Frank Claudy - Sommer mit Ben
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Meine Eltern haben mehrere Male ihre Uhren überprüft, als ich so früh am Morgen in der Küche stand. Ich glaube, mein Vater hatte echte Angst, zu spät ins Büro zu kommen. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir uns das letzte Mal an einem Wochentag morgens früh gesehen haben. Meine Mutter war vermutlich schon auf dem Weg, das Fieberthermometer zu suchen, aber bevor die beiden irgendwelche blöden Bemerkungen machen konnten, war ich auch schon aus dem Haus.
Ich überlegte kurz, mit dem Bus zu Katja zu fahren und sie vor ihrem Hause abzupassen, um mit ihr gemeinsam zur Schule zu gehen, entschied mich dann aber dagegen, weniger, weil ich mich nicht zum Affen machen wollte als vielmehr, weil ich keine Ahnung hatte, wann ihr Unterricht beginnt.
Was ich bisher noch gar nicht wusste, war dass die Schultore erst zehn Minuten vor Unterrichtsbeginn geöffnet wurden, woher auch, ich kam ja sonst nie früher als 10 Minuten nach Unterrichtsbeginn an. Oft genug schaffte ich es auch erst pünktlich zur zweiten Stunde. Jetzt musste ich mit lauter Losern vor der Tür warten. Zum Glück hatte ich immer ein Buch dabei, zurzeit las ich „die Blechtrommel“. Mein Deutschlehrer hätte sich vermutlich gefreut. Was ich sonst so las, entsprach eher weniger seinem Geschmack, Kerouac oder Bukowski.
Aber ich war eh viel zu nervös, um mich auf mein Buch zu konzentrieren. Ich fragte mich, wann im Laufe dieses viel zu langen Schultages ich wohl Katja zum ersten Mal sehen würde. Würde ich bis zur Probe am Nachmittag warten müssen oder würde sie mir schon in einer Pause über den Weg laufen? Mir fiel ein, dass ich noch nicht einmal wusste, wo ihr Klassenraum war. Außerdem hatten wir für die große Pause eine Redaktionssitzung einberaumt, also würde ich sie da bestimmt nicht sehen. War sie eigentlich heute im Probenplan vorgesehen? Ich kramte nach meiner Kopie des Plans, den ich selber aufgestellt hatte, und nahm mir vor, sie ab sofort jeden Tag aufzustellen, was man bei der Hauptdarstellerin schließlich auch plausibel begründen konnte.
Wie würde sich Katja wohl verhalten, wenn wir uns treffen? Würde sie mich ganz normal begrüßen wie bisher auch? Oder würde sie mir einen Kuss auf die Wange geben, wie sie das bei ihren Freundinnen tat? Und wie sollte ich mich verhalten?
Was ich bei meinen Überlegungen nicht mit bekommen hatte, war dass Katja plötzlich vor mir stand.
„Hallo Frank. Was machst du denn schon hier?“ grüßte sie mich. Ich schreckte auf und starrte zu Katja hoch, die mich anlachte. Ich war unfähig, etwas zu sagen. Da hatte ich die ganze Zeit nur an sie gedacht, doch jetzt, als sie vor mir stand, hatte ich keine Ahnung, wie ich mich verhalten sollte.
Katja dagegen war ganz locker. Sie küsste mich auf die Wange, oder habe ich mir das nur eingebildet, und setzte sich neben mich auf die Treppe. „Ich habe dich hier noch nie morgens früh gesehen“, sagte sie. Es stellte sich heraus, dass sie jeden Morgen so früh kam, weil ihr Bruder, der am anderen Ende der Stadt zur Schule ging, sie im Auto mitnahm.
Ist doch klar, dass ich mir in dem Moment vornahm, von nun an auch immer so früh zur Schule zu kommen, oder?
Bevor Katja aufgetaucht war, schien die Zeit bis zum Schulbeginn endlos vor mir zu liegen, doch jetzt verging sie wie im Flug. Katja erzählte mir von dem Wochenende, das sie mit ihren Großeltern verbracht hatte, die wohl noch recht jung waren und mit denen sie richtig gut auszukommen schien. Ich log ihr vor, dass ich das ganze Wochenende damit beschäftigt gewesen wäre, für einen Artikel über Organtransplantationen zu recherchieren. Okay, es ist vielleicht keine gute Idee, eine Beziehung mit Lügen zu beginnen, falls wir überhaupt so etwas wie eine Beziehung hatten, aber ich konnte ihr ja schlecht erzählen, dass ich das ganze Wochenende nur damit verbracht hatte, von ihr zu träumen. Ich konnte mir ja später immer noch einen Grund ausdenken, warum der Artikel nicht in der Schülerzeitung erschienen wäre.
Viel zu schnell wurden die Tore geöffnet und wir mussten zum Unterricht gehen. Ich half Katja beim Aufstehen und erstaunlicherweise hielt sie meine Hand einfach fest, als wir in die Schule gingen. Bis letzte Woche hatte ich immer gelästert über Schüler, die in der Schule Händchen hielten oder sich küssten, doch auf einmal verstand ich, worum es dabei ging. Ich hatte den Eindruck, dass alle uns anstarrten und war mächtig stolz darauf, mit so einer tollen Frau wie Katja gesehen zu werden, auch wenn ich nicht ganz verstehen konnte, warum sie mit mir gesehen werden wollte.
Bis zur großen Pause hatte es sich anscheinend schon in der ganzen Schule herum gesprochen, dass Katja und ich zusammen waren. Die Jungen aus unserem Redaktionsteam löcherten mich mit Fragen, wie ich es geschafft hätte, Katja herum zu bekommen. Anscheinend war ich nicht der einzige, der nicht verstand, was Katja an mir fand. Da ich ja selber nicht genau wusste, wie ich es angestellt hatte, dass sie mich mochte, antwortete ich einfach gar nicht auf die ganzen Fragen. Ich redete ja auch sonst nicht viel mit den anderen und hätte höchstens erzählen können, dass ich gar nichts gemacht hatte und alle Schritte von Katja ausgegangen waren.
Es gab aber auch einige indiskrete Fragen, die mir mal wieder zeigten, warum ich lieber alleine war, als mit anderen Jungen loszuziehen. Die harmloseren waren, wie Katja küssen konnte.
Ich kann Euch versichern, dass ich diese Fragen auch dann nicht beantwortet hätte, wenn ich die Antwort darauf gewusst hätte. Aber ich hätte nichts dagegen gehabt, die Antwort zu wissen.
Kapitel 5
Die Woche verging wie im Flug. Morgens vor der Schule trafen Katja und ich uns auf der Treppe, die Pausen verbrachten wir getrennt, nachmittags hatten wir Probe, wobei ich mich bemühte, möglichst objektiv zu bleiben und Katja nicht zu bevorzugen, was mir insbesondere schwer fiel, weil sie auf der Bühne einfach die beste war.
Außerdem musste ich mich immer sehr zurück halten, wenn sie mit Romeo einen scheuen Kuss auf dem Balkon tauschte oder er sie leidenschaftlich küsste, bevor er sich den Dolch in die Rippen stieß. Hätte Romeo sich nicht selber umgebracht, hätte ich es getan. Ich musste mir immer wieder sagen, dass alles nur Schauspielerei war. Aber immerhin durfte Romeo sie küssen, während ich immer noch auf unseren ersten richtigen Kuss wartete. Nach der Probe brachte ich sie zwar jeden Abend nach Hause, wir gingen händchenhaltend nebeneinander und redeten sehr vertraut miteinander über unsere Wünsche und Gedanken, Bücher, Filme, einfach über alles Mögliche. Wir hatten uns immer total viel zu erzählen und ich glaube nicht, dass es vorkam, dass wir beide gleichzeitig nichts sagten.
Für mich war das etwas völlig Neues, war ich es doch gewohnt, meine Gedanken für mich zu behalten. Ich hatte nie so etwas wie einen guten Freund gehabt, mit dem ich hätte reden können oder wollen. Meine Freunde waren meine Bücher, und wenn ich etwas zu sagen hatte, schrieb ich es auf. Vielleicht lag das daran, dass ich es auch von zu Hause nicht anders kannte. Bei uns wurde noch nie viel geredet. Meine Eltern gingen beide den ganzen Tag arbeiten, und wenn sie abends nach Hause kamen, mochten sie nicht mehr reden. Da ich keine Geschwister hatte, kannte ich es nicht anders, als mit mir und meinen Gedanken allein zu sein. Es gab auch keine große Familie bei uns. Meine Eltern waren wegen ihres Berufs in die Stadt gekommen, ihre Familien wohnten weit weg, so dass wir uns nur zu Weihnachten oder Geburtstagen sahen, aber auch dann ging es eher ruhig bei uns zu.
Deswegen war ich ganz erstaunt, wie viel ich Katja immer zu erzählen hatte. Ich genoss diese langen Spaziergänge mit ihr, selbst wenn es regnete.
Aber irgendwie kamen wir über das Stadium des Händchenhaltens und zum Abschied küssen nicht hinaus. Immerhin war unser Abschiedskuss schon von der Wange zum Mund gewandert.
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