Selbst die Dinge, die ich gut kenne, etwa meinen „Nachhauseweg“, immer ist er etwas anders, niemals ist er genau gleich, die Regentropfen sind nicht identisch, niemals ist etwas wie es schon einmal war.
Folgen Sie dem Fluss des Lebens, genießen Sie das kühle Nass, die Erfrischung, die Menschen und Begebenheiten, die am Ufer vorbeiziehen. Jeder Tag ist heute, selbst wenn Sie dieselben Dinge tun wie gestern. Selbst wenn Sie heute die Worte des Buddha lesen, und morgen wieder, auf demselben Stuhl sitzen, werden andere Gedanken auftauchen, sich andere Wege auftun. Jeder Moment ist Kontinuität.
Das Jetzt ist immer anders, wir kennen NICHTS, alles verändert sich, der Fluss fließt.
Mein Vater pflegte zu sagen: Sprich nicht lauter, argumentiere weiser
- Desmond Mpilo Tutu –
Vor einiger Zeit saß ich in einem Kaffeehaus in Stuttgart am Schlossplatz in der Mittagssonne.
Eine ältere Dame fragte, ob der zweite Stuhl noch frei sei, ich bejahte, sie setzte sich, wir kamen ins Gespräch. Sie sagte, sie sei Christin, ich sagte ich sei Buddhist.
„Oh, das sind ja die Egoisten, die sich immer nur um sich selbst kümmern“ sagte sie, ich war verwundert. „Wie kommen sie denn auf die Idee“, fragte ich. “Ja, im Buddhismus gehe es ja um die „Erleuchtung“, also seinen Buddhisten Egoisten“. Ich wurde grantig, es entwickelte sich ein Streitgespräch, bei dem es (wie bei den meisten Streitereien) keinen Gewinner gab, jeder hatte seine Meinung, wir trennten uns höflich, wurden aber keine Freunde.
Die Essenz einer Religion ist es nicht sich zu streiten, sondern sie sollten Harmonie erschaffen. Wollte die Dame mir sagen, ihre Religion sei besser als die meine?
Was waren ihre Beweggründe?
Und warum wusste sie nicht, dass Buddha keinesfalls ein Gott war?
Und weshalb hat sie mich überhaupt meiner Aussage wegen, ein Buddhist zu sein, angegriffen?
Und überhaupt, ich sehe Buddha als meinen Vorfahren an, als meinen Vater. So wie sie wahrscheinlich Jesus Christus als ihren Vater sieht.
Also, warum respektieren sich die Kinder der verschiedenen „Väter“ nicht mehr, warum gibt es keinen Frieden zwischen den Religionen? Ist mein Vater besser als der Deine?
Wenn wir gerade bei den Vätern sind, was wäre, wenn mein leiblicher Vater ein Bettler auf der Straße wäre?
Trotzdem ist er mein Vater, sich über ihn negativ auszulassen wäre auch nicht gerade hilfreich, und sicherlich verletzend.
Wenn Jesus Christus, Allah und Buddha am selben Tisch sitzen würden, jetzt gerade, über was könnten sie sprechen? Würden sie streiten? Sich über die Kinder der beiden anderen lustig machen?
Menschen und mentale Probleme
Bei Tage ist es kinderleicht, die Dinge nüchtern und unsentimental zu sehen. Nachts ist das eine ganz andere Geschichte
- Ernest Hemingway -
Buddhismus und mentale Probleme In unserer heutigen komplizierten Welt haben viele, wenn nicht sehr viele, Menschen mentale Probleme.
Die Menschen sind verunsichert, verängstigt, haben meist ausreichend zu tun, aber wenig Zeit sich um sich selbst zu kümmern, haben Neurosen, Depressionen und mentale Probleme entwickelt. Da die Bindung zur Kirche immer weiter zurück geht, kommt auch immer weniger die spirituelle Komponente zum Tragen.
Die meisten Menschen leben so vor sich hin, versuchen alles „selbst“ zu regeln. Auch Psychiater, oder andere ausgebildete Helfer, werden kaum konsultiert, schließlich haben ja „die anderen eine Macke, aber ich doch nicht“.
In der Bibel steht: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“ (Matthäus 7,3)
Scheinbar ist das Problem nicht wirklich neu, allerdings kommt in unserer schnelllebigen Zeit ein neuer, beschleunigender Faktor dazu (z.B. Internet). Wenn man den Menschen sagt, dass etwas falsch läuft, dass ihr Verhalten krank ist, dann werden diese meist wütend, wenden sich ab oder gehen gar zum (verbalen) Angriff über. Mentale Probleme entstehen meiner Meinung nach durch zu viel (und falsches) Denken, schon der historische Buddha sagte, dass wir deshalb alle krank sind, dass das Denken uns mehr schadet als nützt.
Wenn wir die Insassen einer mentalen Einrichtung betrachten, die meisten haben ihre Erkrankung durch das Denken. Unser Ego fängt an, wir denken über dies und jenes nach, die Gedanken schweifen immer weiter ab, die Grenze zwischen einem starken Ego und einem mentalen Problem sind fließend. Verfolgen Sie bewusst ihre Gedanken, weisen Sie Ihr Ego an, überflüssige Gedanken zu unterlassen (hätte, hätte, hätte, wenn, wenn, wenn), denken Sie nur nützliche, positive Gedanken, nutzen Sie die Gelegenheiten auch einmal “nichts“ zu denken.
Wir alle haben mentale Probleme, der erste Schritt zur Gesundung ist, dies sich selbst einzugestehen, zu erkennen. Alle sind wir krank, und alle haben wir die Möglichkeit zu gesunden. Wollen Sie es nicht einmal versuchen? Bei Tage ist es kinderleicht, die Dinge nüchtern und unsentimental zu sehen.
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