Jörg Trummer - Camille´s Tagebuch
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Der Autor spart hierbei nicht mit Kritik bezüglich der gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse in der westlichen Hemisphäre.
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Dort wurde er schon erwartet. Lebreton und die anderen Logenmitglieder baten Matthieu nach draußen, wo drei Kutschen auf sie warteten. „Deine Einweihung findet auf dem Landgut meiner Familie statt“, sagte Lebreton, als sie schon unterwegs waren. Nach circa eineinhalb Stunden erreichten sie das Ziel, eine hochherrschaftliche Villa in spät-barocker Bauart. Im Foyer stellten sich alle in einem Kreis auf und hielten sich an den Händen. Danach erklärte Lebreton die Werte, welche die spezielle Magie der Freimaurerei beinhalteten. So machten ihn die anderen Meister und ehrenwerten Bürger mit den besonderen Aspekten der Geometrie und der Zahlenlehre vertraut, auch wenn Matthieu die meisten der Weisheiten bereits kannte. Doch das wichtigste Ziel des Einzelnen sei das Streben nach Transzendenz, in Verbindung mit der Aufgabe von unnötigem materiellem Besitz. „Du musst Deine Wertgegenstände vor der eigentlichen Initiation ablegen, denn wir streben nach spiritueller Wahrheit. Du brauchst aber nicht in Armut leben. Es ist eher ein Symbol unseres Verzichts auf unnötigen Ballast. Solange die Vorbereitung auf Deine Einweihung dauert, kannst Du im Gästezimmer des Landhauses übernachten.“ Jeden Tag ging Mathieu in einen gesonderten Raum und übte die Meditation, mit dem Ziel den Geist zu reinigen. Am Tag der Initiation wurden ihm bestimmte Symbole vorgelegt, welche er verinnerlichen sollte. Das waren zum einen ein Dreieck mit einem Auge darin, darüber ein Zirkel und darunter ein Winkelmaß. Ein anderes Symbol zeigte ein Pentagramm, in welchem ein Mensch abgebildet war. Das dritte Symbol war ein Totenkopf. Lebreton klärte ihn daraufhin auf, was es mit den einzelnen Symbolen auf sich hatte. Das Pentagramm zum Beispiel wurde ganz im Sinne des Pythagoras ausgelegt, als Symbol für die Vereinigung der Elemente Erde, Feuer, Licht und Wasser. Der fünfte Zacken des Sterns war das Zeichen für den allumfassenden Geist. Lebreton wies ihn weiter daraufhin, dass er auch nach bestandener Einweihung zunächst nur den Stand eines Lehrlings habe. Erst mit fortschreitender Entwicklung werde er den Meistergrad auch in der Loge erhalten. Nachdem Matthieu dieser scheinbaren Herabsetzung mit etwas Unbehagen zugestimmt hatte, wurde er in das sogenannte Vorbereitungszimmer geführt, in welchem er eine Art Wiederauferstehung erleben sollte. Sein altes Ich sei nun gestorben und dafür etwas Neues entstanden. In dem dunklen Raum, der von nur einer Kerze erhellt wurde, befanden sich ein Totenschädel, ein Skelett und ein Tisch, auf dem Salz, Brot, Schwefel und ein Krug Wasser zu entdecken waren. An den Wänden waren noch weitere Symbole zu entdecken. All diese Gegenstände verwiesen darauf, dass nach seinem symbolischen Tod eine innere Reinigung folgen sollte, welche ihn zur absoluten Erleuchtung führen würde. Das alles folgte einem hermetischen Plan, den Matthieu verinnerlichen musste. Nach stundenlangem Aufenthalt in dem dunklen Zimmer, wurde er wieder herausgeführt und als Lehrling der Maurer von seinen neuen Weggenossen begrüßt. „Hole Deine Familie nach Paris“, sagte Lebreton zu ihm. Hier ist Deine neue Heimat, und es soll Euch an nichts mangeln. Wir sorgen füreinander.“
Und tatsächlich setzte sich ein Mitglied der Loge für ihn ein und verschaffte ihm eine Arbeitsstelle für die Renovierung der Kathedrale de Notre Dame. Da er sich mit der schnörkellosen gotischen Baukunst gut auskannte, erntete er von Beginn an großen Respekt bei seinen Handwerkskollegen. Auch in der Loge wurde seine Karriere wohlwollend beobachtet, und da er ständig an seiner selbstlosen Persönlichkeit arbeitete, wurde er schon bald nach der Beförderung zum Gesellen in den Status eines Meisters erhoben. Spätestens jetzt war er mit allen Logenmitgliedern auf Augenhöhe. Auch wenn seine Ansichten bezüglich der Ordnung des Universums und der philosophischen Lehren der Freimaurerei bei einigen Mitgliedern Kritik hervorriefen, galt er nun als geachteter Meister. Er durfte selber Lehrlinge für die Loge ausbilden, und ging in seiner neuen Berufung auf. Dabei hatte er auch nicht vergessen, was die drei Gestalten ihm einst vorausgesagt hatten, es bestärkte ihn nur in seiner Arbeit. Er hoffte, dass sie ihn noch einmal besuchen kämen, damit er den Glauben an ihre Voraussagungen nicht verlor. Doch es ging viel Zeit vorüber, Matthieu hatte inzwischen das stolze Alter von siebzig Jahren erreicht und war Urgroßvater, als zwei seiner Enkel ebenfalls einen Sitz in einer Loge anstrebten. Der alte Mann war glücklich über diese Entwicklung und unterwies sie in die eigentlichen Ziele der Freimaurerei. „Es gilt vor allem, den Unterprivilegierten zur Seite zu stehen, und ehrenvolle Absichten zu haben, dann werdet Ihr einer guten Zukunft entgegen sehen.“
Die beiden Enkel hießen Marcel und Frederic. Matthieu hatte ihnen schon mehrfach von seiner mystischen Begegnung mit den drei Fremden erzählt, doch sie wollten es erst glauben, wenn ihnen das gleiche Schicksal widerfahren sollte. Marcel war der weniger begabte Handwerker und sah seinem Bruder häufig neidisch bei der Arbeit zu, dennoch verfolgte er die gleichen Ziele wie sein Großvater, um irgendwann einmal Großmeister einer Loge zu werden. Als Mathieu starb, standen beide Enkel an seinem Sterbebett und schworen sein Vermächtnis in Ehren zu halten. Die letzten Worte vor seinem Tod, galten Marcel: „Du bist nicht als Steinmetz geeignet, suche stattdessen Deine Zukunft in der Medizin. So wirst Du erfolgreicher sein, als dein Bruder es jemals werden wird, ich bin mir sicher, dass dies Deine Berufung ist.“ Marcel war zunächst erschüttert, hatte er seine Zukunft doch immer im Handwerk gesehen. Als er seinem Bruder von der Botschaft seines Großvaters an ihn erzählte, machte dieser ihm Mut und bestärkte ihn in dieser Absicht. „Ich sah Dich nie als Konkurrenten, da Dir die Ausübung des Steine Bearbeitens nicht mit in die Wiege gelegt wurde. Aber ich weiß auch, dass Du erfolgreich sein kannst, indem Du Deinen eigenen Weg beschreitest, zum Beispiel als Mediziner. Du kannst Dich noch in dieser Woche an der Universität in Paris einschreiben. Ich werde Dich finanziell unterstützen, soviel ist mir Deine Karriere wert.“ Marcel fühlte sich von seinem Bruder unter Druck gesetzt und forderte Bedenkzeit. „Ich werde Dir innerhalb einer Woche meinen Entschluss mitteilen. Bitte gewähre mir diesen Aufschub, ich müsste mich von früheren Zielen verabschieden, dafür benötige ich einige Tage Zeit.“ Marcels Problem bestand nicht darin, dass er dem Arztberuf abgeneigt war, sondern in der Tatsache, dass er immer seinen Vorfahren nacheifern wollte. Und die waren nun mal fast immer Handwerker gewesen. Er glaubte aus der Reihe zu tanzen und Schande über seine Familie zu bringen, wenn er dem Rat seines Großvaters nachkommen würde. Doch schon am nächsten Tag erfuhr er, dass es im Stammbaum der Giffreys schon immer Ärzte gegeben hatte. Ein früher Vorfahre, William Giffrey, soll auch sehr erfolgreich im Kampf gegen die Pest gewesen sein, obwohl dies zu seiner Zeit nicht gebührend genug gewürdigt wurde. Besonders dieser Umstand ließ Marcel zu der Überzeugung kommen, dass er diesem Beruf vielleicht doch etwas abgewinnen könne. Als er seinem Bruder wenige Tage später entgegen trat, teilte er ihm seinen Entschluss mit. „Ich schließe mich Deinem Willen an, möchte aber nicht, dass Du mich während der Ausbildung zum Arzt finanziell unterstützt. Mein Stolz gebietet mir, dass ich für die Kosten alleine aufkomme.“ Die Brüder umarmten sich innig, und schon am darauffolgenden Tag brach Marcel Giffrey nach Paris auf.
Was er über die Medizin wusste, waren gestrige, veraltete Lehren, die vom Fortschritt längst eingeholt waren. So besuchte er an der Universität schon vom ersten Tag an Vorlesungen über Chirurgie und Anatomie bei einem bedeutenden Arzt namens Antoine Petit. Beeindruckt von dem Wissen, welches Petit besaß, entschloss sich Marcel Giffrey so viel wie möglich über diese Themengebiete zu lesen. In der Nacht verdiente er sich sein Geld als Leichenbestatter und später grub er die Toten für angesetzte Obduktionen wieder aus. Das war ein gutes Geschäft für jemanden, der vom Status her nur Student war. Außerdem lernte er dadurch viel über die Anatomie des Menschen. Ein gewisses Problem gab es dennoch, nämlich dass Marcel im wahrsten Sinne des Wortes kein Blut sehen konnte. Da er sich bei Operationen am menschlichen Körper regelmäßig übergab, wurde ihm abgeraten Chirurg zu werden. Doch der junge Mann machte aus der Not eine Tugend, indem er in die Forschung wechselte. Es gab zu viele Krankheiten, die kaum erforscht waren, und medizinische Gegenmittel waren noch nicht erfunden. Er hörte davon, dass jemand herausgefunden habe, dass nach der Verabreichung von einer geringfügigen Menge an Pockenviren das Immunsystem des Menschen gestärkt wurde, und es erste Heilungserfolge gab. Dadurch angespornt wälzte er Bücher über Biologie und Heilkunde. Er lernte den menschlichen Körper ganzheitlich zu sehen und begann dadurch immer mehr die Zusammenhänge von Geist und Körper zu verstehen. 1785 trat er der Academie des sciences bei, um mit den besten Gelehrten zusammenzuarbeiten. Doch schon vier Jahre später kam die Revolution und das Ende der Monarchie, woraufhin das Institut vorrübergehend geschlossen wurde. Marcel selbst kam unter Verdacht ein Royaler zu sein und floh bei Nacht und Nebel aus der Stadt zu seinem Bruder in Orleans. Seine Familie musste er in Paris zurücklassen, was ihn noch mehr schmerzte als die Tatsache, dass er nun ohne berufliche Perspektive war. Doch der nicht mehr ganz junge Arzt gab die Hoffnung niemals auf. So ergab es sich, dass er wie einige andere Wissenschaftler Anfang des 19. Jahrhunderts von allen Vorwürfen freigesprochen wurde und unter Auflagen wieder seinem Beruf nachgehen durfte. 1815 erschien Napoleon Bonaparte ein zweites Mal auf der Weltbühne und hub ein Heer von 125000 Soldaten aus. Marcel, der eigentlich ein Pazifist war, entschied sich als Militärarzt unter dem General zu dienen, auch wenn er zum wiederholten Male seine Familie damit im Stich ließ. In der Schlacht bei Waterloo, die Bonaparte bekanntlich verlor, wurde Marcel gefangen genommen und verbrachte danach ein Jahr in einem preußischen Gefangenenlager, bevor er nach seiner Freilassung nach Frankreich zurückkehren durfte.
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