Miriam Lanz - Unter Piraten

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Bei der Überfahrt von Bristol nach Jamaika gerät eine Fregatte in einen Sturm. Die junge, impulsive, intelligente Vollwaise Gwyn geht über Bord.
Von ihrem Onkel, dem Arzt Dr. Steward, getrennt gerät sie auf das Schiff von Blackbeard. Während sich ihr Onkel vor Trauer in Rauschmittel flüchtet, gelingt es Gwyn sich mit Hilfe des Schiffsjungen Ben in der brutalen Welt der Piraten zu behaupten und wittert eine Möglichkeit auch den von Piraten verschuldeten Tod ihrer Eltern zu rächen.

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„Nun, vor gut einem halben Jahrhundert begann man Insekten zu zergliedern und Pflanzenschnitte anzufertigen. Das Mikroskop wurde ein wichtiges Hilfsmittel der Wissenschaft. Einige Jahre später entdeckte man Bakterien, Blutzellen und Spermien. Um das Jahr 1665 verwendete Athanasius Kircher erstmals ein Mikroskop zur Erforschung von Krankheitsursachen. Ein bedeutender Schritt für die moderne Medizin, musst du wissen, denn Kircher fand tatsächlich heraus, dass der ‚contagium animatum’, der lebendige Erreger, für Krankheiten verantwortlich ist. Seit dieser Entdeckung hat sich die Zahl der Heilmittel und Methoden verdreifacht. Allerdings zweifle ich an der Wirksamkeit von einigen. Es übersteigt meine Vorstellungskraft, dass laute Musik, oder gar Kanonendonner Fieber heilen soll, aber ich kenne genug Ärzte und besonders Bader, die auf solch absurde Ideen vertrauen.“ Steward schüttelte belustigt den Kopf und legte die Glasplatte, auf die er einen Tropfen der Flüssigkeit gegeben hatte, unter das Objektiv des Mikroskops. Gwyn hörte ihm mit großen Augen zu. Ihr Interesse war unübersehbar.

„Im selben Jahr machte auch Robert Hooke eine Entdeckung. Er hatte eine Korkplatte unter das Objektiv gelegt und die Struktur, die sich ihm dabei offenbarte, nannte er Kork-Zellen. Sehr schnell wurde klar, dass nicht nur Kork eine solche Struktur besitzt sondern fast alle Körper. Sogar völlig klare Flüssigkeiten besitzen Zellen. Ich zeige es dir!“ Steward zündete die Lichtquelle des Mikroskops an und warf einen kurzen Blick durch das Okular, dann winkte er Gwyn heran. Neugierig blickte das Mädchen durch das Rohr.

„Da bewegt sich wirklich etwas!“, rief sie erstaunt aus. Steward lächelte.

Schnelles Hufgetrappel und laute, gelallte Flüche rissen den Arzt aus seinem Tagtraum. Harold Thayor saß schief auf dem Rücken des Tieres und galoppierte auf den Arzt zu. Steward wich an die Außenwand eines Fachwerkhauses.

"Halt an, verdammtes Mistvieh!", brüllte Thayor. Das Pferd blieb schnaubend neben Dr. Steward stehen. Harold Thayor sprang vom Rücken seines Pferdes und taumelte nach links.

„Verzeiht vielmals, Doktor!", lallte er, wobei er den Hut vom Kopf zog und sich tief verbeugte. Der Arzt musterte ihn mit einem tadelnden Blick. Als ihm der stechende Alkoholgeruch entgegenströmte, trat er angewidert einen Schritt zurück.

'In diesem Zustand wird er sich alle Knochen brechen. Das Klügste wäre es, ihn seinen Rausch ausschlafen zu lassen’

Steward griff nach den Zügeln des Pferdes, das Thayor wieder besteigen wollte, und sah sich um. Tom Hadfield schlenderte die Straße entlang. Als er den Arzt sah, verbeugte er sich kurz. “Guten Tag, Sir!“

„Würdest du einmal herkommen, mein Junge?“, fragte der Arzt und zog seinen Geldbeutel aus der Tasche.

„Weißt du, wo er wohnt?“ Steward deutete auf den Betrunkenen. Tom nickte.

„Ich gebe dir einen Schilling, wenn du ihn nach Hause bringst.“ Toms Augen weiteten sich, als ihm der Arzt die Münze entgegen hielt. „Natürlich, Sir!“

Als Steward wenig später in seinem Arbeitszimmer saß, fiel sein Blick auf das alte Mikroskop. Augenblicklich wanderten seine Gedanken zu Gwyn. Nach diesem Gespräch, bei dem ihm Gwyn so interessiert gelauscht hatte und nachdem Steward ihre vor Begeisterung leuchtenden Augen gesehen hatte, war ihm klar gewesen, dass sie etwas ganz besonderes war. Noch in Laufe der folgenden zwei Woche hatte er sie in sein Herz geschlossen.

Gedankenverloren fuhr er über die eingravierten Muster des Mikroskops. Als er die raue Oberfläche unter seinen Fingern spürte, wurde Steward schlagartig wieder bewusst, wieso er sich nicht an diesen schönen Tag erinnern wollte. Ein flammender Schmerz loderte in seiner Brust auf. Der Schmerz, den er bei Wildes Worten gespürt hatte, als er ihm von Gwyns Tod berichtete...

Tränen brannte dem Arzt in den Augen, als er die Bibliothek betrat und sich ein Glas Brandy eingoss. Zitternd zog er die kleine, runde Flasche aus seiner Rocktasche und träufelte ihren Inhalt in die bräunliche Flüssigkeit.

05. Juli im Jahre des Herrn 1713:

Gwyn knirschte wütend mit den Zähnen, während sie nach einer neuen Kartoffel griff. Nick Jordan saß mit einer Schnapsflasche in der Hand an dem kleinen wackligen Tisch in der Kombüse und beobachtete sie bei der Arbeit.

„Du bis´ sogar zu blöd, Kartoffeln zu schälen!“, stellte er höhnisch grinsend fest.

Verfluchter, dreckiger Säufer!’

Die Vorratskammern der ‚Adventure’ waren vor zwei Tagen wieder aufgefüllt worden – sie hatte ein reichbeladenes Handelsschiff kurz vor der Küste Carolinas überfallen. Die Tage zuvor gab es kaum mehr etwas Essbares auf dem Schiff und obgleich sie ihre Arbeit so tief verabscheute wie den Koch, war sie froh, endlich wieder eine richtige Mahlzeit zu bekommen.

„Beeil dich, Nichtsnutz!“, fauchte der Koch und trat Gwyn in den Rücken. Keinen Augenblick später ließ das Mädchen das Messer fallen - sie hatte sich geschnitten.

„Verflucht!“, zischte sie und wischte sich das Blut an ihr Hemd.

„Was is´? Mach weiter!“, bellte der Koch und trat ein weiteres Mal nach ihr. Gwyn hörte ein dumpfes Geräusch, als der Koch sie zwischen den Rippen traf, und ein stechender Schmerz durchfuhr sie. Sie rang schwer nach Atem.

„Mach weiter, Bastard!“, brüllte Jordan und nahm einen Schluck aus seiner Flasche.

Gwyn spürte, wie ihr das warme Blut über die Hand lief. Mit geschlossenen Augen tastete sie nach dem Messer.

In den vergangenen Wochen hatte sie mehr Blut gesehen, als in ihrem ganzen vorherigen Leben, doch beim Anblick ihres eigenen Blutes kämpfte sie gegen aufsteigende Übelkeit an. Endlich hatte sie das Schneideinstrument gefunden. Sie riss ein Stück des groben Stoffes vom unteren Ende des Hemdes ab und wickelte es sich um die Hand.

Als sie sich wieder ihrer Arbeit zuwandte, versuchte sie sich daran zu erinnern, wie lange sie schon so auf ihr Blut reagierte.

Nicht einmal bei dem grauenhaften Blutbad auf der ‚Mercatoris’, war ihr so zu Mute gewesen, obgleich das ganze Deck eine einzige Blutlache gewesen war.

Eine lang vergessene Erinnerung kam Gwyn ins Gedächtnis. Sie hatte einmal im eingeschneiten Garten gespielt und war auf einer Eisplatte ausgerutscht. Als sie sich aufsetzte, bemerkte sie, dass sie aus Mund und Nase blutete. Sie schluckte das metallen schmeckende Blut und begann zu schreien, als ob der Leibhaftige hinter ihr her wäre. Nancy und ihr Onkel kamen herausgestürzt. Während Nancy Hände ringend im Garten umherlief, trug sie ihr Onkel in die Küche, gab ihr ein Glas Wasser, damit sie sich den Mund ausspülen konnte und wischte ihr das Gesicht ab. An diesem Tag hatte Gwyn ihren ersten Milchzahn verloren.

Sie konnte sich noch gut daran erinnern, wie stolz sie gewesen war. Allen Angestellten hatte sie ihre Zahnlücke und den Zahn gezeigt.

Das Mädchen lächelte unwillkürlich und warf einen Blick auf ihre Hand. Der Stoff war bereits blutdurchtränkt. Gwyn seufzte und griff nach der nächsten Kartoffel.

Immerhin ist der Eimer fast leer.’

Inzwischen hatte auch Jordan mit seiner Arbeit begonnen. Gwyn hörte das Klappern der Töpfe.

„Fertig“, raunte sie schließlich und streckte sich. Ihre Hand brannte. Der Koch ignorierte sie. Als Gwyn auch auf die Frage, ob es noch etwas anderes zu erledigen gäbe, keine Antwort erhielt, wandte sie sich gleichgültig mit den Schultern zuckend zum Gehen.

Sie wollte gerade die Tür öffnen, als laute, schlürfende Schritte auf dem Gang ertönten. Die Tür flog schwungvoll auf und Howard stand schwerfällig im Türrahmen. Jordan sah überrascht von seiner Arbeit auf.

„Hey, Koch, wo is´ der Kleine? Der Käpt´n will ihn sehen!“ Gwyn schnaubte wütend.

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