Ronja Erb - Mit Weite im Herzen

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Nach dem Unfalltod drei ihrer liebsten Menschen entscheidet sich Helen, einen Neuanfang zu wagen und nach Namibia auszuwandern. Unter ungewöhnlichen Umständen bringt sie dort einen Sohn zur Welt und lernt dabei den taubstummen Jungen Kormoran kennen. Ihn verliert sie zwar bald aus den Augen, jedoch nicht aus dem Sinn. Zunächst eingenommen von ihrem jungen Mutterglück, sucht sie nicht weiter nach Kormoran. Zudem kommen erste Schwierigkeiten auf: Beim Kauf ihres Hauses stellt Helen fest, dass sie alte Wunden aus der Geschichte der Namibier aufreißt. Zum Glück gibt es Heinrich, einen Wanderarbeiter, der Helen hilft, in Namibia richtig Fuß zu fassen und auch Kormoran wiederzufinden. Zwischen Heinrich und Helen entwickelt sich eine tiefe Liebe, die es Helen ermöglicht, Altes zu überwinden und Neues zu beginnen.
Dieser Roman ist eine Hommage an Namibia und seine wundervollen Menschen.

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Ich verzog das Gesicht und antwortete, dass ich bislang immer etwas gefunden hätte, und wedelte dabei mit meinem Reiseführer, den ich aus meiner Tasche gezogen hatte.

„Na dann haben Sie ja wenigstens in dieser Hinsicht ein glückliches Händchen, wenn Sie schon mit dem Auto kein Glück haben“, kommentierte der Mann links neben mir.

Der dritte Mann schaltete sich wieder in das Gespräch ein und schlug vor, dass ich bei seinem Cousin wohnen könnte, der würde in Goageb ein kleines Hotel betreiben.

Ich bedankte mich bei ihm für den Vorschlag und zu dem Fahrer gewandt sagte ich: „Sehen Sie, ich habe wieder Glück.“

Wir fingen alle an zu lachen, die Stimmung hatte sich merklich entspannt.

Einer fragte mich, warum eine Frau und zudem noch eine schwangere Frau alleine durch Namibia reisen würde. Alle drei sahen mich an und warteten gespannt auf meine Antwort. Ich überlegte eine Weile und beschloss dann, die Wahrheit zu sagen. „Ich bin nicht nur für einen Urlaub hier, ich plane, in Namibia zu bleiben.“

Die Männer schienen beeindruckt zu sein, denn alle raunten anerkennend, und der Fahrer sagte: „Sie haben Mut, Lady.“

Ja, das habe ich, dachte ich und sank zufrieden in die Sitzbank. Die Enge störte mich auf einmal nicht mehr.

Als wir in Goageb ankamen, hatte keine Werkstatt mehr offen, es war bereits Abend. Ich fragte daher den Mann, der angeboten hatte, dass ich bei seinem Cousin übernachten könnte, ob er mich zu dessen Hotel fahren könnte. Er sagte, dass er das gerne machen würde, doch wir müssten zunächst zu ihm gehen, damit wir von dort aus sein Auto nehmen könnten.

Ich verabschiedete mich von den anderen beiden Männern, und wir gingen einige Hundert Meter die staubige Straße hinunter. Auf einem größeren Vorplatz machte er Halt und ging auf eines der Autos zu. Alle Autos sahen schon sehr alt aus, und man hatte eher den Eindruck, auf einem Schrottplatz als auf einem Parkplatz zu sein. Als ich die quietschende Autotür aufgemacht hatte und eingestiegen war, reichte er mir die Hand und sagte: „Ich heiße Heinrich“, und fragte dann, wie ich hieße.

Ich stutzte und wiederholte verwundert: „Heinrich?“

„Du heißt auch Heinrich?“, sagte er und fing an zu lachen.

„Nein“, sagte ich und musste auch lachen. „Ich heiße Helen. Aber ich finde, dass Heinrich gar nicht zu dir passt.“

Er tat, als sei er beleidigt, jedoch fing er daraufhin gleich wieder an zu lachen. Während er den Motor anließ, erklärte er mir, dass er deutsche Vorfahren habe und in seiner Familie noch viele Verwandte deutsche Vornamen hätten.

Das Hotel von Heinrichs Cousin erwies sich als eine heruntergekommene Jugendherberge. Die Räume waren schäbig und mit Stockbetten ausgestattet. Zwar war ich froh, dass noch ein Bett frei war, denn ich war zu erschöpft, um noch eine andere Unterkunft zu suchen, aber ich machte die ganze Nacht kein Auge zu. Die Matratze war so durchgelegen, als hätten schon alle Rucksacktouristen, die jemals Namibia bereist haben, eine Nacht in diesem Bett verbracht. Ich spürte jede einzelne Feder der Matratze und drehte mich so lange von einer Seite auf die andere, bis es schließlich keine Stelle an meinem Rücken mehr gab, die nicht wehtat.

Heinrich hatte versprochen, mich am nächsten Morgen um sieben Uhr abzuholen und mich zu einer Werkstatt zu fahren, um dann mein Auto abschleppen und reparieren zu lassen.

Pünktlich um sieben Uhr stand Heinrich mit seinem Auto vor dem Hotel, er schien es eilig zu haben und wirkte gehetzt. Er sagte dann auch, kaum dass er ausgestiegen war: „Lass uns losfahren, ich muss heute noch für einen Job nach Outjo fahren, und das liegt mehrere Hundert Kilometer von hier entfernt.“

Ich fragte, was er beruflich mache und er sagte mir, dass er Wanderarbeiter sei und immer von einem Job zum nächsten ziehe. Er sei viel in Namibia unterwegs, hier in Goageb sei aber sein Zuhause. Ich fragte ihn, wie lange er dann immer unterwegs sei, und er sagte, dass er manchmal nur einen Tag einen Job habe, manchmal seien es aber auch mehrere Wochen.

Ein paar Minuten später hielten wir vor einer alten Halle, vor der unzählige Reifen aufgetürmt waren und auf deren Hof viele Autos geparkt waren. Heinrich stieg aus und ging auf eine der umstehenden Personen zu und sprach mit ihr. Dann kam er wieder zurück und meinte: „Sie werden dein Auto abholen, es wird mehrere Stunden dauern, bis es hier ist. Willst du mitfahren oder hier warten?“

Ich entschied mich fürs Warten, denn die Vorstellung, stundenlang auf der rumpligen Straße zu verbringen, schien mir nicht sehr verlockend, zumal ich unheimlich müde war und mir der Rücken wehtat.

Die Kühle der Nacht war gewichen und es schien von Minute zu Minute heißer zu werden. Heinrich meinte, ich könne mich in die Bar setzen und dort warten. Er deutete auf ein Gebäude, das auf der anderen Straßenseite lag. Es sah nicht sehr einladend aus, aber ich konnte nicht auf dem Vorplatz der Werkstatt stehen bleiben, also stimmte ich zu, und Heinrich begleitete mich zur Bar. Kaum dass wir drin waren, drehte er sich zu mir um und streckte mir die Hand hin, um sich zu verabschieden. Verdutzt sah ich ihn an, denn mir ging das alles zu schnell. Vielleicht lag es an der Müdigkeit, aber ich hatte plötzlich das Gefühl, verlassen zu werden. Ich berührte ihn daher an der Schulter und fragte verunsichert: „Was wird denn jetzt aus mir?“ Er sah mich verwundert an. Kurz darauf fing ich mich wieder und schob schnell hinterher: „Ich meine, wie läuft es denn mit dem Auto? Wird es bis heute Abend repariert sein?“

Er lächelte mich an und seine Augen strahlten wieder wunderschön. „Mach dir keine Sorgen, ich habe Antonio beschrieben, was du mir gesagt hast. Er geht davon aus, dass es nichts Schwerwiegendes ist und sich leicht beheben lässt.“

„Und wenn nicht?“, fragte ich und spürte, wie kindisch ich mich verhielt.

„Wenn nicht“, sagte er, „dann wird Antonio heute Abend meinen Cousin anrufen, und der holt dich ab, ich habe ihm die Telefonnummer von meinem Cousin gegeben. Ich werde heute Abend nicht wieder zurück sein, ich komme erst am nächsten Donnerstag wieder nach Goageb.“

Mir wurde ganz anders bei der Vorstellung, noch eine Nacht in dem durchgelegenen Bett verbringen zu müssen, und hoffte, dass mein Auto schnell wieder fahrbereit sein würde.

„Ich muss nun wirklich gehen“, sagte Heinrich und riss mich damit aus meinen Gedanken. Wir umarmten uns kurz und er verließ die Bar ohne ein weiteres Wort und ohne sich nochmals umzudrehen.

Ich schaute noch einen Moment auf die Tür, durch die er soeben gegangen war. Etwas umständlich versuchte ich, meine Koffer zwischen den Tischen durchzuschieben, und setzte mich dann. Der Kellner fragte mich, was ich trinken wolle, und ich bestellte ein Wasser. In der Bar schien die Zeit stehen geblieben zu sein, denn es war mit Möbeln aus den Fünfzigerjahren eingerichtet. Unter der Decke hingen Leuchtstoffröhren, die ein surrendes Geräusch von sich gaben, das sich anhörte, als wäre der Raum mit Tausenden von Moskitos gefüllt.

Die Hitze wurde immer drückender und mit jedem Gast, der zur Tür reinkam, kam auch ein Schwall der heißen und staubigen Luft von draußen herein. Mein Kopf wurde schwer und schließlich ließ ich ihn auf den Tisch sinken und nickte ein. Die unterschiedlichen Geräusche aus der Bar mischten sich in meine Träume.

Plötzlich schreckte ich jedoch hoch. Ich schaute mich verwirrt um, um zu orten, woher das Geräusch gekommen war. Offenbar war eine Tasse zu Boden gefallen, denn der Wirt kehrte gerade Scherben auf. Ich nahm ein paar Schlucke von meinem Wasser, mein Kopf fühlte sich nach dem Nickerchen wieder leichter an, und ich schlug meinen Reiseführer auf, der vor mir auf dem Tisch lag, und schrieb auf die hinteren Seiten, die für Notizen freigelassen worden waren, in Großbuchstaben: Auto kaufen. Ich beschloss, mir nur noch die Diamantenstadt Lüderitz und die roten Sanddünen der Nahibwüste anzusehen und dann direkt nach Windhoek zu fahren, um den Mietwagen wieder abzugeben. Ich wollte nicht länger mit dieser alten Karre herumfahren und riskieren, nochmals liegen zu bleiben, dieses eine Mal reichte mir.

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