Friedrich Gerstäcker - Buntes Treiben
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Das Canoe war eins der hier stets gebräuchlichen Fahrzeuge, einfach aus einem Stamm ausgehauen und mit rundem Boden. Dadurch segelte es rascher, wäre aber auch leicht umgeschlagen, wenn nicht ein sogenannter „Ausleger" (outrigger) ihm volle Sicherheit gewährt hätte.
Diese Ausleger bestehen in zwei, fest an dem Canoe, und zwar querüber befestigten Stangen oder Hölzern, die nach rechts hinaus einen leichten, kufenartig geschnittenen Balken halten. Dieser schwimmt dadurch, etwa vier Fuß vom Rande des Canoe entfernt und mit diesem parallel, auf dem Wasser, und ist natürlich fest mit Bast an die Querhölzer geschnürt. Ein Umschlagen des Fahrzeuges, ja selbst ein Schaukeln wird dadurch unmöglich gemacht, denn nach links hinüber kann es nicht, weil es dann den ganzen, noch dazu vier Fuß abstehenden Balken aus dem Wasser heben müßte, und nach rechts zu eben so wenig, da sich der Balken von leichtem Holz nicht auf die Entfernung und mit den Stangen unter Wasser drücken läßt. Selbst bei unruhiger See fahren deshalb diese Canoes außerordentlich sicher. Ohne den Ausleger freilich würde man sich nur sehr vorsichtig darin bewegen müssen, da der runde Boden der geringsten Neigung des Körpers folgt.
Patoi wußte, wie alle Insulaner, vortrefflich mit einem solchen Canoe umzugehen, und wie das Segel nur erst einmal gesetzt war, hatte er auch weiter nichts zu thun, als eben nur sein kurzes Ruder als Steuer in das Wasser zu halten, wobei er bequem hinten im Stern seines kleinen Fahrzeugs, und fast ausgestreckt ruhen konnte.
Vorn im Bug saß Maita, ihres Versprechens eingedenk. Kein Wort kam über ihre Lippen, die Hände um das rechte Knie gefaltet, suchte sie nicht einmal mit dem Blick den Un-/98/getreuen und Abtrünnigen, sondern schaute nach dem lieblichen Bilde, an dem sie jetzt rasch und leicht vorbei getragen wurden.
Noch konnte sie, da sie rückwärts im Bug saß, die freundlichen und selbst reichen Wohnungen erkennen, die rings am Strand von Papetee standen und die schöne Bai fast einschlossen. Dahinter stieg ein dichter Laubwald von Fruchtbäumen empor, über dem die stolzen Palmen ihre Wipfel neigten, und hinter dem Ganzen thürmten sich die dicht bewaldeten Hänge des Gebirgsrückens auf mit seiner scharf eingeschnittenen Schlucht, mit seinen Abhängen und schroffen Wänden, über welche hier und da ein kleiner Wasserfall herniederschoß, während selbst dort oben einzelne Cocospalmen Wurzel gefaßt und ihre zarten Blattwipfel deutlich gegen den blauen Himmel abzeichneten.
Und dann zur Linken die herrliche Bai mit den vielen bewimpelten Schiffen, und darinnen die prachtvolle kleine Insel Motu Otu, der alte Königssitz der Pomaren, mit ihren Palmen und schattigen Büschen. - Es war ein Paradies, an dem sie vorüber glitten, und doch trug das junge Weib die Hölle im Herzen. - Aber sie sprach trotzdem kein Wort; sie rührte und regte sich nicht, und nur ihr Athmen, ihr funkelndes Auge verrieth, daß sie lebe.
Das Canoe glitt indessen rasch in dem Binnenwasser der Riffe am Ufer hin - die Palmen traten weiter davon ab - das Ufer wurde sandiger, und nur Guiavenbüsche deckten es hier. - Weiter und weiter verfolgte das schlanke Fahrzeug seinen Weg, und jetzt hatten sie die westliche Einfahrt erreicht, die einen breiten Kanal, der See zu, öffnete - und dort drüben lag Eimeo, Maita's Heimathland. Aber sie beachtete es nicht - keinen Blick warf sie hinüber, und wie in's Leere starrte ihr Auge, den ganzen langen Weg.
Selbst Patoi wurde das Schweigen zuletzt peinlich, und er war selber ein paar Mal nahe daran, es zu brechen; aber er bezwang sich doch. Es war besser, sie verfolgten so ihren Weg. Was hätten sie sich auch sagen können, welches andere Wort konnte von den Lippen der Armen, Verrathenen kommen, als nur ein Vorwurf über ihr zerstörtes Glück. Aber sie gab /99/ dem keinen Laut, und wie abgeschlossen mit dem Leben saß sie im Canoe.
Die Brise hielt wohl noch an, wurde aber immer schwächer, und als Patoi den Meeresarm endlich gekreuzt und in die Einfahrt der Eimeo-Riffe biegen wollte, starb sie ganz weg. Er mußte das Segel niederlegen und zu dem Ruder greifen, um nicht durch die Strömung gefährdet und gegen die Brandung getrieben zu werden.
Vorn im Canoe lag noch ein Ruder, und er hätte gern Maita aufgefordert ihm zu helfen, desto schneller wären sie vorwärts gekommen - aber er wagte es nicht, und das junge Weib selber bemerkte wohl kaum, daß eine Veränderung mit dem Segel vorgenommen worden, so stier hing ihr Blick jetzt an der über die Riffe stürzenden Brandung, zwischen der sie hinglitten. Der Weg lag ja aber nun auch nicht mehr weit. Allerdings war die Sonne schon hinter den kühngerissenen Felskuppen Eimeos verschwunden, aber die Entfernung zwischen der Einfahrt und dem Land auch nur gering, und schon ließen sich deutlich die einzelnen, in schattigen Fruchtbäumen halb versteckten Bambushütten Afareaitas erkennen.
Patoi schien indessen nicht gesonnen, gerade an dem Hauptort der Insel zu landen, wo, wenn auch nicht die Wahrscheinlichkeit, doch die Möglichkeit vorlag, daß er den am entgegengesetzten Theil der Insel wohnenden Pemotomo treffen konnte. Der Gefahr durfte er sich natürlich nicht aussetzen. Er hatte überdies auch nur versprochen, Maita in Eimeo an's Land zu setzen; ja sie nicht einmal mehr von ihm verlangt. Hütten lagen hier überall zerstreut am Ufer hin, und sie konnte allerorten ein Unterkommen finden. Früchte gab es ebenfalls im Ueberfluß, mehr noch als selbst auf Tahiti, er erfüllte also vollkommen sein gegebenes Wort, wenn er sie an einer der etwas abgelegenen Stellen landete, und Maita schien auch nicht das Geringste dagegen einzuwenden, als ihr die neue Richtung nicht mehr entgehen konnte, die das Canoe verfolgte.
Immer seichter wurde hier das Wasser; schon seit sie die Einfahrt passirt, konnte man überall deutlich aus dem Grunde die wunderlich geformten Korallen erkennen, aus denen alle diese Riffe, ja ein großer Theil der Südsee-Inseln selber, be-/100/stehen. Hier und da ragten sogar einzelne über die Oberfläche hervor, und Patoi mußte genau aufpassen, um nicht mit seinem Fahrzeug aufzurennen; doch dauerte es nicht lange mehr, so scheuerte sein Bug, nicht weit von dort, wo zwei andere Canoes an einer Liane befestigt lagen, und dadurch die Nähe einer menschlichen Wohnung verriethen, den Korallensand.
„Maita," brach da der Indianer das Schweigen - „hier bist Du auf Eimeo - soll ich Dich an's Ufer geleiten?"
Das junge Weib war aufgestanden, und ihr Blick streifte zum ersten Mal die befreundete Küste, aber sie erwiderte keine Silbe. Ihr linker Fuß ruhte einen Moment auf dem Rande des Bugs, dann sprang sie leicht und flüchtig, ohne auch nur den Kopf nach ihrem Führer zurück zu drehen, an's Land.
„Willst Du die Früchte nicht mitnehmen, Maita?"
Keine Antwort.
„Willst Du mir nicht ein Joranna sagen, Maita?" rief Patoi, dem es doch jetzt beklommen um das Herz wurde, als er die Frau so scheiden sah - aber er erhielt auch jetzt keine Antwort. Ihren Tehei fest um sich gezogen, schritt sie auf die nächsten Büsche zu und war wenige Secunden später in dem Gesträuch seinem Blick entschwunden.
„Stolzes Ding," murmelte der Indianer zwischen den Zähnen durch - „nicht einmal eine Antwort hat sie für mich. Aber was thut's?" setzte er leicht hinzu - „vielleicht ist's besser so und war jedenfalls desto rascher abgemacht. Joranna, Maita! wir passen doch nicht zu einander, Du und Dein Vater, die nur immer von der Wiederherstellung ihrer verlorenen Freiheit träumen und danach drängen, während ich mich nach einem ruhigen Leben sehne. Joranna, Joranna! kehre in Deine Wildniß zurück und vergiß den armen Patoi, dem Du einstmals Dein Herz geschenkt."
Eingeborene kamen am Ufer langsam herab, wohl nur um zu sehen, wer da in einem Canoe gelandet wäre. Patoi mochte ihnen aber auch nicht begegnen und sich am liebsten vor Niemandem auf Eimeo sehen lassen. Je schneller er deshalb nach Tahiti zurückkehrte, desto besser, und das konnte er noch recht gut in der nämlichen Nacht bewerkstelligen. Die Sonne ging allerdings unter, aber es war noch hell genug, um sicher /101/ aus den Riffen hinaus zu kommen, und erst einmal draußen auf der ruhigen See, durfte er sich Zeit lassen und langsam nach Tahiti hinüber rudern. Außerdem hatte er ja auch noch die von Maita verschmähten Früchte und Lebensmittel im Canoe, um unterwegs davon zu zehren, und wenn er erst das Binnenwasser von Tahiti erreichte, so trug ihn gegen Mitternacht die Fluth, ohne daß er sich weiter anzustrengen brauchte, von selber nach dem Hafen zu. 4
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