Michael Sohmen - Sie ist wieder da

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Wir befinden uns im Jahr 2050.
Die Europäische Union ist gescheitert
und der Kontinent Jahrhunderte
in seiner Entwicklung zurückgefallen.
Aus der ehemaligen Bundesrepublik
sind drei neue Staaten entstanden.
Das Experiment Euro ist Geschichte.
Nach der endgültigen Staatspleite
wurde Griechenland von der Türkei annektiert.
Ein Vierteljahrhundert ist vergangen
und die einstige Kanzlerin Merkel
erwacht aus einer lang anhaltenden
Bewusstlosigkeit.
Und sie wird mit einer neuen Realität konfrontiert …
Viel Spaß beim Lesen!

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Die Vorführdame klopfte an die Tür des Raums 210. Nach einer Weile öffnete sich langsam die Tür. Ein völlig verlebt wirkender Mann stand auf der Schwelle und blickte zu Boden. Oje! - ich hoffte, das war nicht der Psychologe, sondern sein Patient, der gerade die Therapiestunde beendet hatte.

»Unser Psychologe, Mensch Strang!«, stellte sie mir die armselige Figur vor. Also doch! Gerade im letzten Moment konnte ich meinen Unterkiefer am Herunterklappen hindern. Wenn jemand auf dieser Welt so etwas wie eine Seelsorge benötigte, dann war es dieser Mann. Es war allgemein bekannt, dass Psychologiestudenten dieses Fach wählten, um mit sich selbst zurechtzukommen und ihre eigenen Probleme zu verstehen. Diese Sitzung wird Zeitverschwendung sein, war mir in diesem Augenblick klar. Vielleicht half der Umstand manchen anderen, wenn er sah, dass es diesem Psychiater, offensichtlich noch viel schlechter als ihnen selbst ging. Um zu denken: im Vergleich zu ihm bin ich eigentlich ziemlich gut dran. Danach gingen sie therapiert hinaus. Eine andere Erklärung wäre der Gedanke: bevor ich mir noch so eine Sitzung zumute, reiße ich mich lieber zusammen und höre auf mit dem Jammern. Was sollte ich jedoch bei dem Mann? So ein Psychologe wird genauso wenig dem Land dienen wie dessen Kollegen und Vorgesetzte. Hier wäre ich selbst die Therapeutin. Mit hängendem Kopf bat er mich hinein und wies zu einer Ecke, in der eine Couch stand. Aus reiner Höflichkeit nahm ich Platz.

Er setzte sich mir gegenüber. Der Mann war auf den zweiten Blick noch wesentlich therapiebedürftiger. An weißen Streifen, die sich von seinem Handgelenk bis zum T-Shirt zogen, erkannte ich, dass er seine Arme geritzt hatte. Zwei davon waren rot und sehr frisch. Er war demnach noch aktiv, seine psychischen Schmerzen durch körperliche Qualen zu überdecken. Vielleicht hatten sie den armen Menschen gerade erst aus der Psychiatrie geholt. Warum setzte man mir einen Patienten als Psychiater vor? Mitleid hatte ich mit ihm - okay - aber ich war hier nicht die Betreuerin. Weder hatte ich ein psychiatrisches Beratungsgespräch nötig, noch half mir dies alles irgendwie weiter, um meine Sorgen um das mir liebgewonnene Land zu lindern oder mir die Befürchtungen zu nehmen, dass es um diese bewährte Demokratie schlecht stand.

»Worüber möchtest du mit mir Reden?« Der Mann setzte sich in den Sessel gegenüber, zog eine Rasierklinge aus der Tasche und begann, sich am Arm zu ritzen. Er begann im Handgelenk, zog die scharfe Klinge langsam seinen Unterarm aufwärts, worauf es purpurrot heraustropfte. Während er am Oberarm sein blutiges Werk fortsetzte, sprach er weiter: »Wir können über alles reden, was dich quält. Was martert dich gerade?«

Ich sprang auf, öffnete die Tür und lief hinaus. Wenn mich etwas gequält hatte, war es, ihm bei seiner Selbstverletzung zuzusehen. Ich bin zwar offen für Vieles. Jemand wie ihm eine Chance zu geben, gehörte dazu, aber in so einem Fall wäre er besser bedient, wenn er professionelle Hilfe bekäme, statt jemanden betreuen zu müssen. Es schüttelte mich, als ich daran dachte, was dieses leidgeplagte Wesen sich selbst gerade angetan hatte. Direkt vor meinen Augen. Ich wusste, dass es nicht gut um den Medizinsektor stand. Dass es aber solch katastrophale Ausmaße angenommen hatte, schockierte mich mehr als je zuvor. Man hatte mir immer wieder vorgeworfen, dass ich den Bereich kaputtgespart hätte. Als könnte ich für alles, was auf der Welt passierte, verantwortlich sein. Bis in die kleinsten Lebensbereiche. Wenn schon, hätten sie das dem Schäuble vorwerfen können – oder dem Gesundheitsminister. Wie hieß der nochmal? … Egal, der Posten ist sowieso ein Schleudersitz. Jetzt wünschte ich mir, dieser Seehofer würde immer noch dieses Amt innehaben, dann könnte er mir nicht ständig in die Bundespolitik hineinpfuschen. Doch eines musste ich ihm zugestehen: er war einer der wenigen halbwegs befähigten Gesundheitsminister gewesen. Wenn ich an seine Nachfolgerinnen Fischer, Schmidt und den Rösler dachte, kam mir immer noch das Grauen. Manchmal wünschte ich mir das Gesundheitssystem der DDR zurück. Andererseits war dies fast das Einzige, was im Sozialismus funktioniert hatte und daher hatte ich mich mit dem System der Bundesrepublik schnell anfreunden können. Man gab sich sehr viel Mühe, auch wenn nicht alles perfekt war. Doch warum - das fragte ich mich immer wieder - mussten sich alle immer bei mir beschweren und fordern, ich müsste unbedingt etwas unternehmen, wenn es jemandem irgendwo wehtat oder wenn man sich ungerecht behandelt fühlte. Als könnte es diese einzige Person richten, die gerade das Kanzleramt führte. Benzinpreise wären zu hoch und die Kanzlerin sollte dafür sorgen, dass der Sprit billiger würde. Kurz darauf waren die Ölpreise viel zu niedrig und deswegen jammerten sie alle abermals. All ihre Ersparnisse hätten sie in Öko-Energie investiert und riskante Wetten auf das vielversprechende Fracking abgeschlossen, plötzlich wäre ihre gesamte Altersvorsorge futsch aufgrund des niedrigen Ölpreises. Ich konnte eben nicht zaubern und mich nicht um jedes Wehwehchen jedes Einzelnen im Alleingang kümmern. Wir waren eine Demokratie. Regieren hieß nicht mehr oder weniger, das Land zusammenzuhalten. Anders als eine Diktatur, in der eine Person über alles bestimmte. Nicht 'der Staat bin ich' – nein, selbst als Kanzlerin war ich nur ein Rad an diesem Wagen. Vielleicht war ich ein größeres Rad als ein Durchschnittsbürger. Aber nicht das einzige. Mit einem fährt es sich zudem nicht gut. Deutschland wäre nicht Exportweltmeister geworden, wenn unsere starken Firmen Mercedes, Volkswagen, BMW, Audi oder Porsche ihre Autos nur mit einem Rad ausgeliefert hätten. Sie hatten den Dreh raus, lieferten alles mit vier Rädern. Plus Ersatzrad. Und Lenkrad – abgesehen von diesem komischen Joystick, der sich niemals durchgesetzt hatte. Solange diese Fahrzeuge noch nicht selbst fuhren. Die einzige Firma, die schwächelte, war Opel. Die Firma gehörte aber nicht uns, sondern war ein Subunternehmen unserer amerikanischen Freunde. Natürlich wollte ich nicht schlecht über sie reden, da wir ihnen den Frieden auf der Welt verdankten. Bis auf die Länder, in denen Bürgerkrieg herrschte, Staaten wie … das ginge jetzt jedoch zu weit. Gute Freunde durften auch Fehler machen. Selbst größere. Bei katastrophalen Dummheiten konnte man sich notfalls auch von Menschen trennen – denn wer wollte schon mit einem Amokläufer oder einem Terroristen befreundet sein. So einfach lief es in der großen Politik aber nicht. Da war es wie in einer Familie. Man konnte sich die Verwandten nicht aussuchen, man muss ihnen beistehen. Auch jemandem wie diesem Bush junior und selbst diesem Trump. Ursprünglich dachte ich, das gebe ich zu, der junge George wäre jemand, der vorangehen würde und den Frieden im Nahen Osten wiederherstellen könnte. Aber ich hatte dazugelernt. Die fatalen Defizite der Amerikaner hatten sich erst viel später gezeigt. Unsere Bundeswehr leistete damals Unglaubliches beim Wiederaufbau der Infrastruktur, die Ausbildungsprogramme für die innere Sicherheit waren vorbildlich. Ursprünglich hatte ich darauf vertraut, dass die Amerikaner etwas Ähnliches zustande bringen würden. Weil ihnen das in Deutschland so unglaublich gut gelungen war, würde das auch im instabilen Nahen Osten funktionieren. Die US-Marines und ihre Armee waren aber mittlerweile spezialisiert, feindliche Objekte auszuschalten. Es war ihnen geglückt, Menschen wie Bin Laden, Saddam Hussein und Gaddafi zu beseitigen – viele andere dürfen aus Gründen der Vertraulichkeit natürlich nicht genannt werden. Letzten Endes war es jedoch nur eine Show für die Medien, damit die US-Bürger sich als Weltmacht fühlen konnten, ihrem Präsidenten vertrauten und sich nicht über die immensen Militärausgaben beschwerten. Für Amerikaner ist Fernsehen das, was für uns die reale Welt ist. Die Grenzen zwischen Lüge und Wahrheit wurden dort durch Bild-Ton-Technik völlig aufgehoben, das musste ich bald schmerzlich feststellen. Geschickte Populisten konnten über dieses Medium Gerüchte streuen, die umso glaubwürdiger wirkten, je schlimmer sie waren. Zuerst war es mir recht, weil es bei uns eine aktive Gegenpropaganda durch das quasi staatlich finanzierte Fernsehen gab, um dieser plötzlich auftauchenden Reinkarnation des Nationalsozialismus Paroli zu bieten. Die Wirkung war jedoch völlig anders als erwartet und vergrößerte das Problem nur noch. Die rechtsextreme Pegida-Bewegung fand immer mehr Zulauf und gleichzeitig bekam Deutschland den Ruf, das Sozialamt der Welt zu sein. Ich wollte gar nicht wissen, wie viele antisemitische Araber von den Bildern rechtsextremer Demos in unser Land angelockt wurden. Nein! Das durfte einfach nicht sein. Definitiv kamen die meisten aus anderen Gründen. Genug der Philosophie jetzt! Ich war kein Mensch, der große Reden schwang, die sich um das Nichts drehten. Dafür waren meine Kollegen von der SPD zuständig … wie dieser Erzengel. Das nächste Mal würde ich ihn damit aufziehen und erzählen, dass ihn hier keiner kannte! Das war jetzt aber nicht wichtig, denn ich bin eine Frau der Tat. Ich hatte immer einen Plan, egal wie man ihn auch nennen mochte, Plan A oder wie auch immer. Jetzt war es wichtig, ein Telefon zu finden oder eine andere Kommunikationsmöglichkeit. Eine Verbindung zur Außenwelt. Egal was. Irgendetwas benötigte ich, um mir ein Bild zur Lage der Nation verschaffen zu können.

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