»Ich will keinen Ärger haben. Macht das unter euch aus«, rief er mir noch zu, dann hörte ich das Klappen der Wohnungstür.
Empört zerrte ich Stephan an der Jacke. »Das hat noch ein Nachspiel!«, knirschte ich zwischen den Zähnen hervor.
»Na klar!«, versetzte er ausgesprochen gut gelaunt. »Aber erst mal das Vorspiel!« Er griff mir einfach an den Schwanz.
Ich zuckte zusammen, nicht vor Schreck, sondern weil sein Griff so gut war. Sofort wurde mein Teil wieder stramm und hart.
»Was ist mit dir los?«, fragte ich leise.
Er nahm mich in den Arm. Seine Jacke kratzte an meiner nackten Schulter, seine dicke Schwanzwölbung in den Jeans drückte sich an meine Hüfte. Stephan war ein Meter neunzig groß, beinahe zehn Zentimeter größer als ich und viel kräftiger.
»Ich mag dich schon lange«, flüsterte er mir fast zärtlich ins Ohr. »Wenn ich eher gewusst hätte, dass du auch schwul bist …« Er begann, mein Rohr zu wichsen. »Und jetzt, wo ich's weiß, überlass ich dich doch nicht dieser Flasche Elmar.«
Mein ganzer Körper wurde weich und nachgiebig, außer natürlich mein Bolzen, der blieb steinhart.
»Warum hast du nicht eher was gesagt?«, murmelte ich.
»Frag ich mich jetzt auch.« Er riss sich die Hose auf und packte seinen Kolben aus, und der war wirklich nicht ohne. Leicht nach links gebogen und dick wie eine fette Fleischwurst ragte er aus den aufgeklappten Jeans. Die Eichel sah besonders prall aus, fast hutförmig, und der Schaft trug deutliche, bläuliche Adern als Schmuck. Ich nahm ihn in die Hand und genoss die Hitze und die Schwere. Der fette Sack quoll aus der Unterhose und schmiegte sich in meine andere Hand. Ich hatte buchstäblich alle Hände voll zu tun.
Stephan war viel geiler als Elmar, und er stellte auch keine dummen Fragen. Er machte einfach. Mit seinem kräftigen Körper drängte er mich aufs Bett und warf sich über mich. Er war offenbar so ausgehungert, dass er nicht einmal Zeit zum Ausziehen fand. Das Gleitgel stand ja bereits neben dem Bett. Er nahm es rasch, ließ das Zeug auf seine Kuppe laufen, schmiss die Flasche einfach auf den Boden und drehte mich um. Ich brauchte nichts zu tun. Stephan riss meine Arschbacken auseinander und drückte die nasse Eichel an mein Loch.
Ich lag bäuchlings auf der Matratze und hob ihm meinen Hintern entgegen. Mein Honig lief aufs Laken. Ich spürte, wie sich Stephans Eichel in meinen Schließmuskel presste. Der Mann war so geil, dass er mir keine Zeit ließ, mich an seinen dicken Hammer zu gewöhnen. Er bohrte mich geschickt auf und rammte mir den Harten in die Eingeweide.
Ich ächzte und versuchte, mich noch weicher und gängiger zu machen. Da fickte Stephan schon los. Wie ein Presslufthammer stieß sein Steifer mich im raschen Takt durch. Seine Jeans schubberten an meinem Po, das war ein neuartiges Gefühl. Ich schob meine Hand zwischen mich und die Matratze und packte meinen Ständer. Stephan nagelte mich so heftig, dass ich wie von selbst wichste.
Mein neuer Männerbesuch schien so enorm geil zu sein, dass er ziemlich bald kam. Ich spürte ein leichtes, kurzes Pumpen in meinem Kanal. Gleich schrumpfte sein Schwanz und rutschte aus mir heraus. Ich wichste rasch weiter, ich wollte wenigstens spritzen, solange ich noch heiß war. Meine Suppe schoss aufs Laken. Wie immer war es geil, abzuladen, aber nicht besser als sonst.
»Mensch, stand ich unter Dampf«, schnaufte Stephan. Er wälzte sich vom Bett und ließ mich liegen, wie ich war. »Ich geh mal in dein Bad.« Er verschwand. Durch den Flur hörte ich, wie seine Pisse ins Klosett rauschte.
Ich drehte mich langsam um und starrte an die Zimmerdecke. Große Überraschung, das mit Stephan! Großer Schwanz, große Geilheit. Aber irgendetwas fehlte.
Nachdenklich stand ich auf, wischte mich trocken, zog mich an und ging ins Wohnzimmer. Da kam Stephan zurück.
»Und nun zu unseren Plänen«, verkündete er und ließ sich auf einen Sessel fallen.
»Was für Pläne?«
»Na, das Geld.«
»Was ist damit?«
»Du weißt ja, die Zeiten sind schlecht, praktisch keine Zinsen auf Spargelder. Aktien sind unsicher. Das einzig Wahre ist Grund und Boden.«
»Jeder kann doch mit seinem Anteil machen, was er will«, warf ich ein.
»Was willst du mit 125 000 Piepen schon machen? Das reicht für nichts Vernünftiges. Aber zusammen haben wir 250 000, und das lohnt sich. Wir werden ein Haus bauen!«
Ich starrte ihn an. War der Kerl verrückt geworden?
»Ich will aber kein Haus.«
»Du bist noch zu jung, um das richtig einzuschätzen«, belehrte er mich. »Aber ich mit meinen sechsunddreißig Jahren weiß schon, was gut ist.«
Acht Jahre war er also älter als ich. Okay, auch ihn wollte ich ja nicht ehelichen.
»Und was ist gut, Papa?«, fragte ich spöttisch.
»Immobilien!«
»Immobilien machen immobil, unbeweglich«, erwiderte ich. »Das ist noch schlimmer als Familie. Dauernd muss man sich kümmern. Man kann in keine andere Stadt ziehen. Immer geht irgendwas kaputt. Außerdem sind die Grundstückspreise in Berlin viel zu hoch.«
»Wer redet von Berlin?« Er lächelte triumphierend. »Ottlin! Da liegt die Zukunft!«
Nun war er wohl tatsächlich übergeschnappt.
»Ott…lin? Was ist das denn? Eine Krankheit?«, erkundigte ich mich mit beißendem Spott.
Er guckte ein bisschen beleidigt. »Ottlin ist der Ort, in dem ich geboren bin.« Er betonte den Namen auf der zweiten Silbe, so wie »Berlin« oder »Stettin«.
»Schön und gut, aber was geht mich das an?«
»Dieses Ottlin ist ein kleines Dorf im Naturpark Nuthe-Nieplitz –«
»Naturpark – was?«, unterbrach ich ihn.
»Nuthe und Nieplitz sind die beiden Flüsschen, die da fließen«, erklärte er mir, als ob er mit einem Idioten spräche. »Ottlin hat bloß dreihundert Seelen, liegt südwestlich von Berlin, gar nicht weit weg«, begann er zu schwärmen. »Da ist die Natur noch in Ordnung, die Menschen sind ehrlich und freundlich. Über den Autobahnring bist du von Berlin aus fix da. Und es ist wie Urlaub dort, glaub mir, Arno!« Er redete sich in Begeisterung hinein. »Es gibt alles da, Felder, Wälder, Kneipe, einen kleinen Supermarkt, und was es nicht gibt, findest du in Trebbin. Und –«
Ich unterbrach ihn, als er mal Luft holen musste. »Lass gut sein, Stephan! Ich möchte in Berlin wohnen, nicht in der Wildnis. Wie lange soll ich denn fahren, wenn ich einen Kerl aufreißen will?«
Er schaute mich aus seinen braunen Augen intensiv an. »Dann brauchst du keinen Kerl mehr aufzureißen. Dann hast du ja mich!«
Ich war sprachlos. Erst nach ein paar Sekunden konnte ich reagieren. »Du verplanst also mein Leben?«
Plötzlich sprang er auf und riss mich an sich. Sein starker Körper war warm und schien mir Schutz vor allem Unglück zu bieten.
»Arno! Was Besseres als mich findest du nicht. Wozu diese ewigen One-Night-Stands? Das macht doch nicht glücklich.«
»Und du machst glücklich?«, spottete ich.
»Ja!«, sagte er ganz ernst. »Ich mag dich. Du bist genau meine Kragenweite, so blond und gutaussehend, wie du bist. Und in deine Augen hab ich mich zuerst verguckt, schon von Anfang an. Die sind nicht grün und nicht blau, irgendwie dazwischen, ganz was Besonderes!« Er drückte mich fest.
Wer hört solche Komplimente nicht gern? Ich war gerührt von seinem Geständnis. Irgendwie hatte er ja recht, das ewige Herumsuchen nach Kerlen nervte manchmal. Ein Mann, der immer für einen da wäre, an den man sich in kalten Nächten ankuscheln könnte, der sich um alles kümmerte … Warum sollte ich das nicht mal ausprobieren? Ich hatte noch nie mit einem Typen zusammengewohnt. Und für schöne Natur hatte ich auch etwas übrig. Der längere Weg zur Arbeit – geschenkt! Das konnte ich schon hinnehmen. Wenn's schiefgehen würde, könnte man ja das Haus verkaufen. Und außerdem – bis dahin würde noch viel Wasser die Spree oder die Nuthe runterfließen. Warum sich gegen etwas stemmen, das vielleicht sowieso im Sande verliefe?
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