Karl Dorsch - Die Gier des Mzungu

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Die Gier des Mzungu: краткое содержание, описание и аннотация

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Was wie ein normaler Tag begann, entwickelt sich für den deutschen Architekten Frank Roland zu einem nicht enden wollenden Albtraum. Er erfährt, dass ihn sein Bruder Rolf in den Ruin getrieben hat, ermordet ihn und flüchtet nach Mombasa.
Dort kommt er in Kontakt mit einer Verbrecherorganisation und soll Diamanten aus dem Herzen Afrikas schmuggeln.
Die Reise durchquert den großen afrikanischen Graben, bis zum Tanganjikasee. Es treten immer mehr Ungereimtheiten auf, die in einer Vorhersage eines alten Afrikaners, eines Manga, gipfeln: Frank wird auf seiner Reise einen farblosen Mann begegnen, der ihn ins Unglück stürzt.
Aufgewühlt sucht er das Büro seines Mittelsmannes. Als ihm der junge Afrikaner Jumbe als Begleitung zur Seite gestellt wird, scheint der Rest eine Kleinigkeit zu sein. Doch was abenteuerlich beginnt, wird für Frank zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.
Auf dem Rückweg wird Jumbe ermordet. Nach dessen Tod versucht Frank alleine das Land zu verlassen. Überall stößt er auf Ablehnung und ungewöhnliche Transportbedingungen. Auf den Matatus drängen sich Kleinbauern und stillende Mütter eng zusammen, gackernde Hühner und Trockenfisch sammeln sich dort an. Er versucht mit letzter Kraft zurückzukehren, bis ihm der vorhergesagte Albino über den Weg läuft.
Damit beginnt eine dramatische Entwicklung, bis die Rückreise ein jähes und unerwartetes Ende nimmt.

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„Ein Kind um diese Zeit? Die Polizei hat dich vernommen und die Reporter sind abgezogen.“ Sie spitzt die Lippen. „Gibt es viele Gläubiger in Österreich, außer der Bank?“

„Das weiß ich nicht. Ich musste nur ab und zu als Stellvertreter unterschreiben.“

Anna beginnt zu zittern und blickt ihm in die Augen. Sie hat sich immer etwas Mädchenhaftes bewahrt, aber jetzt sieht Mike in ihr eine schnell gealterte Frau. Das Gesicht eingefallen, Falten um den Mund und eine graugelbe Haut.

„Was ist los mit dir?“, erwidert er in barschem Ton.

„Wie kommst du auf Mombasa?“, fragt sie ungläubig.

„Weil ich in Wirtschaftsjournalen gelesen habe, dass in den konfliktgeladenen Zonen der Republik Kongo Gold gefunden und geschmuggelt wird. Man kauft das wertvolle Metall von Händlern und Bergarbeitern aus kongolesischen Dörfern, die von Rebellen beherrscht werden. Sie verstecken das Gold und schaffen es in benachbarte Länder wie Kenia oder Tansania. Und dort werden die wertvollen Klumpen zertifiziert und zusammen mit anderem Gepäck in Richtung Naher Osten und Asien auf den Weg gebracht. Und ich bringe auch Gold, noch dazu in Barrenform. Das Umändern der Nummern ist für solche Leute eine Kleinigkeit.“

„Du bist ja erstaunlich gut informiert.“

„Gott sei Dank!“, entgegnet Mike, „sonst hätten wir ein riesiges Problem.“

Sie schweigen eine Zeit lang.

„Darauf hat mich dein Mann gebracht“, er wartet, „‚hatte‘ mich gebracht, muss ich jetzt sagen. Er ist tot, vom Zug überfahren und kommt nie wieder.“

„Ja“, sagt sie leise.

Sie wird nachdenklich. „Aber wieso er?“

„Weißt du, Anna“, beginnt Mike bedächtig und ist froh, ihr erzählen zu können, „weißt du, er war sich im klaren, dass du ihn verlässt. Da begann er zu überlegen, wie er zu Geld kommt, heimlich, ohne dein Wissen. Wenn wir uns in letzter Zeit unterhielten, dann fast nur noch über Goldanlagen. Seine Begeisterung war wie bei einem Jungen, der von einem Rennrad träumt. Alles darüber interessierte ihn, vor allem, wo das Edelmetall herkommt. Er sprach oft von Geldwäsche in afrikanischen Länder, das machte mich stutzig. Und dann war die Gelegenheit für ihn da, die Umschichtung in der Wiener Zentralbank. Sein Plan war mir schnell klar, er wollte das Haus verkaufen und mit Barren aus dem Depot abhauen. Vielleicht wusste er, wie man sie nach Afrika bringen kann. Du warst ihm als Gegner viel zu groß, deshalb die Flucht.“

Mike schaut sie an und fährt fort: „Und zu berechnend. Das kann ich sogar verstehen.“

„Du?“, fällt sie ihm ins Wort. „Was willst du damit sagen?“

„Du bist eine hübsche Frau, Anna, und intelligent. Davor hat jeder vernünftige Mann Angst. Ich glaube manchmal, du hast deine eigenen Pläne, ohne mich.“

„Aber Mike!“, schreit sie. „Wieso sagst du das? Du tust mir weh!“ Sie geht von ihm weg und gräbt ihr Gesicht in ihre Hände.

Mike geht ihr nach, hält sanft ihre Schultern und umklammert sie langsam. „Verzeih mir, du hast Recht. Es ist die Aufregung, sonst nichts. Ich habe eine Lösung, nur, ich muss dafür weg. Nicht lange. Verzeih!“

Sie gehen zurück zu dem kleinen Fenster und schauen Hand in Hand in die Nacht. Ein beruhigendes Gefühl stellt sich ein, als das Licht eines Flugzeugs den schwarzen Himmel durchkriecht. Die Straßenlaterne taucht den Vorgarten in ein mystisches, kaum wahrnehmbares Gelb. Eine Katze springt erschrocken aus den Büschen, drückt sich zwischen den Zaunlatten durch, bleibt unter der Laterne stehen und blickt zurück zum Garten. Beide beobachten das Tier, sehen ihren erschreckten Gesichtsausdruck und suchen nach dem Grund.

„Was hat das Tier?, sorgt sich Anna. „Es ist aus der Nachbarschaft und wird von mir ab und zu gefüttert.“

„Es hat Angst.“

„Das weiß ich, nur wovor?“

„Gut, ich habe schon verstanden“, sagt Mike und geht zur Treppe. „Du bleibst heroben und lässt das Licht an.“

Mike steigt die Treppen hinab, schließt die Tür zum hinteren Garten so leise als möglich auf und geht hinaus. An der Abbiegung zum Vorgarten hält er an und streckt seinen Kopf um die Ecke, wie ein Fischreiher bei der Jagd. Das fahle Licht ist günstig, er kann kaum entdeckt werden, aber selber auf die wenige Meter entfernte Straße sehen. In den Büschen rührt sich nichts und die Katze ist weg. Links von ihm parken in einhundert Meter Entfernung zwei Autos hintereinander, ansonsten sieht er nichts. Als Mike zurück will, kommt ein Mann von mittlerer Größe hinter den Autos zum Vorschein, blickt lange in seine Richtung und steigt in das vordere Fahrzeug. Mike wartet, dass der Motor anspringt und weggefahren wird. Aber es geschieht nichts. Er geht auf die Straße, um das polizeiliche Kennzeichen lesen zu können. Das Auto startet und fährt weg. Hinter ihm raschelte es. Mike dreht sich erschrocken um, sieht einen Schatten neben der Garagenmauer und rennt los.

„Anna! Verdammt noch mal, was machst du hier?“

„Ich habe ihn gesehen!“, entgegnet sie ganz aufgeregt.

„Wen?“

„Den Mann! Er ging nach links die Straße entlang.“

„Aha. Und hast du gesehen, ob er aus einem Garten kam?“

„Nein, nur dass er auf der Straße war.“

„Das gibt uns keine Gewissheit. Ich habe jemanden mit dem Auto wegfahren sehen. Aber vielleicht ist alles Zufall und ein Marder hatte zuvor die Katze erschreckt“, meint Mike unsicher.

„Und der Marder ist dann mit dem Auto weggefahren, oder?“, erwidert sie spitz.

Sie gehen hinein, machen Pläne über ihre Zukunft und sind sich im klaren, dass viele Schwierigkeiten zu überwinden sind. Anna kann nicht glauben, dass alles so einfach ist, wie Mike es vorhat. „Und wieso nach Afrika?“, fragt sie, „und wieso so schnell?“

„Wir haben keine andere Wahl, Anna“, antwortet Mike, „entscheide du.“

3

Anna öffnet das schwarze, schmiedeeiserne Tor so sanft wie möglich, um das Quietschen der Scharniere auf ein Minimum zu beschränken. Nach ihrem letzten Besuch hatte sie sich vorgenommen Öl mit zu bringen und in diese Drehgelenke zu träufeln. Nur, wie würde das aussehen, wenn jemand beobachtet, wie eine trauernde Witwe die Arbeiten der Friedhofsverwaltung übernimmt und vor allem, wieso stört sie dieses leicht schneidende Geräusch?

Mike würde diese Arbeit für sie übernehmen, wenn er noch da wäre. Seit zwei Wochen ist er in Kenia und telefoniert selten mit ihr.

Für sie ist es wichtig, hier nicht gesehen zu werden, zumindest nicht so oft. Natürlich könnte sie sagen, die Trauer zwingt sie dazu, dennoch ist es auffällig, wenn ständig das Grab gerichtet wird. Anfangs hatte sie oft einen Mann mittleren Alters in ihrer Nähe gesehen und dachte, es wäre ein Angehöriger einer Verstorbenen. Er kam nach ihr und ging erst, als sie den Friedhof verließ. Beim dritten oder vierten Mal merkte sie sich den Platz an dem er stand und tatsächlich war er beim nächsten Besuch eine Reihe weiter. Zufall oder nicht? Sie ist sich nicht sicher, ob er sie beobachtete und kommt deshalb nachts, kurz bevor die Ruhestätte geschlossen wird.

Anna dreht sich um und schließt das Tor so behutsam wie sie geöffnet hat. In dem Augenblick unterbricht ein lauter, dröhnender Klang der Turmuhr den Frieden dieses Ortes. Sie zuckt zusammen und fühlt sich wie benommen. Sie versucht sich zu sammeln und geht weiter. Der runde Kies unter ihren Schuhen macht bei jedem Schritt ein dumpfes, knirschendes Geräusch und passt gut zur Stimmung um diese Zeit. Die kleine Kirche wird von kräftigen Strahlern illuminiert und leuchtet in einem warmen, gesättigten Gelb, dahinter der schwarze Kontrast des Schatten. Viele Gräber gibt es nicht, die meisten sind um die alte, hohe Friedhofsmauer verteilt. Es sind schöne, verwitterte Natursteine, direkt romantisch. In Richtung des kleinen Kirchenportals führen links und rechts schmale Wege zu den Plätzen, an denen die Verstorbenen liegen. Vereinzelt brennen Kerzen darauf, wie gestern und die Tage zuvor, rot und warm. Es ist keiner mehr da, sie ist die Einzige. Bevor sie den Hauptgang verlässt, um in die richtige Gräberreihe einzubiegen, bückt sie sich, geradeso, als ob Interessantes auf dem Boden läge und blickt sich unauffällig auf beide Seiten.

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