Thomas Helm - Blutige Rochade

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Die DDR existiert nicht mehr, die Macht des MfS ist gebrochen. Doch bereits während der Zeit der «Wende» beginnt der Kampf um die geheimen Codes der «Blauen Flamme». Diese befinden sich in der einzigen, noch existierenden Akte. Deren Besitz verheißt wirtschaftliche und politische Macht oder Hunderte Millionen Profit.
Doch wo ist sie?
Viele, der vom Projekt Betroffenen wagen den Neuanfang. Im Osten und Westen Deutschlands und in Frankreich. Sie lernen um, gründet Firmen und begeben sich auch in kriminelle Abgründe.
Frühere Prinzipien gelten nicht mehr, schamlos wechselt man die Seiten.
Im Laufe der Jahre treten neue Mitspieler auf den Plan. Durch Morde, Erpressungen und andere Gewalttaten versuchen sie ihre Interessen durchzusetzen. Diese sind von persönlicher Art aber auch politisch motiviert. Neue Gruppen operieren im Verborgenen. Das LKA wird aktiv, auch international wird ermittelt.
Doch die Täter agieren ungehemmt weiter.

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Sogleich ertönte ein leiser Summer, die Tür öffnete sich.

Nach seinem Eintritt schaute er sich um. Ein geräumiger Geschäftsraum, in dem edle Hölzer dominierten.

Direkt vor ihm standen ein langgestreckter Tresen und einige Glasvitrinen. Offenbar wurde er bereits erwartet.

Zwei ältere, sehr distinguiert wirkende Herren in dunklen Nadelstreifen nahmen sich sogleich seiner an. Mit ausgesuchter Höflichkeit baten sie ihn in einen Nebenraum.

Auch in diesem Bereich hatte man nicht an Mahagoni für Wände und Möbel gespart. Eine große, bodentiefe Fensterfront bot einen ungehinderten Blick auf die imposante Skyline der Stadt.

»Nehmen Sie doch bitte Platz, Herr Steincke!«, sagte einer der Herren. Dabei deutete er höflich auf einen wuchtigen Ledersessel, der hinter einem niedrigen Tischchen stand.

Auf dessen Glasplatte reihten sich einige chromblitzende Geräte und mehrere Kristallfläschchen auf.

Er setzte sich. Auf die einladende Handbewegung eines der Herren hin öffnete er seinen Koffer, der mit zwei Zahlenschlössern gesichert wurde. Er nahm die prall gefüllten Beutel heraus und legte sie vorsichtig auf die Tischplatte.

Weil er vom Wert seines Schatzes keine konkrete Vorstellung besaß, hatte er sich noch am Vorabend über den Kurswert von Rohdiamanten schlaugemacht. Gleich nach seinem Konfektionskauf besuchte er eine Wechselstube am Bahnhof Zoo, wo er die gewünschte Auskunft erhielt.

Unsicher blieb er dennoch.

Jetzt prüften und begutachteten die Herren seine Ware. Mit den dafür benötigten Geräten wie auch Chemikalien, in seinem Beisein und in aller Ruhe.

Der eine, er trug einen gepflegten Kaiser-Wilhelm-Bart und weiße Haare, führte die Prüfungen durch. Dabei raunte er dem anderen, einen Kahlkopf, ständig etwas zu.

Der tippte daraufhin irgendwelche Summen in einen kleinen Tischrechner, schrieb Notizen auf einen Block.

Steincke bestaunte das Tun der beiden.

Voller Überraschung erkannte er, wie viele dieser Steinchen sich in den vergangenen zwei Jahren angesammelt hatten.

Insgeheim empfand er Hortobagy gegenüber immer noch Dankbarkeit. Mann! Ohne dessen Empfehlung wäre er aufgeschmissen gewesen! Nur der Umtausch der Bargelderlöse aus dem Verkauf der Ikonen verhinderte, dass ihm die Geldbündel über den Kopf wuchsen.

Ihm wurde es unangenehm warm. Zudem unterdrückte er das aufkommende Verlangen, zu rauchen. Er lockerte den Binder, öffnete das Jackett.

Hoffentlich bekommt das teure Teil keine Schweißflecke, dachte er. In seiner Magengegend breitete sich ein mulmiges Gefühl aus.

Würden die beiden ihn bescheißen wollen? Der Gedanke drängte sich ihm auf. Denn bei all dem gediegenen Äußeren handelte es sich dessen ungeachtet um »profitorientierte Kapitalisten«.

Nach geraumer Zeit unterbreitete ihm einer der Herren ein Kaufangebot. Das zelebrierte er, indem er mit einem wertvoll anmutenden Füllfederhalter eine Zahl auf einen Zettel schrieb. Den er wiederum einmal zusammenfaltete.

Wortlos reichte er ihn über den Tisch zu Steincke hin.

Der lehnte sich um äußerliche Gelassenheit bemüht im Sessel zurück. Langsam öffnete er das Papier. Wegen dem, was er sah, musste er heftig schlucken. Er hielt für einen Augenblick den Atem an, sein linkes Augenlid zuckte mehrfach um eine Winzigkeit nach oben.

Die notierte Summe lag weit oberhalb seiner kühnsten Schätzungen!

»Einverstanden, die Herren! Das entspricht so in etwa meinen Vorstellungen«, brachte er mit belegter Stimme heraus. Das sanfte Lächeln seitens der beiden Juweliere deutete er als Bestätigung.

Der Herr mit dem weißen Bürstenhaarschnitt erhob sich, ging zu einem großen, alten Safe. Das stählerne Ungetüm machte sich an der gegenüberliegenden Wand breit.

»Möchten Sie den Betrag in – bar? «, fragte er. Dabei stellte er gelassen eine Zahlenkombination ein. »Oder bevorzugen Sie einen Scheck?«

Der andere Herr tippte indessen etwas auf einer Tastatur. Woraufhin ein zirpender Nadeldrucker ertönte.

Rasch musterte Steincke seinen neuen, geräumigen Aktenkoffer. »Ich würde Bargeld bevorzugen«

Der Weißhaarige nickte mit einem verbindlichen Lächeln. Mit sichtlicher Anstrengung öffnete er die schwere Tür des Safes. Flink packten die Herren Geldscheine in den Koffer. Auf den Bündeln prangte die Zahl »Zehntausend«. Halblaut zählte einer von beiden mit.

Gebannt schaute Steincke dabei zu, wie sich der Koffer füllte. Letztendlich vermochte er ihn nur mit Mühe wieder schließen. Die Kaufpapiere, die man ihm reichte, steckte er in seine Jackentasche.

Jedoch nicht ohne sie zuvor mit einem raschen Blick zu überfliegen.

Dabei stockte ihm kurz der Atem. In der Fußzeile der Rechnung entdeckte er die Namen von zwei Geschäftsführern des Unternehmens. Jetzt erkannte er, dass Regardier an dieser Firma beteiligt war.

Was nun auch dessen Grinsen bei ihrem Gespräch erklärte.

Wenig später trat Steincke, den schweren Koffer fest in der Hand, aus dem protzigen Foyer des Geschäftshauses auf das Trottoir hinaus. Er schaute hinauf zum Himmel und atmete tief durch.

Es hatte aufgehört zu regnen, die Luft war wieder klar.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erblickte er die breite Glasfront einer Filiale der »Deutschen Bank«.

Nach einem raschen Blick auf seine Armbanduhr überquerte er die Fahrbahn. Peinlichst den fließenden Verkehr beachtend strebte er dem Eingang des Geldinstitutes zu. Die nötigen Unterlagen, die ihn als Kunde der »Deutschen Bank« auswiesen, trug er bei sich.

Außer ihm hielt sich nur ein älterer Herr im Kundenraum auf. An einem der Kassenschalter stellte er den Koffer ab und öffnete ihn.

Die junge Dame hinter der Glasscheibe riss die dezent geschminkten Augen auf. Sichtlich überrascht hob sie die schmalen Brauen. »Entschuldigen Sie mich bitte für einen winzigen Augenblick!«, sagte sie und verschwand nach hinten. Umgehend kehrte sie mit einem Herrn im Zweireiher zurück. Dessen güldenes Namensschild wies ihn als den Filialleiter aus. Doch er hielt sich als devot schweigender Zuschauer im Hintergrund.

Dann ging alles reibungslos vonstatten.

Nach einem raschen Seitenblick zum Filialleiter hin musste Steincke schmunzeln. Der Mimik nach schien der Mann anzunehmen, dass der gesamte Inhalt des Koffers in der Bank verbleiben würde.

Doch der ihm unbekannte Kunde zahlte indes nur eine Viertel Million auf sein Konto ein. Der Rest verblieb im Koffer.

Während der Rückfahrt nach Berlin fühlte sich Steincke ähnlich beunruhigt wie schon am Morgen.

Konnte jemand vermuten oder gar wissen, was er mit sich führte? Würden ihm die Frankfurter Händler das viele Geld wieder abjagen wollen?

Erst als er abends die Wohnungstür von innen verriegelt hatte, fiel die Anspannung von ihm ab.

Er goss sich, während er sich seiner verschwitzten Wäsche entledigte, einen dreifingerhohen Whisky ein.

Nachdem er ihn getrunken hatte, rief er Frau Brückner an.

»Noch so spät am Abend gelüstet es dir nach mir? «, flötete sie kokett und ließ ein gurrendes Lachen hören.

»Ich war heute im Lande unterwegs. Das war purer Stress! Und nun sollte mein erfolgreicher Tag angemessen ausklingen! «, entgegnete er. »Gleich, wenn ich geduscht habe, komme ich runter zu dir!«

Knapp fünfzehn Minuten später klingelte er drei Etagen tiefer. Er trug nur Hemd, Hose und Schuhe. In der Rechten hielt er eine Flasche Rotwein.

Frau Brückner öffnete. Ihr Haar zeigte sich etwas derangiert. Der seidene Morgenmantel war ein Stück weit geöffnet, bot somit eine Teilansicht ihrer Brüste dar. Sie nahm ihm den Wein aus der Hand, stellte ihn auf das Flurschränkchen.

Er drückte die Tür ins Schloss und folgte ihr.

Auf dem Weg zum Schlafzimmer streifte sie den Seidenmantel ab. Im Türrahmen blieb sie stehen, warf einen Blick über die unverhüllte Schulter zurück.

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