Erich Muhsam - Brennende Erde

Здесь есть возможность читать онлайн «Erich Muhsam - Brennende Erde» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Brennende Erde: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Brennende Erde»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Neuauflage der Gedichtsammlung ›Brennende Erde – Verse eines Kämpfers‹ von Erich Mühsam. Mühsam war Anarchist, Publizist und Antimilitarist. Als politischer Aktivist war er 1919 maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wofür er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt wurde, aus der er nach 5 Jahren im Rahmen einer Amnestie freikam. Seine Gedichte zeichnen sich durch ästhetische Qualität, hintergründigen Witz und revolutionären Gehalt aus. Mühsams Werke zählen zur Weltliteratur.

Brennende Erde — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Brennende Erde», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

und möchte den Geist zur Freude erheben!

Möchtet ihr, Menschen? Wohl! Reckt eure Köpfe!

Öffnet die Augen! Dehnt eure Brust!

Fühlt euch als freie, als eigne Geschöpfe!

Wollet die Freiheit! Wollet die Lust!

Alles Geschehens Geheimnis ist Wollen.

Wollt euer Glück! Erwacht! Erwacht!

Die Wellen nur fließen, die Steine nur rollen,

die eine Kraft zur Bewegung gebracht.

Menschen! Besinnt euch auf eure Kraft!

Zur Arbeit, die Frieden und Freude schafft!

Eine Welt der Freiheit ist zu gewinnen, –

und der erste Schritt zum Glück heißt: Beginnen!

Weckruf

1909

Die Augen auf! Erwachen

aus Druck und Zwang und Staat!

Ihr Armen und ihr Schwachen,

besinnt euch auf die Tat!

Die ihr dem Herrn den Spaten führt,

die Häuser baut, das Feuer schürt, –

sehnt ihr euch nicht nach Brot und Land?

Den eignen Spaten in die Hand!

Fort mit der Fessel, die euch band!

In Reihen, Kameraden!

Die ihr die Arbeit haßt,

mit der man euch beladen, –

werft von euch eure Last!

Werft sie, wohin sie fallen mag!

Schafft selbst euch euern Arbeitstag!

Pfeift auf des Herren Dienstgebot!

Nicht ihm – euch selbst backt euer Brot!

Nicht ihn – euch selbst helft aus der Not!

Ans Werk! Die Kinder schreien

nach Brot und Bett und Kleid!

Ans Werk, sie zu befreien

Aus ihrem Weh und Leid!

Ans Werk ihr Männer und ihr Frauen!

Den Kindern gilt’s die Welt zu bauen!

Mensch, fühl dich Mensch und sei kein Hund!

Freiheit auf freiem Ackergrund!

Dem Volk den Boden! Schließt den Bund!

Freiheit und Land

1910

Es schwillt die Kraft. Der Arm greift aus.

Die Sense schwingt sich übers Feld.

Der Schweiß quillt aus der Stirn heraus.

Doch nicht erlahmt die die starke Hand

des Arbeitsmanns. Es denkt der Held:

Freiheit und Land!

In Schwaden liegt das Korn gemäht.

Der es geackert, fährt es heim.

Noch einmal schweift sein Auge, späht,

wo hoch und stolz die Ähre stand.

Noch einmal formt sein Mund den Reim:

Freiheit und Land!

Die Sonne überstrahlt die Flur,

die sich nach neuem Samen sehnt.

zum Menschen flüstert die Natur,

zum Menschen, der die Garben band,

dem Sehnsucht alle Muskeln dehnt:

Freiheit und Land!

Der Mahner

1910

Wo bleibt ihr nur, Genossen meiner Zeit?

Ich schau zurück und kann euch kaum noch sehn.

Ein wirres Stimmentosen hör ich weit,

weit hinter mir und kann es nicht verstehn.

Ich ruf euch zu, doch euer Echo fehlt

den Laut, der rein aus meiner Stimme klingt.

Ich wink euch her. Doch ihr, wie unbeseelt,

horcht tauben Ohrs, ob euch ein Stummer singt.

Vergebne Zeichen! Aus den Zähnen pfeift

mißtönig euer ärgerlicher Spott.

Kommt nie die Zeit, da ihr die Zeit begreift?

Tritt nie aus finstern Kirchen euer Gott?

Hoffnung

1910

Von meiner Hoffnung laß ich nicht,

ich ließe denn mein Leben,

daß einmal noch das Weltgericht

ein Lächeln muß umschweben.

Und kann es nicht durch Gott geschehn,

daß sich die Menschheit liebe,

so muß es mit dem Teufel gehn,

dem sich die Welt verschriebe.

Der Teufel hol Gesetz und Zwang

samt allen toten Lettern!

Er leih dem Geiste Mut und Drang,

die Tafeln zu zerschmettern!

Am Anfang trennte Gottes Rat

die Guten von den Bösen.

Am Ende steht die Menschentat,

den Gottesbann zu lösen.

Stumm starrt der Weltengeist und friert,

wo wild Begriffe toben.

Wenn einst das Wort die Tat gebiert,

wird er uns lächelnd loben.

Tolstojs Tod

(am 20. November 1910)

Die Liebe ist verwaist. Ihr stärkster Hort,

ihr Schützer, ihr Prophet, ihr Held, ihr Sohn,

die menschgewordne Liebe selbst ging fort.

Das Herz der Welt erbebt in seinen Festen,

erschüttert von des Worts Posaunenton,

vom Testament des Weisesten und Besten.

Er ging, wie nie ein Mensch noch sterben ging,

nicht müde flüchtend, nicht mit Todesbeben;

er sprengte seines Daseins goldnen Ring,

zu einen seines Herzens mächtigen Schlag

mit dem der Welt. – An seinem Sterbetag

grüßt ihn der Sieg des langen Kampfs: das Leben...

Noch schläft die Sonne hinter Reif und Frost;

vereiste Wege, nur vom Schnee erhellt,

durchkreuzen bleich und lang erfrorne Gründe.

Durch den Novembermorgen pfeift und gellt,

wie Atemstöße roher Menschensünde,

von Schmerz und Wollust heulend der Nordost.

Da trappeln Pferde. Eine Wagenspur

spult flimmernd sich im schneeigen Boden ab.

Ein Greis verläßt sein Weib, sein Gut, sein Haus.

Hinaus in Gottes einsame Natur!

Die Hufe schlagen auf im scharfen Trab, –

in Rußlands stillste Einsamkeit hinaus.

Was arme Menschen Wohlstand dünkt und Glück:

Bequemlichkeit und festliches Geschmeide

und Zärtlichkeit und liebende Betreuung, –

der flüchtige Greis wirft keinen Blick zurück.

Die Seele, eingekrustet im Genuß,

sehnt sich nach Reinigung und nach Erneuung.

Sie wäscht sich rein von aller Menschheit Leid

Und aller Menschheit weiht sie ihren Kuß.

Sucht nicht den Gatten, sucht den Vater nicht,

der ohne Abschied ging, um Gott zu finden;

in seiner Sterbestunde für die Blinden

Gott anzuflehn um Stab und Mut und Licht.

Der euch verließ, gehört euch nicht allein.

Stört nicht sein Tun, so ihr die Menschheit achtet!

Wenn ihr barmherzig seid, tränkt nicht mit Wein

den Sterblichen, der nach Erlösung schmachtet!

Der Tag steigt auf. Die helle Sonne leuchtet

ins herbstliche Gefild mit heller Glut,

daß rings vom Tau und Schnee sich funkelnd feuchtet,

und daß des Greisen welke Brust sich dehnt,

noch einmal sich zurück zur Jugend sehnt,

noch einmal rascher rieseln fühlt das Blut.

Dann sinkt der Leib zusammen siech und schwach.

Nur rasch ihn betten unters nächste Dach!

Und die ihn lieben, kommen, ihn zu pflegen,

noch einmal seine bleiche Hand zu küssen

und zu empfangen Scheidegruß und Segen.

Er wehrt sie ab. Schon dorren seine Lungen,

schon jagt in irrem Schlag der Puls des Kranken:

In dieser Stunde nicht bedrängt sein müssen

von Zärtlichkeiten und Erinnerungen.

Nur noch zu Gott die Worte und Gedanken!

Da draußen liegt die weite weiße Erde,

das Schlachtfeld, wo Millionen Menschen leiden,

wo Haß und Kampf und Kriege und Beschwerde

das Menschenherz von seiner Gottheit scheiden.

Liebt euch! Seid Freunde, Brüder! Haltet Frieden!

Seid gut und widerstehet der Gewalt!

Der Sterbende hat an die Bahnstation

die ganze Menschheit vor sein Bett beschieden,

befiehlt ihr, Gottes Odem einzusaugen.

Er atmet auf. Ein Todeshauch weht kalt

um Herz und Stirne, – und der Menschensohn

erkennt den Gott und seufzt und schließt die Augen.

Sein Herzschlag hat sich dem der Welt vereint.

Die Liebe ist verwaist. – Die Menschheit weint.

Конец ознакомительного фрагмента.

Текст предоставлен ООО «ЛитРес».

Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.

Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Brennende Erde»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Brennende Erde» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Brennende Erde»

Обсуждение, отзывы о книге «Brennende Erde» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x