Jacques Varicourt - REVOLUTIONÄRE
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Ina Henker ist eine «fiktive» Figur, die es in Wirklichkeit «nicht» gibt.
Ein Flower-Power-Girl verändert sich, Schritt für Schritt, in den Jahren 1967-2014. Aus einer hysterischen, sexsüchtigen Demonstrantin wird eine Künstlerin mit Ansprüchen, sowie mit einem realen Blick, auf das Gegenwärtige.
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Heiner´s Ratschläge
Bis tief in den November 1969 hinein lebte die Kommune unter dem Eindruck von Drogen, Alkohol und politischen Parolen. Man registrierte, mehr und mehr, die Gewaltbereitschaft der Studenten, die Umbruchstimmung, und Willy Brandt seinen weltbewegenden Satz: „Wir wollen ein bisschen mehr Demokratie wagen.“ Diese paar besinnlichen Worte hatten alle irgendwie verändert. Brandt war plötzlich der politische Übervater, der „immer“ recht hatte, der ständig zitiert- und für alles Mögliche herhalten musste, wenn die Argumente zu dünn waren, um selber einen Weg zu finden, der annehmbar sowie vertretbar war, in einer politischen Diskussion. Dennoch wurde auch weiterhin kräftig diskutiert, demonstriert und analysiert, vor allem, wenn es zu politischen Abweichungen innerhalb der WG kam. Harry sein Stuhl begann zu wackeln, er hatte den Bogen, mehr als nur einmal, überspannt. Seine ständigen Phrasen, sein ständiges Genörgel, seine ständigen Unterstellungen, dass die, oder der, nicht revolutionär genug sind oder seien, bzw. zu faschistisch sind, nein, diesen Schwachsinn konnte keiner mehr hören. Während Jimmy den ganzen Tag mit seiner Gitarre in seinem Zimmer verbrachte, und alternative, politische Musik schrieb, mussten die Frauen ständig: Putzen, waschen, bügeln sowie einkaufen - und allzeit bereit sein, weil man (also Harry, Jimmy und Sunny) das damals in München so festgelegt hatten, und keinen Grund sahen, dass das geändert werden sollte. Unter diesem Aspekt übernahm kurzerhand Sunny die Führung. Harry lag aufgrund dieser politischen sowie menschlichen Niederlage, wie er sie bezeichnete, meistens mit Heroin vollgepumpt in seinem Bett, hörte Musik oder las irgendetwas über Marx. Das Gemeinschaftszimmer bezeichnete er als: „Brutstätte des Faschismus mit kontra-revolutionären Marionetten, die überhaupt nichts begriffen hätten.“ Seine Mahlzeiten brachte ihm fortan Ina ins Zimmer, denn er wollte mit den anderen nicht mehr an einem Tisch sitzen, weil sie ihm zu spießig, zu kontra-revolutionär und zu faschistisch waren. „Das ist doch völliger Blödsinn, was du da hinter unserem Rücken behauptest,“ hatte Sunny zu ihm gesagt. Aber Harry interessierte die Meinung von Sunny und den anderen nicht mehr, sie hatten bei ihm verschissen. Er war bereits auf einem eigenen Trip, der ihn voll und ganz beherrschte. Neben seinem ausgeprägten Faible für die Schriften von Karl Marx, beschäftigte er sich immer öfters mit fernöstlicher, geheimnisvoller Kultur. - Dass er schon in früheren Zeiten „Indien“ als das wahre Paradies für sich entdeckt hatte, das war bekannt, aber dass er plötzlich nach Indien auswandern wollte, um selber Inder zu werden, das war sogar Ina neu, mit der er, gelegentlich, noch „normal“ redete.
Aufgrund dieser seltsamen Vorgänge entschied Sunny, dass die Kommune Hilfe von außen bräuchte, um wieder im Einklang mit sich selber zu sein. Er lud kurzerhand Heiner Lang-Schwanz ein, der in einer Grundsatzdiskussion, welche sogar Harry aus seinem Zimmer lockte, die Problematik neu, und innovativ, zu konstruieren versuchte. Nachdem Heiner erschienen war, stellte er sich vor das Fenster, ja und dank der Sonneneinstrahlung, in den Gemeinschaftsraum hinein, hatten alle den Eindruck, dass ein Heiliger vor ihnen stehen würde. Es war ein kalkulierter Auftritt von Heiner gewesen. Die Sonne, welche Heiner von hinten beschien, ließ ihn, durch den Lichteffekt, wenn die anderen zu ihm aufsahen, zu einem Wesen, aus einer anderen Welt werden. Die schulterlangen, dunkelblonden Locken, sowie sein komplett weißes Outfit verstärkten diesen Eindruck immens. Seine Jünger hockten mit glasigen Augen, sowie mit einem Joint in den Händen, auf dem Boden sitzend, und schauten zu ihm auf – sie klebten förmlich an seinen Lippen, welche er immer wieder auf einander presste. Heiner sagte, mit einem Hauch fürs Dramatische: „Freunde der Revolution... in einem antifaschistischen Haushalt, welcher sich mit dem Proletariat solidarisieren will, um auf die unübersehbaren Missstände im Kapitalismus hinzuweisen, gehört es sich einfach, dass jeder seine eigene Fähigkeit mit einbringt, so dass ein kollektives Gemeinschaftsgefühl entsteht. So etwas Ähnliches kann man übrigens auch bei Karl Marx nachlesen.“ Es waren (fast) exakt die gleichen Worte, welche Harry einmal verwendet hatte, als es sich um die traditionelle Rolle (putzen, waschen, kochen und die Beine breit machen etc.) der Frau drehte. Harry bewegte, als ihm das bewusst war, erschrocken seinen Kopf zur Seite, denn nach diesen ersten Worten von Heiner, wurde Harry klar, dass nun seine Autorität innerhalb der Kommune, auf den absoluten Nullpunkt gesunken war. Heiner registrierte, ein wenig beunruhigt, dass irgendetwas plötzlich nicht stimmte nach seiner Standart-Einleitung, denn alle sahen, jeweils einmal für sich, nur ganz kurz zu Harry, und verzogen dabei abfällig ihr Gesicht – Harry schämte sich zu Tode. Er rauchte unnormal heftig seinen Joint, trank direkt aus der Wodkaflasche und versuchte Haltung zu bewahren; er war nervös, enttäuscht von sich selber - und verunsichert. Dann fuhr Heiner jedoch fort, er sagte: „Ihr müsst versuchen, wann immer ihr könnt, euch von den kontra-revolutionären sowie faschistischen Vorgaben des Bürgertums zu entfernen, um dann, wenn ihr es geschafft habt, für euch selber eine akzeptable Alternative zu finden. Das fängt bei der täglichen Lektüre bereits an. Des Weiteren ist es aus meiner Sicht der Dinge kontra-revolutionär und faschistisch, wenn ihr euch in eurem Konsumverhalten, an den Werbespots, im Fernsehen orientiert.“ Penny fragte daraufhin: „Das verstehe ich jetzt nicht so ganz, könntest du bitte konkreter werden, Heiner?“ Heiner zog sich etwas Kokain rein, bevor er zu Penny, und zu den anderen lächelnd sagte: „Man muss nicht jeden Scheiß kaufen, nur weil der Werbespot durch schöne Menschen, durch schöne Musik und durch eine schöne Umgebung, einen unterschwelligen Wohlfühleffekt erzeugen soll, oder es bereits, bei einigen von euch, längst geschafft hat. Man muss sich politisch, aus sozialistischer Sicht, dagegen stellen, - alles andere wäre kontra-revolutionär und faschistisch, weil die Werbeindustrie von Leuten gesteuert wird, die lediglich den Sozialismus demontieren wollen, ich wiederhole: Demontieren. Ferner wollen die Sklavenhalter dieses Systems, die sozialistische Idee, den sozialistischen Grundgedanken, so wie ihn einst Karl Marx formuliert und niedergeschrieben hat, radikal und territorial, bekämpfen sowie vernichten. Ja, und dadurch, dann, damit, dem Faschismus die Vorarbeit zu leisten, das wollen sie im Grunde genommen, um erneut die Menschen zu verführen, und um dann, außerdem einen faschistischen Krieg zu führen. Darüber solltet ihr mal nachdenken, wenn ihr euch Abend für Abend vom Fernsehen berieselt lasst.“ „Guckst „du“ eigentlich Fernsehen?“ Fragte Jimmy. Da sagte Heiner: „Ich schaue mal rein, ja sicher, um Leute wie euch zu warnen! Damit sie nicht zu widerstandslosen Konsum-Autisten werden, die sich nicht mehr orientieren können. Ich tue es, angeekelt und mit politischer Abwehr, deshalb, da auch ich, natürlich nicht, durch unpolitische Details zu sehr in ein Spektrum geraten möchte, wo der Konsument sich mit einer Gesellschaft, ohne es zu wissen, anfreundet, die im tiefsten Innern nichts hinzugelernt hat, sondern die nach wie vor einer faschistischen Ideologie unterliegt.“ „Ist es denn generell „faschistisch“ Fernsehen zu schauen? - Ich sehe nämlich „Die Unverbesserlichen“ mit Inge Meisel so gerne, deshalb frage ich,“ sagte Penny. „Es ist, aus meiner alternativen politischen Sicht,“ meinte Heiner, „keine Erblast oder gar Erbschuld, sich auch mal kulturelle Dinge anzusehen, die einen völlig anderen politischen Stellenwert einnehmen, als z. B.: Die Unverbesserlichen, Lassie, Familie Hesselbach, oder eine Fußballweltmeisterschaft, - darum dreht es sich bei mir persönlich auch nicht. Es ist, um es auf den Punkt zu bringen, vielmehr, die Akzeptanz, die politische Akzeptanz wohlgemerkt, in einer klar strukturierten, dem Bürgertum abgewandten sozialistischen Demokratie, die Eckpfeiler für eine neue Epoche, mit sozialistischen und anti-faschistischen Maßstäben generell zu bewerten und dann dementsprechend umzusetzen. Alles andere wäre kontra-revolutionär und faschistisch. Wir müssen, und besonders ihr-, in unserer, bzw. in eurer derzeitigen politischen Stimmung, einen Weg finden, wie wir Gemeinsamkeiten entwickeln, die dann zu einem Anhaltspunkt, und zu einem Gegenpol, der gegebenen reaktionären Stimmungsbilder werden. Damit ihr, in eurer Phase der Intoleranz und Selbstverständlichkeit, trotzdem untereinander entscheiden könnt, und zwar auf einer kommunikativen sowie gemeinsamen, sozialistischen Ebene, was für euch wirklich gut ist... das meine ich damit. Denn darauf kommt es letzten Endes an, dass das Stimmungsbild nicht durch negative Energien in sich selber zerfällt, oder einen kontra-revolutionären Charakter bekommt.“ „Wo ist eigentlich, Uschi?“ Fragte Jimmy zwischendurch. „Uschi ist im Moment, weil „ich ihr“ dazu geraten habe, auf einer Studenten-Demo gegen den aufflammenden Faschismus in der bürgerlichen Mitte, wie er meiner Meinung nach konstruktiv bekämpft werden sollte.“
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