AnnaHofmann - Mama, ich hab Dich lieb

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Kurz nach der Geburt der jüngsten Tochter im Jahr 1923 stirbt der Vater unerwartet. Die junge Mutter von 4 Töchtern ist gezwungen den Hof in Frankreich aufzugeben und mittellos in die Schweiz zurück zu kehren.
Die Mädchen gehen ihren Weg, die jüngste Tochter will «mehr» und verstrickt sich im Laufe der Jahre immer weiter in ihren materiellen Wünschen.
Die beiden Söhne sterben, die Ehe wird unmittelbar nach der Geburt des jüngsten Kindes, einer Tochter, geschieden.
Die Tochter wird mit der Pubertät aufmüpfig und lässt sich nicht mehr von der Mutter manipulieren. Sie schmeisst die Schule kurz vor dem Abitur und zieht aus.
Mit 20 Jahren «muss» sie heiraten, mit 22 Jahren folgt die Scheidung und ein zweites, uneheliches, Kind.
Insgesamt bekommt die Tochter 5 Kinder mit 3 Vätern. Da sie sich einigen der gängigen Konventionen nicht unterwerfen mag, lebt sie ein ziemlich anstrengendes, dafür selbstbestimmtes Leben.
Entgegen der Prognose einiger Mitmenschen entwickeln sich alle Kinder persönlich und beruflich bestens und werden zu liebevollen, intelligenten und zupackenden Mitmenschen.
Der engagierte Einsatz und die unkonventionellen Lebenswege haben sich ausgezahlt.

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Bei meiner ältesten Tante, der Frau des Posthalters in einem Emmentaler Bauerndorf, fühlte ich mich überhaupt nicht wohl. Die Stimmung war derart düster und streng, als wären Fröhlichkeit und Lachen etwas Unanständiges.

Hingegen bei Mamas jüngster Schwester fand ich es paradiesisch schön. Tante Ella war ebenso wie Ernst, ihr Mann unheimlich sanft und lieb. Beide trugen wann immer sie mich ansahen ein Lächeln im Gesicht. Sie arbeiteten hart auf ihrem mittelgrossen Bauernhof und schienen mit ihrem Leben völlig im Einklang zu sein. Wie Oma wusste Tante Ella viele schöne Geschichten zu erzählen und ich durfte sie überall hin begleiten. Es gab Kühe, Pferde, Schweine, Hühner, Enten, einen Hund und viele Katzen. Tante Ella blieb nicht verborgen, dass ich einen guten Draht zu den verschiedenen Tieren hatte. Sie freute sich mit mir an meinen kleinen Dressur-erfolgen bei Pferden, Hunden und sogar bei den Sauen. Hier waren Oma und ich wirklich glücklich. Wir konnten Tante Ella und Onkel Ernst etwas entlasten und den ganzen Tag in der Natur verbringen.

Seit einiger Zeit wich ich aus unerfindlichen Gründen jeder Begegnung mit Männern aus, doch vor Onkel Ernst hatte ich keine Angst. Er war immer ausgeglichen und freundlich und hatte die Gabe sich spontan eine witzige oder fröhliche Geschichte für mich ausdenken zu können.

Später fragte ich mich ab und zu, ob eventuell schon in meiner sehr frühen Kindheit etwas Ungutes geschehen war, etwas was ich zur Sicherheit verdrängt hatte.

Stéphanes Verhalten wurde immer destruktiver, einzig bei Papa, der immer noch um das Sorgerecht für seinen Sohn kämpfte, schien er sich wie ein normaler Junge zu verhalten. Diese regelmässigen Besuchswochenenden waren bis jetzt das einzige Zugeständnis, dass er hatte erhalten können. Stéphane lebte nun wochentags ausschliesslich in einem Kinderheim und Mama war froh, nicht jedes Wochenende mit dem immer schwieriger werdenden Sohn verbringen zu müssen. Ich selber lernte meinen Papa erst mit ca. 18 Jahren kennen. Er erklärte mir später, dass er damals nicht darauf beharrt habe auch mich mitnehmen zu können, weil er mich nicht habe verwirren wollen. Immer noch herrschte Unfrieden oder sogar Hass zwischen unseren Eltern, jedenfalls von Mamas Seite her. Sie liess kein gutes Haar an Papa, was besonders für Stéphane, aber auch für mich ziemlich belastend war.

Mit 6 Jahren Zeit entwickelte sich bei mir eine ausgeprägte Angst vor dem Klingeln des Telefons. Mitte der 1960iger Jahre verfügte noch nicht jeder Haushalt über ein eigenes Telefon und Telefongespräche waren um ein Vielfaches teurer als heute. Demensprechend selten wurden Telefonate geführt. Seit Beginn von Etiennes Heimkarriere klingelte unser Telefon häufiger. Jedes Mal ging es um eine unangenehme Nachricht. Entweder hatte er wieder etwas angestellt oder – noch schlimmer – es ging ihm gesundheitlich schlechter, so dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Mit der Zeit löste das Klingeln unseres Telefonapparates in mir Panik aus, die ich jedoch zu verstecken suchte. Bei Mama lief wohl eine ähnliche Reaktion ab, denn ihre Gemütsverfassung stand oder fiel mit der empfangenen Nachricht und sehr oft kam es vor, dass sie nach einem Gespräch zusammenbrach und ärztliche Behandlung benötigt. Mich stürzten ihre Zusammenbrüche in jedes Mal in tiefe Angst, Mama hätte ja sterben können. Dass ich in der Regel ohne erklärende oder tröstende Worte in einer mir fremden Familie untergebracht wurde, verstärkte meine Angst noch.

Mama wurde durch diese anhaltend schwere Zeit zunehmend bitter und sarkastisch. Es zeichnete sich schon da ab, dass sie das Geschehene nie würde verarbeiten können. Sie begann sich als Kompensation noch mehr auf materielle Werte zu kompensieren. Sie erhoffte sich wohl durch real greifbare Dinge die Berechenbarkeit und Stabilität, die ihr das Leben bis jetzt verweigert hatte.

Als ich eingeschult wurde, begann Mama wieder teilzeitlich zu arbeiten. Zuerst in ihrem ursprünglichen Beruf als Psychiatrieschwester. Später wechselte sie in die Buchhaltungsabteilung des Inselspitals. So hatte sie eine regelmässige Arbeitszeit und mehr Geld zur Verfügung. Mama machte die Führerprüfung, kaufte ein Auto und wir machten mit unserem fahrbaren Untersatz Ausflüge oder fuhren in die Ferien ins nahe Berner Oberland oder in den Jura. Manchmal nahmen wir Oma mit, diese Ferien habe ich in ganz besonders guter Erinnerung.

Mamas Nervenzusammenbrüche wurden etwas seltener, doch noch immer lebte ich in einer unbeständigen, von Angst und Verzweiflung geprägten Atmosphäre. Zudem hatte ich mit 8 Jahren entdeckt, dass meine Mama manchmal nicht die Wahrheit sprach. Das war ein enormer Schock für mich. Es war wirklich, als würde der Boden unter meinen Füssen weg gezogen. Alles woran ich geglaubt hatte, war plötzlich in Frage gestellt worden. Diese einschneidende Erkenntnis hing von nun an wie ein Damoklesschwert über mir. Auf einmal sah ich auch Mamas Stimmungs-schwankungen in einem andern Licht und reagierte mit Angst, wenn sie sich mir gegenüber unfreundlich und verletzend verhielt. Sie war wie eh und je unausgeglichen, von einem Moment auf den andern konnte sich ein einigermassen positiver Gemütszustand ins totale Gegenteil kehren. Ihre dunklen Stimmungen hielten dann meist einige Tage vor. Früher hatte ich diese Phasen etwas gelassener hingenommen, wohl wissend, dass sie irgendwann wieder bester Laune sein würde. Die darauf folgenden Phasen in welchen Mama richtig lieb, witzig und charmant war, liessen mich immer wieder aufatmen und wogeb die dunklen Zeiten für mich auf.

Trotz all dem entwickelte ich mich zu einem sanften, freundlichen Mädchen, das sein Bestes versuchte, die Mutter bei Laune zu halten, von ihrem Schmerz abzulenken und ihr auf irgendeine Weise Erleichterung zu verschaffen. Was mir gewiss auch hin und wieder gelang. Trotz meines offensichtlichen Wohlverhaltens zog sie mir meinen Bruder sehr offensichtlich vor, was ich jedoch einfach zu akzeptieren schien. Wahrscheinlich hatte sie ein schlechtes Gewissen, weil sie mit Stéphane überhaupt nicht mehr zurecht kam. Er lebte ja nun schone eine Weile ausschliesslich in Heimen. Da er mit der Zeit eine deutlich kriminelle Energie entwickelte, musste er die Institution oft wechseln und landete schlussendlich in einem Heim für Schwererziehbare. Seine Heimkarriere wurde durch unregelmässige, längere Spitalaufenthalte unterbrochen. Zu uns nach Hause durfte er nur noch selten kommen. So waren wir zwar Geschwister, empfanden uns jedoch eher als Fremde.

Wenn eines der seltenen Besuchswochenende anstand, bereitete Mama alles akribisch vor. Stéphane bekam mein Bett, meinen Stuhl am kleinen Küchentisch und ihre ganze Aufmerksamkeit. Während dieser Wochenenden war es als würde ich eine Tarnkappe tragen und wäre für Mama nicht sichtbar. Stéphane hingegen nutzte jede Gelegenheit um mich irgendwie zu ärgern oder gar zu plagen. Je älter er wurde, desto ausgeklügelter wurden auch seine Ideen, mich zu ärgern. Ich war ziemlich naiv und machte alles mit. Einmal setzte er mich sogar unter Strom indem er mich bat zwei Drähte zu halten, ein anderes Mal versuchte er mir einer Spritze Wasser in die Stirn zu injizieren. Mama nahm diese Vorfälle gelassen.

Bis zu meinem 11. Lebensjahr bleib ich ein liebes, pflichtbewusstes und angepasstes Mädchen, das kein Eigenleben führte, sondern sich ganz und gar an den Wünschen und Befindlichkeiten der Mutter orientierte.

Diese Haltung bei zu behalten gestaltete sich für mich, vermutlich durch die schleichend einsetzende Pubertät, zunehmend schwierig. Immer öfter tauchten widersprüchliche Gefühle auf. Einerseits wollte ich sehr gerne weiterhin die brave Tochter sein, andererseits hatte ich immer öfter das unangenehme Gefühl, mich zur Wehr setzen zu müssen. Mama hatte sich angewöhnt, mich sehr kritisch zu betrachten. Es war für mich oft unmöglich herauszufinden, wie ich mich verhalten sollte. Und wenn Mama gerade nichts an meinem Verhalten zu kritisieren hatte, konzentrierte sie sich auf meine vermeintlichen körperlichen Mängel, derer sie unzählige feststellte.

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