Jörg Trummer - Camille´s Tagebuch

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Camille´s Tagebuch erzählt die fiktive generationenübergreifende Geschichte von Mitgliedern zweier sehr unterschiedlicher Familien, welche zunächst in Europa und zuletzt in den Vereinigten Staaten von Amerika unter dem Vorwand, die Menschheit vor dem Untergang zu retten, in aufregende Ereignisse verwickelt werden. Die Handlung umspannt dabei einen Zeitraum von fast achthundert Jahren und beginnt im Mittelalter, um letztlich in einer apokalyptischen Zukunft zu enden. In den Abenteuern der Protagonisten tauchen indessen immer wieder drei mysteriöse Gestalten auf, welche maßgeblich die Richtung der Erzählung beeinflussen.
Der Autor spart hierbei nicht mit Kritik bezüglich der gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse in der westlichen Hemisphäre.

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William dagegen war ein guter Beobachter und war der Überzeugung, dass es einen Zusammenhang zwischen dem vermehrten Auftreten von Ratten und der Krankheit geben musste. Als er den anderen Medizinern von seiner Beobachtung berichtete und seine Vermutungen zur Ausbreitung der Krankheit darlegte, wurde er für verrückt gehalten und von der Gilde der Mediziner ausgeschlossen. Einzig zwei Meister des Handwerks vertrauten seinen Schlussfolgerungen, rieten ihm aber sich wieder dem Kathedralen-Bau zu widmen, da sie befürchteten, dass seine Karriere als Arzt in Schottland wohl beendet war. In seinem Stolz wehrte sich William lange gegen seine Verleumder, musste aber angesichts des massiven Drucks von außen dem Protest der Ärzteschaft nachgeben. Thomas erkannte schnell die Probleme seines Bruders und beschloss ihm in jeder Form zu helfen. Ihre Eltern waren zudem an der unheilvollen Seuche erkrankt und so war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch sie sterben sollten. „Unsere Eltern werden bald das Zeitliche segnen, wir sind dann ohne Familie und uns hält ab da nichts mehr in Schottland. Ich würde Dir sogar an das Ende der Welt folgen lieber Bruder.“ William war gerührt von der Ansprache seines Bruders, gleichzeitig aber unentschlossen in Bezug auf die Option Schottland zu verlassen. „Was ist mit Marie und Louise, meinst Du, sie würden unsere Entscheidung mittragen und uns folgen?“ „Wir reden beide mit ihnen und dann werden wir sehen, ob sie unsere Idee unterstützen.“ „Wohin willst Du überhaupt auswandern?“, fragt darauf William, „die Pest gibt es überall.“ Thomas überlegte kurz. „Wie wäre es, wenn wir in die Heimat von Johan und Alfons aufbrechen würden, also nach Frankreich. Wir sind keine Templer wie Johan einer gewesen ist, ergo werden wir dort nicht steckbrieflich gesucht. Ich denke, die Franzosen hätten für uns beide Verwendung. Als Schotten und als Feinde von England gebe es vielleicht sogar die Chance am Hofe von Philipp VI. angenommen zu werden. Du als Arzt und ich als Ritter.“ William erbat sich Bedenkzeit bis zum nächsten Morgen, dann würde er eine Entscheidung treffen. Am folgenden Tag trafen sich die Brüder mit ihren beiden Schwestern und erklärten Ihnen ihren Plan. „Wir werden in Schottland bleiben“, sagte Marie. „Ich habe eine gute Stellung am Hofe und Louise wird bald heiraten.“

Nach der Verabschiedung von ihren Schwestern standen Thomas und William zwei Stunden später am Hafenufer von Leith und suchten eine Möglichkeit, um nach Frankreich überzusetzen. Als sie gegenüber einem Kapitän ihren Wunsch äußerten, erfuhren sie, dass Calais erst vor kurzem von den Engländern erobert wurde. Die ganze Nordküste von Frankreich sei inzwischen gefährlich. Es gebe nur eine Möglichkeit und die wäre, Spanien und Portugal zu umrunden und Marseilles anzusteuern. „Allerdings hört man, dass gerade in Marseille und der Provence die Pest besonders schlimm wüte“, sagte der Kapitän. „Wann würde denn ein Schiff nach Marseille auslaufen“, wollte William wissen. „Morgen früh legt die Konrad in Leith an. Sie fährt die Route nach Südfrankreich, und wenn Ihr genügend bezahlt, bekommt Ihr sicherlich einen Platz auf der Kogge.“ Am folgenden Tag standen Thomas und William an dem Pier, und nach weniger als zwei Stunden konnte William den Einmaster auf See ausmachen. Als das Schiff anlegte, stürmten die Brüder los und unterbreiteten dem deutschen Kapitän ihr Anliegen. „Wir laufen allerdings erst morgen aus“, sagte dieser und fügte hinzu: „Für die Überfahrt berechne ich Euch vier Goldmünzen, und Ihr müsst auf Deck schlafen, da die Kojen alle belegt sind.“ „Wir haben für heute Nacht keine Übernachtungsmöglichkeit, können wir schon heute an Deck schlafen?“, fragte Thomas. „Das kostet zehn Pennys extra“, erwiderte der Kapitän. „Wir haben Getreidesäcke an Bord, damit könnt Ihr Euch einen Schlafplatz einrichten.“ Die Nacht war kalt, und die Brüder wärmten sich gegenseitig, wobei William immer wieder aufwachte und nie richtig in den Schlaf fand. So begann er in der Nacht zu grübeln. Würden die Franzosen seine Meinung als Mediziner akzeptieren, obwohl er keine Ausbildung zum Arzt genossen hatte. Immer noch fühlte er sich mehr zum Mediziner berufen als zum Baumeister, obgleich er so viele Anfeindungen über sich ergehen lassen musste. Kranken zu helfen und nach neuen Heilungsmethoden zu forschen, das sah er als seine eigentliche Berufung an. Am nächsten Tag lief die Konrad aus, an Bord etwa zwanzig Matrosen, ein Duzend Soldaten und fünf weitere Personen, anscheinend Edelleute, darunter drei junge und anmutige Frauen.

Thomas fiel besonders die von ihrer Statur größte der jungen Frauen auf. Sie hieß Isolde und sollte in Frankreich mit einem französischen Grafen verheiratet werden. Ihre Eltern, ein reicher Händler aus Lübeck und seine adlige Frau hatten dem französischen Bräutigam angeblich eine enorme Mitgift versprochen, nur damit Isolde in eine adlige Familie einheiraten konnte. „Lass Dich nur nicht erwischen“, ermahnte William seinen Bruder. „Wenn das herauskommen sollte, dass Du dermaßen mit ihr flirtest, werfen sie uns wahrscheinlich über Bord. Sie ist jemandem anderen versprochen, und das solltest Du akzeptieren.“ Doch Thomas ließ sich nicht abhalten, und traf sich jeden Abend, wenn die Mannschaft schlief, auf dem Kapitell mit seiner Angebeteten, wobei er nicht nur Worte mit ihr austauschte. Die Wochen vergingen und die Kogge war schon auf der Höhe von Gibraltar, da fasste Thomas den Entschluss, nach der Ankunft in Marseille mit Isolde durchzubrennen. Der ahnungslose Vater der jungen Edelfrau erhoffte sich indessen durch die Vermählung seiner Tochter mit dem französischen Grafen besondere Anerkennung in seiner Gilde und in der Zukunft gute Handelsbeziehungen mit französischen Kaufleuten. Erst als die Konrad Wochen später in Marseille einlief, erklärte sich Thomas gegenüber seinem Bruder, der dessen Entscheidung nicht fassen konnte. „Wenn wir in Sicherheit sind, dann lasse ich Dir eine Nachricht über unseren Aufenthaltsort zukommen“, sagte Thomas zu William. „Du kannst uns jederzeit besuchen kommen.“ „Wir wollten uns nie aus den Augen lassen, erinnerst Du Dich, wir haben es uns versprochen“, entgegnete William. „Was soll ich denn in diesem Land alleine. Ohne Dich ist mein Leben nur die Hälfte wert.“ Thomas umarmte seinen Bruder ganz herzlich. „Du hast hier eine Aufgabe. Ich weiß, dass Du ein wunderbarer Arzt bist, auch wenn Du keine allgemeine Zulassung besitzt. Die Menschen hier brauchen Dich. Sieh Dich nur um. Überall liegen Leichensäcke und dann der Gestank von fauligem Fleisch. Du bist geschaffen für diese Herausforderung, ich sehe für mich hier keine Zukunft, aber ich liebe Isolde, und noch heute Nachmittag werden wir zusammen durchbrennen.“ William wurde bewusst, dass sein Bruder es todernst meinte und sich nie eines Besseren belehren lassen würde. Daher gab er nach und ließ Thomas ziehen. Nachdem dieser ein Pferd organisiert und Isolde am vereinbarten Platz getroffen hatte, suchten beide das Weite.

William hatte kaum noch Geld und hoffte auf eine preiswerte Unterkunft, doch die meisten Betten waren belegt. Als er am Hafen von Marseille entlang spazierte, musste er mit ansehen, wie allerorts die Toten auf allen möglichen Pferdekarren meist ohne Leichensäcke übereinander gestapelt wurden. In einer ehemaligen Schmiedewerkstatt sah er, wie Mediziner Kranke behandelten, indem sie diese zur Ader ließen oder sie mit Salben aus Krötenlaich und Hühnerkot einrieben. William war über diese Behandlung entsetzt und sprach einen der französischen Ärzte an. „Das wurde auch schon in Schottland und England versucht und brachte keinerlei Heilung.“ „Wenn Sie meinen es besser machen zu können, so treten Sie ruhig nach vorne und versuchen Sie Ihr Glück.“ „Zunächst sollten Sie wissen, dass die Krankheit hochansteckend ist, und da Sie keine Schutzmasken tragen, werden Sie genauso krank werden wie Ihre Patienten. Zudem weiß ich, dass der Überträger ein Tier ist, höchstwahrscheinlich sind es Ratten. Das habe ich bei meinen Forschungen in Bezug auf den schwarzen Tod beobachten können.“ Der Franzose hielt das Gebaren von William für höchst impertinent und wies ihn zurecht. „Wer sind Sie denn, dass Sie es wagen, uns mit dieser Dreistigkeit Versagen vorzuwerfen. Wir Mediziner sind uns alle einig, dass die Krankheit von giftigen Dämpfen, von ungünstig stehenden Winden und manchmal auch von schlechten Planetenkonstellationen herrührt. Und dann kommen Sie vom englischen Festland daher und behaupten, alles besser zu wissen.“ William blieb unterdessen ganz ruhig und gelassen. „Wenn Sie mich mithelfen lassen, werde ich Ihnen bald beweisen, dass ich Recht habe.“ Obwohl der französische Mediziner William für hochnäsig hielt, erlaubte er ihm, eine Patientin zu behandeln. „Wenn die Krankheit nicht so weit fortgeschritten ist, dann können Sie statt einen Schnitt in die Vene zu setzen, die Lymphknoten aufschneiden“, sagte William. Er begab sich zu einer jungen Frau, die bisher nur wenige Pestbeulen aufwies und verfuhr so, wie er es gerade beschrieben hatte. Doch der Franzose war nicht überzeugt, sondern sagte: „Der Frau geht es keinen Deut besser, das soll also Ihre Wundermedizin sein.“ „Warten Sie eine Woche ab, und lassen Sie sie in ein Umfeld bringen, wo keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.“ „Sie können die Frau gerne zu ihrer Unterkunft bringen, wir brauchen hier wegen der Überfüllung ohnehin mehr Platz.“ William bat zwei Helfer, die Patientin nach Hause zu bringen und begleitete sie. Bevor er nach draußen trat, wendete er sich nochmals an den französischen Arzt. „Wenn ich Erfolg haben sollte, dürfte ich sie dann anschließend im Kampf gegen die Seuche unterstützen?“ Sollten Sie, was ich nicht glaube, wirklich einen positiven Effekt erzielen, dann sind Sie hier wieder gern gesehen.“ Als William mit der jungen Frau auf der Bahre deren Behausung erreichte, fühlte er ihr die Stirn und sagte sofort zu ihrer Mitbewohnerin: „Sie hat sehr hohes Fieber, wir müssen sie runterkühlen.“ Neben ihrem Zimmer befindet sich eine Kammer mit einem Waschzuber. „Befüllt den Zuber mit kaltem Wasser und legt die Frau anschließend hinein.“ Dreißig Minuten später war die Temperatur gesunken und die junge Frau namens Anette lag in ihrem Bett und schlief. William verwendete ein altes Laken als Unterlage für die Schlafende, setzt ein Skalpell an ihren geschwollenen Lymphknoten an und schnitt diese vorsichtig ein. Ein Gemisch aus Blut und übelriechender eitriger Flüssigkeit lief aus der Wunde. „Jetzt hilft nur noch abwarten“, dachte sich William und ließ sich auf einem Hocker neben Anettes Bett nieder.

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