L.R. Bäuml - Die zwei Welten

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Ein Mädchen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wird in einen Todesfall verwickelt; doch niemand hätte ahnen können, dass dies an den Rand des Verständnisses über diese Welt und darüber hinaus führen würde.
Eine Reise beginnt, die von dunklen Wolken begleitet wird, denn Krieg steht bevor. Ein Krieg, der beide Welten bedrohen könnte und den es deshalb mit vereinten Kräften zu verhindern gilt.

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Sie lächelte ein kaum wahrnehmbares, aber charmantes Lächeln, das unweigerlich als Zustimmung zu deuten war. Er schloss die Zellentür hinter sich und setzte sich mit ein bisschen Abstand neben sie. Wie kann ein so hübsches, elegantes und freundliches Wesen nur des Mordes verdächtigt werden? Schoss es ihm durch den Kopf, doch er verdrängte den Gedanken wieder. Er musste professionell, objektiv und somit unabhängig von seinen Gefühlen bleiben.

„Ich glaube, ich habe mich dir noch nicht vorgestellt. Mein Name ist Michael“, sagte er und streckte ihr seine rechte Hand entgegen.

Während sie seine Hand sanft schüttelte, was ein weiteres Prickeln in ihm auslöste, sagte sie mit warmer ruhiger Stimme: „Mein Name ist Nele, aber das weißt du ja bereits.“

„Ich habe mich heute mit der Leiterin des Waisenhauses, in dem du warst, unterhalten; kannst du dich noch an sie erinnern?“, fragte er.

„Ja, ich erinnere mich sehr gut an sie. Sie war immer sehr bemüht, uns allen zu helfen und unseren Aufenthalt dort so angenehm wie möglich zu gestalten. Ich glaube ihr größtes Ziel war, es uns ein Zuhause zu geben. Ein ehrenwertes Ziel.“ antwortete sie.

„Hast du dich dort nicht Zuhause gefühlt?“, fragte er.

Sie lächelte ein wenig und antwortete mit einem etwas traurigen Unterton:

„Jeder wusste, dass das Waisenhaus nur eine vorübergehende Lösung war. Ein Zuhause ist etwas, zu dem man immer wieder zurückkehren kann.“

„Wünschst du dir ein zu Hause?“, fragte er.

„Wer tut das nicht?“, antwortete sie lachend und fügte hinzu:

„Aber nur weil ich im Moment keines habe, heißt es nicht, dass ich niemals eines haben werde.“

Er lächelte leicht bei dem Gedanken, dass man sich ein Zuhause selber schaffen kann und fragte dann:

„Vielleicht wird ja die Hütte, in der du lebst, dein Zuhause? Kennst du eigentlich denjenigen, der dir das alles gespendet hat?“

„Ich denke nicht, dass etwas, das mir einfach so gegeben wurde und mir von daher genauso schnell wieder weggenommen werden kann, mein Zuhause werden kann. Ich vermute, ich werde mir das selbst aufbauen müssen. Dennoch bin ich sehr dankbar, dass mir jemand all dies ermöglicht hat. Ich weiß leider nicht wer er ist, nur dass es ein Mann ist, der wohl recht wohlhabend ist.

Warum er gerade mir all dies ermöglicht hat, würde ich selbst gerne erfahren. Auf der anderen Seite habe ich auch etwas Angst davor, denn selten ist etwas für jemand anderen getan worden, was keine Gegenleistung erwartet.“

Michael fiel auf wie reif sie wirkte und er erinnerte sich an die Worte, die die Leiterin gesagt hatte: Es war mir, als wüsste sie Dinge, die sie in ihren jungen Jahren nie und nimmer hätte wissen können. Nun war sie jedoch deutlich älter und nicht viel jünger als er selbst. Ihre Einsicht schien, für jemanden, der in seinem Leben schon viel mitgemacht hatte, jedoch sehr vernünftig. Er verwarf daher den Gedanken und fragte sie:

„Während der Verhöre hast du nie geantwortet. Warum antwortest du mir?“

Sie überlegte kurz und sagte dann:

„Zum einen, weil du Fragen stellst, die ich beantworten kann. Zum anderen, weil ich denke, dass ich dir vertrauen kann.“

Diese Antwort überraschte ihn und er meinte:

„Ob du das Mädchen kanntest, ist eine Frage, die du nicht beantworten kannst, aber ob du dich an die Leiterin des Waisenhauses erinnerst schon?“

Seine Verwirrung schien sie zu amüsieren, denn sie sagte lächelnd:

„Wenn ich dich frage, ob du mich kennst, würdest du dann mit ja oder nein antworten? Kennt man jemanden, den man ab und zu gesehen hat, oder kennt man jemanden erst, wenn man alles über ihn weiß? Kann man wirklich alles über jemanden wissen? Ob man sich an jemanden erinnert hingegen ist sehr viel einfacher zu beantworten.“

„Warum hast du denn dann nicht wenigstens das Gleiche gesagt, was du mir gerade eben gesagt hast?“, wollte er wissen.

„Hätte das nicht wie ein Ablenkungsmanöver ausgesehen? So, als ob ich die Frage nicht beantworten wollen würde, weil ich mit der Antwort preisgeben würde, dass ich etwas getan habe, das ich nicht preisgeben möchte? Ich hielt es von daher für schlauer, gar nicht zu antworten.“, sagte sie nüchtern.

Nach kurzem Überlegen musste er sich eingestehen, dass sie wohl Recht hatte. Auf der anderen Seite konnte er nicht ganz herausfinden, ob sie nun besonders schlau war, oder ein Spiel mit ihm spielte. Sie musste bestimmt wissen, was unter dem Wort ‚kennen‘ verstanden wird. Natürlich wollten sie nicht wissen, ob sie das Mädchen ‚kannte‘, sondern ob sie ihm schon einmal begegnet war und so weiter.

Er formulierte die Frage von daher um:

„Weißt du, dass das Mädchen Anna hieß?“

„Nein.“, antwortete sie.

„Hattest du sie zuvor schon einmal gesehen?“, fragte er.

„Ja, auf den Gängen. Ihr Klassenzimmer muss wohl in der Nähe von einem gewesen sein, in dem ich Kurse hatte.“, antwortete sie.

„Hattest du jemals mit ihr gesprochen?“, fragte er daraufhin.

„Nicht, dass ich mich erinnern könnte“, antwortete sie.

„Hast du irgendeinen Grund, sie nicht zu mögen?“, fragte er.

„Nein.“, antwortete sie.

„Ist dir bewusst, dass du die einzige Person warst, die sich mit ihr auf der Mädchentoilette befand, während sie starb?“, wagte er zu fragen.

„Was genau verstehst du unter Person?“, fragte sie.

Er sah sie etwas verdutzt an und sagte dann:

„Ein menschliches Lebewesen?“

„Dann ist mir bewusst, dass ich die einzige Person war.“, sagte sie.

Mehrere Gedanken schossen ihm gleichzeitig durch den Kopf: Ist sie verrückt oder besonders clever? Spielt sie ein Spiel, um etwas zu verheimlichen? Vielleicht will sie ihn einfach nur aufs Korn nehmen? Sollte er nicht doch lieber seinen Kollegen mit einschalten? Sein Gefühl sagte ihm jedoch, dass er dran bleiben sollte; daher fuhr er mit dem erstbesten fort, das ihm einfiel:

„War ein anderes Lebewesen, außer euch beiden, in dem Raum?“

„Angenommen du verstehst unter Lebewesen jegliche Art von Leben, dann ist die Antwort wohl ja.“, sagte sie und hinterließ nur weitere Fragezeichen in seinem Kopf.

„Du meinst es war ein Tier, das sie getötet hat?“, sprudelte es aus ihm heraus.

„Nein, kein Tier.“, sagte sie.

„Was für eine Lebensart war dann anwesend?“, fragte er während er sämtliche Science-Fiction-Filme, die er kannte, durchging. Aliens? Wohl kaum.

„Ich weiß es nicht genau. Keine, die ich jemals zuvor gesehen beziehungsweise gespürt habe.“, antwortete sie.

Diese Antwort machte ihn allmählich wütend. Er war sich mittlerweile sicher, dass sie ein Spiel mit ihm spielte. Oder wollte er nur einfach nicht wahrhaben, dass ihre Geschichte, so unglaubwürdig sie auch schien, doch stimmen konnte? Sie schien seinen inneren Kampf zu spüren und blickte ihn fragend und leicht traurig an. Anscheinend wollte sie, das er ihr glaubte und die Wahrheit, oder besser gesagt ihre Wahrheit, selber entdecken würde, indem er weitere Fragen stellte.

Also gut, nur noch eine letzte Frage und dann würde er das hier beenden:

„Hast du sie umgebracht?“

„Wen? Die Lebensart, oder das Mädchen?“, fragte sie zurück.

Ungeduldig und genervt konterte er:

„Sowohl als auch!“

Langsam antwortete sie:

„Die Lebensart wohl leider nicht und das Mädchen…“, sie senkte ihren Blick und flüsterte „…indirekt schon.“

Er war so erstaunt und erschrocken über ihre Antwort, dass sich zusammen mit der Wut und den eigentlich positiven Gefühlen ihr gegenüber ein Gefühlschaos in ihm breit machte. Er musste hier raus und ein weiteres Verhör musste ebenfalls stattfinden! Als er sich rasch zur Tür begab, räusperte sie sich hinter ihm, so dass er sich automatisch zu ihr umdrehte.

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