Michael Sohmen - Sie ist wieder da

Здесь есть возможность читать онлайн «Michael Sohmen - Sie ist wieder da» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Sie ist wieder da: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Sie ist wieder da»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Wir befinden uns im Jahr 2050.
Die Europäische Union ist gescheitert
und der Kontinent Jahrhunderte
in seiner Entwicklung zurückgefallen.
Aus der ehemaligen Bundesrepublik
sind drei neue Staaten entstanden.
Das Experiment Euro ist Geschichte.
Nach der endgültigen Staatspleite
wurde Griechenland von der Türkei annektiert.
Ein Vierteljahrhundert ist vergangen
und die einstige Kanzlerin Merkel
erwacht aus einer lang anhaltenden
Bewusstlosigkeit.
Und sie wird mit einer neuen Realität konfrontiert …
Viel Spaß beim Lesen!

Sie ist wieder da — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Sie ist wieder da», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ich begab mich hinunter zum Empfang. Die Dame, die gelangweilt in ihrem Glaskasten saß, erhob sich sogleich und lächelte. Hoffentlich fragte sie nicht nach einem Selfie mit der Kanzlerin. Im Moment hatte ich absolut keine Lust auf dieses Ich-will-auch-ein-Foto-mit-Merkel. Nicht in diesem Zustand.

»Kann ich etwas für Sie tun?«

»Ich würde gerne telefonieren!«

»Dann tun Sie es doch!« Sie schaute mich neugierig an. Menschenkenntnis schien ihre Stärke nicht zu sein.

»Ich habe kein Mobilfunknetz. Sonst hätte ich diese Frage ihnen gar nicht gestellt.« Die Dame war wohl begriffsstutzig. »Es ist wichtig!«

»Wenn es dringend ist, kann ich Ihnen auch mein Gerät leihen.« Sie zog einen Stöpsel aus ihrem Ohr und reichte das Ding durch das Sprechfenster. Ich warf einen Blick darauf. Ohrenschmalz klebte daran. Was sollte das? »Bitteschön, Sie wollten doch telefonieren? - Benutzen Sie es ruhig.«

Ich nahm den Gegenstand in Augenschein. Es entsprach dem Gummiteil eines In-Ohr-Kopfhörers. Wenn dies ein Scherz sein sollte, dann verstand ich ihn nicht. Hatten sich hier alle abgesprochen und gegen mich verschworen? War das hier die versteckte Kamera? Ich sah mein Gegenüber erneut an. Da fiel mir ein Fotokalender im Hintergrund auf. Februar 2050 stand dort. Diese Pharmaproduzenten verschenkten jährlich solche Kalender, die ihnen wiederum von Marketingfirmen aufgeschwatzt wurden. Die so reichlich mit Druckfehlern gespickt waren wie das Diktat eines Erstklässlers.

»Nein, Danke! Aber wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf: dieser Kalender stimmt nicht.«

»Meinen Sie?« Nachdem sie diesen kurz betrachtet hatte, nickte sie und drehte ein paar Blätter weiter. »Um den schert sich keiner. Er hängt dort nur dort wegen der Bilder.«

Ich betrachtete nun das Foto von Neuschwanstein. Den Kalender hatte sie geändert auf Mai. Doch stand darauf immer noch das Jahr 2050. Die Dame nahm das Gummiteil vom Tresen und steckte ihn in ihr Ohr.

»Ich meinte den Druckfehler!«

»Welchen Druckfehler?«

»Das Jahr!« Sie war wohl schwer von Begriff. Warum fiel ihr das nicht auf?

»Ich verstehe nicht, was Sie meinen.« Erneut wandte sie ihren Blick zum Kalender und betrachtete ihn länger. »Also. Der Mai hat 31 Tage. An den Wochentagen kann ich keinen Fehler erkennen. Mir ist nicht bekannt, dass der Mai 2050 irgendwie anders sein sollte.« Sie zuckte mit den Schultern.

»Das Jahr! Genau das meine ich. Ist es vielleicht ein Fehldruck aus dem Jahr 2015? Oder sogar von 2005?«

»Ach so, Sie meinten das Jahr.« Sie lachte auf. »Aber das stimmt, 2050! Warum sollte hier ein uralter Kalender hängen? … was ist mit Ihnen? Geht es Ihnen nicht gut?«

Ich hatte mich soeben am Empfangstresen festgeklammert, da mir einen Augenblick lang schwindelig geworden war.

»Es geht wieder. Ich war nur ein wenig überrascht. Es ist alles wieder okay.« Das war eine Notlüge. Nichts war in Ordnung. Ganz und gar nichts. Es hatte mich durchdrungen wie ein Schock. Was für eine Katastrophe!

So ergab sich aus dem ganzen Puzzle plötzlich ein klares Bild. Das merkwürdige Verhalten dieser Leute, die mir keine vernünftigen Antworten geben wollten. Sie taten dies, weil sie es nicht konnten. Wir hatten auf zwei unterschiedlichen Ebenen kommuniziert. Auf verschiedenen Zeitebenen. Ich befand mich bis soeben im damals und sie in der Gegenwart. Beide Seiten hatten völlig aneinander vorbeigeredet.

Ich durchforstete mein Gedächtnis auf das, was sich zuvor ereignet hatte. Es war Bundestagswahl. Ich erinnerte mich mit Grausen daran, wie sich die ersten Hochrechnungen entwickelt hatten. Ein entsetzlicher Tag. Die SPD war weit abgeschlagen und wurde sogar von der Linken überholt. Gleichzeitig schossen die Wahlergebnisse für die Rechtsextremen in die Höhe und überholten zeitweise sogar die Union. An diesem Punkt endeten meine Erinnerungen. Dort setzte wohl mein Blackout ein. Seitdem waren Jahrzehnte vergangen und ich lebte nun in einer vollkommen anderen Zeit. War das gruselig! Ich musste einiges nachholen. Das mit dem Telefonieren hatte sich nun erledigt. Nach so vielen Jahren würde wohl keiner meiner Berater noch im Amt sein.

»Gibt es hier irgendwo die Möglichkeit, eine Zeitschrift zu erwerben?«

»Sie suchen Lektüre? Am Ende des Klinikgeländes finden Sie einen Kiosk.«

»Danke für Ihre Hilfe.« Erleichtert trat ich aus dem Gebäude heraus. Es tat mir gut, ein Ziel zu haben und ich war froh, die kalten weißen Hallen hinter mir zu lassen und nicht mehr den Geruch von Desinfektionsmittel in meiner Nase zu haben. Angenehm frische Luft wurde von dem leichten Windzug herbeigetragen, der meinen Geist aufleben ließ und die düsteren Gedanken fortnahm. Ein Hauch von Sonnenlicht fiel auf den kurzgeschorenen Rasen, als ich die gepflasterte Einfahrt hinabging. Über der Ebene ragte eine Gebirgskulisse. Die Berge, um deren Gipfel sich Wolken versammelt hatten, schienen so nah zu sein, dass sie möglicherweise zu Fuß erreichbar waren. Der mit Klinikum Garmisch-Partenkirchen beschriftete Wegweiser erklärte mir auch, wo genau ich mich gerade befand. Dies waren die Münchner Hausberge am Rand der Alpen. Ein schöner Ort, um aufzuwachen.

Diese kleine Bude an der Ecke fand ich sogleich, hielt darauf zu und betrachtete die Auslagen. Das Meiste war mir jedoch unbekannt. Nur diese alten Groschenromane liefen offensichtlich immer noch. Zwischen den Sportzeitschriften und diversen Fan- und Hobbyzeitschriften konnte ich seltsamerweise kein einziges politisches Magazin finden.

»Kann ich Ihnen helfen?« Ein freundlicher Herr mit verfilzten Haaren blickte mich durch seine Brillengläser an. Ihm war schon aufgefallen, dass ich in diesen Druckwerken ohne Erfolg nach etwas gesucht hatte. Der Mann sah aus wie ein Grüner. Wie einer der Ursprünglichen, die ich auf Archivbildern aus Zeiten vor dem Mauerfall gesehen hatte.

»Ich suche ein politisches Magazin. Den Stern, Spiegel oder Focus. Von mir aus auch die Bildzeitung.«

»Bis auf den Spiegel sagen mir diese Namen nichts. Aber den verkaufen wir in Bayern nicht. Die Zeitschrift erhält man nur in der Islamischen Republik Deutschland. Deren Politik unterstützen wir auf keinen Fall und verkaufen deswegen auch nicht ihre Propagandablätter.« Er sah mich an und wartete offenbar auf die nächste Frage. Doch ich war sprachlos. »Ein politisches Magazin also …« Er zeigte zu den Zeitschriften auf der Ablage. »Wie wäre es mit der Titanic?«

»Nein!« Alles in der Welt, nur das nicht! Warum musste gerade dieses widerliche und von Schmierfinken produzierte Machwerk das Einzige sein, das immer noch verkauft wurde? Ich las den Titel der Zeitschrift, die daneben lag: O'zapft is! Was für ein lustiger Name. »Manche Dinge ändern sich wohl nie. Mag der Rest der Welt untergeh'n, auf der Wies'n wird g'feiert!« Ich versuchte, etwas Schwung in unseren Dialog zu bringen und hoffte, der Mann nahm mir den kleinen Scherz in Pseudo-Bayrisch nicht übel. Doch er starrte mich entsetzt durch seine schmale Brille an.

»So hätte ich Sie gar nicht eingeschätzt!«

»Das tut mir wirklich leid! Ich wollte Sie nicht kränken!« Der Mann hatte ausgesehen, als hätte er Humor. Doch selbst dem lustigsten Bayern schien es nicht zu gefallen, wenn jemand seine Mundart nachäffte. Ich wechselte schnell zu meinem eigentlichen Anliegen. »Vielleicht könnten Sie mich etwas beraten, da ich bei ihrem Angebot nicht so recht durchblicke. Ich hätte gerne ein politisches Magazin. Irgendeines. Nur nicht die Titanic!«

»Es gibt nur diese Beiden. Ich kann Ihnen gerne O'zapft is! verkaufen, obwohl ich die rechtsextremen Ansichten dieses Blattes ablehne.«

»Ein politisches Magazin? Ich hätte darauf getippt, dass es etwas mit dem Oktoberfest zu tun hat. Zumindest mit Bier.«

»Ach so!« Seine Miene wurde wieder freundlich. »Sie scheinen Einiges nicht mitbekommen zu haben, was sich in den letzten Jahren ereignet hat. Politik, oder was sich auf der Welt abspielt, ist wirklich nicht Ihr Spezialgebiet, oder irre ich mich?«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Sie ist wieder da»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Sie ist wieder da» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Sie ist wieder da»

Обсуждение, отзывы о книге «Sie ist wieder da» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x