Friedrich Gerstäcker - Buntes Treiben

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Erzählungen aus aller Welt sind hier vereint, die spannend, humorvoll und voller Abenteuer stecken. Der Weltreisende und Schriftsteller Friedrich Gerstäcker wird hier einmal mehr auf seine ganz eigene Art lebendig. Die Werkausgabe nach der Ausgabe letzter Hand ist ungekürzt und nicht bearbeitet. Ein guter Querschnitt durch das Schaffen des Abenteurers und Weltreisenden.

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Noch einen Blick warf er auf das Ufer und die Stelle zurück, an welcher Maita in den Büschen verschwunden; aber es war kein lebendes Wesen dort zu erkennen, und sein Ruder wieder gegen den Sand stemmend, schob er sein Canoe in tiefes Wasser und ruderte dann rasch dem Eingang der Riffe zu. Die Leute am Ufer kümmerten sich nicht um ihn; Eingeborene landeten zu allen Tageszeiten und fuhren auch wieder ab, theils um zu fischen, theils um drüben in Tahiti Producte zu verkaufen - wer frug nach Einem von ihnen? Wenn er etwas von ihnen wollte, kam er schon selber.

Patoi näherte sich jetzt der Einfahrt - noch einmal schaute er sich um. - Die kleine friedliche Bai lag still und einsam, und nur etwas weiter oben, am Dorf Afareaita selber, herrschte lautes fröhliches Leben, und sogar der Schall einer Trommel, die das junge Volk zum Tanze rief, klang zu ihm herüber. Aber Patoi fühlte sich nicht davon angelockt; er hatte in Eimeo nichts mehr zu suchen und mochte sich noch weniger zwischen die Bewohner mischen. Sein Weg lag hinüber nach Papetee und aus dem Binnenwasser dieser Insel hinaus, und je rascher er den zurücklegte, desto besser. Es dauerte auch nicht lange, so hatte er die Einfahrt erreicht, ruderte zwischen den sich überstürzenden Brandungswellen hindurch und hielt nun erst eine Strecke draußen, und jetzt in offener See angekommen, um erst einmal etwas Nahrung zu sich zu nehmen. /102/ Er war durch die lange Fahrt hungrig und durstig geworden und mußte sich erst wieder stärken.

Zu dem Zweck legte er sein Ruder in das Canoe, öffnete mit dem kleinen Messer, das er bei sich trug, eine der jungen Cocosnüsse, trank daraus in langen, durstigen Zügen, und legte sich dann die gebackene Brodfrucht auf die Ruderbank, um beim Arbeiten davon zu zehren. Er durfte nämlich nicht zu lange ruhig sitzen, denn die Fluth hatte schon begonnen; sie fing an, ihn langsam gegen die Riffe zurück zu treiben, und erst wenn er die Höhe des zwischen Eimeo und Tahiti liegenden Meeresarms erreichte, mochte er darauf rechnen, durch die Strömung begünstigt zu werden.

Von hier ab, wo er sich jetzt befand, konnte er aber die innere Bai in den Riffen von Eimeo nicht mehr übersehen, und doch rüstete sich dort ein kleines Canoe, um ihm hinaus auf die See zu folgen.

Kaum war nämlich sein Fahrzeug hinter den Brandungswellen verschwunden, als Maita, von einer alten Frau gefolgt, wieder aus den Büschen trat und zu der Stelle hinabeilte, wo die beiden kleinen Canoes befestigt lagen. Sie hielt eine Ruthe in der Hand, an der etwa zwanzig oder dreißig kleine Fische hingen, und warf sie, dort unten angekommen, in eins der Fahrzeuge.

„Und Du sendest mir das Canoe wieder zurück, Kind?" sagte die alte Frau besorgt. „Ich muß mich fest darauf verlassen können, denn es gehört dem Mitonare, und der würde entsetzlich böse werden, wenn er es erführe. Du weißt, Dein Vater steht sich nicht gut mit ihnen - er ist ein arger Trotzkopf und will nun einmal nicht glauben, was sie ihm vorerzählen."

„Ihr könnt Euch darauf verlassen, Mutter, morgen Abend vor Sonnenuntergang wird es Anoui, mein jüngster Bruder, wieder hier an derselben Stelle angebunden haben."

„Und Du willst in der Nacht fahren und ganz allein? Kind, Kind, in der Nacht hat ein junges Mädchen eigentlich nichts in den Binnenwässern zu suchen, ausgenommen, es fährt mit seinen Eltern auf den Fischfang. Bleib heut Abend bei /103/ mir, und morgen früh kannst Du, meinetwegen mit Tagesanbruch, Deine Reise antreten."

„Ich muß fort, Mütterchen - es geht nicht anders," entgegnete Maita -- „kenne ich doch die Bahn, die ich zu nehmen habe, so genau, und der Vater möchte sich um mich sorgen."

„Nun meinetwegen, Herz; Du folgtest überhaupt von klein auf nur Deinem eigenen Kopf - ich weiß es, was für Noth Deine Mutter mit Dir gehabt hat, also geh in des Himmels Namen! Was willst Du aber nur mit den Fischen? Deren giebt's doch bei Euch wahrhaftig genug. Hättest Du dafür lieber etwas mehr gegessen."

„Ich danke Euch - ich bin satt - laßt mir die Fische und lebt wohl. Atua möge Euch für den Dienst segnen, den Ihr mir erzeigt."

„Atua? oh mein süßer Heiland!" rief die alte Frau, „wenn das der Mitonare gehört hätte, und ich weiß nicht einmal, ob Dich sein Canoe trägt, sobald Du so gottlose Worte darin sprichst. Ach, was soll einmal aus Dir werden, wenn Du stirbst, Maita? - was soll nur einmal aus Dir werden? denke Dir, wenn Du für ewig in der Hölle braten müßtest, und der Mitonare schickt Dich hin, der Mitonare schickt Dich heilig hin!"

Maita lächelte - es war das erste Mal, daß ihr Gesicht wieder einen freundlichen Ausdruck zeigte, und sie sah gar so lieb damit aus.

„Sorgt Euch nicht um mich, Mütterchen," nickte sie, indem sie das Canoe vom Bande löste und hineinsprang, „der alte bleiche Mitonare wird wohl selber dorthin gehen müssen, wohin er geschickt wird, und niemand Andern senden können. Ich folge den Geboten der Götter, und sie werden mich schützen. - Joranna! Joranna!" und ihr Ruder einsetzend, glitt sie rasch über die unbewegte klare Wasserfläche, während die alte Frau ihr eine Weile kopfschüttelnd nachschaute und dann selber in ihre Hütte zurückkehrte. Es wurde dunkel, und sie konnte außerdem nicht viel mehr draußen erkennen.

Indessen stand Maita in ihrem Canoe, das leicht und scharf gebaut war und rasch mit ihr über die Fluth schoß; /104/ aber sie handhabte ihr Ruder auch mit allen Kräften, als wenn es gälte, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, nicht nur um in aller Ruhe nach Hause zurückzukehren. Die alte Frau würde sehr besorgt um sie gewesen sein, wenn sie gesehen hätte, daß sie nicht das Binnenwasser der Riffe hielt, in dem sie gefahrlos die ganze Insel umrudern konnte, sondern keck in ihrem schwanken Boot der Einfahrt entgegen hielt. Wollte sie wieder nach Tahiti hinüber?

Jetzt hatte sie diese erreicht und hörte, aber nur wenige Secunden, mit rudern auf, um einen der größeren Fische von der Ruthe zu nehmen, den sie dann an ein Stück Bast band und über Bord warf. Der Bast war aber im Canoe selber befestigt, und der Fisch schleifte solcher Art im Wasser nach. Was wollte sie damit?

Jetzt hatte sie das Ruder wieder aufgegriffen und arbeitete sich hinaus in See. - Wie warm die Luft hier draußen wehte! Den Tehei hatte sie abgeworfen - nur der Pareu umschloß ihre schlanken Hüften, und während sie das Canoe scharf vorwärts trieb, suchte ihr Blick forschend, fast ängstlich hinaus über die weite See.

Ha dort! sie zuckte ordentlich zusammen, als ihr Auge an einem dunkeln Punkt haftete, der, eigentlich etwas außer dem Cours, auf dem Wasser sichtbar wurde. Es war Patoi's Canoe, der dadurch, daß er seine Mahlzeit zu lange ausgedehnt, von der eintretenden Fluth etwas aus seiner Richtung getrieben worden. Es war aber indeß so dunkel geworden, daß sie es kaum noch erkennen konnte.

Fast unwillkürlich lenkte sich ihr Bug dem entdeckten Fahrzeug zu, das, weit größer und schwerer als das ihrige, von dem einen Ruder lange nicht so rasch vorwärts getrieben werden konnte. Sie rückte näher und näher, aber erst als sie in Rufs Nähe gekommen, warf sie ihren Tehei wieder über die Schultern und gewann jetzt mit jedem Ruderschlag an dem voran gegangenen Boot.

Da - als sie es schon fast erreicht, bekam ihr Canoe plötzlich einen leichten Stoß, als ob es auf einer Korallenbank gescheuert hätte. Blitzesschnell drehte Maita den Kopf zurück, und ihr Auge blitzte, als sie in dem phosphorescirenden /105/ Schein des Seewassers den wie funkelnden Körper eines Haifisches erkannte. Jedenfalls hatte er die Witterung des angehangenen Fisches bekommen und ihn abgerissen.

,,Aha, mein Bursche, bist Du da?" lachte sie ingrimmig in sich hinein - „hat Dir der Köder geschmeckt? Du kannst mehr bekommen," und zwei von den mitgenommenen todten Fischen warf sie in die See, während sie einen dritten rasch wieder an dem Bast befestigte. Dann nahm sie das Ruder auf's Neue auf, und kaum zehn Minuten mochte sie noch gearbeitet haben, als sie - dem Ausleger von Patoi's Canoe etwas Raum gebend, langseit desselben lief und ihre Hand darauf legte.

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