Ulrich Paul Wenzel - Es Geht Auch Anders

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Es Geht Auch Anders: краткое содержание, описание и аннотация

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Sommer 2005: Bausparberater Simon-Moritz Lüdenscheidt ist seit über zwanzig Jahren mit seiner Frau, der dominanten, extrovertierten Lehrerin Carla verheiratet. Tochter Lena ist aus dem Haus und Alex, der pubertierende Sohn, zieht sich immer mehr in seine eigene Welt zurück.
Auf Carlas jährlicher Party glaubt Simon ein eindeutiges Angebot einer unbekannten, attraktiven Frau empfangen zu haben und beginnt darüber nachzudenken, ob das Leben nicht noch mehr bereithält, als die eingefahrene Ehe mit Carla, die ihrerseits auch nichts anbrennen lässt und mehr Zeit mit ihrer Freundin Rita verbringt, als mit ihrem Mann.
Nach einer Gardinenpredigt seines cholerischen Chefs kündigt Simon spontan seinen ihn schon längere Zeit anödenden Job und nimmt noch am selben Tag und ohne Carla davon in Kenntnis zu setzen das Angebot seines Freundes Andy an, Geschäftsführer von dessen Kneipe zu werden.
Ausgerechnet dort macht er eines Tages eine überraschende Entdeckung, die ihn endgültig beflügelt, seines Lebensentwurf noch einmal neu zu entwickeln. Er ahnt nicht, dass sein gesamtes Leben schon nach kurzer Zeit vollkommen auf den Kopf gestellt wird.

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Frank und seine Neue standen noch an fast derselben Stelle wie vor einer halben Stunde. Die Neue schien sich zu Tode zu langweilen. Ich ging auf sie zu und stellte mich neben sie. Sie lächelte knapp. Ihr exotisches Parfüm fesselte mich in wenigen Sekunden mehr, als es Carlas Chanel N°19 in den letzten zwanzig Jahren geschafft hatte.

»Und was machen Sie beruflich?«, fragte die Neue plötzlich und drehte sich zu mir um. Ich fühlte mich überfallen. »Ich bin Pilot«, kam es spontan aus meinem Mund. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie so etwas hören wollte.

»Was? Das finde ich ja irre«, schmetterte sie mir entgegen und klimperte mit den Augen. »Und wo überall auf der Welt fliegen Sie hin?«

Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, den kleinen Scherz mit dem Piloten klarzustellen. Nüchterne Überlegungen schienen mir in diesem Augenblick jedoch völlig fremd zu sein. »Nach Mallorca, Kreta, Gran Canaria.«

»Ferienflieger?« Ich glaubte eine Spur von Enttäuschung über ihr Gesicht huschen zu sehen und wollte schon hinzufügen: Und nach New York, Los Angeles, Bangkok und Sydney.

»Und bei welcher Fluggesellschaft fliegen Sie?«

» Air Berlin .« Ich entschloss mich, im Ferienbereich zu bleiben. Meine Körpertemperatur stieg an.

»Ach was? Ich bin letztes Jahr im Mai mit Air Berlin von Leipzig nach Mallorca geflogen. Nicht auszumalen, wenn ich mit Ihnen geflogen wäre.«

Ich hätte sie in diesem Moment beruhigen können, in Leipzig war ich vor sieben Jahren einmal auf dem Hautbahnhof und Malle kannte ich nur von meinem Shell- Atlas.

»Das wäre wirklich ein großer Zufall gewesen«, sagte ich trotzdem und lächelte gütig. Nebenbei zermarterte ich mir den Kopf, wie ich aus dieser Pilotennummer wieder herauskommen könnte. Wahrscheinlich waren diese Gedanken umsonst. Alles würde sich auflösen, wenn sie am nächsten Morgen beim Frühstück mit Frank im Bett die Party noch einmal rezensieren und zwangsläufig auf den Gastgeber mit dem atemberaubenden Beruf zu sprechen kommen würde. Insofern sah ich es als vorteilhaft an, dass Frank immer wieder mit einer Neuen erschien.

»Ist es eigentlich wichtig, dass wir uns Siezen?«, fragte ich.

»Nein, natürlich nicht. Ich heiße Arlette.« »Ich bin Simon. Und was machst du beruflich, Arlette?«

Sie hatte sich viel Mühe mit sich selbst gegeben. Grausilbriger Lidschatten, scharfe Konturen an weinroten Lippen. »Ich arbeite für eine Personalservice-Agentur.«

Mir fiel spontan das Arbeitsamt ein, wollte es aber nicht glauben. »Da kann ich mir jetzt gar nichts drunter vorstellen.«

»Das ist auch schwer zu beschreiben. Wenn ich dir das jetzt erklären würde, könntest du das missverstehen.« Mein dämlicher Gesichtsausdruck musste sie veranlasst haben, noch etwas hinzuzufügen.

»Ich gebe dir nachher mal meine Karte, vielleicht ist es auch etwas für dich. Du kannst mich ja mal anrufen.«

Ich schob das Kinn vor und hustete in mich hinein. Vielleicht ist es auch etwas für dich? Hörte sich nach Nachhilfelehrerin oder Edelnutte an. Vielleicht war es auch ein versteckter Hinweis. Wollte Arlette etwas von mir ? Hatte sie erkannt, dass es außer Frank noch andere interessante Angebote auf dem Markt gab? Zum Beispiel Piloten. Ich hoffte, meine innere Aufregung verbergen zu können. Vor mir tauchte ich selber auf. In einem scharf geschnittenen, dunkelblauen Pilotenanzug mit vier goldenen Streifen an den Ärmeln, einer Ray-Ban-Aviator -Sonnenbrille vor den Augen, die schmale Uniformmütze unter den Arm geklemmt und eingerahmt von drei lüstern lächelnden Stewardessen auf der Treppe zum Cockpit eines Airbus A340 . Der Traum war intensiv, aber sehr kurz.

Ich fuhr aus meinem Traum hoch. Carla hatte musikalisch blankgezogen. Die Gypsy Kings polterten mit einer Lautstärke durch die Wohnung, die ausgereicht hätte, das Velodrom zu beschallen. Die Gypsy Kings waren zwar reichlich angestaubt, aber immer noch Carlas Allzweckwaffe, wenn sie glaubte, ein paar Kohlen nachlegen zu müssen. Jegliche Unterhaltung konnte in diesem Moment getrost eingestellt werden. Was meine Pilotengeschichte anging, war das ganz gut so. Mein mitleidiger Blick richtete sich ein weiteres Mal auf die Lautsprecherboxen.

»Ich weiß, das ist nicht deine Musik, Sweety«, übertönte Carla die Musik, nachdem sie auf uns zugetänzelt war. Sie hatte ordentlich einen im Tee, das war offensichtlich. »Wenn es nach ihm ginge, würden wir den ganzen Abend nur Led Zeppelin und Pink Floyd hören«, plärrte sie gegen die Musik an und blinzelte zur Neuen hinüber. »Bei Led Zeppelin haben wir uns vor zwanzig Jahren übrigens kennen gelernt«.

Ich glaubte nicht, dass Arlette das interessieren würde. Es war eine Fehleinschätzung.

»Ach, das ist ja interessant«, zwitscherte sie und hob ihren hübschen Kopf. »Wo habt ihr euch denn kennen gelernt?«

»Auf einer Party in Kreuzberg, auf der Toilette.« Carlas Augen leuchteten auf.

»Huch.« Die Neue hätte sich fast verschluckt. Wie sollte sie wissen, dass es zu Carlas überlebenswichtigen Bedürfnissen gehörte, diese Story zum Besten zu geben. Alle anderen anwesenden Gäste kannten sie schon, demnächst also auch Arlette.

Zugegebenermaßen hinterließ Carla an diesem denkwürdigen Abend auf Toms Fete einen ebenso nachhaltigen Eindruck bei mir wie Franks Neue an diesem Abend. Ich flegelte gerade mit einem schalen Schultheiss im einzigen Sessel der ganzen Wohnung und starrte in den Flur, als Carla mit einer Freundin erschien. Es war definitiv nicht ihr speckiger Afghanenmantel, der mich vor Begeisterung fast zerriss der. Wie ich später feststellte, stank er genauso penetrant nach Ziege, wie alle anderen Afghanenmäntel auf dem überquellenden Garderobenständer. Nein, es waren Carlas tiefblaue Augen, ihre dunkelblonden schulterlangen Haare und ihre honigmelonengroßen Brüste, die meine innere Spannung kontinuierlich ansteigen ließ.

In der engen Küche am Buffet wollte ich nach einer halben Stunde - so lange hatte ich verschiedene Angriffstaktiken gedanklich durchgespielt - den ersten Kontakt herstellen. Das Buffet war damals rustikaler, wahrscheinlich hatte Carla es als abschreckendes Beispiel lange mit sich herumgetragen. Sie konnte sich jedenfalls nicht entscheiden zwischen den eingelegten Bratheringen und den ebenfalls eingelegten Riesenrollmöpsen. Ich war hinzugetreten und wollte ihr gerade einen kulinarischen Ratschlag geben, sozusagen einen unverbindlichen Vorschlag aus dem Munde eines weit herumgekommenen Gourmets, als sie sich umdrehte, mich knapp anlächelte und die Küche mit einem Rollmops verließ. Ich fischte mir zwei aus der Schüssel, schlug mir einen Haufen Kartoffelsalat auf den Teller und ging ins Zimmer zurück. Als ich später auf dem aschgrauen, von Toms verwirrtem Kater vollständig zerpflügten Flokati saß und die Trackfolge auf dem Cover von Led Zeppelin II studierte, hockte sie plötzlich neben mir.

»Ich weiß noch genau, wo Simon mir das erste Mal aufgefallen ist«, begann Carla, zwei Lautstärken über normal zu referieren, während ihre Augen diebisch funkelten. »In der Küche am Buffet. Ich wusste sofort, das ist er! Lange dunkle Haare, knackiger Arsch in blauer Jeans. Als er mit der Plattenhülle auf dem Teppich herumhockte, setzte ich mich dazu. Leider schien er nur zwei Leidenschaften zu haben: Led Zeppelin und Schultheiss .« Das war natürlich vollkommener Quatsch. Tom hatte nur Schultheiss im Haus. Arlette sah mich an und stülpte ihre Lippen. Sie schien zu überlegen, wie aus solch einem Traumtänzer wie mir jemals ein Pilot werden konnte. Vielleicht auch, dass solch ein Traumtänzer niemals Pilot sein konnte.

»Tja, und dann habe ich einen zweiten Versuch gemacht«, fuhr Carla genüsslich fort. »Als Simon zur Toilette ging, bin ich kurzerhand mit hinein und habe von innen abgeschlossen.« »Waaas?« Einen kurzen Moment dachte ich, Arlette würde abheben. Sie blickte ungläubig zwischen Carla und mir hin und her. Frank lächelte süffisant. Ich nickte entschuldigend. Carla kostete es aus.

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