Fritz Gerlinger - Der Narzissmus

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Narzissmus begegnet uns im Zeitalter von Schönheitsidealen, Popkultur, Erfolgsstreben und einer stark ansteigenden virtuellen Präsenz im Internet, wo jeder im Grunde sich selbst neu erschaffen kann, fast überall. Es geht darum, in einer Gesellschaft etwas darzustellen, wobei gleichzeitig die Individualität angestrebt wird und die einheitliche Übereinstimmung mit der Masse. Zwei Welten und Bestrebungen interferieren hier. Besonders neue Trends und Moden werden sofort aufgegriffen und gelebt, wenn sie helfen, sich irgendwie zu definieren. Dem gegenüber steht der Wunsch, sich von der Masse abheben zu wollen und etwas zu sein oder zu tun, das klare Unterschiede zum Rest setzt. Leider geschieht das zum Teil auch sehr radikal. Wer auffallen möchte, sucht nach Möglichkeiten auf allen Ebenen. Das kann auch sehr destruktiv oder sogar selbstzerstörerisch erfolgen.
Manch einer riskiert für den Kick des Auffallens sogar sein Leben. Hinter all diesen Versuchen, dem Dasein irgendwie eine Bedeutung abzugewinnen, liegt natürlich eine Form von Eitelkeit. Zum Narzissmus ist es dann nicht weit, wobei dennoch klare Grenzen einer korrekten Zuordnung gesetzt werden müssen. Wirklicher Narzissmus hat mit der normalen Eitelkeit nämlich wenig zu tun.
Dieses Buch soll daher zeigen, was Narzissmus ist, wie er sich bei den verschiedenen Geschlechtern zeigt und auswirkt, wann er krankhafte Züge annimmt und wie Menschen mit einem Narzissten umgehen können. Hier soll kein Urteil gefällt werden. Vielmehr ist ein Rundumblick angestrebt, der zeigt, wieso die narzisstische Ader beim Menschen so häufig sichtbar wird und wo die Ursachen liegen.

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Die Feindseligkeit hält dabei auch lange an. Ein Narzisst ist durch die Empfindlichkeit immer nachtragend und rächt sich entsprechend durch Abwertung und langlebige Feindschaft. Hervorgerufen wird das durch die ihm innewohnende Angst vor Geringschätzung und Missachtung. Die eigene bösartig geübte Kritik ist ein Schutzschild und eine Abwehrhaltung.

• Die mangelnde oder komplett fehlende Empathie drückt sich beim Narzissten dadurch aus, dass er absolut nicht in der Lage ist, sich in andere hineinzudenken, mit ihnen mitzufühlen oder überhaupt fremde Emotionen wahrzunehmen. Daher ist nicht nur das Verhältnis zur unmittelbaren Umgebung, zum Partner, zu Freunden oder Familienangehörigen gestört. Der Narzisst zeigt auch keinerlei Gefühlsregung bei tragischen Ereignissen, Schmerz, Trauer oder Tod.

Jede Empathie benötigt die Selbstreflexion und Wahrnehmung eigener Gefühle. Je mehr diese gedeutet und zugelassen werden, desto mehr kann ein Mensch auch auf andere Emotionen reagieren oder diese nachempfinden. Für den Narzissten ist Mitgefühl jedoch nur ein Mittel zum Zweck, wenn es Vorteile bringt oder ermöglicht, Bewunderung zu erhalten. Schön sichtbar wird das immer bei Spendengalas, wenn reiche Narzissten nicht geben, um zu helfen, sondern, um sich selbst in Szene zu setzen. Die noble Geste wird nicht innerlich empfunden. Wenn überhaupt Mitleid das Thema ist, dann hat es der Narzisst verdient und empfindet es auch nur für sich selbst. Das hat jedoch nichts mit Selbstliebe zu tun. Letztendlich kann der Narzisst sich nur oberflächlich lieben, da ihm das Gefühl der Liebe und Empathie an sich fremd ist.

• Seinen Ausgleich findet der Narzisst in der Entwertung anderer. Es reicht ihm nicht, sich selbst aufzuwerten, er muss andere immer auch gleichzeitig abwerten. Das tut er, indem er verletzend und bösartig auftritt, andere erniedrigt, Schuld zuweist und uneinsichtig ist. Wenn er erkennt, dass er erfolgreich ist, fühlt er sich durch die Entwertung des anderen besser und erhöht.

Auch Zynismus und Sadismus sind Ausdrucksformen der Entwertung. Daher ist es selten verwunderlich, dass Zyniker zwar gut austeilen können, Kritik jedoch nur schlecht wegstecken oder sogar tief beleidigt reagieren. Sie nehmen sich von dem, was sie in Frage stellen, immer aus. Ist die Menschheit schlecht, bilden sie die einzige Ausnahme. Die Steigerung von der Ironie zum Sarkasmus und Zynismus ist fließend und reicht von einem witzig gemeinten Scherz bis in die Verbitterung. Der Narzisst neigt zum Zynismus und macht sich über andere lustig. Der verschmitzte Blick auf sich selbst gelingt ihm nicht.

Der robuste Narzissmus

Eine der wichtigsten Zwischenformen ist der robuste Narzissmus. Dieser zeigt bereits eine Spaltung zwischen dem verletzlichen und grandiosen Selbst. Die schwache Seite wird übertüncht und die starke Seite expansiv gefördert. Dabei bleibt das Selbstwertgefühl immer noch realitätsangepasst und stabil.

Das ermöglicht, dass Narzissten gut in das soziale Umfeld integriert sind und über einen gesunden Ehrgeiz verfügen, ihre Leistung zu verbessern. Das grandiose Selbst dient jedoch auch hier schon als Schutz vor Selbstzweifeln und Unsicherheit. Das zieht nach sich, dass der Mensch versucht, selbstbewusster aufzutreten, als er im Grunde ist. Teilweise kann das bereits als egozentrisches Verhalten durch andere Menschen wahrgenommen werden.

Meistens haben robuste Narzissten viel Erfolg im Leben und nutzen die eigenen Stärken für den Auftritt in der Öffentlichkeit. Kritik ist zwar auch hier schon schwierig zu verdauen, der Narzissmus bleibt jedoch noch flexibel und gestattet die Selbstreflexion. Die Ebenen vom verletzlichen zum stabilen bis zum grandiosen Selbst sind fließend miteinander verbunden. Ein Hang zur Selbstdarstellung ist zwar vorhanden, jedoch noch nicht krank- und zwanghaft.

Das kann auch Schwierigkeiten in Beziehungen zu anderen verursachen, z. B. in einer Partnerschaft. Solche Bindungsängste oder die eigene Selbstbezogenheit und fehlende Rücksichtnahme sind Ausdruck dafür, dass narzisstische Tendenzen vorliegen, die bewältigt werden müssen. Das alleine ist noch nicht krankhaft, sondern eine Zwischenform.

Narzissmus kann sich dabei auch offen oder verdeckt zeigen. Bei einem offenen Narzissmus tritt die Person extravertiert, charmant, großspurig und selbstbewusst auf. Der verdeckte Narzissmus ist gefährlicher und selbstquälender. Die Person versucht, ihre Anerkennung auf indirekte Weise einzufordern, und hat gelernt, die großspurigen Impulse zu unterdrücken. Sie möchte im besten Licht erscheinen und ärgert sich gleichzeitig im Stillen, wenn ihre Fähigkeiten nicht genügend gewürdigt werden. Ausdruck findet die Selbstunterdrückung der Gefühle dann in Lügen, Manipulation, Täuschung und Missgunst. Das wiederum fördert den krankhaften Narzissmus.

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung

Pathologisch wird Narzissmus, wenn er eine extreme Form annimmt und unüberwindbare Konflikte verursacht. Dann wird von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gesprochen und das verletzliche Selbst wird zum hochverletzlichen und sensiblen Selbst, während wiederum das grandiose Selbst stark überzogen ist und das andere Selbst komplett ersetzen soll. Die Selbstliebe wird zur Selbstsucht.

Das bringt nicht nur die fehlende Toleranz für andere Mitmenschen mit sich, sondern gerade auch eine strikte Ablehnung der eigenen Schwächen. Vermieden werden soll auf jedwede Weise, dass das verletzliche Selbst irgendwie durchschimmert. Umso stärker werden dann die eigenen Interessen durchgesetzt.

Die Selbstbezogenheit nimmt krankhafte Züge an und kann auch kaum noch vor anderen verborgen werden. Häufig werden die eigenen Fähigkeiten stark überschätzt und vor anderen größer dargestellt, als sie eigentlich sind. Das kann so weit führen, dass der krankhafte Narzisst auch eine fremde Leistung als die eigene ausgibt oder eine flüchtige Bekanntschaft intimer und enger darstellt, als sie ist. Ein entscheidendes Merkmal des krankhaften Narzissmus ist jedoch das ständig schwankende Selbstkonstrukt aus verletzlichem und grandiosem Selbst.

Bewunderung und Anerkennung sind zwingend erforderlich für den Selbsterhalt und werden, gleich einer Sucht, immer wieder als Bestätigung gesucht. Zurückweisungen und Kritik werden als demütigend empfunden, so dass auch die Reaktion darauf sehr impulsiv und zornig erfolgt.

Das eher geringe Selbstwertgefühl, das durch eine glaubhafte Maske verborgen wird, bricht dann in Aggression hervor. Dazu ist der krankhafte Narzisst von einem extremen Perfektionismus besessen und duldet Schwächen weder bei sich noch bei anderen.

Er übertreibt dabei sein Können nicht nur, sondern fühlt sich tatsächlich anderen grenzenlos überlegen, was gleichzeitig auch bewirkt, dass er diese rücksichtslos behandelt oder manipuliert. Die positive Meinung über sich selbst wird nicht erschüttert, da das verletzliche Selbst komplett verdrängt ist. Das kann wiederum nach sich ziehen, dass die fehlende Empathie nicht grundsätzlich ein Merkmal der Unfähigkeit ist, sondern dass der Narzisst bewusst keine Lust hat, einfühlsam zu sein. Seine Stärke sind seine empfundene Überlegenheit und Rücksichtslosigkeit. Für ihn ist dann Empathie eine Schwäche.

Beim krankhaften Narzissten sind die Bereiche der Identität, der Selbststeuerung, der Empathie und Nähe stark verzerrt. Er sucht zur Selbstidentifizierung den Vergleich zu anderen und fordert Anerkennung. Die persönliche Selbststeuerung ist nur durch Anerkennung möglich. Der Narzisst benötigt ständig die Unterscheidung von den restlichen Menschen und möchte sich als außergewöhnlich erleben. Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen interessieren ihn nicht. Auch ist er nicht in der Lage, sich überhaupt mit diesen zu identifizieren.

Empathie ist nur ein Mittel, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, das der eigenen Person dient. Alle eigentlichen zwischenmenschlichen Beziehungen sind oberflächlich. Ein echtes Interesse kommt nicht auf. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist in der Kindheit und im frühen Entwicklungsstadium entstanden, z. B. durch fehlende Liebe, Unterdrückung, starke Bevormundung, Verhätschelung oder Desinteresse. Auch eine Veranlagung kann gegeben sein, die dann durch die Erziehung gefördert oder gedämmt wird. Das Defizit wird durch den grandiosen Auftritt ausgeglichen, während das wirkliche und sehr verletzliche Selbst nicht erkannt wird.

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