Ronja Erb - Mit Weite im Herzen

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Nach dem Unfalltod drei ihrer liebsten Menschen entscheidet sich Helen, einen Neuanfang zu wagen und nach Namibia auszuwandern. Unter ungewöhnlichen Umständen bringt sie dort einen Sohn zur Welt und lernt dabei den taubstummen Jungen Kormoran kennen. Ihn verliert sie zwar bald aus den Augen, jedoch nicht aus dem Sinn. Zunächst eingenommen von ihrem jungen Mutterglück, sucht sie nicht weiter nach Kormoran. Zudem kommen erste Schwierigkeiten auf: Beim Kauf ihres Hauses stellt Helen fest, dass sie alte Wunden aus der Geschichte der Namibier aufreißt. Zum Glück gibt es Heinrich, einen Wanderarbeiter, der Helen hilft, in Namibia richtig Fuß zu fassen und auch Kormoran wiederzufinden. Zwischen Heinrich und Helen entwickelt sich eine tiefe Liebe, die es Helen ermöglicht, Altes zu überwinden und Neues zu beginnen.
Dieser Roman ist eine Hommage an Namibia und seine wundervollen Menschen.

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„Ja“, antwortete ich, „natürlich ins Hotel.“

„Wie auch immer“, sagte er, „Sie können jetzt ohnehin nicht allein in einem Hotel bleiben. Sie müssen sich erst einmal erholen, das Fieber deutet auf einen Infekt hin. Ich biete Ihnen an, dass Sie sich in meinem Haus ausruhen. Meine Frau und ich würden uns freuen, Sie bei uns als Gast aufzunehmen, und die ärztliche Versorgung hätten Sie auch noch gleich mit dabei“. Als er das sagte, guckte er mich aufmunternd an.

Ich sah ihn an, die dunkle Haut seines Gesichts war ganz glatt und das, obwohl er schon ziemlich alt zu sein schien, denn er hatte weiße Haare, die sich in kurzen kleinen Locken auf seinem Kopf kräuselten. Ich spürte seine Hand auf meiner und sagte: „Gerne, wenn es Ihnen nicht zu viele Umstände macht.“

„Nein, ganz und gar nicht.“ Unvermittelt fragte er: „Hat Sie Ihr Mann oder Freund verlassen?“

Ich erschrak und senkte meinen Blick. Sofort entschuldigte er sich und sagte, dass ihn das nichts anginge.

„Hören Sie die Musikanten?“, fragte er mich, „Sie spielen gerade unsere Nationalhymne, kennen Sie die?“ Ohne meine Antwort abzuwarten, stimmte er in den Refrain ein : „Namibia our country, Namibia, motherland, we love thee“. Als er aufgehört hatte zu singen, sagte er: „Ich muss Sie kurz alleine lassen, denn irgendwo da draußen steht noch meine Frau. Ich hatte Lucas, einem Freund von mir, zwar gebeten, ihr Bescheid zu geben, aber ich möchte sie dennoch nicht noch länger warten lassen, sie wird sich bestimmt schon Sorgen machen. Kann ich Sie einen Moment alleine lassen?“

„Ja“, sagte ich, obwohl mir unwohl bei dem Gedanken war. Er schien das zu spüren, denn er betonte nochmals, dass er gleich zurück sein würde.

Als er gegangen war, ließ ich meinen Blick durch den Raum schweifen. Das Behandlungszimmer unterschied sich nicht von dem in einer Arztpraxis in Deutschland. Ich richtete mich auf und versuchte, in die angrenzenden Räume und den Innenhof zu schauen. In die anderen Räumen konnte ich nicht sehen, denn die Fensterläden waren geschlossen. Der Innenhof war schön, sonnenerhellt und mit großen Kübelpflanzen wirkte er einladend. Ich hatte Lust, dort rauszugehen, doch ich entschied, dass ich wohl besser hier auf der Liege bleiben sollte. Außerdem hing die Infusion noch an meinem Arm.

Auf der anderen Seite des Zimmers war ein großer Spiegel und ich setzte mich so hin, dass ich mich darin sehen konnte. Liebevoll streichelte ich meinen Bauch und sagte: „Ein kleiner Junge wirst du also. Es tut mir so leid, dass ich dir so einen Schreck eingejagt habe, aber der Flug, die Hitze, das war wohl alles zu viel für deine Mutter. Ich verspreche dir, dass ich mich schonen werde, bis ich wieder ganz gesund bin. Du kleiner Kerl hast ja offensichtlich schon einen starken Lebenswillen.“ So als wollte er mir das bestätigen, spürte ich einen leichten Tritt in meinem Bauch. Mein Herz hüpfte vor Freude.

„Unser Haus liegt außerhalb von Windhoek, wir können jetzt hinfahren, der Festumzug ist durchgezogen“, sagte der Arzt, als er wieder zur Tür hereinkam. Hinter ihm erschien seine Frau, er stellte sie mir vor: „Das ist Pendukeni, meine Frau.“

Pendukeni kam an die Liege getreten, auf der ich saß, nahm meine Hand und streichelte mir über den Kopf, genauso wie es ihr Mann vorhin getan hatte. Auch sie hatte eine herzliche Ausstrahlung. Ihr Haar war ebenfalls weiß, aber nicht kraus, wie es für eine Afrikanerin typisch gewesen wäre, sondern glatt, und es war zu einem dicken Zopf gebunden. „Mein Mann hat mir gesagt, dass Sie eine Weile bei uns bleiben werden, bis Sie sich erholt haben“, sagte sie auf Deutsch und fügte hinzu, „ich freue mich darüber.“ Sie sagte das mit so viel Wärme, dass ich gerührt war. Es war sehr lange her, dass ich ein so tiefes Gefühl von Geborgenheit empfunden hatte, wie in diesem Moment.

„Nenn uns Nahas und Pendukeni“, sagte sie und legte meine Hand in ihre.

„Ich bin Helen“, antwortete ich.

„Hier ist nur meine Praxis, wir wohnen nicht in Windhoek, es ist uns zu groß. Ich bin in den Bergen aufgewachsen. Bis heute brauche ich die Ruhe da draußen, um mich wohlzufühlen“, erklärte Nahas, als wir im Auto saßen.

„Windhoek ist in den letzten Jahrzehnten immer größer geworden. Als Nahas in den achtziger Jahren als junger Arzt im Krankenhaus in Windhoek gearbeitet hat, war Windhoek noch viel kleiner, heute hat es über dreihunderttausend Einwohner. Damals war Namibia noch keine unabhängige Republik. Zwar ist seit der Unabhängigkeit Englisch die offizielle Amtssprache, aber trotzdem sprechen viele Namibier deutsch. Das stammt noch aus der Kolonialzeit, als eine größere Zahl von Deutschen um 1880 nach Namibia gekommen ist und sie das Land bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs besetzt gehalten haben. Nach wie vor ist Deutsch neben den anderen Sprachen wie Afrikaans, Englisch, Bantu und Khoisan noch eine der wichtigsten Sprachen in unserem Land“, sagte Pendukeni.

Die Häuser zogen an mir vorbei. Ich fühlte mich in dem Auto mit Nahas und Pendukeni wie in einem kuscheligen Nest. Ich lauschte ihren Worten und nickte darüber ein.

Ich wachte erst wieder auf, als das Auto anhielt und Nahas sagte, dass wir angekommen seien. Ich entschuldigte mich dafür, eingeschlafen zu sein und fragte, wie lange wir gefahren seien.

„Eine gute halbe Stunde“, sagte Nahas und fügte hinzu: „Es ist gut, dass du dich ausruhst, du hast eine anstrengende Zeit hinter dir.“

„Woher weißt du das?“, fragte ich.

„Das sehe ich dir an.“

„Ja, du hast recht“, sagte ich und senkte meinen Blick.

Nahas tätschelte mir aufmunternd die Schulter.

„Kommt lasst uns reingehen“, sagte Pendukeni.

Nachdem ich die Autotür aufgemacht hatte, kam mir eine angenehme Wärme entgegen, die nicht so drückend war wie die in Windhoek. Ich atmete tief ein und stieg aus dem Auto.

Wir standen vor einem großen Steinhaus, das ganz und gar weiß gestrichen war und in der Sonne leuchtete und mich fast blendete. Als ich mich umdrehte, sah ich weiter unten an dem Hügel ein paar Häuser, die allerdings sehr viel kleiner waren, aber die meisten waren auch hell gestrichen und schimmerten ebenfalls in der Abendsonne. Am Fuß der Berge konnte ich eine Stadt sehen. Ich nahm an, dass es Windhoek war, und wollte gerade ansetzen, Nahas zu fragen, als ich sah, dass er dabei war, meine Koffer ins Haus zu tragen. Schnell eilte ich ihm zu Hilfe und nahm sie ihm ab. Ich entschuldigte mich und sagte, dass ich so von dem Blick fasziniert gewesen sei, dass ich gar nicht gemerkt hätte, dass er schon die Koffer aus dem Auto geholt hat.

„Du entschuldigst dich oft“, sagte Nahas, „das ist nicht nötig. Unter Familienmitgliedern braucht man sich für so etwas nicht zu entschuldigen.“

Irritiert von dem letzten Satz, antwortete ich nichts und folgte ihm ins Haus. Vom Eingang kam man direkt die Küche, die sich fast über das ganze Erdgeschoss erstreckte. Drei Türen gingen von der Küche ab, und ich vermutete, dass sich dahinter das Wohnzimmer und der Aufgang zum Obergeschoss befanden.

Pendukeni hatte sich sogleich eine Schürze umgebunden und stand vor dem Herd. Nahas hatte sich an den großen Esstisch gesetzt.

Ich schätzte, wie viele Leute an dem Tisch sitzen konnten, es konnten wohl rund fünfzehn Personen an ihm Platz finden.

Als hätte Nahas meine Gedanken gelesen, sagte er: „Wir sind eine große Familie. Wir haben sieben Kinder und achtzehn Enkelkinder und zweiundvierzig Urenkel, der Tisch ist also eigentlich zu klein.“ Er grinste ganz stolz.

Ich stellte mein Gepäck ab und setzte mich auch an den Tisch. Auf dem Herd fing ein Topf mit Wasser an zu brodeln. Als das Wasser kräftig blubberte, nahm Pendukeni den Topf vom Herd und hielt ein Säckchen hinein. Sofort fing es herrlich an zu duften, die ganze Küche roch nach würzigen Kräutern.

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