K.P. Hand - Willenbrecher

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Um dem Kopf einer organisierten Sklavenhändlertruppe auf die Spur zu kommen, schleust sich der Ermittler Norman Koch als Drogendealer in eine Verbrecherorganisation ein. Während er, abgeschnitten von seinen Kollegen und Vorgesetzten, sein Leben in Gefahr bringt um die vielen Entführten zu retten, verschwindet erneut ein junges Mädchen, das gar nicht weit von Normans Reichweite entfernt festgehalten und gefoltert wird.
Um sie zu retten benötigt Norman die Hilfe eines alten Bekannten: dem Auftragskiller Alessandro.
Überraschend möchte sich Alessandro mit Norman verbünden um ihm bei dem Fall zu helfen.
Norman lässt sich darauf ein, doch merkt er schnell, das dieser Verbrecher gar nicht so skrupellos war, wie er sich einen Auftragsmörder vorstellte. Zu der Angst, bei diesem Fall zu versagen, drängten sich Norman nun auch noch Gefühle auf, die er gegenüber diesem Mann keinesfalls zulassen will…
*Warnung: Dieser Roman will keinesfalls Gewalt verherrlichen, jedoch tauchen Szenen und Darstellungen von physischer und psychischer Grausamkeit auf, die auf manche Menschen verstörend wirken können. Außerdem enthält diese Geschichte explizit geschilderte homoerotische Szenen, an denen sich einige Menschen stören könnten. Altersempfehlung: ab 18 Jahre

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Mona wusste, das sie Dennis in Gefahr bringen würde, wenn sie seinen Namen nannte, weshalb sie ihn niemals aussprechen würde.

»Antworte.«

»Bitte ...«, weinte sie mit geschlossenen Augen, »bitte, zwingt mich nicht dazu.«

»Du bittest mich darum?« Er schnaubte und zog an seiner Kippe.

Lange blieb er still, während Mona weinte und ihre Strafe abwartete.

Dann fragte er: »Und was bietest du mir im Gegenzug?«

Mona hob den Blick und sah ihn überrascht an.

Er lächelte und erklärte: »Na, ich werde dir ganz sicher nicht einfach so einen Wunsch erfüllen, du musst schon etwas dafür tun.«

Verzweifelt verzog Mona das Gesicht.

»Also, das Leben deines Freundes«, drängte er und zog an einer Kippe, »... was ist es dir wert?«

»Alles!«, gab sie zurück.

Er lachte in sich hinein und sagte: »Jetzt hast du wieder gegen die erste Regel verstoßen, Mädchen. Das dritte Mal seit ich hier bin schon. Und außerdem möchte ich dir sagen, dass du aufpassen solltest, was du versprichst.«

Mit entschlossener Miene erhob er sich und trat wieder vor sie. Er zog an seiner Kippe und hauchte ihr den Qualm ins Gesicht.

Mona schloss die Augen, wich aber nicht aus.

»Weißt du, das ganze Gerede über Sex hat mich geil werden lassen ...«

Pures Entsetzen durchfuhr Mona. Nein ... bitte nicht!

»Knie dich hin!«, befahl er.

Mona sah ihn mit großen Augen an und schüttelte heftig den Kopf.

Er wirkte gelangweilt, als er um sie herum ging. Ohne jede Vorwarnung trat er ihr die Beine weg. Monas Knie schlugen hart auf dem Boden auf.

Sie wollte instinktiv darum flehen, dass er sie in Ruhe lassen sollte, doch das verkniff sie sich in letzter Sekunde. Es würde alles nur schlimmer machen.

Er trat wieder vor sie, direkt vor ihren Augen befand sich sein Schritt. Mona wollte sich nur noch übergeben.

»Weißt du, ich finde es sehr heldenhaft, dass du ihn schützen willst. Das ist wirklich nobel von dir. Wäre es anders gewesen, hättest du an Ansehen bei mir verloren. Aber ist es wirklich klug, sich das selbst anzutun, um jemand zu schützen, dem du in weniger als ... schätzen wir mal zwei Wochen, total egal sein wirst?«

Nein , sprach sie selbst auf sich ein, hör ihm nicht zu ! Dennis würde sie niemals so schnell einfach aufgeben.

»Du hast die Wahl. Entweder sein Name oder du machst jetzt den Mund auf.«

Mona starrte den Boden an.

»Wähle«, forderte er auf.

Langsam und zitternd hob sie den Kopf und sah zu ihm auf.

Geduldig wartete er auf eine Reaktion.

Mona blieb nur eine einzige Wahl. Entschlossen erwiderte sie: »Weder noch!«

Er nickte, als hätte er gar nichts anderes erwartet.

»Schade, ich hatte dir eigentlich deine Wunden eincremen und dir dann etwas zu essen geben wollen, aber dann eben wieder die harte Tour.«

Noch eher sie sich versah, schnellte sein Knie vor und traf sie an ihrem Wangenknochen. Ein explodierender Schmerz durchfuhr sie und ließ sie auf die Seite fallen. Mona hielt sich das Gesicht und konnte nicht fassen, welche Schmerzen sie hatte!

Er stieg über sie und ging zum Tisch.

Mona riss sich zusammen. Obwohl ihr schwindelig war, schaffte sie es, auf die Beine zu kommen. Ohne jeden Zweifel musste er wissen, was sie vorhatte, dennoch hinderte er sie nicht daran. Sie stolperte auf die Tür zu.

Ihr war eigentlich bewusst, dass die Tür keine Rettung sein würde, dennoch ruckelte sie daran, in der Hoffnung, sie würde durch magische Weise aufgehen.

Panik ergriff sie und sie begann, mit geballten Fäusten dagegen zu hämmern. Sie wusste, es würde niemand hören, dennoch rief sie mit verzweifelter Stimme nach Hilfe.

Dieser arrogante Wichser hatte die Frechheit, hinter ihr völlig gelassen in sich hinein zu lachen.

»Niemand wird dich hören«, rief er über ihre Schreie hinweg. »Los! Brüll ruhig noch lauter. Leg all deine Kraft in dein Geschrei. Keiner wird es hören, keiner wird dich retten kommen.«

Monas Stimme versagte nach wenigen Minuten. Erschöpft lehnte sie sich gegen die kühle Metalltür und versuchte, wieder zu Atem zu kommen.

Es musste einen Ausweg geben! Es gab doch immer einen Ausweg! Mona musste nur ihre Gedanken sammeln und alles überdenken.

Ihr Entführer kam auf sie zu. Mona hörte seine Schritte gerade so über ihren hämmerten Herzschlag hinweg.

Sie atmete ruhiger, wartete, bis er nahe genug war ...

Urplötzlich wandte sie sich um und wollte ihm ins Gesicht schlagen. Doch er hatte damit gerechnet und fing ihr Handgelenk kurz vor seiner Wange ab.

Dann gab er ihr wieder eine brutale Ohrfeige mit dem Handrücken. Hätte er nicht ihr Gelenk in einem eisernen Griff festgehalten, wäre sie unter der Wucht einfach zu Boden gefallen.

»Genug jetzt!«, sagte er genervt. »Bevor ich sauer werde!«

»Nein! Nicht!«, stieß Mona aus, als er in ihr Haar packte und sie zurück in die Mitte des Raums zog. Sie war sich sicher, dass er sie wieder an die Kette hängen wurde.

Er schubste sie und Mona fiel auf die Knie, sie fing sich mit den Händen gerade so am Rand der Metallwanne ab.

Sofort war er über ihr und packte grob ihren Nacken.

»Nein!«, rief sie noch, doch da hatte er ihren Kopf bereits unter Wasser gedrückt.

Mona zappelte, versuchte, ihm zu entkommen, aber es war unmöglich, dafür war er viel zu stark. Lange hielt er sie unter Wasser, während sie wie ein Fisch zappelte, der auf dem Trockenem lag. Sie durfte nicht einatmen, egal wie sehr es sie danach drängte. Es wäre ihr Ende, wenn sie es tat, und doch war der Instinkt, einfach nach Luft zu schnappen, fast unüberwindbar,

Gerade als sie dem Drang nachgeben wollte, zog er sie wieder hoch.

Mona holte tief Luft. Sie war nicht mehr in der Lage, sich zu wehren. Ihr einziger Gedanke galt dem Ein- und Ausatmen.

»Also«, begann er, »fassen wir mal zusammen, ja? Du sprichst, obwohl ich es nicht gestattet habe. Du verweigerst mir Informationen! Du weigerst dich, mir gefällig zu sein und lehnst es ab, zwischen dir zwei gegebenen Möglichkeiten zu wählen, die ich dir nur gegeben habe, weil ich gnädig sein wollte. Und zu guter letzt unternimmst du einen schlechten Fluchtversuch, willst mich schlagen und besitzt auch noch die Frechheit, mich zu bitten, dir nichts zu tun? So eine Scheiße! Siehst du, jetzt bin ich doch sauer!«

Er drückte ihren Kopf erneut unter Wasser, eindeutig, weil er vor Wut kochte.

Sein Griff um ihren Nacken tat weh, aber sobald ihr Gesicht in das Wannenwasser gedrückt wurde, spürte sie es gar nicht mehr. Da war nur noch die panische Angst, ertrinken zu müssen.

Und Mona kämpfte! Versuchte alles, um ihre Nase über die Wasseroperfläche zu bekommen.

Er zog sie wieder in allerletzter Sekunde hoch.

Hastig holte Mona Luft.

»Vielleicht sollte ich dich einfach ertränken«, sagte er mit vor Zorn bebender Stimme. »Dann könnte ich deine Überreste in den Fluss werfen. Wenn man dich rausfischt, würden alle denken, du wärest einfach nur ersoffen.«

Mona erwiderte atemlos: »Nicht mit diesen Striemen auf dem Rücken.«

»Hm«, machte er. »Stimmt, da hast du Recht. Aber ich hab dich nicht nach deiner Meinung gefragt!«

Er drückte sie wieder unter Wasser. Erneut so schnell, das sie nicht zuvor nach Luft hatte schnappen können. Diesmal dauerte es nur wenige Sekunden, bis sie glaubte, zu ersticken.

Das schien er zu wissen, denn er holte sie wieder hoch.

»Muss ich dich denn immer daran erinnern, dass du eine Gefahr bist und ich dich besser umbringen sollte? Antworte mir!«

»Nein.«

»Nein, was?«, schrie er erbost.

»Herr«, wimmerte Mona, » Nein, Herr ! Ihr müsst mich nicht immer daran erinnern.«

»Ach weißt du, ich habe dafür keine Zeit«, meinte er plötzlich. »Keiner kann mir vorwerfen, ich hätte dir keine Chance geben. Aber du hast dich leider zum Problem entwickelt ...«

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