Karin Kehrer - Verschlungene Wege

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Verschlungen wie der Weg durch ein Labyrinth – so ist der Weg des Lebens.
Ist dieser Weg vom Schicksal vorgezeichnet? Die alte Seherin Sorya ist davon überzeugt, sie widmet sich ganz ihrer Bestimmung.
Auch die krebskranke Barbara ergibt sich in ihr Schicksal.
Serafina glaubt, ihr Leben selbst in der Hand zu haben und täuscht sich gewaltig.
Und Marlies erfährt eine schier unglaubliche Wandlung.

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Leere? Dunkelheit? Oder dieser Ort des wunderbaren Lichtes, von dem diejenigen sprechen, die dort gewesen und wieder zurückgekommen sind?

Sie macht einen Schritt nach dem anderen. Langsam, um ihren ausgezehrten Körper nicht zu überanstrengen. Trotzdem erscheint ihr der Weg viel zu lang. Sie ist unendlich müde. Schmerzen spürt sie nicht. Zumindest jetzt nicht.

Sie folgt der schmalen Straße, erreicht den Eingang des Labyrinths. Auch hier ist alles in Nebel gehüllt, das Ziel – die Mitte des Labyrinths – verborgen in weißer Undurchdringlichkeit. Aber das macht nichts. Sie kennt den Weg, sie kann nicht in die Irre gehen.

Die Zweige des Haselnussstrauchs streifen ihre Schultern, als sie daran vorbeigeht. Sie hinterlassen eine feuchte Spur auf der Jacke, die unangenehm kühl durch den Stoff dringt.

Sie bleibt kurz stehen, um ihren Atem unter Kontrolle zu bringen.

Barbara?

Da ist jemand. Ganz bestimmt. Sie dreht sich abrupt um. „Ja? Wer – wer ist da?“ Ihr Flüstern wird vom Nebel erstickt.

Ein kühler Finger fährt über ihre Wange. Sie schreit leise auf.

Ich bin Haymon. Ich habe auf dich gewartet. Komm.

Ein kalter Schauer jagt über ihren Körper. „Wer bist du? Was willst du von mir?“

Komm. Du wirst es erfahren.

Da ist ein Schatten zwischen den Zweigen des Haselnussstrauches. Nein, kein Schatten. Etwas Fremdes und doch so vertraut. „Haymon?“

Sie streckt ihre Hand aus. Ihre Finger berühren Dunkelheit.

Dein Name ist Borbeth. Benannt nach der Schwarzen, unserer Göttin der Dunkelheit und Ruhe. Du hast immer geglaubt, dass deine Mutter gefrevelt hat, als sie dir diesen Namen gab. Er sei zu erhaben für dich, hast du gesagt. Aber ich finde noch immer, dass es der einzige Name ist, der zu dir passt. Und siehst du, auch jetzt trägst du ihn.

Ja, sie erinnert sich. Martha hat davon gesprochen. Borbeth soll die keltische Version des Namens Barbara sein.

„Aber – was hat das alles zu bedeuten? Ich verstehe das nicht.“

Es ist lange her. Du hast vergessen. Viele Leben hat es gedauert, bis du hierher gefunden hast. Doch du wirst dich erinnern, wenn du es zulässt.

Barbara nickt. Zu betäubt, um weitere Fragen zu stellen, um überhaupt zu hinterfragen, was hier mit ihr geschieht. Wahrscheinlich hat sie Halluzinationen. Kurz taucht der Gedanke auf, nach Josef zu rufen. Er wartet im Gasthaus unten im Ort, hat sie nur nach langem Zögern und ihrem inständigen Bitten allein gehen lassen.

Aber eigentlich spielt es keine Rolle, was mit ihr geschieht. Es wird ohnehin nicht mehr lange dauern.

Bist du bereit? drängt die Stimme, die sie zu kennen glaubt.

„Wofür?“ Ihre eigene Stimme klingt fremd, gedämpft im Nebel.

Um zu sehen …

„Was? Was soll ich sehen?“

Deine Vergangenheit und deine Zukunft. Deine Bestimmung.

„Aber … ich weiß nicht. Ich verstehe das alles nicht.“

Vertrau mir.

Feuchte Blätter legen sich auf ihr Gesicht. Sie sieht grüne Dunkelheit. Und dann nichts mehr.

Sie ist oben auf dem Hügel angelangt, bei den Linden. Zögernd setzt sie Schritt um Schritt, tastet sich zwischen den Sträuchern durch. Ihr Fuß stößt an etwas Weiches. „Haymon?“ Eine Welle von Furcht rast durch ihren Körper, lässt sie leise aufschreien. Sie hockt sich auf den Boden, berührt etwas Warmes, Feuchtes.

Wieder ein Stöhnen.

Haymon? Bist du das?“

Borbeth?“

Bei der heiligen Erdmutter, was ist geschehen? Bist du verletzt?“

Ich … ich weiß nicht. Es ist … seltsam. So … kalt. Ich … brauche … Licht.“

Borbeth sieht sich gehetzt um. Unweit von ihr erhellen die Strahlen des Mondes ein Fleckchen Gras.

Ich helfe dir. Kannst du aufstehen? Nein? Ich bring dich dahin, ins Licht.“

Mit fliegenden Fingern tastet sie nach seinen Schultern, fasst ihn unter den Achseln und hebt ihn halb hoch. Er hilft nicht mit, liegt schwer in ihren Armen, stöhnt laut.

Borbeth zieht ihn auf das mondbeschienene Gras, legt ihn sachte nieder. Wie bleich sein Gesicht ist! Erst jetzt bemerkt sie den dunklen, nass glänzenden Fleck auf seinem Bauch.

Haymon? Was …?“ Sie schluchzt laut auf.

Seine Augenlider flattern. „Borbeth, ich … ich werde sterben. Geh! Nein, warte …“ Ein Wimmern entschlüpft ihm. Sie fasst nach seiner Hand. „Wer? War … war das Ansgar?“

Ich … ich weiß nicht. Da … war jemand. Ich dachte … du seist es. Das Messer …“

Es ist meine Schuld“, flüstert sie tonlos. „Ich bin zu spät gekommen. Ich wollte dich warnen, aber ich konnte nicht weg. Ansgar hat mich beobachtet. Als er ging, bin ich ihm gefolgt.“ Sie hält inne, holt tief Luft und blinzelt die aufsteigenden Tränen weg. „Du musst nach Hause. Ich werde Hilfe holen.“

Seine Hand krampft sich um ihre Finger. „Nein! Bleib! Es … es ist zu spät. Ich spüre … den Tod.“ Angst verzerrt für einen Moment sein Gesicht. „Verlass mich nicht, bitte. Bleib bei mir. Ich … warte auf dich. Dort …“ Er hustet, ein Blutfaden sickert aus seinem Mund.

Ein Würgen kriecht ihre Kehle hoch. Borbeth unterdrückt es mit Macht. „Ich bleibe bei dir. Das verspreche ich.“

Das Zeichen. Gib mir unser Zeichen. Du weißt …“ Haymon schließt die Augen.

Sie nickt stumm, im Bewusstsein, dass er es nicht wahrnimmt. Dann öffnet sie vorsichtig sein Hemd. Sie erschrickt, als sie das viele Blut sieht. Es pulsiert hell aus der klaffenden Wunde auf dem Bauch. Ein Zittern überläuft sie, doch dann taucht sie die Fingerspitze in die warme Flüssigkeit.

Ich verspreche dir Liebe und Treue bis an mein irdisches Ende. Durch die Zeiten werde ich auf dich warten, bis wir wieder vereint sein können.“ Sie malt das Symbol auf Haymons Brust, über seinem Herzen. Erst ein Kreuz, dann vier Eckpunkte, verbindet sie, bis ein einfaches Labyrinth entsteht. Dann öffnet sie ihr Mieder, zeichnet das Symbol mit seinem Blut auf ihre Brust.

Haymon öffnet die Augen und sieht sie an. Seine Lippen bewegen sich lautlos, aber sie weiß auch so, dass er den gleichen Schwur wie sie ausspricht. Vereint für alle Zeiten.

Sie nimmt seine Hand, sitzt stumm an seiner Seite. Es gibt nichts mehr, was sie für ihn tun kann. Schließlich läuft ein Zittern über seinen Körper. Seine Finger gleiten aus ihrer Hand. Für einen Moment kann sie seinen Geist spüren, der sie umfängt und sich dann verflüchtigt.

Haymon ist tot.

Barbara öffnet die Augen, findet sich im ersten Moment nicht zurecht. Sie berührt ihre Wangen, fühlt Feuchtigkeit darauf. Dann nimmt sie den Schatten wahr, der in den Zweigen des Strauches schwebt, auf sie wartet.

„Ich erinnere mich“, sagt sie leise. „Aber wie kann ich zu dir kommen?“

Ein glückliches Lachen weht an ihr Ohr. Es ist ganz einfach. Lass dich fallen. Überlasse dich der Dunkelheit. Du brauchst keine Angst zu haben.

Sie setzt sich auf den Boden, lehnt den Rücken an den Stamm des Strauches und schließt die Augen. Spürt die Kälte, die auf sie zu kriecht, langsam von ihr Besitz ergreift. Fühlt gleichzeitig eine Hand auf ihrer Schulter, den Griff von tröstenden Fingern.

Ihr Körper wird schwer, verbindet sich mit der Erde. Ein schönes Gefühl. Geborgen und gehalten von der Kraft des Elementes. Und dann sieht sie das Licht. Es breitet sich aus, überstrahlt alles, füllt sie aus, lässt sie leicht werden. Sie schwebt hoch, unter ihr sieht sie kurz den zusammengesunkenen Körper am Fuß des Strauches. Er ist nicht mehr wichtig, er hat seine Pflicht erfüllt. Sie braucht diese Hülle nicht mehr.

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