Bernat Fabre - Semana Santa

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Semana Santa: краткое содержание, описание и аннотация

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Eigentlich …
war der Journalist Jan Castro an die Costa Brava gekommen, um seinen Frieden zu finden. Doch das ändert sich drastisch, als er der ebenso schönen wie geheimnisvollen ETA-Aussteigerin Montse begegnet und sie vor ihren Verfolgern in Sicherheit bringt. Danach überstürzen sich die Ereignis-se: zunächst kommen Jan und Montse einer mysteriösen Reihe von Todesfällen auf die Spur, die sich scheinbar stets zur Osterzeit ereignen. Die Spuren führen weit zurück bis zum Vorabend des 2. Weltkriegs und scheinen verstrickt zu sein mit einer alten Fehde zwischen zwei wohlhabenden katalonischen Familien. Bald stellen die beiden fest, dass auch heute noch Kräfte am Werk sind, die keine Mittel scheu-en, um die Vergangenheit ruhen zu lassen und sie müssen alles daran set-zen, das Rätsel zu lösen, um dem gnadenlosen Killer, der ihnen auf den Fersen ist, das Handwerk zu legen.

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Und ich war nicht einmal enttäuscht. Unter dem trägen Licht einer Diskokugel (auf welchem Flohmarkt mochte man die wohl ausgegraben haben), räkelten sich an die zwanzig leicht bekleidete Damen auf leicht verschlissenen Barhockern oder lümmelten sich in den mit rotem Samt ausgeplüschten Séparées, teilweise in männlicher Begleitung, teils auch miteinander beschäftigt. Erst mal die Lage checken, lautet die Devise der erfahrenen Partylöwen. Also lehnte ich mich locker mit dem Rücken an die Bar, wobei mein professioneller Gesichtsausdruck nur dadurch etwas litt, dass ich in einer Bierpfütze ausglitt und um ein Haar mit dem Hinterkopf den Tresen geknutscht hätte. Was natürlich zu einem gesammelten Heiterkeitsausbruch führte. Nicht schlecht für den Beginn einer Comedyshow. Ziemlich blöd für den heutigen Abend. Es konnte eigentlich nicht schlechter beginnen. Doch, konnte es. Abermals tasteten die bekannten Gic htgriffel nach mir und ich musste erkennen, dass besagte Dame inzwischen zur Barkeeperin mutiert war. Im dezenten Licht des Barbereichs musste ich auch eine Korrektur der Altersbestimmung vornehmen: zweiter Weltkrieg war unmöglich zu halten, Dreißigjähriger Krieg wesentlich wahrscheinlich. Ich fragte mich kurz, ob die Dame einer Radiokarbonbestimmung überhaupt zugänglich war.

Nachdem mein bevorzugter Weißwein bedauerlicherweise nicht zur Verfügung stand („Bedaure, der Importeur hat derzeit Schwierigkeiten mit dem Zoll“), einigten wir uns schließlich auf den Ausschank einer Flasche Bier -da kann selbst so ein Schuppen nichts dran verderben. Das Glas war sogar gekühlt und auch wenn ich mir aus Gerstensaft sonst nicht viel mache, schmeckte das Zeug ganz ansprechend. Gelegenheit genug zwischen den Schlucken mal die landschaftlichen Schönheiten zu betrachten. Und da gab es einiges zu tun. Blonde, Brünette, Schwarzhaarige. Keine kleiner als eins-fünfundsiebzig (na ja, mindestens 10 cm musste man für die Stilettos wohl abziehen). Sorgfältig geschminkt, dezent gekleidet, d.h. in diesen Breiten nicht vollständig nackt. Eine Dame führte akrobatische Verrenkungen an einer Turnstange durch, die gynäkologische Einblicke erlaubten. Ich schätze, dass keines der Mädels älter als 25 war. Für meinen Geschmack erheblich zu jung, ich bin doch nicht pädophil veranlagt; viele der jungen Frauen waren allenfalls ein, zwei Jahr älter als meine eigene Tochter. Das ging nun gar nicht.

„Na, junger Mann, wie wäre es denn mit unserer Alexandra, einer waschechten Ärztin aus der Ukraine, da liegen Sie garantiert richtig.“ Augenkneifen. Wiederholung. Etwa ein Kilo Gips bröckelte aus dem Bereich zwischen Augenbrauen und Nasenflügel des Barzombies. Ich würde den Stuckateur wechseln.

„Oder hier Magda, unsere Amazone aus den Tiefen des brasilianischen Dschungels. Zum ersten Mal in Europa. Sie kann Ihnen Dinge zeigen, von denen Sie gewiss noch nie geträumt haben“. Garantiert. War die überhaupt echt?

Ich trank mein Bier aus und wollte den Abend schon unter „unerfüllte Leidenschaften“ abhaken, als ich sie sah. Hätte sich nicht gerade ein Freier erleichtert und die Tür zur Toilette offen gelassen, so dass der Schein der einsamen Glühbirne in die Nische fiel, mein Leben hätte einen anderen Verlauf genommen. Ich weiß nicht was mich in diesem Moment mehr anzog: die schlanke wohlgeformte Gestalt in dem klassisch geschnitten schwarzen Kleid, die schulterlangen blonden Haare oder das schmale Gesicht, das in einer Pose wie bei Rodin fest auf ein Buch gerichtet war. Ja, Sie haben richtig gehört. Die Frau las in einem Buch. Ich gebe zu, dass ich bis zu diesem Augenblick davon ausgegangen war, dass bücherlesende Prostituierte ungefähr so zahlreich auf diesem Planeten sind, wie Nonnen mit Brustwarzenpiercings.

Der Hausmumie war mein Interesse an ihrer bildungshungrigen Mitarbeiterin nicht verborgen geblieben, versuchte mein Augenmerk jedoch auf andere Bodenakrobatinnen zu lenken.

Vergeblich. Wer mich kennt, weiß, dass es einfacher ist, einen Supertanker eine Haarnadelkurve schwimmen zu lassen, als mich von einem Ziel abzubringen. Insbesondere wenn Hirn und Schwanz ausnahmsweise einer Meinung sind. Ich orderte ein weiteres Bier und ein Glas des Blubberwassers, das in spektakulärer Übertreibung als „Champagner Hausmarke“ bezeichnet wurde. So bewaffnet steuerte ich mein Zielobjekt an und fragte in meinem feinsten Britisch, ob sie Lust hätte mit mir ein Glas zu trinken.

Nur sehr widerwillig konnte sich die Schöne der Nacht von ihrer Lektüre lösen und auch mein charmantes Lächeln führte offensichtlich nicht zu einer sofortigen positiven Antwort. Vielmehr rückte sie die schmale Lesebrille auf ihrer entzückenden Stupsnase zurecht und musterte mich aus ihren unergründlichen schwarzen Augen. Einen Augenblick konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, auf dem Seziertisch zu liegen. Immerhin schien ich schließlich doch Gnade gefunden zu haben, denn mit einer anmutigen Geste gebot mir die Prinzessin zu ihrer Rechten Platz zu nehmen. Es wurde Zeit für meinen Eröffnungszug.

„Ich heiße Miles.“

Glänzender Einstand, Phantasiefaktor bei mindestens 10 %. Meine Eltern haben mich übrigens auf den schönen Namen Jan getauft, aber aus irgendeinem dämlichen Grund hielt ich es für geschickter, an diesem Ort eine anonyme Persönlichkeit zu sein.

„Olga.“

Wir reichten uns artig die Hand, als hätten wir uns gerade in der Kongressbibliothek bei der Betrachtung der Unabhängigkeitserklärung kennen gelernt. Obschon Olga dort besser hingepasst hätte, als an diesen Ort. Sie hatte ein fein geschnittenes Gesicht, volle Lippen und ein kleines Kreuz schmiegte sich in die Falte zwischen ihren Brüsten. Diese Frau war schön. Wie alt mochte sie sein? 30? 35? Jedenfalls deutlich älter und für mich deutlich attraktiver als der Kindergarten an der Bar.

„Können wir uns auf Englisch unterhalten?“

Mein Vater war gebürtiger Katalane, meine Mutter kam aus Amsterdam. Und nachdem ich einen guten Teil meiner Jugend in Barcelona verbracht hatte, ist mein Castellano eigentlich fließend, aber so einen Sprachvorteil gibt man ja nicht gerne gleich aus der Hand – oder?

„Natürlich. Ich habe ein paar Jahre Englisch auf der Schule gehabt.“

Es muss eine gute Schule gewesen sein, denn ihre Aussprache war ohne jenen süßen Akzent, den Slawinnen gewöhnlich an den Tag legen, wenn sie sich in fremden Sprachen versuchen.

„Was machst Du hier?“

Abermals packte ich ein Alter Ego aus, das ich für solche Gelegenheiten entwickelt hatte. Ich erzählte ihr, dass ich Art Director sei und das Lay-out für eine Reihe von Modezeitschriften mache. Das kommt immer gut an. Frauen mögen Männer, die sich mit Mode auskennen und trotzdem nicht schwul sind – auch wenn sich das erfahrungsgemäß häufig ausschließt. Ich beschrieb meinen Tagesablauf, den Stress mit Redakteuren, die nicht pünktlich ihre Arbeiten ablieferten, Photographen, denen die Kontaktabzüge verloren gegangen sind, Models, die herumzicken, weil der Schampus zwei Grad zu warm war – kurz: ich haute so richtig auf die Kacke. Tatsache ist, dass die Geschichten gar nicht weit von der Realität waren, schließlich hatte ich zwei Semester an der Designhochschule in Amsterdam studiert und in der Moderedaktion von Cosmopolitan volontiert. Wenn das keine gute Basis für einen kleinen Hochstapler ist.

Wir machten noch ein wenig Small Talk, leerten die Gläser und ich ließ meine Hand testweise über ihre Schenkel streichen. Dann wurde es Zeit für die Fragen aller Fragen:

„Was hältst Du davon, wenn wir es uns auf Deinem Zimmer etwas gemütlich machen?“

„Warum nicht. Wie lange möchtest Du Dich denn verwöhnen lassen?“

Die Stimme war ein Gurren, eine Verlockung. Hier wurden des Mannes Samenstränge unter vollständiger Umgehung sämtlicher noch funktionsfähigen Gehirnzellen unmittelbar angeregt. Wie viele Scheinchen dürfen´s denn sein? Ich stammelte etwas von einer dreiviertel Stunde und Olga nannte einen Preis, der für den Kauf eines Kleinwagens sicher angemessen gewesen wäre. Ohne Nachzudenken wechselten verschiedene größere Scheine ihren Besitzer. Mit einem Hüftschwung, wie ihn nur Frauen in hochhackigen Pumps zu Stande bringen, stöckelte Olga zur Bar und kehrte mit dem Schlüssel zum Paradies in der Hand zurück. Ihrem bezaubernden Lächeln hatte ich nichts mehr entgegenzusetzen und wahrscheinlich folgte ich ihr mit hechelnder Zunge, wie ein Schoßhündchen auf dem Weg zum Lieblingsknochen.

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