Am nächsten Morgen ist er tot. Wie jedoch soll Chiefinspektor Richard Bates den Täter aufspüren, wenn nirgends ein handfestes Motiv zum Vorschein kommt? Zum Glück war auch Olivia Lawrence auf der Feier. Angestachelt von ihrer Freundin Amanda macht sie sich an die Arbeit. Zwischen kalten Januarnächten und verrauchten Pubs, unter seltsamen Professoren und eigenwilligen Autoren gestaltet sich die Suche allerdings ziemlich schwierig. Und als sie endlich eine Spur zu ahnen beginnt, gefällt sie ihr überhaupt nicht. Ein klassisch englischer Detektivroman in der Tradition von Agatha Christie und Dorothy Sayers.

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»Bedauerlich richtig. Es handelt sich um eine Strophan-thinvergiftung. Er hat das Gift in flüssiger Form zu sich genommen, das heißt, aufgelöst in einem seiner Getränke an seinem letzten Abend.«

»Und zu welchem Punkt der Nacht darf ich mir diesen Sokrates-Trank vorstellen?«

»Hat Sokrates nicht Selbstmord begangen?«

»Stimmt. Wenn auch nicht ganz freiwillig. Also wann hat er den Schierlingsbecher gelehrt?«

»Das ist nicht ganz einfach. Gestorben sein dürfte er gegen Mitternacht, doch so sicher, wie man gemeinhin annimmt, weiß die Medizin das nie. Zwischen Trank und Tod muss die eine oder andere Stunde liegen, die Dosis scheint relativ gering gewesen zu sein.«

»Dann muss er ihn in unser aller Beisein geleert haben, wenn auch nicht vor unser aller Augen. Wer von uns hat das Gift in sein Glas getan – das ist die Frage.«

»Amanda!«

»Was ist? Wenn wir Selbstmord ausschließen, darüber sollte man allerdings noch sorgfältig nachdenken, muss es einer der Gäste gewesen sein, also einer von uns. Wo ist das Problem?«

»Dieser Mensch wäre mit dem Gift in der Tasche…«

»…und Mordgedanken im Herzen gekommen, um mit zu jubilieren und dem Jubel in einem unbeobachteten Moment ein Ende zu machen. Ein Vorgang von theatralischem Reiz!«

»Es könnte aber auch eine Affekthandlung gewesen sein. Sir Keith hat sich an jenem Abend derart aufreizend benommen, dass es einem Menschen zu viel geworden sein kann.«

»Und da wir alle ständig Gift in der Tasche herumtragen…«

»Ja, du hast recht, das ist noch unwahrscheinlicher als eine vorsätzliche Tat. Lassen wir das Spekulieren. Richard hat fest vor, heute nach dem Abendessen zu mir zu kommen, sicher weiß er dann schon einiges. Aber, Amanda, bis dieser Mord aufgeklärt ist, sollte niemand von der Freundschaft zwischen dem Chief Inspector und mir erfahren, das kann nur zu Problemen führen.«

»Probleme sind der notwendige Nukleus aller guten Geschichten.«

»Findest du die Lage nicht doch etwas zu ernst, um sie ständig als Geschichte zu behandeln?«

»Im Gegenteil: Weil sie so ernst ist, versuche ich sie als Geschichte zu sehen. Der Mord an Keith ist der Kern. Aus dem reichen Drumherum werden wir Runde um Runde die Elemente ausmustern, die zu dieser speziellen Geschichte nicht gehören, man könnte auch sagen, wir werden alles Überflüssige streichen. Schließlich verdichten sich die zurückbleibenden Teile zu einer guten Handlung und erzählen uns, wie es zu dem Mord kam und gleichzeitig damit, wer es getan hat.«

»Du setzt voraus, dass die Beteiligten ihr Handeln vor deinen Augen ausbreiten, als wären sie fiktive Figuren aus einem deiner Romane. Hältst du das für wahrscheinlich?«

»Nein – möglicherweise gibt es doch einige kleine Unterschiede zwischen Leben und Fiktion…«

»Hier, bitte, alter Baumbär, einige Schluck Rotwein werden deine Lebensgeister wieder mobilisieren!« Olivia reichte Richard, der ins Leere starrte, ein Glas und setzte sich mit dem eigenen ihm gegenüber. Sie trank einen kleinen Schluck und wartete. Es war ihr ein vertrauter Vorgang, dass Richard nach einem anstrengenden Arbeitstag und einem Familienabendessen, bei dem er alles vom Tag seiner Familie erfahren wollte – von nicht weniger als fünf Menschen und einem Hund – gedankenverloren und schweigsam vor ihrem Kamin ausruhte. Sie dachte derweil an Amanda, die mit leichter Hand das Leben zu Geschichten umformte und sich auf die-se Weise in Sicherheit hielt. Auch sie selbst hatte nach dem gestrigen Schreck einen gelassenen Standpunkt bezogen, doch eine stille Betroffenheit war zurückgeblieben und der Wunsch, zu verstehen, was geschehen war.

Richard raffte sich auf und stellte sein halbgeleertes Glas beiseite. Er setzte sich etwas aufrechter: »Also – Mord.«

»Warum nicht Selbstmord?«

»Weil alle Familienmitglieder, die ich heute sprach, Selbstmord ausschließen. Seine Frau und seine Schwester, sein Bruder mit Frau und Sohn in Kent; sein Schwager, der Staatssekretär, dessen Frau, ihre zwei Töchter und der Ehemann der jüngeren, ich traf sie alle vereint in Clapham an. Das Entsetzen hat die jeweiligen Kleinfamilien einen Tag länger zusammengehalten. Alle wirken wie paralysiert. Vielleicht ist das der Grund, warum trotz aller sichtbaren Betroffenheit niemand zu Sir Keiths Witwe nach Dulwich fuhr außer der Tochter Wangari; sie traf aber erst ein, als ich schon lange weg war.«

»Und Mrs Robin?«

»Auch sie schließt Selbstmord aus. Sie bleibt wohl noch ein paar Tage in Dulwich, ebenso Mrs Dodwell. Das ist gut so, denke ich, weil Mrs Aulton unter tiefem Schock steht.«

»Wie äußert sich das?«

»Mit der unbewegten Miene einer Mamorstatue verhielt sie sich formvollendet, beantwortete alle Fragen präzise und knapp, manchmal zu knapp, war nie ungeduldig, wenn ich nachfasste und schaute mich dabei mit einem rätselhaft ratlosen Blick an. Ich wusste nie, ob sie mich sah oder ins Leere schaute. Ich kann in ihrem Fall nicht sagen, mit wem ich es eigentlich zu tun habe.«

»Nun, mit einem kultivierten und sehr disziplinierten Menschen. Das ist für den Anfang schon sehr viel – ihre Art zu schauen scheint häufiger irritierend zu sein. Am Neujahrsabend hat sie die Gäste, die zur Begrüßung auf sie zukamen, wohl angesehen, aber wiederholt überhaupt nicht auf sie reagiert, ungefähr so als hätte sie sie nie zuvor gesehen und sei vollkommen uninteressiert an ihrem Er-scheinen. Dabei kannte sie alle gut, das weiß ich von Amanda.«

»Unverständlich, wenn man bedenkt, mit welch berechtigtem Stolz sie als Gastgeberin hätte dastehen können. Legen wir sie im Moment auf Eis, ich werde noch manches Mal mit ihr sprechen und dabei meine Erfahrungen machen – ein paar Fakten: Von den acht-unddreißig Gästen gehörten vierzehn zur Familie des Toten. Mit zehn von ihnen habe ich heute gesprochen, alle schließen Selbstmord aus, dazu kommt mit Mrs Robin eine weitere Person.«

»Und du glaubst Ihnen?«

»Ich habe keinen Grund, das Gegenteil anzunehmen. Der notwendige Schluss: Wir suchen einen Mörder. Da Sir Keith dem Dessert einen Whisky vorzog und dieses Glas auch beim überraschend früh einsetzenden Abgang seiner Gäste noch in der Hand hielt, kommt jeder für die Tat in Frage, es sei denn, dir fällt jemand ein, der so unhöflich war, ohne Händedruck zu verschwinden?«

»Unhöflichkeit als Alibi…« Olivia versuchte sich zu erinnern, stellte aber fest, dass sie auf die Verabschiedungszeremonien nur fallweise geachtet hatte. In diesem Punkt konnte sie niemanden entlasten und Richard behielt seine achtunddreißig Kandidaten. Genau-genommen einen weniger, denn sie selbst schloss er aus, ohne darüber zu reden. »Übrigens bedeutet ein schweigender Abgang nicht zwingend ein Alibi. Viele standen und gingen eine kleine Weile herum und redeten auch mit Sir Keith, wobei sie genug Gelegenheit hatten, ihr Gift loszuwerden, wenn sie das wollten.«

»Es wollte nur einer, und die anderen lenkten ahnungslos von ihm ab… Zu einem anderen Punkt: Die Chemiker sind ziemlich sicher, dass die Glykoseverbindung im Whisky keine in unserer Pharmaindustrie übliche Molekülverbindung aufweist, sondern die eines afrikanischen Pfeilgiftes. Der zugehörige Strauch wächst in Ostafrika, verwandte Pflanzen von Eritrea bis ins südliche Mozambique. Unseren Leuten erscheint die ostafrikanische Pflanze am wahrscheinlichsten zu sein. Ich werde mich dafür interessieren, wer in den letzten Jahren dort war und was er dort gemacht hat.« Richard fing Olivias skeptischen Blick ein: »Ich weiß, zu Giftkapseln kann man am Strand ebenso gut kommen wie am Rande einer Konferenz – trotzdem.« Mit diesem strategischen Punkt für den kommenden Tag gab Richard sich zu dieser späten Stunde zufrieden. Er leerte sein Glas langsam und plauderte noch genüsslich und harmlos über familiäre Vorkommnisse, bevor er aufbrach und zwei Straßenecken weiter in sein warmes Bett verschwand.

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