Frank Bartels - Raniten in der Furt

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Raniten in der Furt: краткое содержание, описание и аннотация

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Was würdest du tun, wenn du die Augen öffnest und dich an einem völlig fremden Ort wiederfindest?
Du stehst auf einer Lichtung inmitten eines unbekannten Waldes, an einem Ort längst vergangener Zeit. Erde klebt in deinem Haar und Sand knirscht zwischen deinen Zähnen. Du besitzt nicht mehr als deine Klamotten am Leibe und die vage Erinnerung an deinen Namen.
Alexander, der unfreiwillige Held dieser Geschichte, folgt einem sehr sonderbaren Waldkind, denn ihm bleibt kaum etwas anderes übrig. So beginnt eine Reise voller Abenteuer und Gefahren und eine Suche zu sich selbst.

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Der Junge stand mit hängenden Schultern da und ließ die Eindrücke auf sich wirken. Er strich über seinen Kopf und spürte feuchte Erde in seinen Haaren. Gesicht, Hals und Kleidung waren über und über mit Erde bedeckt, als sei er eben erst einem dunklen, feuchtem Grab entstiegen. Hände und Fingernägel waren unter der Dreckschicht kaum zu erkennen und noch wusste er nicht, was er davon zu halten hatte.

Er drehte sich um die eigene Achse ohne einen Schritt zu tun und blinzelte in die tiefstehende Sonne. Um nicht geblendet zu werden, kniff er seine Augen leicht zusammen. Im Gegenlicht bemerkte er plötzlich eine entfernte Gestalt, die scheinbar regungslos zirka fünfzig Schritte von ihm entfernt war. Er stand still da und war sich nicht sicher, was er tun sollte. Doch nun bewegte sich die Gestalt direkt auf ihn zu und einen Moment später stand sie vor ihm: Ein kleines Wesen in einem schneeweißen Kleidchen mit kurzen Plüschärmeln, Rüschen, darüber eine sandfarbene Schürze, und an den Füßen trug es rote Schnürschuhe. Obwohl es kaum größer als eine Puppe war, erkannte er ein zierliches Mädchen mit kurzen, nackten Beinchen und feuerrotem, lockigem Haar. Sein Gesicht war mit Sommersprossen bedeckt und seine himmelblauen Augen funkelten im Abendlicht. Aber er hatte noch niemals einen so kleinen Menschen gesehen. Es kam näher, neigte den Kopf auf die Seite, starrte ihn kurz an und fragte dann mit fröhlicher Stimme: »Wie seid Ihr hierhergekommen?«

Für einen Moment fehlten ihm die Worte, denn er war verunsichert, aber dann antwortete er: »Ich habe keine Ahnung. Und wieso wir?« Sandkörner knirschten zwischen seinen Zähnen und er kam nicht umhin auszuspucken, obwohl er wusste, dass sich das nicht schickte.

Das Mädchen verfolgte die Flugbahn der Spucke. »Wer seid Ihr?«, entgegnete es, ohne seine Frage zu beantworten. »Seid Ihr auch …? Ach nein, das kann nicht sein.«

Er musterte es von oben bis unten und irgendwie war es ihm unheimlich, obwohl, oder gerade weil es so klein war.

»Schaut mich nicht so an, als ob Ihr einen Geist gesehen hättet. Ich bin kein Geist«, sagte das Mädchen bestimmt und fing an zu glucksen. Es kam etwas näher und musterte ihn eindringlich. Er hätte nur seinen Arm ausstrecken und es berühren müssen, dann hätte er Gewissheit, ob er träumte oder wach war. Aber er traute sich nicht.

»Ihr seid sehr schmutzig«, stellte es fest und der Ton seiner Stimme hatte dabei etwas Mütterliches. »Ich denke, Ihr seid der dreckigste Bursche, der mir je unter die Augen gekommen ist.«

»Bist du … echt?«, fragte er.

Das Mädchen runzelte die Stirn. »Was ist das denn für eine Frage? Natürlich bin ich echt! Was glaubt Ihr denn? Ich bin so echt wie der Himmel und die Bäume, wie die Blumen und die Bienen und wie Eure Träume«, antwortete es etwas erbost und zeigte mit seinem Händchen in die Luft und auf den Boden. Seine Stimme hatte einen glockenhellen Klang, aber die Aussprache erinnerte ein wenig an eine fremde Sprache; an Schwedisch oder so. Nicht dass der Junge schon jemals schwedische Worte gehört hätte, doch so ähnlich stellte er sie sich vor.

»Aber du bist so klein«, erwiderte er.

Das Mädchen kam noch näher, streckte seine Arme aus und griff mit beiden Händen nach seinem Handgelenk. Es zog ihn leicht zu sich hinunter, schaute ihm tief in die Augen und sagte mit leiser, fast flüsternder Stimme: »Ich bin schon groß. Vor langer, langer Zeit war ich sehr viel kleiner, aber jetzt bin ich groß und werde immer größer.«

Es schien sich nicht zu wundern, dass ein Zwölfjähriger fast doppelt so groß war.

»Du warst noch kleiner? Wie klein denn? So wie ein Hut oder so wie ein Hase?«, scherzte der Junge. »Wie klein meinst du denn?«

»Fragen, Fragen, nichts als Fragen. Habt Ihr denn nichts Besseres zu tun, als fremde Mädchen auszufragen? Ich habe keine Lust mehr auf Eure Fragen. Mir ist schon ganz schwindelig davon«, antwortete es, breitete seine Ärmchen weit aus, legte den Kopf in den Nacken und begann, sich lachend im Kreis zu drehen. Während es sich drehte und drehte wiederholte es immer wieder lachend: »Fragen … Fragen … Fragen … Fragen … Fragen … Fragen …«

Mit jedem Wort wurden die Drehungen schneller und schneller. Wie ein Kreisel tanzte es auf einem Bein, das andere in einem spitzen Winkel an die Wade gedrückt, bis es den Anschein hatte, als würde es seine Konturen verlieren, welche ohnehin schon sehr unscheinbar waren.

Plötzlich und unvermittelt blieb der Kreisel stehen - die Ärmchen suchten in der Luft nach Halt - um dann augenblicklich taumelnd umzukippen. Das Mädchen fiel lang auf den Rücken und lag mit weit ausgestreckten Armen und geschlossenen Augen im Gras. Ein Moment verging.

Der Junge beugte sich vorsichtig über das Wesen und murmelte: »Ob sie wohl tot ist? Würde mich nicht wundern …« Natürlich wusste er, dass ein Mensch von ein paar Drehungen um die eigene Achse nicht würde sterben müssen, nicht einmal, wenn diese außergewöhnlich schnell waren. Auch Hunde nicht, und Katzen auf keinen Fall – die konnten so etwas stundenlang machen. Aber dieses Püppchen könnte ja … eventuell … vielleicht …

Plötzlich riss es beide Augen auf, sprang auf die Füße und lachte: »Lustig; im Kreis drehen, bis einem schwindelig wird – schon mal gemacht?«

Der Junge erschrak. Das Mädchen erhob sich, streifte sorgsam das Kleidchen glatt, sein Gesicht wurde wieder ernster und dann sagte es: »Es war eine nette Plauderei, mein Herr, aber nun muss ich gehen. Ich habe noch viel zu tun, bevor die Sonne untergeht. Ihr solltet Euch ein Lager suchen. Es ist nicht sicher des Nachts im Wald. Ganz und gar nicht sicher.«

»Was meinst du damit und wo sind wir hier?«

»Ich denke, Ihr wisst wo Ihr seid. Ihr wolltet doch hier sein. Ist es nicht so? Es war Euer Wunsch, sonst könntet Ihr gar nicht hier sein – piep, piep«, antwortete es. Dann drehte es sich um und schlenderte langsam davon. Für einen Moment war er nicht in der Lage, sich zu bewegen und blieb wie angewurzelt stehen. Eine Weile schaute er dem sonderbaren Mädchen nach und konnte es bald zwischen den hohen Blumen und Gräsern nicht mehr genau erkennen. Es schien sich zu bücken und dann einzelne Blumen zu pflücken, bis es einen Arm voll bunter Waldblumen trug und verschwunden war.

¤

Die Worte kreisten dem Burschen durch den Kopf. Der Wald sei nicht sicher. Was meinte es damit? Nicht sicher wovor? Ob es hier wilde Tiere, Räuber oder sogar Monster geben mochte?

»Ganz sicher ist das ein Traum; bestimmt ein Albtraum«, murmelte er zu sich. »Ich muss nur aufwachen und dann werde ich in meinem kuscheligen Bett liegen und nichts ist geschehen. Nur ein Traum.« Er atmete tief durch, schob einen Ärmel hoch und kniff sich in den Arm. »Das tat nicht weh – jedenfalls nicht sehr«, stellte er fest. »Muss es wehtun wenn man träumt oder wenn man wach ist?«

Er war so verwirrt, wie es ein Zwölfjähriger nur sein konnte – vielleicht sogar etwas mehr. Trotzdem, oder gerade deswegen schien es das Beste zu sein, dem Rat der Kleinen zu folgen und ein Lager zu suchen, da sich die Nacht ankündigte. Er fragte sich, ob es sicherer sein würde, in einer Grube oder auf einem Baum zu übernachten, aber er wusste ja nicht einmal, wovor er sich in Sicherheit bringen sollte. Dann drehte er sich um die eigene Achse, um zu entscheiden in welche Richtung er gehen solle. Er stand in der Mitte dieser Blumenwiese, die augenscheinlich in einem dichten Wald lag.

Die Abenddämmerung hatte bereits eine Seite der Lichtung erreicht. Die andere Seite leuchte noch schwach von der untergehenden Sonne. Also ging er in die Richtung, deren roter Schein ihm zu sagen schien: ›Komm hier her, hier wirst du in Sicherheit sein.‹ Kurze Zeit später erreichte er den Rand der Lichtung und erblickte eine große, alte Eiche mit weit ausladenden Ästen. Dieser Baum schien genau der richtige zu sein, also kletterte er und kletterte, bis er fast die Baumkrone erreicht hatte. Er war geschickt und die Höhe machte ihm nichts aus. Von der Krone des Baumes aus hatte er eine gute Sicht über die Lichtung. Er machte es sich, so gut es ging, zwischen zwei dicken Ästen gemütlich und sah in das leuchtende Abendrot. Wenig später verschwanden die letzten Lichtstrahlen so plötzlich, als ob jemand einen Schalter gedrückt hätte, und dann war es stockfinster. Nicht so, wie dies zu Hause in der Nacht war, sondern so, dass es keinen Unterschied machte, ob er seine Augen geöffnet oder geschlossen hatte. Einzig die Sterne leuchteten am Himmel und zum Glück regnete es nicht.

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