1 ...6 7 8 10 11 12 ...18 Als sie aus der Dusche kam, das Haar noch in ein Handtuch gewickelt, hatte sie sich bereits in ein für ihre Verhältnisse sinnliches, schwarzes Wäscheset gehüllt. Sie zögerte noch einen Moment, zog sich dann aber doch halterlose Strümpfe über die schlanken Beine, bevor sie sich erstmal um die Haare kümmerte, Makeup auflegte und dann in das Kleid schlüpfte, das sie gestern schon vorgeführt hatte. Sie hatte etwas Aufreizenderes, aber darin fühlte sie sich nicht wohl und wenn er sie wollte, würde er sie in diesem oder auch in jedem anderen Kleid wollen. Heute aber trug Dharja etwas höhere Schuhe, mit einem schmaleren Absatz. Sie legte auch etwas auffälligeren Schmuck an. Hastig verließ die blonde Frau schließlich ihre Wohnung…
Still lag diese dann da. Verlassen. Stundenlang. Bis plötzlich, kurz nach Mitternacht, wieder das Licht anging. Gelächter erfüllte dann die Räume und da war sie dann, und er. Keith. Er sah wirklich nicht schlecht aus. Groß war er, auch wenn nicht so groß, wie ein gewisser Mann in einem Café. Sie neckten sich. Sie kicherten. Sie küssten sich auf dem Sofa. Die Stimmung war ausgelassen und es war offenkundig, dass beide etwas getrunken hatten. Dharja aber entglitt ihm und machte etwas Musik an und bewies, dass sie sich auch bewegen konnte, wenn sie es wollte. Ein Lied lang sah Keith einfach nur zu, ließ sie machen und jeder heimliche Zuseher würde wohl zustimmen, dass es in der Luft vor Erotik knisterte.
Dann aber erhob sich der Mann, ergriff sie und trug sie in das Schlafzimmer, wo er sie auf das Bett legte. Da lachte Dharja noch. Sie lachte auch noch als er ihr folgte und sich auf sie legte. In dem Moment aber gab er ihr auf andere Art zu fühlen, was er sich wünschte. Sie fühlte seine gierig pochende Erregung im Schritt. Still sah die blonde Agentin zu ihm auf. Sie sagte nichts Negatives, versuchte nicht ihn zu stoppen.
Hätte er sie nun geküsst, hätte er nun versucht an die gelöste Stimmung von eben anzuknüpfen, dann wäre er wohl ultimativ zu seinem Ziel gekommen, aber das tat Keith nicht. Stattdessen glitt seine Hand ohne jegliche Liebkosung hinab auf ihr Bein und er fing dann an, ihr das Kleid hochzuschieben. War es das, was sie wollte? Dharja zögerte. In der Zwischenzeit hatte er das Abschlussband der Strümpfe gefunden und seine Hand wanderte weiter zu ihrem Po hin.
„Hm… du geiles kleines Flittchen“ brummte er.
Flittchen? Hatte sie das gerade richtig gehört? Er war ein wenig betrunken. Er meinte es nicht so. Aber im Moment fühlte sie nur seinen Schwanz, der sich hart und geil gegen sie presste. Und seine Hand, die sie gierig befummelte. Er küsste sie nicht. Er streichelte sie nicht. Er sagte nichts, dass sie im Moment positiv gestimmt hätte. Unter anderen Umständen hätte sie selbst das „Flittchen“ amüsiert. Vor allem, weil sie alles andere als ein Flittchen war. Aber im Moment hatte er sie einfach verloren und merkte es nicht mal.
„Gleich haben wir's.“
Sie hatten gar nichts. Dharja war nicht mal mehr feucht.
„Nein“, hauchte sie dann. „Nein, ich will nicht.“
Keith erstarrte auf ihr. Dann verdrehte er sein Gesicht. „Was? Natürlich willst du. Komm schon, Baby.“
Was? Natürlich wollte sie? Nein, sie wollte nicht! Nicht so! „Nein, ich will nicht!“, sagte sie nun lauter, deutlicher.
„Hey...“, versuchte es Keith nochmal, aber der Moment war vorüber.
„Es tut mir leid. Es war ein Fehler. Ich…“
Jetzt versuchte er sie doch noch zu küssen, aber nun hatte sie dicht gemacht.
„Geh von mir runter!“, schrie sie ihn an und tatsächlich erhob er sich.
„Hey. Ich weiß nicht was los ist, aber...“
„Geh einfach!“
Er zögerte und dann packte er seine Sachen und stürmte hinaus.
„Ach scheiße“ zischte Dharja, als sie die Wohnungstür zuschlagen hörte und sackte auf dem Bett wieder zusammen. Der Abend war perfekt verlaufen, bis jetzt… Jetzt lag alles in Scherben da.
Sicher eine Stunde lang, lag sie einfach nur still auf ihrem Bettlaken. Nur aus dem Wohnzimmer drang Licht in das Schlafzimmer. Dann erhob sie sich. Dharja zog endlich das Kleid aus und legte es über den Stuhl. Dann rollte sie auch die Strümpfe hinab.
Wieder stellte sie sich vor den Spiegel. Lange starrte sie dort hinein. Dann griff sie hinter sich und öffnete ihren BH. Erneut stand die 28-Jährige einige Minuten nur da, dann aber fanden ihre Finger an ihre Brüste und sie fing an sich zärtlich und auf sehr einfühlsame Art zu streicheln. Bald wurden ihre Fingerspitzen aber mutiger und sie reizte ihren Körper intensiver, etwas das ultimativ dazu führte, dass sie leise aufstöhnen musste.
Jetzt erst fuhr eine ihrer Hände hinab und schob sich in ihren Slip. Dharja spreizte ihre Beine im Stehen etwas weiter. Für ein paar Momente bewegten sich nur ihre Hände, bis erneut ein etwas lauteres Keuchen erklang.
Dann ließ sie plötzlich von sich ab.
„Verdammter Mist. Warum...“, fluchte Dharja erneut und ließ sich angeregt atmend auf das Bett fallen. „Idiot.“, zischte sie. „Ich… wollte es doch.“ Wieder drang ein frustrierter Laut über ihre Lippen. „Männer!“
Und dann beugte sie sich herum und zerrte ein Rollfach unter ihrem Bett hervor. Darin befand sich ihre Bettwäsche und eine kleine Schachtel. Und in der befand sich wiederrum die Art von Spielzeug mit der man nicht unbedingt prahlen ging. Als erstes nahm sie einen realistisch geformten, angenehm weichen und biegsamen Dildo heraus und betrachtete diesen im Halbdunkel einen langen Moment. Den Schaft in der einen Hand haltend, ließ sie ihren Finger über die detailliert gestaltete Eichel gleiten und dann vorne, an dem Spalt entlang nach unten. Dann aber legte sie das Teil weg und holte das zweite Spielzeug heraus. Der Vibrator war schwarz und schlicht in seiner Form und auch diesen betrachtete sie einen Moment lang, ehe sie ihn zurücklegte. Stattdessen nahm Dharja sich schlussendlich ein viel kleineres Teil heraus, welches flach in ihrer Hand lag und leise summte, wenn man es anschaltete. Als Jess neugierig ins Zimmer schaute, machte sie solange „Pzzz“, bis sie wieder verschwand. Auch von Katzenaugen wollte Dharja sich beim Masturbieren nicht beobachten lassen. Sie zog ihren Slip aus und winkelte die gespreizten Beine an, nicht ahnend welchen Ausblick sie für jemanden bieten würde, der sie heimlich beobachten würde. Sie schloss die Augen und stellte sich vor, wie es mit Keith hätte werden sollen. Wobei… nein. Es ging nicht. Nicht mit ihm. Nicht nach dem, wie es eben schiefgelaufen war. Stattdessen stellte sie sich den erstbesten anderen Typen vor, der ihr in den Sinn kam. Der Kerl im Café. Nein. Sie stand nicht auf den, aber für diesen Zweck reichte er aus.
Ihre Augen schlossen sich. Ihr Mund arbeitete. Sie stellte sich vor, wie es mit ihm wäre. Einem Wildfremden. Aber einem Mann, der in ihrer Phantasie genau wusste, wie er sie küssen, wie er sie berühren und wie er sie behandeln müsste. Ihre eine Hand streichelte wieder über ihre Brüste und reizte die empfindlichen Knospen, während sie die andere Hand zwischen ihre gespreizten Beine führte und ihre Schamlippen liebkoste. Ihre Finger glitten dann zu ihrer verborgenen Perle, welche sie leicht kreisend zu massieren anfing. Wieder stöhnte Dharja etwas, doch das Hilfsmittel lag noch untätig auf ihrem weichen, flachen Bauch.
Der Abend war wirklich sehr schön gewesen. Bis auf das Ende. Das war schrecklich in die Hose gegangen, aber sie wollte sich nicht weiter gedanklich damit beschäftigen. Dharja war noch nicht darüber hinweg, aber sie war in eine seltsame Laune gerutscht, die es erträglich machte. Und fast schon trotzig schenkte sie nun ihrem eigenen Körper die Zärtlichkeit, die ihr Keith durch seine Dummheit effektiv verwehrt hatte, auch wenn sie es gewesen war, die ihn hatte abblitzen lassen.
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