Thomas Helm - Ost-wärts

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Winter 1986
Im Wohnlager einer der DDR–Baustellen an der Erdgastrasse im Ural passiert Ungewöhnliches.
Ein junger Maschinist begeht eine Selbsttötung, ein Transportmeister verschwindet spurlos über Nacht.
Das geschieht auf einem Standort, wo knapp Eintausend zumeist jugendliche «Trassenerbauer» fernab der Heimat arbeiten und leben. Zwölf der dort Beschäftigten, mit völlig verschiedenen Arbeitsaufgaben und sozialer Herkunft, werden ungewollt in diese Vorkommnisse involviert.
Von nun an beginnt eine unkontrollierbar erscheinende Abfolge von Ereignissen, die geprägt sind von Missgunst, Korruption, politischer Verleumdung. Und vom Bestreben einzelner, die Existenzen anderer brutal zu vernichten.
Immer steht im Hintergrund ein geheimes Projekt, das von der Staatssicherheit an der gesamten Erdgastrasse vorangetrieben wird.
Erst mit der «Wende» scheint der Alptraum ein Ende zu finden. Aber es scheint nur so.
Ein Buch für die Vielzahl heute noch lebender, ehemaliger Trassniks, die sich an ihr damaliges, hartes Leben in Staub, Schlamm und zumeist sieben Monate Winter erinnern wollen.
Es ist auch ein Informationsquell für frühere DDR-Bürger, für heutige Bürger in den alten Bundesländern und vor allem auch für junge Leute. Für alle, die wissen wollen, was es mit dem Bau der Erdgasleitungen von Sibirien nach Westeuropa damals auf sich hatte.

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»Na gut, belassen wir’s dabei!«, räumte der Major ein. »Wo kein Kläger, da kein Richter. Momentan können wir’s ja nicht beweisen, dass der dicke Urs irgendetwas mit dem Tod des Jungen zu schaffen hat. Aber wir sollten das alles im Auge behalten. Nicht, dass die warmen Brüder sich hier zu sehr breitmachen!«, schloss er seine Überlegungen ab.

Sehr zu Fabers Überraschung schien Zernick in Eile zu sein. Denn er sprang plötzlich auf und zog seine gesteppten Klamotten an. Kumpelhaft klopfte er dem erstaunten Leiter für Sicherheit auf die Schulter und verschwand aus dem Büro.

Erst als der Major bereits draußen war, bemerkte es Faber. Zu seiner Verblüffung lagen die Fotos mit den Vergrößerungen nicht mehr auf seinem Schreibtisch!

Kopfschüttelnd wendete er sich seinen noch ausstehenden Verpflichtungen zu.

Für ihn selbst überraschend gelang es ihm wenig später eine telefonische Verbindung nach Mittenwalde zu erhalten. Und das schon nach drei Versuchen. Unter Knacken und Rauschen in der Leitung vermochte er es, die verantwortlichen Kollegen beim Generallieferanten über den Vorfall zu informieren.

Nach der telefonischen Nachricht schickte er zusätzlich ein Fernschreiben in die Zentrale. Auf diesem Wege sagte er auch den Heimtransport der Leiche mit dem nächstfolgenden Urlauberheimflug zu. Der Termin wäre allerdings noch offen.

Aus Mittenwalde kam am frühen Abend die Bestätigung ebenfalls per Fernschreiben.

Man würde die Abholung des Sarges von Schönefeld veranlassen, wenn der nächste Urlauberflieger dort ankommt.

Auf dieses Stichwort hin rief Faber nochmals Joschi, den Chef der Dienstleister an, der auch gleich den Hörer abnahm.

»Immer diese Hektik! Also gut, Genosse Sicherheit! Erst vorhin sagte man mir, dass ein Klempner von TGA soeben die Zinkauskleidung in den Sarg löten würde. Die Kiste kommt also heute Abend noch rüber in den Medpunkt. Damit der Doc die Leiche einsargen kann!« Joschi klang ein bisschen genervt. »Zum Glück ist es ja überall ausreichend kalt. Da hält sich der Junge bestimmt noch eine Weile frisch«, ergänzte er seine Mitteilung noch auf eine etwas zynische Art.

Faber vermeinte zudem, ein unterdrücktes Lachen zu hören. Er ignorierte jedoch diese Entgleisung und legte ohne eine Entgegnung auf.

Der diensthabende Dispatcher vom Transport rief an. Er bestätigte ihm die angeforderte Bereitstellung eines B1000 mit Kofferaufbau. Der schien ihm für die Überführung des Sarges zum Bahnhof von Ustinov geeignet. »Mit dem Transportbüro in Moskau konnte ich auch schon alles absprechen. Ich meine, damit der Sarg vom Kasaner Bahnhof abgeholt und zum Flughafen Tscheremetjewo gebracht wird«, ergänzte der Dispatcher eifrig.

Woraufhin Faber auflegte. Später fiel ihm jedoch etwas auf, dass er übersehen hatte. Die Urlauber von Prokowski waren bereits am Morgen dieses Tages mit dem Bus nach Ustinov planmäßig abgefahren. Somit bestand für seine weiteren Aktionen plötzlich kein Zeitdruck mehr.

Denn erst in vier Tagen würden die nächsten Urlauber von zwei Nachbarstandorten abreisen. Dann erst konnten sie den Sarg in den Zug nach Moskau bei dessen Halt in Ustinov zuladen.

Letzten Endes musste Faber nur noch den Untersuchungsbericht schreiben. Was da drin stehen sollte, hatte er mit Zernick, dem Baustellenleiter und dem Parteisekretär ohnehin genauestens abgestimmt. Denn schließlich ging das Dokument mit nach Mittenwalde. Dieses Papierchen würden sich dort sicherlich noch einige, besonders wichtige Herrschaften zur Brust nehmen.

Daher formulierte Faber alles entsprechend den dafür vorgesehenen, betrieblichen Anweisungen:

»Vorgang: Selbsttötung eines Baustellenangehörigen mittels Erhängen.

Gemeinsam durchgeführten Untersuchungen durch: den Leiter Sicherheit und Arbeitsschutz, Betrieb Untergrundspeicher–Mittenwalde Standort Prokowski, dem Baustellenarzt, der Miliz und dem sowjetischen Staatsanwalt, lassen folgende Schlussfolgerungen zu:

»Der Geschädigte ist Marco Bauerfeind, geb. am 12.09.1965, beschäftigt als Maschinist beim FGLB-Engelsdorf, HAN-LT, Bereich RIV. Die letzte Einreise fand am 11.01.86 statt.

Benannter Mitarbeiter beging am Sonnabend, dem 08.02.1986 zwischen 08.00 und 09.00 Uhr, aus offensichtlich privaten Beweggründen (ev. Heimweh) und unter Alkohol stehend in seiner Wohnunterkunft eine Selbsttötung durch Erhängen.

Dazu benutzte er einen zu seiner beruflichen Winterkleidung gehörenden Schal. Er befand sich zu dieser Zeit allein in der WUD. Ein Fremdverschulden kann somit weitestgehend ausgeschlossen werden. Bauerfeind hatte sich am frühen Morgen bei seinem Brigadier krankgemeldet. Seine Brigade fuhr gegen 5.00 Uhr ohne ihn zur Schicht an den linearen Teil.

Stempel, Datum und Unterschrift.«

Als endlich alles abgearbeitet schien, holte Faber tief Luft und ein Fläschchen Weinbrand aus seinem Schreibtisch. Er nahm ein paar kräftige Schlucke gleich aus der Flasche und klopfte sich im Geiste anerkennend auf die Schulter. Diese äußerst unangenehme Aufgabe war geschafft! Aber warum auch nicht, dachte er. Leider verfügen wir ja bereits über gewisse Erfahrung, um einen unserer verunfallten Trassenerbauer auf diese Art und Weise nach Hause zu verbringen.

Nach einem prüfenden Blick ins nicht mehr besetzte Sekretariat gähnte er laut und ungeniert. Er reckte und streckte sich. Dann schaute er auf die Uhr.

Daraufhin beschloss er, für heute Feierabend zu machen.

Draußen war es schon längst wieder stockdunkel geworden.

Faber schloss das Büro ab, um noch seinen Kontrollgang durch das Wohnlager zu starten. Das tat er jeden Abend. Auch, wenn er im Speisesaal immer als einer der Letzten beim Abendessen galt. Doch heute konnte dies sicherlich kein Problem darstellen.

Denn zum einen hatte die Küche sowieso zusätzlich geöffnet. Weil die zurückkehrenden Urlauber erst nach der Abendbrotzeit ankommen würden. Zum anderen ließ man das Büfett noch länger stehen, da abends die Faschingsfeier der Baustelle stattfand.

Je mehr Alkohol die Jungs in sich hinein schütteten, umso üppiger zeigte sich später ihr Appetit! So lehrte zumindest seine persönliche Erfahrung.

Er trat hinaus vor die Bürobaracke und verschloss die Tür.

Eisige Kälte umfing ihn. Gewohnheitsmäßig warf er einen Blick zum schwarzen, von Sternen übersäten Himmel. Auch heute Nacht würde es nicht schneien.

Doch da hörte er von der Marienberger Halle her das rhythmische Wummern der Diskothek. Die Faschingsfete schien bereits begonnen zu haben.

Daher fasste er den Entschluss, gleich zum Abendessen zu gehen. Seinen Kontrollgang würde er erst im Anschluss daran durchführen.

Ein Neuankömmling im Fasching

Theo und Lisa Kappner saßen nach dem Abendessen gemeinsam mit anderen Mitarbeitern der Versorgungsleitung im vorderen der beiden Speiseräume beisammen. Sie benutzten einen Tisch in der hinteren Ecke, weil sich ihnen von da aus der ungehinderte Blick auf den Übergang zur Marienberger Halle bot. Von dort her dröhnten schon laute Discoklänge.

Entgegen dem allgemeinen Verbot, das während der Essenszeiten galt, erlaubten sie sich in der Nische zu rauchen. Zudem konnten sie sich dort unterhalten, ohne schreien zu müssen.

Auf dem Tisch standen mehrere Flaschen »Braustolz Pils« und zwei mit »CioCioSan«.

Diesen fiesen Wermut verabscheuten die Kappners zutiefst.

Völlig im Gegensatz zu den beiden Mädels aus der Ökonomie und dem pickligen Wareneinkäufer. Die fanden das süße Gesöff rundum toll, weil es vortreffliche Laune versprach. Ein Grund mehr, wofür sie gern ihre Rubelchen verplemperten.

Aber lange würden die jungen Leute sicherlich nicht hier am Tisch hocken bleiben. Dessen war sich Theo Kappner bewusst.

Inzwischen war es nach zwanzig Uhr geworden und der laute, hämmernde Rhythmus aus der Halle lockte das jüngere Volk eindringlich zum Tanz.

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