Frank Claudy - Sommer mit Ben

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Frank ist 16, als er über die Theater-AG seiner Schule Katja kennenlernt, die beiden verlieben sich und werden ein Paar. Doch dann lernt Frank Katjas Bruder kennen, der außerhalb der Familie offen schwul lebt. Frank und Ben verbringen ein paar ereignisreiche Monate miteinander, in denen Frank lernt, zu seiner Sexualität zu stehen, bis im Sommer ein Unglück geschieht.

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Holden Caulfield wurde dann abgelöst von Rosa, der rothaarigen Verführerin des Professor Unrat und seiner Studenten. Aber Holden war nicht der einzige Mann, von dem ich träumte. Es gab da im Nachbarhaus einen Jungen, dem ich manchmal auf der Straße begegnete. Er war der Held unseres Viertels, weil er in der Juniorenmannschaft des Fußballvereins unserer Stadt spielte und man ihm eine große Karriere als Profi voraussagte. Ich stellte mir vor, wie wir beide auf unserem Bolzplatz um den Ball kämpften und bei einem Foul beide zu Boden gingen. Er landet auf mir, wir fangen an uns zu käbbeln, rollen gemeinsam über den Platz und plötzlich spüre ich die Ausbuchtung in seiner Hose. Ich schaue in Richtung seines Schritts und muss einfach dahin fassen. Da er sich nicht wehrt, hole ich ihm langsam einen herunter.

Klar machten mir solche Phantasien am Anfang Angst. Ich meine, ich bin doch nicht schwul. Aber dann habe ich so viel darüber gelesen, dass fast alle Jungen mal homoerotische Phantasien haben, dass ich gelernt habe, das einfach zu genießen.

Und jetzt war schließlich Katja in mein Leben getreten und hatte mir gezeigt, dass ich nicht anders bin als andere Männer. Okay, zumindest in dieser Beziehung.

Die nächsten Tage konnte ich es immer kaum erwarten, bis die Theater-AG endlich anfing. Leider beschränkte sich mein Kontakt zu Katja meistens darauf, ihr Tipps zu ihrem Spiel zu geben oder Texte für sie umzuschreiben. Dummerweise war sie auf der Bühne so gut, dass ich da nicht viel zu tun hatte. Romeo und Thybald dagegen nahmen fast meine ganze Zeit in Anspruch, weil sie sich ausnahmslos dämlich anstellten.

So verging die ganze Woche, ohne dass Katja und ich auch nur ein privates Wort miteinander gewechselt hätten. Was ich nicht gedacht hätte, war dass mir die Arbeit als Regie-Assistent richtig Spaß machte. Auch ohne Katja wäre ich gerne jeden Nachmittag in die Aula gegangen und hätte meine Zeit mit ‚Romeo und Julia’ verbracht. Ich begann, ganz neue Zukunftsperspektiven für mich zu entdecken und von einer Karriere am Theater zu träumen. Ich sah meinen Namen schon in Großbuchstaben am Broadway blinken. Soviel dazu, ob ich ein Träumer bin.

Kapitel 3

Am Freitag nahm ich all meinen Mut zusammen und fragte Katja während der Probe ganz beiläufig: „Sollen wir nach der Probe noch was trinken gehen?“ Ich hoffe nur, es klang so cool wie es klingen sollte.

Zu meiner großen Freude machte Katja keine Ausflüchte, sondern schien sich über meine Frage zu freuen und sagte frei heraus: „Gerne. Soll ich draußen auf dich warten?“

Ich glaube, den Rest der Probe war ich nicht mehr sehr konzentriert. Die ganze Zeit konnte ich nur daran denken, dass ich gleich mit Katja allein sein würde. Ich war total aufgeregt. Und gleichzeitig hatte ich höllische Angst. Das war das erste Mal, dass ich so etwas wie ein Date hatte. Ich glaube, ich habe schon erwähnt, dass ich nicht gerade der Partylöwe bin. Meine sozialen Kontakte beschränkten sich mehr oder weniger auf Schule, Lehrer, Schülerzeitungsredaktion und seit neuestem die Theater-AG. Es ist nicht so, dass ich unbeliebt gewesen wäre. Ich bekam schon immer wieder mal Einladungen zu irgendwelchen Parties. Ich ging nur nie hin.

Andere Menschen interessierten mich nicht wirklich. Auf Parties langweilte ich mich nur, und die Gespräche von Jungs in meinem Alter waren nicht gerade geistig anregend. Bisher hatte ich auch wenig mitzureden. Also verbrachte ich meine Zeit lieber mit meinen Träumen, was ich jetzt zum ersten Mal in meinem Leben bedauerte. Worüber sollte ich nur mit Katja reden? Und wie sollte ich ihr klar machen, dass ich nicht annähernd so langweilig oder geistig minderbemittelt war, wie ich wohl auf sie wirken musste? Mir fehlte einfach die Erfahrung im Umgang mit anderen Menschen, insbesondere mit Mädchen.

Als ich nach der Probe nach draußen kam, saß Katja auf den Stufen zu unserer Schule und las. Ich hatte mich abwechselnd beeilt und getrödelt, weil ich mich nicht entscheiden konnte, was besser war: so schnell wie möglich bei ihr zu sein oder den angstbeladenen Moment so lange wie möglich hinaus zu zögern; sie auf mich warten zu lassen oder ihr zu zeigen, was sie mir bedeutet, indem ich ganz schnell bei ihr bin; cool bleiben oder ehrlich sein und meine Aufregung zeigen.

Als ich näher kam, sah ich, dass sie meinen Artikel in der letzten Ausgabe unserer Schülerzeitung las, in dem ich über das Pro und Kontra von Schuluniformen geschrieben hatte.

„Hey, das ist nicht gerade das beste, was ich geschrieben habe“, begrüßte ich sie. „Mir gefällt’s“, antwortete sie mir. „Ich finde gut, dass du objektiv bleibst und einfach nur die Argumente aufzählst, so dass jeder sich seine eigene Meinung bilden kann.“ – „Das war in dem Fall ganz leicht, weil ich tatsächlich keine Meinung zu dem Thema habe.“

Du meine Güte, das ging ja ganz einfach. Wir hatten tatsächlich schon so etwas wie ein Gespräch. Meine ganze Angst und Nervosität waren wie weg geblasen, als ich neben Katja stand. Ich fühlte mich einfach wohl mit ihr.

Katja packte die Schülerzeitung ein, stand auf und wir gingen zusammen los, ohne eigentlich zu wissen, wo wir überhaupt hin gingen. Wir liefen einfach nebeneinander her und quatschten. Es stellte sich heraus, dass sie sich diese Woche sämtliche alten Ausgaben unserer Schülerzeitung besorgt und alle Artikel von mir gelesen hatte. Was mich daran am meisten faszinierte, war dass sie mir das ganz offen erzählte. Wenn Katja für die Zeitung geschrieben hätte, hätte ich mir bestimmt auch alle Artikel von ihr besorgt, aber ich hätte das doch nie ihr gegenüber zugegeben.

„Wo gehen wir eigentlich hin?“ fragte sie plötzlich. Jetzt hatte sie mich. Ich hatte doch keine Ahnung, wo man so hin ging. Ich kannte keine coolen Plätze, keine Cafés, die in waren oder Kneipen. Klar hatte ich das ein oder andere Mal dabei gestanden, wenn in der Schule über neue angesagte Läden geredet wurde, aber es hatte mich nie genug interessiert, um mir auch nur einen Namen zu merken. Warum war Katja eigentlich mit einem Loser wie mir unterwegs? „Keine Ahnung“, sagte ich. „Hast du einen Vorschlag?“ – „Es ist so schön draußen. Sollen wir uns nicht einfach was zu trinken kaufen und uns ans Flussufer setzen?“ Wow. Das gefiel mir. Keine laute Kneipe, in der wir uns hätten anschreien müssen, kein angesagtes Café, in dem wir die halbe Schule getroffen hätten, einfach nur wir beide, ein lauschiges Plätzchen und …. und ungefähr 587 Leute, die die gleiche Idee hatten wie wir.

So sehr der Vorschlag auch meiner romantischen Ader entgegen kam, erwies sich die Umsetzung doch als schwierig. Wir waren in den nächsten Laden gegangen und hatten eine Flasche Wein gekauft, den „guten“ mit Schraubverschluss, weil natürlich keiner von uns einen Korkenzieher dabei hatte. Ich gehöre nun mal nicht zu den Jungen, die immer ein Schweizer Messer für solche Fälle in der Tasche haben. Außerdem hatte ich noch eine Packung Kekse gekauft.

Und jetzt standen wir am Flussufer inmitten all der anderen Menschen, die versuchten, den Frühling in der Stadt zu genießen.

Ich muss dazu sagen, dass sich der Fluss zwar durchs ganze Stadtgebiet schlängelt, es aber nur wenige Möglichkeiten gibt, an seinem Ufer sitzen zu können. Und diese Möglichkeiten schienen komplett besetzt zu sein.

Zum Glück hatte Katja die Idee, zu einer alten verfallenen Villa zu gehen, die in den 80ern mal von einer Gruppe Autonomer besetzt worden war und seit der letzten Räumung wieder in einen Märchenschlaf versunken war. Sie hatte einen wunderschönen Garten mit alten Bäumen und einem privaten Zugang zum Fluss. Man musste halt nur die ganzen ‚Zutritt verboten’-Schilder ignorieren und über zwei niedrige Zäune klettern, um dann fernab vom Großstadtlärm am Flussufer sitzen zu können. Auch diese Idee hatten außer uns schon ein paar andere junge Menschen gehabt, aber hier war trotzdem noch genug Platz für Katja und mich.

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