Roman Fessler - Der nächtliche Wald

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Schottland im Sommer 1435. Alison ist jung, bezaubernd schön und die begehrteste Jungfrau des schottischen Hochadels.
Aber ihr Herz gehört Ian Mac Coinnich, einem wortkargen, unnahbaren Krieger aus den Highlands, der genau zu der Zeit auf Tantallon Castle erscheint, als eine mysteriöse Mordserie die
Menschen in East Lothian in Angst und Schrecken versetzt.
Schon mehrere Menschen sind auf unbeschreiblich grausame Weise ermordet worden.
Es heißt, die Mörder hätten das Fleisch der Getöteten gegessen. Alisons Vater, der Earl of Angus, ruft seine Männer zusammen. Er will dem Treiben der Mörderbande so rasch wie möglich ein Ende bereiten.
Auch der Highlander will sich an der Suche nach den Kannibalen beteiligen. Doch die Gefolgsleute des Earl mißtrauen Mac Coinnich. Er scheint mehr zu wissen, als er zugeben möchte.
Trotzdem fühlt sich Alison geradezu magisch von diesem Mann angezogen, obwohl auch sie schon bald bemerkt, dass Ian ein finsteres Geheimnis hütet. Als sie die Wahrheit entdeckt, schlagen die Menschenfresser erneut zu…

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Allerdings waren es Träume einer anderen Art, als jene, die sie zuvor gehabt hatte. Nun träumte sie nicht mehr von Kobolden und Fabelwesen, sondern von Männern aus Fleisch und Blut. Sie schwieg und gab vor, geheilt zu sein. Doch die Träume verfolgten sie weiter. Im Frühsommer 1435 erschien in ihren Träumen immer öfter dieser rätselhafte Unbekannte, den sie nie zuvor irgendwo gesehen hatte. Zum ersten Mal begegnete sie ihm am Morgen jenes Tages, als das Bankett zu Ehren von Kevin Mac Farlane stattfinden sollte.

Alison war müde und fühlte sich in der Gegenwart ihrer Mutter nicht so ganz wohl. Lady Margaret musterte sie misstrauisch und glaubte ihr kein Wort, als sie ihr versicherte, dass sie wohlauf sei und gut geschlafen habe. Sie gingen in Begleitung dreier Hofdamen auf den Zinnen des Schlosses spazieren und genossen die angenehm kühle Meeresbrise. Lady Margaret blickte immer wieder sehnsüchtig auf das große Holztor in der Umfassungsmauer. Sie hatte nach Gavin Cullen schicken lassen. Die Salben, die er für sie angerührt hatte, waren zur Neige gegangen. An diesem Morgen hatte sie ihr verletztes Bein noch nicht einreiben können und es sah fast so aus, als würde sie stärker hinken als gewöhnlich.

Ihre Laune war jedenfalls unerträglich. Nach den Kammerfrauen und Dienern bekam nun auch Alison ihre Gereiztheit und Ungeduld zu spüren. Lady Margaret blieb immer wieder stehen und betrachtete ihre Tochter mit einer Mischung aus Misstrauen und Besorgnis und versuchte, ihr eine Wahrheit zu entlocken, die Alison unter keinen Umständen preiszugeben bereit war. Sie blieb freundlich und höflich und beantwortete alle Fragen geduldig und ausführlich. Sie wollte keinen Verdacht erregen und gerade dadurch schürte sie die Befürchtungen ihrer Mutter immer weiter. Bis diese sie offen fragte, wann ihr zuletzt ein fremder Mann im Traum erschienen sei.

In diesem Moment hörten die Frauen die Rufe des Torwächters und das Rasseln der dicken Eisenketten. Eine Gruppe von Männern näherte sich dem Schloss. Von ihrem Standort konnten sie nicht gleich erkennen, wer es war, doch dann fuhr ein von einem Pferd gezogener Planwagen in den Hof, gefolgt von einem einzelnen Reiter. Lady Margaret konnte ihre Enttäuschung nicht verbergen. Die Frau und den Mann auf dem Planwagen hatte sie noch nie gesehen und der Reiter hatte nicht die geringste Ähnlichkeit mit Gavin Cullen. Sie wollte schon den Rundgang über die Zinnen fortsetzen, als ihr auffiel, dass Alison den Fremden auf dem Pferd fassungslos anstarrte.

Kapitel 2

Lady Margaret fasste den Ankömmling genauer ins Auge. Sie konnte seine Gesichtszüge aus dieser Entfernung nicht genau erkennen. Er hatte schulterlanges braunes Haar, trug Hemd und Hosen von der Art, wie es die Clans aus den Highlands im Norden bevorzugten, und machte einen sehr kräftigen und kriegerischen Eindruck. Er schien schwer bewaffnet zu sein. Neben dem gewaltigen Schwert an seinem Gürtel trug er eine Streitaxt und Pfeil und Bogen auf dem Rücken mit sich. In den Satteltaschen vermutete sie Dolche und Kurzschwerter. Entweder war dieser Mann ein Söldner auf der Suche nach einem neuen Brotherrn oder ein Wolfsjäger, der dem Earl seine Dienste anbieten wollte. In diesem Fall wäre er auf Tantallon Castle ein sehr willkommener Gast. Erst in der vorherigen Woche hatten Wölfe vier Schafe getötet und die Hirten in Angst und Schrecken versetzt.

Aber eigentlich waren die Hirten nicht wegen der Wölfe in Panik geraten. Der Grund, warum sie die Herde des Earl einfach so im Stich gelassen hatten, war das gewesen, was in der Nähe des zweiten Schafskadavers im Gebüsch neben einer verlassenen Feuerstelle versteckt war. Unter Zweigen und Blättern hatten sie Teile einer in Stücke gehackten menschlichen Leiche entdeckt. Und damit nicht genug. Ein Unterarm war offensichtlich über dem Feuer gebraten worden. Aus dem Muskel unterhalb des Ellbogens waren Stücke herausgeschnitten worden, gerade so, als ob jemand mundgerechte Stücke für eine Mahlzeit hatte zubereiten wollen. Als die Hirten in der Asche des Feuers auch noch zwei Finger fanden, die ganz deutliche Bissspuren aufwiesen, rannten sie schreiend davon und brachten sich so schnell sie konnten in Sicherheit, ohne auch nur einen Moment an die Schafe zu denken, für die sie verantwortlich waren.

Als die Männer des Earl die Stelle erreichten, wo die Hirten den grausigen Fund gemacht hatten, waren die Schafe in alle Winde verstreut. Die Wölfe hatten sich noch zwei Lämmer geholt und die Herde auseinandergejagt. Die Hirten waren bis in die Abendstunden hinein damit beschäftigt, die Tiere wieder einzusammeln. Dunbar, der Arzt des Earl, hatte damals die Soldaten begleitet und den Leichnam (oder was davon übrig war) genauer in Augenschein genommen. Als er eine Stunde später vor dem Earl stand, konnte er nur bestätigen, was die Hirten schon zuvor festgestellt hatten. Es handelte sich zweifellos um die Leiche eines Mannes, der getötet und anschließend gebraten und verspeist worden war. Zumindest teilweise. Teile der Leiche waren spurlos verschwunden. Vergraben oder gegessen. So lautete das Urteil des Arztes.

Earl William zeigte keinerlei Reaktion. Er saß mit versteinerter Miene auf seinem Stuhl im Audienzsaal und bekreuzigte sich, als Kaplan Erik die Hände faltete und Gott darum bat, die Seele des Opfers in Gnaden bei sich aufzunehmen. Lady Margaret wurde leichenblass und erhob sich stöhnend und bat ihren Mann, sich zurückziehen zu dürfen. Alle erwarteten, dass sie in Ohnmacht fallen würde, doch sie gab sich keine Blöße und lehnte die angebotene Hand ihrer ersten Kammerfrau ab. Mit erhobenem Haupt hinkte sie langsam davon, während sich hinter ihr der Earl mit finsterer Miene erhob und seine engsten Vertrauten zu sich in die Bibliothek bat.

Als die Diener den Raum verlassen hatten und William mit seinen Beratern alleine war, ließ er sich in den Stuhl hinter seinem Schreibtisch fallen, atmete einige Male tief und schwer und schlug dann mit der rechten Faust auf die Tischplatte. Fluchend fuhr er hoch und meinte zähneknirschend, es sei jetzt an der Zeit, diesem Spuk ein Ende zu bereiten. Das sei bereits der dritte Tote innerhalb weniger Wochen, den dieses Monster auf dem Gewissen habe. Die Leute begannen bereits, vom Teufel zu reden.

Kaplan Erik gab zu Bedenken, dass man die Macht des Bösen nicht unterschätzen dürfe. Doch davon wollte der Earl nichts wissen. Er betonte noch einmal mit allem Nachdruck, was er bereits nach dem Fund der zweiten Leiche gesagt hatte. Hier sei kein Dämon am Werk, sondern eine kranke, irregeleitete Seele, die verführt worden sei vom Geschwätz all derer, die nicht müde wurden, zu behaupten, der Satan könne mit einer Handvoll Kräutern und einigen ketzerischen Sprüchen herbeigerufen werden. William geriet immer mehr in Wut.

Wenn die Leute nicht ständig zu hören bekämen, dass man sich den Teufel und seine Dämonen dienstbar machen könne durch Menschenopfer und andere gotteslästerliche Rituale, würden auch nicht immer wieder wankelmütige, schwache Geister dem Wahn verfallen, es versuchen zu wollen. Denn darum gehe es doch hier. Teufelsbeschwörung! Ketzerei!

Erik wollte gerade wieder die Hand erheben und vorsichtig etwas zu Bedenken geben, als Nigel Hawthorne, der große Gelehrte und Menschenkenner, das Wort an sich riss und Partei für den Earl ergriff, indem er dessen Ansicht unterstützte, dass es sich hier ganz klar um einen Fall von Schwarzer Magie handeln müsse. Die Frage sei nur, ob der Versuch bereits erfolgreich war oder ob der Delinquent bislang erfolglos versucht habe, den Beistand finsterer Mächte heraufzubeschwören. Des weiteren müsse man so schnell wie möglich herausfinden, was der Schuldige im Schilde führe oder, anders gesagt, zu welchem Zweck er sich die Kräfte der Hölle dienstbar zu machen wünsche. Hawthorne erinnerte an den französischen Dauphin, der versucht hatte, mit Hilfe des Teufels auf den Thron in Paris zu gelangen. Sollte es sich hierbei eine Verschwörung gegen den Earl handeln, müsse man endlich entschlossen und mit aller gebotenen Härte gegen den Feind vorgehen.

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