Friedrich Gerstäcker - Wilde Welt

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Auch in diesem Sammelband mit spannenden Erzählungen aus aller Welt sind Novellen, Reiseskizzen und Jagderlebnisse des weitgereisten Schriftstellers
zu einem bunten Bild vereint, das uns in eine Zeit entführt, in der das Reisen in fremde Länder noch voller Gefahren und Strapazen steckte.
Friedrich Gerstäcker, Abenteurer, Weltenbummler, leidenschaftlicher Jäger, besaß ein fotografisches Gedächtnis und beschrieb Land und Leute so genau, dass es noch im 21. Jahrhundert möglich ist, auf seinen Spuren zu reisen.

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„Habt Ihr dem Officier eine Anzeige davon gemacht?"

„Caracho!" fluchte der Alte tief in den Bart hinab, „er soll sich seine Kundschaft selber holen, wenn er dergleichen haben will. Rosas hat Alles von mir bekommen - oder genommen, was er je bekommen soll; wir Beiden sind fertig mit einander. Aber erscheint einmal die Zeit" - der Alte griff seinem Thier so ingrimmig in die Zügel, daß es hoch /39/ aufbäumte, sammelte sich jedoch rasch wieder, und dem Rosse beruhigend den Hals klopfend, fuhr er fort: „komm - komm - Brauner - du kannst nichts dafür, daß die beiden braven Jungen in's Gras beißen mußten. Waren ihnen doch bessere Leute schon vorangegangen."

„Ihr habt Freunde, Verwandte verloren?"

„Ja, Seňor, zwei Söhne."

„Im Kriege?"

„Wenn es im Krieg gewesen wäre, wollt' ich nichts sagen," sprach der alte Mann. „Es ist einmal unser Loos, daß wir draußen im Felde unser Leben, dem Feinde gegenüber, wagen. Thut der Feind doch auch dasselbe, und es bleibt immer ein gleiches Spiel. Meine beiden armen Jungen fielen aber auf andere Art in Rosas' Dienst, durch Rosas selber, und treuer haben doch nie zwei Herzen an seiner Sache gehangen, wie die Beiden!"

„Rosas ist eben nicht seiner Dankbarkeit wegen berühmt," knirschte Diego. „Ich kenne das, Amigo, auch meine Verwandten sanken unter seinen Streichen. Wo fielen Eure Söhne?"

„Sic waren in der Begleitung des tapfern und wackern Quiroga 11," preßte der Alte zwischen den zusammengebissenen Zähnen hindurch. „Ihr kennt die Geschichte. Jeder Argentiner wenigstens kennt sie.

„Quiroga war in des Dictators Weg; er mußte bei Seite geräumt werden, denn er wußte zu viel von Rosas, und als er Buenos Ayres verließ, war die Mörderbande schon bereit, die ihn unschädlich machen solllc. - Heilige Jungfrau; es war ein furchtbarer Anblick, als wir die Leichen fanden. Quiroga selber hatte einen Schuß durch's Herz oder nahe am Herzen hin. Dazu zwanzig oder dreißig Messerstiche im Körper, von denen jeder einzelne genügt hätte, ihn aller weiteren Erdensorgen zu entheben. Seine Begleiter - wackere Jungen! Wie sie gekämpft haben mußten! Der Grund umher war mit Blut bedeckt, und Meilen weit fanden wir die rothen Spuren. Aber der Uebermacht konnten sie freilich nicht widerstehen, und wenn sie selber auch nichts gegen Se. Excellenz verbrochen hatten, durften sie doch nicht leben, um nicht gegen /40/ ihn oder einen seiner Helfershelfer zeugen zu können. Sie liegen alle unter dem grünen Rasen, und kleine rothe Kreuze bezeichnen die Stelle, an der sie ihre Ruhestätte fanden. Es will mir seither vorkommen, als ob es der Kreuze hier im Lande fast zu viele würden."

„Und ahnt Ihr nicht, daß in der Sache eine Aenderung eintreten muß?" sagte Diego leise, aber dringend.

„Ja," bestätigte ruhig der Alte. „Lange kann es nicht mehr so bleiben. Die Furcht hält allerdings noch selbst die Muthigsten im Zaum. Keiner wagt es, seine Meinung offen zu sagen oder gar Partei zu ergreifen. Der geringste Funke aber, der in das Pulverfaß fällt, und die ganze Bescherung platzt in Feuer, Flammen und Blut zusammen. Gnade Gott dann dem Besiegten!"

„Wenn nun der Funke schon geschleudert wäre, Amigo, - wenn - aber was habt Ihr dort nur in einem fort zu sehen?" unterbrach sich Diego plötzlich, als der Alte, aufmerksamer wie vorher, nach Osten hinüberschaute, und sich dabei, so hoch das gehen wollte, im Sattel emporrichtete.

„Dort," versetzte gelassen der Alte, „kommt der Correo mit den Privat-Depeschen Sr. Excellenz für die Gouverneure im Westen. Auch gewöhnlich noch mit einem Sack voll Unzen für Nebenzwecke. Wer weiß, wie manches Todesurtheil der lederne Mantelsack birgt, den er mit sich führt, wie mancher Tropfen Blut an den paar Depeschen hängt, die er bringt."

„Glaubt Ihr denn, daß jetzt gerade so viel Schlimmes im Werke ist?" fragte Diego gespannt.

„Das Volk erzählt sich wieder allerlei," antwortete der Alte, „und Gerüchte, so unbestimmt sie lauten mochten, gingen meist eben den grausamsten Thaten voran. So erzählte man sich damals schon heimlich in der ganzen Provinz Buenos Ayres, daß Quiroga mit seinen Begleitern den Staat Santa Fé nie glücklich passiren würde. Niemand wußte, woher das Gerücht kam, aber es war da, und als die blutige Kunde der Mordthat später eintraf, nickten die Leute nur schweigend mit den Köpfen und - die Sache war abgemacht."

„Und jetzt -?"

„Der Gouverneur von Mendoza scheint Sr. Excellenz im /41/ Wege zu sein," erklärte der Alte trocken. „Es passirt ihm so manchmal mit Einzelnen. Vielleicht läßt er ihn zu einer „Verständigung" nach Buenos Ayres laden. Aber ich verplaudere hier meine schöne Zeit, Seňor, während ich frische Pferde für den Correo und seine Packthiere eintreiben soll. Auf Wiedersehen denn, da Ihr schon in der Abreise begriffen seid."

„Nein, ich kehre nach Cruzalta zurück," sagte Diego.

„Zurück?" rief der Alte, wirklich erstaunt. „So wißt Ihr nicht, daß der Officier Argwohn gegen Euch geschöpft hat?"

„Ich fürchte ihn nicht," betheuerte der junge Mann mit kecker Miene. „Sagt mir nur, auf wie viele Arme der in Cruzalta rechnen könnte, welcher einen Schlag für die Freiheit des Landes versuchen sollte."

„Auf alle," brach der Alte schnell und mit funkelnden Augen los, „wenn es mit einiger Aussicht auf Erfolg und in Gemeinschaft mit anderen sich empörenden Orten geschieht. Auf keinen aber, wenn Ihr oder sonst Jemand wahnsinnig genug wäret, etwas Derartiges mit einer Horde blut- und beutegieriger Indianer zu unternehmen," setzte er ruhiger und fast abweisend hinzu.

„Wenn ich Euch nun bestimmte Beweise von Rosas' Verrätherei brächte?"

„Stecken sie vielleicht in dem Postfelleisen des Correo?" sagte lauernd der Alte. „Ja, wer sie in die Hand bekäme!"

„Es ist gut," lenkte Don Diego kurz ein. „Weshalb so viele Worte machen, wo doch nur Thaten überzeugen können. Ihr werdet mich nicht im Stich lassen, wenn ich wirklich Hülfe brauchen sollte, denn ich bin überzeugt, daß Ihr Euer Vaterland liebt und seinen Unterdrücker haßt, so heiß wie ich. Also Adios - wir treffen nachher wieder zusammen."

„Und wo wollt Ihr hin?"

„Einen kleinen Spazierritt machen, um nach dem-gestrigen Regen die frischen Spuren abzusuchen."

Der Alte sah ihn einen Augenblick forschend an, schüttelte dann leise mit einem tief aus der Brust geholten Seufzer den Kopf, drehte sein Pferd ab und ritt schweigend einer kleinen Heerde von Pferden zu, die unweit von da das süße Gras abweideten. /42/

VI.

Don Diego hielt sich nicht länger mit nutzlosen Betrachtungen auf, sondern seinem Thier die Sporen gebend, sprengte er mitten in die Steppe hinein, bis er, durch einige leichte Anschwellungen des Bodens verdeckt, von Cruzalta aus nicht mehr beobachtet werden konnte. Dann nahm er einen andern Cours gerade nach Westen hinüber, dem er aber kaum fünf- oder sechshundert Schritt weit folgte.

Niedriges holziges Gestrüpp deckte hier den Boden, harte, vertrocknete Distelarten und andere rauhe Gräser, von denen Diego bald einen Vorrath ansgerissen und in einem länglichen Haufen aufgeschichtet hatte. Das gethan, nahm er seine Messing-Zunderbüchse aus dem Gürtel, öffnete sie, hielt den Stein darunter und schlug Feuer. Wenige Secunden später stieg von dem noch von dem gestrigen Regen feuchten Reisig und Wurzelwerk ein leichter dunkler Qualm kerzengerade in die Luft empor.

Während das Pferd in der Nachbarschaft nach Futter suchte, blieb der Fremde eine Zeit lang neben dem Rauch sitzen, drehte sich eine kleine Papiercigarre, zündete sie an und blies den Dampf in die blaue Luft hinaus. Als er sie ausgeraucht hatte, stand er auf, schritt auf sein Pferd zu, sprang in den Sattel und schlug die nämliche Richtung ein, der er hierher, gefolgt war, bis er sich weit genug von dem angezündeten Feuer entfernt glauben mochte. Dann hielt er wieder dem Städtchen zu, das wie eine kleine Insel mitten in der Steppe lag, und erreichte es in demselben Augenblick, als durch die andere Straße der argentinische Correo mit zwei Packpferden und einem Postillon oder Treiber in vollem Galopp hereinsprengte.

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