Bernat Fabre - Semana Santa

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Eigentlich …
war der Journalist Jan Castro an die Costa Brava gekommen, um seinen Frieden zu finden. Doch das ändert sich drastisch, als er der ebenso schönen wie geheimnisvollen ETA-Aussteigerin Montse begegnet und sie vor ihren Verfolgern in Sicherheit bringt. Danach überstürzen sich die Ereignis-se: zunächst kommen Jan und Montse einer mysteriösen Reihe von Todesfällen auf die Spur, die sich scheinbar stets zur Osterzeit ereignen. Die Spuren führen weit zurück bis zum Vorabend des 2. Weltkriegs und scheinen verstrickt zu sein mit einer alten Fehde zwischen zwei wohlhabenden katalonischen Familien. Bald stellen die beiden fest, dass auch heute noch Kräfte am Werk sind, die keine Mittel scheu-en, um die Vergangenheit ruhen zu lassen und sie müssen alles daran set-zen, das Rätsel zu lösen, um dem gnadenlosen Killer, der ihnen auf den Fersen ist, das Handwerk zu legen.

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„Du hast Recht. Ich glaube, wir sollten reden. Immerhin hast Du meinen Arsch gerettet und das hätte sicher nicht jeder Freier getan. Du darfst mir übrigens auch ein Glas Wein anbieten.“

Ich kramte ein Glas aus dem Schrank und schenkte ihr ein.

„Es ist eine lange Geschichte.“

„So fängt es immer an. Ich habe heute viel Zeit.“

Olga versenkte ihren Blick in das Weinglas, das sie mit beiden Händen festhielt, als sei es für eine Hand zu schwer. Mit den kurzen brünetten Haaren sah sie weit weniger tough, sondern wesentlich verletzlicher, dafür aber doppelt so attraktiv aus.

„Es fängt damit an, dass ich nicht Olga heiße. Mein Name ist Montse. Montse Puig.“

Ein schöner Name. Doswedanja Olga, benvinguts Montse.

„Weshalb gibt sich eine Spanierin in Spanien als Russin, Rumänin oder meinetwegen Ukrainerin aus?“

„Katalanin in Katalonien – wenn ich bitten darf. Alle Mädchen in dem Puff kommen aus Osteuropa und haben einen „Künstlernamen“. Da wird aus Natasha eine Carmen, aus Ilona eine Maria …“

„… und umgekehrt aus einer Montse eine Olga. Wozu das alles?“

Olga, pardon Montse, nahm einen tiefen Schluck und dachte einen Moment nach.

„Psychologie. Selbstschutz. Keine Frau liebt diese Arbeit oder ist gar stolz darauf. Die Mädchen werden von irgendeiner russischen Mafia hierhin geschleust, haben kein Geld, keinen Pass, verstehen kein Wort Spanisch. Sie haben geglaubt hier als Putzfrau oder Kellnerin mehr Geld als in ihrer Heimat verdienen zu können und werden stattdessen prostituiert. Da hilft es der Selbstachtung, wenn man wenigstens nicht man selbst ist. Nicht Natasha macht die Beine breit, es ist Núria oder Isabél.

Soviel zu dem unter Männer weit verbreiteten Traum, in den Puffs dieser Welt gäbe es doch wenigstens ein paar Nutten, die dieser Arbeit nachgehen, weil sie von Sex mit Kerlen wie mir nicht genug bekommen. Ein Ruhmesblatt für das männliche Geschlecht sieht vermutlich anders aus.

„Ich bin nicht weit von hier geboren, in Vilamaniscle, einem winzigen Flecken mit ein paar Bauernhöfen, einer Kirche und einer Kneipe am Fuße der Sierra de Albera. Mein Vater ist nach meiner Geburt abgehauen – scheint wohl eine Art Familientradition zu sein. Meine Mutter ist früh gestorben und so bin ich bei meiner Großmutter aufgewachsen. Damals besuchten Mädchen keine Schule. Mädchen heirateten, bekamen Kinder und kümmerten sich um ihre Männer. Für das Schulgeld hätte es eh’ nicht gereicht, aber meine abuela hat alles herangeschafft, was man nur lesen konnte, von der Tageszeitung aus der letzten Woche bis zu den Gedichten von Josip Pla – ich habe alles verschlungen, vor mir war nichts sicher.“

Noch ein tiefer Schluck, ich schenkte ihr nach.

„Tja … und dann kam er. Es gibt immer einen „er“ – nicht wahr? Philippe war Student der Literaturwissenschaften in Montpellier. Reiche Eltern im Baskenland. Weit gereist. Erzählte ständig von der Revolution in Kuba, Ché Guevara und dem Untergang des Kapitalismus, dem man nur den letzten Stoß geben müsse. Mein Gott, sah er gut aus, wenn er sich in Rage redete. Wir diskutierten nächtelang über Sartre und seinen Freundeskreis im Deux Margot, als hätten wir irgendwie dazu gehört. Dabei kann ich Paris kaum auf der Landkarte finden.“

„Die große Liebe also.“

Olga zuckte die Schultern. „Ja, dachte ich jedenfalls. Eines Tages war er fort. Kein Abschiedsbrief, keine Lebewohl. Er hatte sich mit meiner Unschuld einfach davon gemacht.“

„Das könnte jetzt das Ende der Geschichte sein … ist es aber wohl nicht, oder?“

„Nein. Im Gegenteil, es ist gerade mal der Anfang. Ich habe meiner Großmutter ein paar tausend Peseten gestohlen und bin nach Montpellier getrampt. Ich war wütend, ich war verletzt, ich wollte ihn zur Rede stellen. Er sollte mir ins Gesicht sagen, dass er mich nicht liebt. Und als ich ihn schließlich gefunden hatte, bekam ich kein Wort heraus und habe mich ihm einfach in die Arme geworfen. Ich war so eine dumme Kuh.“

„Hört sich ganz so an. Aber auch unter Frauen soll es ein paar Idioten geben.“

„Stimmt. Aber ich habe die Hitliste angeführt.“

„Hat er Dich zurück geschickt?“

„Nein, warum sollt er? Es war doch so … praktisch. Eine Frau im Haus, die kocht, putzt, wäscht, die Klappe hält und jede Nacht willig die Beine breit macht. Hombre, damals habe ich mich wirklich selbst zur Nutte gemacht. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich nicht nur praktisch, sondern nützlich war.“

„Wie das?“

„Philippe hatte nach seinem Studium einen kleinen Buchladen in Montpellier aufgemacht. Das Geschäft lief nicht besonders und ohne die monatlichen Schecks seiner Eltern wären wir schon nach drei Monaten pleite gewesen. Dann kamen immer öfter zwielichtige Typen zu uns, mit denen Philippe um die Ecken zog oder im Hinterzimmer verschwand. Und auf einmal war am Ende des Monats Geld übrig, ohne das auch nur ein Buch mehr verkauft worden wäre.“

„Philippe hat Geld gewaschen.“

„Wenn es nur das gewesen wäre. Es hat lange gedauert, bis ich gemerkt habe, dass die Typen nicht einfach nur ein paar kleine Gauner waren. Sie waren weit schlimmer, schwadronierten ständig davon, dass man das System radikal verändern muss und dass das ohne Gewalt nicht möglich sei. Philippe war bald einer von ihnen. Erst hat er Geld gewaschen, dann war er tagelang fort und wenn er wiederkam, hatten wir Geld – viel Geld.

„Mafia?“

„ETA. Philippe hatte sich den baskischen Terroristen angeschlossen und bekämpfte nun das System seiner Eltern, ohne deren Almosen wir nicht hätten überleben können. Ich weiß, dass er bei verschiedenen Banküberfällen dabei war. Er hatte auch Sprengstoff im Keller. Gott allein weiß, welches Unheil er sonst noch angerichtet hat.“

„Und trotzdem bist Du bei ihm geblieben?“

Montse schüttelte den Kopf. „Ja. Weil Liebe blind macht, Weil ich verrückt war, weil … ich weiß auch nicht.“

„Du hättest zur Polizei gehen können,“ wandte ich ein. „Du kannst es immer noch tun.“

Sie schenkte mir ein mitleidiges Lächeln, ungefähr so, wie die Mutter den kleinen Sohn anlächelt, wenn er erzählt, die Erde sei eine Scheibe.

„Wenn ich heute zur Guardia gehe, bin ich morgen tot.“

„Und was hindert diese Terroristen daran, Dich auch ohne Visite bei der Polizei aus dem Wege zu räumen?“

Diesmal war Montses Lächeln listig. Sie leerte ihr Glas mit einem kräftigen Schluck. Zeit für eine neue Flasche.

„Weil ich meine Lebensversicherung habe.“ Und schon tauchte sie in die unergründlichen Tiefen ihrer Handtasche ab. Warum Frauen einen unstillbaren Hang zu transportablen Aufbewahrungsbehältnissen haben, die entweder das Ausmaß eines Müllcontainers oder einer Streichholzschachtel haben – Zwischengrößen nicht vorhanden – gehört zu den großen ungelösten Rätsel der Menschheit. Nachdem ihre Suche außer den bekannten Verschönerungsmitteln wie Lippenstift, Puder und Tuschkasten auch einen Akkuschrauber, einen halben Kasten stilles Wasser und einen aufziehbaren Plüschhasen zum Vorschein gebracht hatte, kramte sie schließlich ein abgegriffenes blaues Büchlein hervor, dass sie mir triumphierend reichte.

„Das ist Deine Lebensversicherung?“ meinte ich ungläubig. „Dafür haben wir die Prügel riskiert? Eine Kurzausgabe von Platon’s „Thaitetos“?“ Machte einen extrem gefährlichen Eindruck.

„Schlag’s auf.“

Also blätterte ich mich durch den bedeutungsschweren Dialog zwischen Eukleides und Terpsion. Der Text hätte auch in Sanskrit abgefasst sein können, jedenfalls erinnerte ich mich dunkel daran, schon in der Schule einen möglichst großen Bogen um die einschlägigen griechischen Philosophen gemacht zu haben. Schwere Kost, bleischwer. Jedenfalls bis Seite 25. Danach wurde die Lektüre zumindest abwechslungsreicher. Nun war nur noch jede zweite Seite bedruckt und die freien Seiten mit langen handschriftlichen Reihen von Zahlen, Daten und Namen beschrieben. Hier hatte sich jemand ausgesprochen viel Mühe gegeben.

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