Volker Bauch - ALLES für NICHTS

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Als Volker Bauch 1994 ungewollt in die Fänge von skrupellosen Verbrechern gerät, beginnt für ihn ein Albtraum. Er verliert seine Existenz, Freunde und Verwandte wenden sich ab, die Justiz glaubt ihm nicht. Auf eigene Faust jagt er die wahren Täter, enttarnt
deren Hintermänner, deckt eine international agierende Finanzmafia auf und findet die Beweise für seine Unschuld.
Doch wieder glaubt ihm die Justiz nicht. Stattdessen bringt ihn eine unfähige Polizei, eine untätige und ignorante Staatsanwaltschaft zusammen mit einem befangenen Richter, für insgesamt 8 Jahre hinter Gitter.
Volker Bauch` s autobiographischer Roman ist die wahre Geschichte eines Mannes, der bei seinem Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit durch die Hölle ging. Entstanden ist ein Buch von atemberaubender Intensität, schonungslos und zärtlich, grausam und idyllisch, eiskalt und leidenschaftlich, und das auf unerbittliche Weise das Versagen der Justiz aufzeigt.

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Ich packte ein, was ich mitnehmen durfte und war froh, endlich wieder Wäsche zum Wechseln und meine eigene Zahnbürste zu haben.

Der Tag des avisierten Transports nach Kassel war bereits vorbei. Doch es tat sich nichts. Das hieß, ich musste noch eine weitere Woche in diesem Loch ausharren.

Es gab keine Nachricht, keinen konkreten Termin. Man ließ mich einfach im Ungewissen. Ich konnte nur hoffen, am nächsten Mittwoch dabei zu sein. Auch von der Kripo hörte ich nichts.

Eine weitere Woche lag vor mir und mein Tabakvorrat ging dem Ende zu.

Seit Tagen schon rauchten Michael und ich die Stumpen aus den Resten im Aschenbecher.

Vorsorglich hatte ich eine Bestellung für das Notwendigste, wie Kaffee, Tabak, Duschgel und etwas an Lebensmitteln, abgegeben. Doch dieser Einkauf würde erst in der kommenden Woche gelie fert.

Uns stand ein hartes Wochenende bevor.

Am folgenden Montag hatte Michael seinen Prozess vor dem Berliner Landgericht. Bereits frühmorgens wurde er von Beamten abgeholt.

In den Tagen zuvor merkte man förmlich, wie seine Anspan nung von Minute zu Minute wuchs.

Ich war gespannt, wie er sich entscheiden würde. Für die Frei heit, mit der Gefahr, von seinen ehemaligen Mittätern verfolgt zu werden, oder für weitere Jahre Knast.

Auf die Antwort musste ich nicht lange warten.

Gegen Mittag war die Verhandlung bereits vorbei. Man hatte ihm lediglich ein Jahr auf Bewährung gegeben und somit konnte er gehen.

Er packte seine Sachen und wir beide wünschten uns viel Glück. Er hatte nun alles hinter sich, ich alles noch vor mir. Dieser

Gedanke war mehr als bedrückend.

Ich hatte die Zelle nun für mich allein. Jedenfalls für die nächs ten zwei Tage.

Immer wieder gingen mir die gleichen Dinge durch den Kopf. Ich schrieb einen seitenlangen Brief an Beate. Irgendwie ging die Zeit nicht rum. Es gab nur das mickrige Radio an der Wand.

Sonst nichts!

Keine Ablenkung, keine Abwechslung. Nichts!

Abends und nachts bekam ich kein Auge zu wegen des extre men Lärms an den Fenstern. Oder ich wurde von durchdringen den Schreien aus dem Schlaf gerissen.

Irgendwo schlugen sie sich die Schädel ein. Jedes Mal schreckte ich auf. Wo war ich hier gelandet?

Eines Morgens stand ein Neuer mit Sack und Pack in der Zelle. Er war klein aber kräftig gebaut.

Er machte keinen Hehl daraus, schwer drogenabhängig zu sein und alles zu nehmen, was nur irgendwie einen Kick erzeugt. Ein so genannter Polytoxomane.

Der Bursche besaß alle Anzeichen von Entzugserscheinungen. Seine Hände zitterten, er wirkte fahrig und konnte sich nur schlecht artikulieren.

Saß er auf dem Stuhl, zuckten seine Beine wie eine Nähmaschi ne rauf und runter.

„Eigentlich bin ich nur ein kleiner Eierdieb“, erzählte er, „habe im Supermarkt zwei Flaschen Whisky mitgehen lassen, um sie zu versetzten. Dabei haben sie mich erwischt. Jetzt ist die Bewäh rung futsch! Ein Jahr und sechs Monate muss ich nun absitzen.“ Seinen gierigen Blick hatte ich von Anfang an bemerkt. So dau erte es auch nicht lange, bis er mich nach Tabak und Kaffee fragte. Er selbst hatte nichts. Ohne eine Antwort abzuwarten, bediente er sich, wie selbstverständlich, an meinen Vorräten, die oberhalb des kleinen Tisches in einem Regal lagen. Nach der vierten Tasse hinter einander schritt ich ein und machte ihm klar, dass ich nicht

von der Wohlfahrt sei.

„Ich komme gerade aus der Klapse“, sagte er, „habe von den scheiß Drogen Paranoia gekriegt. Bei mir da oben, laufen immer zwei unterschiedliche Filme gleichzeitig ab. Einer links, einer rechts.“

„Da kannst du dich ja über mangelnde Unterhaltung nicht be klagen“, warf ich süffisant ein.

„Die haben mich mit Heidohl ruhig gestellt und mir einen Mo natsBlocker verpasst. Aber ich glaube, die Wirkung lässt so lang sam nach.

Er merkte gar nicht, wie ich die Augen verdrehte. „Wie können die mir nur so einen fertigen Typen auf die Zelle legen“, dachte ich bei mir.

Je später der Abend wurde, desto munterer wurde mein neuer Zellengenosse.

Zunächst waren es noch Liegestütze auf dem Zellenboden. Danach verlagerte er seine Turnübungen ins Bett.

Bereits in der ersten Nacht bekam ich kein Auge zu, weil ich mich eher in einer Achterbahn wähnte, als in meinem Bett.

Meine Bitten, endlich Ruhe zu geben, hielten nicht einmal ein halbe Stunde. Dann ging die Tortur von vorne los.

Völlig gerädert, sprach ich am nächsten Morgen den Beamten an, den Typen raus zunehmen. Doch der zuckte nur gleichgültig mit den Schultern:

„Das regeln die Leute meist unter sich.“ Mir schwante nichts Gutes!

Der Typ schlief. Er schlief bis zum Mittagessen. Erst dann kroch er aus seinem Bett und bediente sich erst einmal an meinem Kaf fee. So langsam wurde er wieder munter.

Michael hatte ein Kartenspiel dagelassen. Der Typ wollte spie len. Also spielten wir.

Ich kam mir vor, als ob ich ein Kleinkind beschäftigen müsste.

Nach zig Niederlagen nahm er plötzlich das Kartenspiel und klatschte es an die Wand.

„Ich will auch mal gewinnen!“ schrie er mich an.

Ich sagte ihm, dass nun Schluss sei, weil ich einen Brief schrei ben wolle. Ein bisschen Ruhe wäre dabei nicht schlecht.

Da hatten sie mir einen völligen Durchgeknallten auf die Hütte gelegt, der unberechenbar war. Anscheinend brauchte man so eine Art Aufpasser. So verstand ich es jedenfalls.

Der späte Nachmittag begann so, wie der am vorherigen Tag. Nun betätigte der Typ alle 15 Minuten die Rufanlage und ver

langte nach Medikamenten. Einmal erhielt er zwei Tabletten, aber dann nichts mehr. All seine weiteren Versuche waren vergeblich. Er steigerte nun seine Turneinlagen und tobte zwischen Boden und Bett hin und her. Mir stand eine weitere unruhige Nacht

bevor.

Langsam wuchs meine Wut über den Kraftsportler, der unter mir das ganze Bett zum Beben brachte. Nach ein paar heftigen Worten hielt er nun tatsächlich Ruhe.

Es muss so gegen 4 Uhr morgens gewesen sein, als ich durch tosende Geräusche aus dem Schlaf gerissen wurde.

Ich sah nur einen Schatten, der, wie wild geworden, an dem Schrank herumzerrte und diesen vor die Eisentür schob. Als nächs tes kamen die Hocker dran, mit denen er den Eingang verbarrika dierte.

Ich traute meinen Augen nicht. Der komplette Inhalt des Schranks lag in Einzelteilen verstreut auf dem Boden.

„Drehst du jetzt total durch!“ schrie ich ihn an.

„Die wollen mich holen! Die stehen mit 34 Leuten und Do bermännern vor der Tür und wollen mich holen. Und du bist auch einer von denen!“

Er hatte sich den Nassrasierer genommen und kam bedrohlich auf mich zu.

Mit einem Satz sprang ich aus dem Bett und gelangte so hinter ihn. Mein erster Schlag traf ihn nur halb, doch der zweite saß. Krachend knallte er rückwärts mit dem Kopf gegen die Heizung.

Dann war es still. Er gab keinen Ton mehr von sich.

Ich machte das Licht an, um zu sehen, was mit ihm war. Er blutete aus Mund und Nase und regte sich nicht. Seine Atemzüge waren kurz und heftig.

„Scheiße!“ Ich bekam es mit der Angst. „Hoffentlich nippelt der mir hier nicht ab und ich bin dran schuld!“

Ich nahm zwei Gläser kaltes Wasser und schüttete sie ihm ins Gesicht. Langsam kam er wieder zu sich und fragte, was passiert sei.

Ich erklärte ihm, dass er mich angreifen wollte und einen totalen Ausraster gehabt hätte.

„Das kommt schon mal ab und zu vor“, war sein Kommentar. Noch sichtlich benommen schlich er in sein Bett.

So gut es ging, brachte ich alles wieder in Ordnung. Als die Tür zur Frühstücksausgabe aufging, forderte ich von dem Beamten, mich sofort zu verlegen, da ich ansonsten für nichts mehr garan tieren könne.

Eine Stunde später packte ich meine Sachen.

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